Nachdenken darüber, was wir warum tun sollen
und warum wir bestimmte Dinge besser nicht tun sollten.
Der Mensch ist sowohl zur individuellen Entfaltung
als auch zum Dienst an anderen berufen.
Die richtigen Schritt tun!
Hilfe, wo sie gebraucht wird.
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Wer wir sind

Wir sind eine internationale Community, in der sich junge und ältere Menschen zum Thema Ethik und angrenzenden Themen austauschen können. Jeder der sich über die Themen informieren und mitdiskutieren möchte, ist hier herzlich willkommen.
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Unser Ziel

Zusammenhänge analysieren und Befunde bewerten, kritische Fragen stellen und Orientierungs- und Entscheidungshilfen liefern.

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Was uns gerade bewegt

Arbeitsethik in der heutigen Zeit

Ein Kommentar von Jonas aus Berlin
Wie steht ihr zum Thema Arbeitsethik? Ich kenne viele aus meinem Bekanntenkreis, die sich immer wieder die Frage stellen, ob sie arbeiten um zu leben oder leben um zu arbeiten. Das finde ich persönlich sehr tragisch, denn allein schon, dass man die Frage nicht wirklich beantworten kann, dürfte für viele von ihnen schlimm sein.

Ich selbst bin 34 Jahre alt und arbeite im Angestelltenverhältnis in einer städtischen Behörde. Das mag für viele auf den ersten Blick langweilig klingen und so ein typischer Job sein, bei dem man von nine-to-five arbeitet und danach die Hände hoch nimmt, um seine Freizeit zu genießen. Dem ist jedoch nicht so. Mir ist es egal, ob es eine Behörde ist oder nicht. Ich gehe in meinem Beruf auf und das ist für mich das Wichtigste. Vor ein paar Monaten wollte ein Architektenbüro mich „abwerben“ und bot mir eine gute Stelle bei guter Bezahlung an. Ich lehnte ab. Nicht weil mich die Arbeit nicht gereizt hätte – sie wäre definitiv auch spannend gewesen. Auch nicht, weil es vielleicht stressiger geworden wäre als jetzt. Nein, ich liebe meine Arbeit und mein Leben so wie es jetzt ist. Ich habe furchtbar spannende Projekte auf Arbeit, ein liebevolle Familie zu Hause, die auch dann Verständnis zeigt, wenn ich mal die Zeit im Büro vergesse. Zwar hätte ich nichts gegen etwas mehr Verdienst, aber wir kommen über die Runden und das reicht derzeit völlig aus.

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Bayerische Landeskirche startet Online-Lexikon zu Ethik Begriffen

Wir haben wieder eine neue Seite für euch entdeckt: www.ethik-evangelisch.de.

Dort hat die bayerische Landeskirche ein bereits rund 25 Artikel umfassendes Online-Lexikon zu ethischen Begriffen veröffentlicht. Mehr sind bereits vorbereitet und sollen in Kürze folgen. Alle Texte werden von wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern oder Ethikexperten der beteiligten Lehrstühle erstellt.

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Was versteht man unter Sozialethik?

Es ist ein Bereich der Ethik und befasst sich mit dem menschlichen Handeln. Dabei geht es in erster Linie um die gesellschaftlichen Bedingungen eines guten Lebensstandards. Daher wird sie auch als Gesellschaftsethik bezeichnet. Wie auch in der angewandten Ethik ist sie die wissenschaftliche Beschäftigung mit Sitten, Gebräuchen und Gewohnheiten der Menschen und ihrer unterschiedlichen Herkunft. Hier steht die Frage nach Werten wie Gerechtigkeit, Freiheit, Nachhaltigkeit und Toleranz im Vordergrund. Wichtig sind dabei auch die Strukturen der gesellschaftlichen Stellungen in Wirtschaft, Recht, Arbeit, Ehe, Kultur, Migration, Medien, Gesundheit und in Unternehmen, gerechter Entlohnung, Armut und die Umsetzung dieser Belange in der Politik und im kirchlichen Leben. Sie bezieht sich mehr auf den einzelnen Menschen, auf das Individium, als auf die soziale Ordnung und berührt die Soziallehre.

Was ist der christliche Begriff?

Ethik ist die kritische Reflexion von Taten und Handlungen. Wobei es darum nicht nur um das Tun, sondern auch um die Frage nach dem Warum, den Umständen und Bedingungen geht. Welche Ziele und Haltung haben die jeweiligen Personen, in welchen Strukturen leben und handeln sie, welchen Normen und Regeln unterliegen sie. Die Sozialethik beschreibt nicht nur die Handlungen, sondern bewertet sie auch. Dabei besteht auch immer der Anspruch, Handlungsalternativen, Orientierungen und Empfehlungen zu geben. Die Strukturen der menschlichen Gesellschaft sind mehr als die Summe der Handlungen, es entstehen Regeln und Ordnungen, die eine Einheit ergeben. Der Mensch ist immer der Ursprung, der Träger und das Ziel der sozialen Institutionen. Ziel ist es, Impulse zu geben, wie die Gesellschaft lebenswerter und gerechter für die Menschen sein kann.

Katholische und evangelisch

Die christliche Sozialethik ist ein Teil der katholischen Lehre. Sie hat die Aufgabe, die Erfahrungen zu interpretieren, zu analysieren und Verbesserungen hinsichtlich bestehender Gesellschaftsverhältnisse zu geben. Sie setzt sich auch mit den Bedingungen der Menschen auseinander. Angestrebt ist eine kompetente Reaktion, fundierte Analysen sind unbedingt erforderlich. Daher wird aktiv kooperiert mit wissenschaftlichen Disziplinen wie Ökonomie, Soziologie, Psychologie und anderen Bereichen. Die christliche Ethik legt Wert darauf, dass die Menschen nicht nur im christlichen Glauben und der Theologie anschlussfähig bleiben, sondern auch über die konfessionellen Grenzen hinaus kulturell anschlussfähig sind. Um dem gerecht zu werden, wird dabei interkulturell und interreligiös gearbeitet.

Die evangelische Sozialethik beschäftigt sich mit den wichtigen Themen von Gewalt und Frieden, Sicherheit, Gerechtigkeit, Mitbestimmung und die Arbeitswelt. Unternehmen spielen dabei eine Rolle, das Verhältnis von Reich und Arm, Gesundheit, Krankheit sowie die Frage "Wann beginnt das Leben, wann endet es?". Auch hier geht es um lebenswichtige Institutionen, die helfen das menschliche Zusammenleben zu organisieren. Das sind z.B. das Rentensystem, das Gesundheitswesen, Sozialämter, die Arbeitsvermittlung sowie auch Stadträte und andere Politiker. Die evangelische bezieht das soziale Miteinander leben ein. Dabei werden die Aspekte aus Texten der Bibel abgeleitet und für den Einzelnen formuliert.

Die Standpunkte

Die Sozialethik in der evangelischen Kirche erkennt verschiedene Standpunkte an. Die Kirche weiß nicht alles und nicht alles besser. Sie sucht im Gespräch mit Mitgliedern und anderen Teilen der Gesellschaft nach besseren Argumenten und gleicht diese mit den Grundsätzen der Bibeltexte ab. Typisch für die evangelische ist dabei die gewissenhafte und freie Diskussion und die Anerkennung verschiedener Meinungen. Als Christen sollen die Menschen verantwortlich miteinander leben.