Forum Sozialethik 2006

Thema: “Mittendrin und nicht dabei?” Beteiligung, Inklusion und Integration in modernen Gesellschaften

11.-13. September 2006, Tagungsort: Kommende Dortmund.

Tagungsbericht (Auszug)

„Mittendrin und nicht dabei?“ – Beteiligung, Inklusion und Integration in modernen Gesellschaften

Bericht zum 16. Forum Sozialethik (11. bis 13.09.2006 in der Kommende, Dortmund)

F1000020

Das Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft erscheint mehr denn je problematisch: Gesellschaftliche Bereiche wie Medien und Wirtschaft verselbständigen sich. Gesellschaft ist nicht mehr nur in ihren kulturellen und nationalen Grenzen zu denken, sondern als globalisierte Weltgesellschaft. Geteilte Vorstellungen über ein gutes Leben und Gerechtigkeit sind nicht erkennbar – dem Einzelnen bleibt die Lebensgestaltung völlig selbst überlassen.
Beteiligung, Inklusion und Integration sind Begriffe, die auf dieses schwierige Verhältnis zwischen Individuen und Gruppen bzw. Gesellschaft „reagieren“. Mit Verwendung der genannten Begriffe wird der Blick auf diejenigen gelenkt, die nicht beteiligt, inkludiert und integriert sind, z. B. Behinderte, Ausländer, Arbeitslose und Kinder. Vor allem Armut führt zum Ausschluss von sozialen Prozessen.
Die Verwendung der Kategorien Beteiligung, Inklusion und Integration nimmt in der Christlichen Sozialethik zwar zu, sie erfolgt aber eher uneinheitlich. Ziel des 16. Forum Sozialethik mit 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war es, die Bedeutung dieser Begriffe sowohl in sozialethischer Perspektive als auch in Auseinandersetzung mit anderen wissenschaftlichen Disziplinen herauszuarbeiten. Die Beiträge orientierten sich an der Leitfrage: Welche Konzepte und welche ethischen Vorstellungen können mit Beteiligung, Inklusion und Integration verbunden werden und inwieweit eignen sich diese als normative Orientierungen für die moderne Gesellschaft?

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