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Freie Stelle am ICS Münster

Zum 01. Januar 2017 ist in der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster beim Institut für Christliche Sozialwissenschaften (Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins) die Stelle einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin/eines wissenschaftlichen Mitarbeiters Entgeltgruppe 13 TV zu besetzen (Stellenumfang 100% für Promovierte; die Stelle kann geteilt werden). Die Stelle ist an den Arbeitsschwerpunkt “Sozialethische Genderforschung” gebunden und auf 28 Monate befristet.

Bewerbungen können bis zum 04.11.2016 eingereicht werden. Alle weiteren Informationen finden sich in der Ausschreibung.

Stimmen der Zeit 9/2015: Nachwuchsstudie zur Familiensynode

(c) Cornelius Sturm

Über Flüchtlingskrise und Umweltenzyklika ist sie zwar aus den Schlagzeilen geraten, aber darum nicht weniger aktuell: die im Oktober 2015 anstehende Generalversammlung der Bischofssynode zu Ehe und Familie (hier der Link zum vorbereitenden Instrumentum Laboris). Wie schon bei der außerordentlichen Synode 2014 lassen gelegentliche Wortmeldungen aus dem Episkopat eine kontroverse Diskussion erwarten. Umstritten ist dabei, ob und inwiefern die öffentlich geäußerten Meinungen denjenigen der Katholiken insgesamt entsprechen, wie die soziale Realität in der katholischen Kirche aussieht und wie groß dementsprechend die Nähe oder Distanz zwischen “Hierarchie” und “Basis” in sexual- und beziehungsethischen Fragen ist.

In der aktuellen Ausgabe der “Stimmen der Zeit” (September 2015) bereichern drei Nachwuchsforscher_innen diese Debatte durch statistisches Material. Unter der Überschrift “Neue Formen des Hörens in der katholischen Kirche” stellen Sarah Delere, Anna und Tobias Roth die Ergebnisse einer länderübergreifenden Umfrage vor, die sie zwischen September 2014 und März 2015 durchgeführt haben. Die Rückmeldungen offenbaren Meinungsverschiedenheiten ebenso wie überraschende Gemeinsamkeiten und streifen praktisch alle auf der Synode zu diskutierenden “heißen Eisen”: wiederverheiratete Geschiedene, gleichgeschlechtliche Partnerschaften, Zölibat, Diakonat der Frau, seelsorgliche Begleitung und das Problem einer übermäßigen Zentralisierung, die das Eingehen auf kulturelle und individuelle Bedürfnisse erschwert oder unmöglich macht.

Mit mehr als 12.000 ausgefüllten Fragebögen aus 42 Ländern handelt es sich wohl um die größte bislang existierende Studie ihrer Art. Gefördert wurde das Mitte August in Berlin präsentierte Projekt durch die Nachwuchsforschungsförderung SAFIR der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU); wissenschaftliche Unterstützung kam von der Katholisch-Theologischen Fakultät der WWU, insbesondere vom Lehrstuhl für Christliche Sozialwissenschaften, sowie vom Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften (GESIS). Nach einem breiten Medienecho im Anschluss an die öffentliche Präsentation bietet die Publikation in den “Stimmen der Zeit” nun einen vergleichsweise detaillierteren Überblick über Vorgehensweise und Erträge.

Franziskus I. – Ein Kommentar von Marianne Heimbach-Steins

Marianne Heimbach-Steins, Direktorin des Instituts für Christliche Sozialwissenschaften der Uni Münster, kommentiert die überraschende Papstwahl. Sie identifiziert Zeichen der Hoffnung und  sieht die “katholisch ‘klare Kante’“ in Fragen der Lebensformen und Beziehungsethik. Den Kommentar können Sie hier lesen.