Tag Archive for 'Menschenrechte'

Universalität der Menschenrechte: Tagung in Tübingen

Menschenrechte

Unter dem Titel “Die Universalität der Menschenrechte und ihre Legitimierung in Christentum und Islam” findet vom 26.-28. Januar 2017 eine interdisziplinäre Tagung an der Universität Tübingen statt. Erörtert werden sollen unter anderem folgende Fragen:

Müssen die Menschenrechte im Rückgriff auf das Wesen des Menschen begründet und formuliert werden? Lässt sich das Wesen des Menschen unabhängig von seiner kulturellen Selbstverständigung und Selbstgestaltung aufweisen? Falls nein, wie lässt sich dann der universale Geltungsanspruch der Menschenrechte verteidigen, ohne kulturelle Differenzen zu nivellieren?

Die Tagung ist offen für Beiträge aus theologischen, philosophischen, sozialwissenschaftlichen und juristischen Perspektiven. Sie wird ausgerichtet vom Forum Scientiarum der Universität Tübingen in Zusammenarbeit mit dem Weltethos-Institut und der Stiftung Weltethos ausgerichtet. Weitere Informationen finden sich im (bis zum 30. November 2016 geöffneten) Call for Papers.

CfP Societas Ethica 2016: Ethics and Law

Die Jahrestagung der Societas Ethica (Europäische Forschungsgesellschaft für Ethik) findet in diesem Jahr vom 18.-21. August in Deutschland, genauer in Bad Boll bei Stuttgart, statt.

Im Zentrum steht das Thema “Ethics and Law”. In mehreren Konferenzteilen soll es schwerpunktmäßig um folgenden Aspekte gehen:

  • Ethics, justice, and the law (i.e., normative justification of law)
  • Moral cultures and the law
  • The role of morality in positive Law
  • Conflicts between ethics and laws (death penalty, solitary confinement, refugee detention, ‘emergency law’)
  • Ethical and legal analysis of reconciliation and reparations
  • Human rights
  • The Implementation of the Paris Agreement: the challenge of climate change
  • Rights of Refugees (UN Refugee Treaty, and the Geneva Convention)
  • Asylum law, border control, identification measures, and ethics
  • National sovereignty, global governance, and international law
  • Religion, theology, and the law (religious freedom, secular and religious law, etc)

Daneben gibt es auch noch einen “Open Channel” für PhD-Studenten.

Der komplette Call findet sich hier. Paper für einen Vortrag können bis 31. März 2016 eingereicht werden.

Neuer Blog zur Bildungsethik

PD Dr. Axel Bernd Kunze hat einen neuen Blog zur Bildungsethik gestartet: Bildungsethik. Beiträge und Nachrichten zu einer Sozialethik der Bildung

Der Autor beschreibt das dort verfolgte Programm folgendermaßen:

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Zwischen Medizin- und Militärethik: “Ethik & Militär” 1/2015

(c) Katharina Wieland Müller| pixelio.de

Die neue Ausgabe des halbjährlich erscheinenden E-Journals “Ethik und Militär” widmet sich einem ethischen “Randgebiet” im doppelten Wortsinn: Medizinische Hilfeleistungen in Gewaltkonflikten werfen sowohl militär- als auch medizinethische Probleme auf. Damit bewegen sie sich nicht nur an den Rändern verschiedener ethischer Spezialgebiete, sondern erscheinen auch im Gesamtbild der (Sozial-)Ethik zunächst marginal.

Was auf den ersten Blick exotisch wirkt, bietet bei näherem Hinsehen eine Fülle von Anknüpfungspunkten an andere ethische Diskussionen. So ist etwa das Thema Human Enhancement, also die Steigerung menschlicher Leistungsfähigkeit z. B. durch technische und pharmazeutische Mittel, in militärischen und militärmedizinischen Kontexten von besonderer Brisanz, wie Bernhard Koch in seinem Artikel ausführt. Die in diesem Zusammenhang relevante Frage, ob Soldaten bevorzugt Zugang zu leistungssteigernden Mitteln und medizinischen Leistungen erhalten sollten, stellt sich im weiteren Sinn schon bei der Behandlung Verwundeter und Kranker in Konflikt- und Krisensituationen, in denen sowohl Soldaten als auch Zivilisten der Hilfe bedürfen – und Militärärzte bzw. Sanitäter sich in Rollenkonflikten wiederfinden. Ethisch akzentuierte Perspektiven dazu bieten neben anderen die Beiträge von Daniel Messelken und Paul Bouvier. Abgerundet wird die Ausgabe u. a. durch diverse praxisbezogene Beiträge aus den Reihen der Bundeswehr und internationaler Hilfsorganisationen.

Alle Artikel sind nachzulesen unter ethikundmilitaer.de. Wie bei den bisherigen Ausgaben verhelfen kurze Abstracts zu den einzelnen Artikeln sowohl dem interessierten Laien als auch dem kursorisch lesenden Experten zu einem guten Überblick.

JCSW 54/2013 – “Demokratie”

Das neue Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften hat den thematischen Schwerpunkt “Demokratie”. Der Band ist dem Münsteraner Sozialethiker und Soziologen Karl Gabriel zum 70. Geburtstag gewidmet.

Aktuell wird unter dem Schlagwort „Postdemokratie“ eine gesellschaftskritische Perspektive diskutiert, die trotz des weltweiten formalen Erfolgs demokratischer Regierungsformen eine Krise des demokratischen Ethos wie der demokratischen Institutionen anzeigt. In dem vorliegenden Band wird an diese Diskussion aus christlich-sozialethischer Perspektive angeknüpft. Die Texte präsentieren Möglichkeiten, in dieser „postdemokratischen“ Situation die Kriterien der gerechten Beteiligung und der Persongerechtigkeit christlich-sozialethisch ins Spiel zu bringen, also neu und aus der Perspektive der christlichen Sozialethik über eine menschengerechte Demokratie nachzudenken.

Weitere Forschungsbeiträge befassen sich mit geschlechtergerechter Arbeitsteilung, politischer Wirtschaftsethik und der Zukunft des Sozialstaats. Berichtet wird über Tagungen in Berlin, Schwerte, Heppenheim und über die theologisch-ethische Netzwerkbildung in Europa.

Erstmals erscheint in diesem Band die Rubrik “Forschungsbeiträge zur Sozialethik – Online-Supplement”. In dieser werden in der Online-Ausgabe des Jahrbuches Beiträge publiziert, die nicht für die Print-Ausgabe berücksichtigt werden konnten. Auch diese Beiträge werden einem anonymen Peer-Review-Verfahren unterzogen.

Der Band kann über den Buchhandel (ISBN 978-3-402-10986-1 , Aschendorff Verlag) oder direkt beim Verlag für 38,00 Euro bezogen werden. Die Texte werden zwölf Monate nach Veröffentlichung frei online abrufbar sein (ab 1.1.2015).

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Tagungsbericht: Maßstab Menschenrechte (Münster, Oktober 2013)

Dr. Petr Štica, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Christliche Sozialwissenschaften (ICS) Münster hat uns dankenswerterweise einen Tagungsbericht zur Tagung “Maßstab Menschenrechte. Anspruch und Umsetzung in der katholischen Kirche 50 Jahre nach ‘Pacem in terris'” zur Verfügung gestellt.

Stellt die Kirche seit der Enzyklika „Pacem in terris“ die politische Praxis der Staaten, der internationalen Akteure sowie der Gesellschaft unter den Maßstab der Menschenrechte, kann sie selbst und ihre soziale Gestalt – wie es in mehreren nachkonziliaren lehramtlichen Dokumenten zu finden ist – dieser Herausforderung nicht ausweichen. Die Tagung, die am 23.-25. Oktober 2013 in Münster (Deutschland) stattfand und an der internationale Vertreter/innen unterschiedlicher theologischer Disziplinen und ebenso nichttheologischer Fächer teilnahmen, griff dieses wichtige Thema auf. Die Veranstaltung, die das Institut für Christliche Sozialwissenschaften (Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins) und das Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Universität Münster in Kooperation mit dem Religionspädagogischen Institut Luxemburg (Prof. Dr. Daniel Bogner) an der Universität Münster organisierten, bot Gelegenheit, einen offenen wissenschaftlichen Austausch über den Anspruch und die Umsetzung der Menschenrechte in der katholischen Kirche zu führen.

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Neue Ausgabe des EthikJournals – Thema: Kindeswohl

Das ICEP in Berlin ist seit April dieses Jahres Herausgeber der Open-Access Zeitschrift EthicJournal.

Die am 15. Oktober 2013 erschienene Ausgabe des Ethikjournals thematisiert das “Kindeswohl” aus ethischer Perspektive. Neben den fünf systematischen Beiträgen der Autoren Micha Brumlik,  Johannes Giesinger, Lothar Krappmann, Andreas Lienkamp und der Autorin Anna Maria Riedl enthält diese zweite Ausgabe des EthikJournals einen Fallkommentar von Sigrid Graumann zur Frage des Verhältnisses von  elterlicher Selbstbestimmung, Kindeswohl und Elternassistenz. Außerdem bespricht Christian Spieß das Buch “Die Infrastruktur des postindustriellen Wohlfahrtsstaats. Organisation, Wandel, gesellschaftliche Hintergründe” von Ingo Bode (2012).

Die Artikel finden sich hier.

 

Amosinternational 2/2013 – “Menschenrechte interreligiös”

Unter dem Schlagwort der Multikulturalität gerät der universelle Anspruch der Menschenrechte immer wieder unter Beschuss. Mit dieser Debatte setzt sich die neueste Ausgabe von Amosinternational unter dem Titel “Menschenrechte interreligiös” auseinander. Neben eher begründungstheoretischen Beiträgen, die Menschenrechte als Grundlage einer interreligiösen Sozialethik aufzeigen, die Spannung zwischen Begründungsoffenheit und universellem Anspruch beleuchten sowie die Frage stellen, ob muslimische Ethik überhaupt universell denken könne, setzt sich ein Beitrag auch explizit mit der Rolle der Organisation für Islamische Zusammenarbeit im UN-Menschenrechtsrat auseinander.

Neben diesem Schwerpunktthema beschäftigen sich zwei kleinere Beiträge mit der orthodoxen Sozialdoktrin sowie mit den umwelt- und tierethischen Aspekten des Fleischkonsums.

Die aktuelle Ausgabe von Amosinternational kann im Buchhandel, über den Aschendorff-Verlag, Münster (www.aschendorff-buchverlag.de) oder über das Sozialinstitut Kommende Dortmund für 12,90 Euro erworben werden. Ältere Hefte sind ebenfalls für 12,90 Euro zu erwerben. Der Preis für das Jahresabonnenment (vier Hefte) beträgt aktuell 49,80 Euro (auch online bestellbar).

 

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CfP: Feministische Kritik und Menschenrechte

Der Arbeitskreis Politik und Geschlecht der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft veranstaltet vom 14.-15. Februar 2014 in Erlangen seine Jahrestagung zum Thema “Feministische Kritik und Menschenrechte”. Dazu erging ein Call for Papers, der auch für Sozialethiker und Sozialethikerinnen interessant sein könnte.

Die Tagung will sich den feministischen Kontroversen und Ansätzen zu Menschenrechten widmen, um sowohl bestehende Konfliktfelder als auch Potentiale einer menschenrechtsorientierten feministischen Theorie und Praxis aufzuzeigen. Da sich die Menschenrechte in einem komplexen Spannungsverhältnis zwischen Theorie, Politik und Recht bewegen, wird die Tagung eine interdisziplinäre Perspektive einnehmen. Wir freuen uns über theoretische und praxisorientierte Beiträge aus allen Disziplinen (wie aus der Politikwissenschaft, Soziologie, Philosophie, Rechtswissenschaft, Pädagogik, Geschichte und aus angrenzenden Feldern, ebenso wie aus den Queer Studies, der postkolonialen Theorie und Intersektionalitätsforschung).
Der Call ist offen bis zum 31. Juli 2013. Den ausführlichen CfP-TExt sowie weitere Informationen finden sich auf der Homepage des Arbeitskreises (Rubrik “Tagungen & Calls”).

Call for papers: Ethik und Migration (Societas ethica)

Die Jahrestagung der “Europäischen Forschungsgesellschaft für Ethik” (Societas Ethica) befasst sich 2012 mit dem Thema “Ethik und Migration”. Ethikerinnen und Ethiker aus allen Disziplinen sind herzlich eingeladen, einen Beitrag zur Diskussion zu leisten.

Der Call for papers ist bis zum 31.03.2012 geöffnet.

Die Tagung findet vom 23. bis 26. August 2012 im rumänischen Sibiu statt.