Tag Archive for 'Friedensethik'

CfP: “Moralities of Warfare and Religion”

Die Frühjahrsausgabe des Journal for Religion and Transformation in Contemporary Society wird sich unter der Herausgeberschaft von Angela Kallhoff (Universität Wien) und Thomas Schulte-Umberg (Universität Wien) dem Spezialthema “Kriegsmoralitäten und Religion” widmen.

Jüngere Forschungen zur Rolle von Religion im Ersten Weltkrieg haben gezeigt, dass diese eine bedeutende Rolle für das Durchhalten sowohl von Kombattanten als Nicht-Kombattanten in der “Urkatastrophe” (George Kennan) des 20. Jahrhunderts spielte. Wie sich aktuell belegen lässt, etwa mit Blick auf Großbritannien, Russland oder die Vereinigten Staaten, ist die Wirkmächtigkeit von Religion im Krieg keineswegs eine Angelegenheit vergangener Zeiten. Um die Rolle von Religion in Kriegen der Gegenwart zu verstehen und zu erklären, sind sowohl langfristige historische Perspektiven als auch bestimmte Entwicklungen des 20. Jahrhunderts zu berücksichtigen.
Zusätzlich zu eingeladenen Autorinnen und Autoren sind Beiträge erbeten, die sich aus historischer, soziologischer oder theologischer Perspektive speziell für das 20. Jahrhundert mit folgenden Themen auseinandersetzen:

  • Kriegsmoralitäten und jüdische Religion,
  • Kriegsmoralitäten und orthodoxes Christentum,
  • Kriegsmoralitäten und nicht-monotheistische Religionen (Buddhismus, Hinduismus …),
  • Kriegsmoralitäten und religiöser Wandel seit den 1960er Jahren.

Überdies ist eine Behandlung des Themas aus einer primär theoretischen Perspektive möglich.

Neben dem Schwerpunktteil gibt es eine Sektion, in der freie Beiträge aufgenommen werden, insofern sie sich thematisch im Bereich des grundlegenden Fokus des Journals bewegen. Diese besteht in der Analyse und Befragung der paradigmatischen Veränderungen in unseren symbolisch-kulturell-religiösen Ordnungen, in juridischen, gesellschaftlich-kulturellen, politischen, theologischen und religionsphilosophischen Herausforderungen und ihren Beziehungen zu religiösen Transformationsprozessen.

Das „Journal for Religion and Transformation in Contemporary Society“ ist eine wissenschaftliche, durch Fachleute geprüfte open-access Zeitschrift, verortet an der Forschungsplattform „Religion and Transformation in Contemporary Society“ der Universität Wien, Österreich.

Bitte senden Sie Titelvorschlag, Abstract (max. 400 Worte) und Lebenslauf (max. 1 Seite) bis 31. März 2017 an thomas.schulte-umberg[at]univie.ac.at. Die Benachrichtigung, dass Sie zur Einreichung eines Beitrags aufgefordert werden, erhalten Sie Anfang April 2017. Der Artikel (in deutscher, englischer oder französischer Sprache) ist bis 31. August 2017 einzureichen. Maximale Länge des Artikels: 20 Seiten (ca. 55.000 Zeichen) einschließlich Fußnoten, Bibliographie und Leerzeichen.
Rückfragen können gerichtet werden an thomas.schulte-umberg[at]univie.ac.at.

Neues aus der Friedensforschung

(c) Thomas Max Müller / pixelio.de

Migration ist ein friedensethisch relevantes Problem: Was fast schon trivial klingt, wird durch das soeben erschienene Friedensgutachten 2016 und den neuen Global Peace Index bestätigt und wissenschaftlich unterfüttert. Die weltweite Zunahme von Flucht- und Wanderungsbewegungen korrespondiert demnach einem globalen “Rückzug” des Friedens und dem bereits im Februar vom Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI konstatierten Anstieg der weltweiten Rüstungsausgaben.

Angesichts dieser Entwicklungen plädieren die Autoren des Friedensgutachtens für strukturelle Veränderungen wie eine gerechtere Welthandelsordnung und mehr Ressourcen für zivile Konfliktbewältigung. In der flankierenden Presseeklärung fordern sie unter anderem ein Ende der Waffenlieferungen nach Saudi-Arabien, an kurdische Peschmerga-Kämpfer und generell in Krisengebiete. Hinzu kommt scharfe Kritik an Integrationshemmnissen wie der Wohnsitzauflage und dem erschwerten Zugang zu Sprachkursen.

Das Friedensgutachten ist das gemeinsame Jahrbuch des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg, des Instituts für Entwicklung und Frieden der Universität Duisburg-Essen, der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft, der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung und des Internationalen Konversionszentrums. Der ebenfalls jährlich erscheinende Global Peace Index wird herausgegeben vom Institute for Economics and Peace.

Stellenausschreibung: Geschäftsführer_in und Bildungsreferent_in bei pax christi

pax christi-Logo

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt für den Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart der internationalen katholischen Friedensbewegung pax christi eine/einen Geschäftsführer/in und Bildungsreferenten/in, Schwerpunkt Friedensbildung (zusammen 100 %). Erwünscht sind unter anderem Erfahrungen in der Friedens-, Verbands- oder Bildungsarbeit sowie ein pädagogisches, theologisches oder sozialwissenschaftliches Studium.

Die Stelle ist befristet bis zum 31.12.2018; die Bewerbungsfrist endet am 13.03.2016. Dienstort ist Stuttgart. Alle relevanten Informationen und Kontaktangaben finden sich online und zum Download in der Stellenausschreibung.

Mehr als ein Fall für die Caritas: Stellungnahme zur christlichen Flüchtlingsarbeit

(c) Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) | pixelio.de

Warum sollen Christinnen und Christen sich für Flüchtlinge engagieren? Wie soll dieses Engagement konkret aussehen? Und wie kann die Erfahrung der gegenwärtigen Flüchtlingskrise als „Zeichen der Zeit“ („Gaudium et spes“, Nr. 4) das theologische Denken, Schreiben, Reden und Handeln beeinflussen? Mit diesen Fragen hat sich die auf der Jahrestagung des Forum Sozialethik 2014 gebildete Arbeitsgruppe Friedensethik über mehrere Monate hinweg auseinandergesetzt. Aus den theologischen Reflexionen und praktischen Erfahrungen der AG-Teilnehmer ist ein Positionspapier entstanden, das jetzt als pdf-Datei zum Herunterladen, Nach- und Weiterlesen verfügbar ist.

[…] Zu den wichtigsten Orten einer „großherzigen Nächstenliebe“ („Evangelii gaudium“, Nr. 28) gehört daher die christliche Gemeinde […]. Wie für die individuelle Hilfe gibt es auch im Gemeindebereich bereits viele Vorbilder und inspirierende Beispiele, die zeigen, wie eine – gleich, wie „alte“ oder „junge“, „lebendige“ oder „verstaubte“ – Pfarrgemeinde das Leben der Menschen vor Ort mit dem der Ankommenden verbinden und dadurch neues Er-Leben schaffen kann, das alles andere als lebensfern und oberflächlich ist.

Solch „neues Leben“ zu fördern, ist über die pfarrliche und kommunale Ebene hinaus zudem eine Aufgabe der Bistümer und ihrer Regionen. Vielleicht mag oder kann nicht jeder moderne epískopos es seinen antiken Vorgängern gleich tun und Reisende, sprich Flüchtlinge, im eigenen Haus aufnehmen – aber eine „aktive Flüchtlingspolitik“ betreiben sollten Bischöfe und Bistümer durchaus. Dazu gehören unter anderem die Einrichtung eigener Projekte (einen Überblick mit weiterführenden Links bietet die Deutsche Bischofskonferenz) das Kirchenasyl, die öffentliche Stellungnahme gegen Fremdenhass (Beispiele stammen u. a. vom Berliner Bischof Koch und dem Lingener Pfarrer Brandebusemeyer), aber auch die Unterstützung und notfalls Ermahnung von Gemeinden […].

Zwischen Medizin- und Militärethik: “Ethik & Militär” 1/2015

(c) Katharina Wieland Müller| pixelio.de

Die neue Ausgabe des halbjährlich erscheinenden E-Journals “Ethik und Militär” widmet sich einem ethischen “Randgebiet” im doppelten Wortsinn: Medizinische Hilfeleistungen in Gewaltkonflikten werfen sowohl militär- als auch medizinethische Probleme auf. Damit bewegen sie sich nicht nur an den Rändern verschiedener ethischer Spezialgebiete, sondern erscheinen auch im Gesamtbild der (Sozial-)Ethik zunächst marginal.

Was auf den ersten Blick exotisch wirkt, bietet bei näherem Hinsehen eine Fülle von Anknüpfungspunkten an andere ethische Diskussionen. So ist etwa das Thema Human Enhancement, also die Steigerung menschlicher Leistungsfähigkeit z. B. durch technische und pharmazeutische Mittel, in militärischen und militärmedizinischen Kontexten von besonderer Brisanz, wie Bernhard Koch in seinem Artikel ausführt. Die in diesem Zusammenhang relevante Frage, ob Soldaten bevorzugt Zugang zu leistungssteigernden Mitteln und medizinischen Leistungen erhalten sollten, stellt sich im weiteren Sinn schon bei der Behandlung Verwundeter und Kranker in Konflikt- und Krisensituationen, in denen sowohl Soldaten als auch Zivilisten der Hilfe bedürfen – und Militärärzte bzw. Sanitäter sich in Rollenkonflikten wiederfinden. Ethisch akzentuierte Perspektiven dazu bieten neben anderen die Beiträge von Daniel Messelken und Paul Bouvier. Abgerundet wird die Ausgabe u. a. durch diverse praxisbezogene Beiträge aus den Reihen der Bundeswehr und internationaler Hilfsorganisationen.

Alle Artikel sind nachzulesen unter ethikundmilitaer.de. Wie bei den bisherigen Ausgaben verhelfen kurze Abstracts zu den einzelnen Artikeln sowohl dem interessierten Laien als auch dem kursorisch lesenden Experten zu einem guten Überblick.

Flüchtlingsforschung – ein neuer Blog und ein ethisch bedeutsames Thema

(c) Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) | pixelio.de

Flucht, Vertreibung und durch wirtschaftliche Not erzwungene Migration gibt es vermutlich schon mindestens so lange wie die Menschheit. Dass Menschen sich gezwungen sehen, ihre bisherige Heimat zu verlassen und nach neuen Orten zu suchen, kann viele Gründe haben – und wirft noch mehr Fragen auf. Angesichts der jüngsten Tragödien im Mittelmeer wird wieder einmal deutlich, wie vielschichtig “die Flüchtlingsproblematik” ist und wie schwierig sich der Umgang damit gestaltet: Politiker wollen unter dem Druck der öffentlichen Meinung die Ursachen bekämpfen und Flüchtlingsströme regulieren – doch die Ursachen sind so vielfältig wie die Entwicklungszusammenarbeit mühsam ist. Hilfsorganisationen und die italienische Marine möchten so viele Menschenleben wie möglich retten – doch je mehr es ihnen gelingt, desto mehr Menschen wagen die gefährliche Überfahrt. Schleuser profitieren von millionenfacher Not und Verzweiflung einerseits und strikten Einwanderungsregeln andererseits. Die europäischen Bürger schwanken zwischen Hilfsbereitschaft, Ratlosigkeit und undifferenzierter Fremdenfeindlichkeit. Und die tatsächlich irgendwo angekommenen Flüchtlinge sehen sich mit ungeahnten Schwierigkeiten konfrontiert …

Die zahlreichen unterschiedlichen Aspekte und Detailprobleme haben inzwischen eine Vielzahl wissenschaftlicher Herangehensweisen in verschiedenen Disziplinen inspiriert, die lose unter dem Schlagwort Flüchtlingsforschung zusammengefasst werden:

“Die Flüchtlingsforschung – oder konkreter die Zwangsmigrations- und Flüchtlingsforschung – konzentriert sich auf die wissenschaftliche Untersuchung u.a. rechtlicher, politischer, sozialer, geographischer und kultureller Aspekten der Zwangsmigration. So erklärt sich, dass die Flüchtlingsforschung multi- und interdisziplinär ist und u.a. die Soziologie, Politik-, Geschichts- oder Rechtswissenschaft, Ethnologie, Wirtschaftswissenschaften, Geographie, Kultur- und technische Wissenschaften oder medizinische Wissenschaftsfelder umfasst.” (Ulrike Krause)

Seit anderthalb Jahren existiert in Deutschland das Netzwerk Flüchtlingsforschung, dessen im Februar 2015 neu gestartetem FlüchtlingsforschungsBlog auch das obige Zitat entnommen ist. Netzwerk und Blog versammeln Beiträge aus Politikwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Soziologie, Rechtswissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung, Psychologie, Wirtschafts- und Ingenieurswissenschaften. Eine beeindruckende Bandbreite, in der aus sozialethischer Sicht das scheinbare Fehlen jeglicher ethischen Reflexion auffällt – scheinbar deswegen, weil viele Wortmeldungen und Publikationen aus verschiedenen Disziplinen ethische Fragen zumindest anreißen. Als Beispiel seien die einleitenden Worte eines Kommentars zum EU-Flüchtlingsgipfel zitiert:

“Die Ergebnisse des Flüchtlingsgipfels entsprechen nicht den menschen- und flüchtlingsrechtlichen Verpflichtungen der Europäischen Union und ihrer Mitgliedstaaten. Diese entspringen einer Situation, in der die Europäer selbst Verfolgung ausgesetzt waren. Sie daran heute zu erinnern, ist Aufgabe einer wachen Wissenschaft und Zivilgesellschaft.” (Petra Bendel)

Dass zu einer wachen Wissenschaft und Zivilgesellschaft auch eine wache und interdisziplinär arbeitende Sozialethik gehört, sollte sich eigentlich von selbst verstehen … Im Rahmen des Forum Sozialethik beschäftigt sich derzeit die auf der Forumstagung 2014 ins Leben gerufene AG Friedensethik mit dem Thema Flüchtlinge und Flüchtlingsarbeit – und freut sich jederzeit über Diskussionsanstöße, Informationen und Interessierte, die vielleicht selbst schon an ethisch relevanten Aspekten der Flüchtlingsforschung arbeiten (gerne die Kommentarfunktion auf dieser Seite nutzen)!

E-Journal “Ethik und Militär”: Cyberwar – ein Angriff auf Freiheit und Demokratie?

Quelle: ethikundmilitaer.de | Special 2/2014 - Cybersicherheit in Deutschland

Unangenehme Osterüberraschungen: In den vergangenen Tagen sind mit dem französischen Sender TV5 Monde und der belgischen Zeitung Le Soir zwei Medienunternehmen Ziel aufsehenerregener Hackerangriffe geworden. Solche Attacken, ob sie nun von Terroristen, Kriminellen, Geheimdiensten, Netzaktivisten oder anderen ausgehen, gehören längst zum digitalen Alltag. Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt oder gar ignoriert, werfen sie aber deutlich mehr als “nur” technische Fragen auf – und verdienen kritische Aufmerksamkeit auch außerhalb der Büroräume von Kaspersky, McAfee & Co.

Einen ersten Überblick über das Spektrum ethisch relevanter Aspekte im Themenkomplex “Cyberwarfare und IT-Sicherheit” bietet die derzeit aktuelle Ausgabe 2/2014 des noch jungen E-Journals “Ethik und Militär. Kontroversen der Militärethik & Sicherheitskultur”, herausgegeben vom Hamburger Zentrum für ethische Bildung in den Streitkräften (zebis). Die Autorinnen und Autoren der Ausgabe – Politikwissenschaftler, Ethiker, Juristen, Politiker und Computerexperten – thematisieren eine Vielzahl von Fragen: Wird das Internet zum “Schlachtfeld der Zukunft”, auf dem jeder halbwegs fähige kriminelle Hacker mit sehr realen Auswirkungen Krieg spielen kann? Welche Rolle spielen Staaten und Privatwirtschaft? Ist der Cyberspace ein rechtsfreier Raum bzw. inwiefern ist hier geltendes nationales und internationales Recht anwendbar? Und was kann die wissenschaftliche Ethik zur Regulierung des Cyberkriegs beitragen? Die in Deutsch und Englisch verfügbaren Artikel sind relativ kurz gehalten und mit Abstracts versehen, um die behandelten Themen auch über die jeweiligen Fachkreise hinaus zu vermitteln und damit das interdisziplinäre Gespräch anzuregen. Alle Beiträge und Abstracts auf einen Blick finden sich auf ethikundmilitaer.de.

CfP Societas Ethica 2014: The Ethics of War and Peace

Die Jahrestagung der Societas Ethica (Europäische Forschungsgesellschaft für Ethik) findet im kommenden Jahr vom 21.-24. August in Maribor (Slowenien) statt.

Im Zentrum steht dieses Mal das Thema “The Ethics of War and Peace”. In mehreren Konferenzteilen soll es schwerpunktmäßig um folgenden Aspekte gehen:

  • the roots of war (e.g. human aggression, social life, etc.)
  • theories of just war (including questions about ‘humanitarian intervention’)
  • the rules of war (e.g. the treatment of prisoners – Guantanamo, hostage kidnapping – child soldiers, the arms trade, etc.)
  • new forms of warfare (cyber war, the use of drones)
  • war and profit (the privatization of war, arms exports, etc.)
  • ending war (reconciliation initiatives, war tribunals)
  • pacifism

Bis zum 31. März 2014 können Paper für einen Vortrag eingereicht werden.

Nähere Informationen gibt es hier.

 

Tagungsbericht: Maßstab Menschenrechte (Münster, Oktober 2013)

Dr. Petr Štica, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Christliche Sozialwissenschaften (ICS) Münster hat uns dankenswerterweise einen Tagungsbericht zur Tagung “Maßstab Menschenrechte. Anspruch und Umsetzung in der katholischen Kirche 50 Jahre nach ‘Pacem in terris'” zur Verfügung gestellt.

Stellt die Kirche seit der Enzyklika „Pacem in terris“ die politische Praxis der Staaten, der internationalen Akteure sowie der Gesellschaft unter den Maßstab der Menschenrechte, kann sie selbst und ihre soziale Gestalt – wie es in mehreren nachkonziliaren lehramtlichen Dokumenten zu finden ist – dieser Herausforderung nicht ausweichen. Die Tagung, die am 23.-25. Oktober 2013 in Münster (Deutschland) stattfand und an der internationale Vertreter/innen unterschiedlicher theologischer Disziplinen und ebenso nichttheologischer Fächer teilnahmen, griff dieses wichtige Thema auf. Die Veranstaltung, die das Institut für Christliche Sozialwissenschaften (Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins) und das Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Universität Münster in Kooperation mit dem Religionspädagogischen Institut Luxemburg (Prof. Dr. Daniel Bogner) an der Universität Münster organisierten, bot Gelegenheit, einen offenen wissenschaftlichen Austausch über den Anspruch und die Umsetzung der Menschenrechte in der katholischen Kirche zu führen.

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Amosinternational 2/2012 – “Was dem Frieden dient”

Die neueste Ausgabe von Amosinternational beschäftigt sich unter dem Titel “Was dem Frieden dient” mit friedensethischen Herausforderungen der Gegenwart, wobei die verschiedenen Aufsätze des Schwerpunktthemas überwiegend Aspekte einer internationalen Friedensordnung fokussieren. Ergänzt werden diese durch ein Interview mit Christine Hoffmann, Generalsekretärin von Pax Christi und Sprecherin der “Aktion Aufschrei – stoppt den Waffenhandel” über die Frage von Rüstungsexporten sowie durch eine Vorstellung des Wortes der Deutschen Bischöfe “Terrorismus als ethische Herausforderung” (2011) von Johannes J. Frühbauer.

Darüber hinaus erinnert Joachim Wiemeyer an die Bedeutung Wilhelm Emanuel von Kettelers für die Christliche Sozialethik, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 200. Mal jährt.

Die aktuelle Ausgabe von Amosinternational kann im Buchhandel, über den Aschendorff-Verlag, Münster (www.aschendorff-buchverlag.de) oder über das Sozialinstitut Kommende Dortmund für 12,90 Euro erworben werden. Ältere Hefte sind ebenfalls für 12,90 Euro zu erwerben. Der Preis für das Jahresabonnenment (vier Hefte) beträgt aktuell 49,80 Euro (auch online bestellbar).

 

Inhaltsverzeichnis

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