“Immer nur das eine? – Sexualität und Medien” – Communicatio Socialis 3/2016

ComSoc-3_2016-Umschlag-197x300Ethische Perspektiven auf das Verhältnis von Sexualität und Medien präsentiert das aktuelle Heft von Communicatio Socialis. Das Heft ist online erschienen; einige Texte sind frei erreichbar. „Germany’s Next Topmodel“ ist ebenso Thema wie die Berichterstattung über die Kölner Sylvesternacht. – Communicatio Socialis ist eine Zeitschrift für Medienethik und Kommunikation in Kirche und Gesellschaft.

Medienethischer Schwerpunkt: Sexualität und Medien

Mit sexualisierenden Darstellungsweisen im Kinder- und Jugendfernsehen befasst sich Maya Götz. Anhand verschiedener Studien zu Formaten wie „Germany’s Next Topmodel“ zeigt sie auf, welche Folgen Hypersexualisierung insbesondere für junge Zuschauerinnen hat. Zwischen Jugendmedienschutz und „Porno-Kompetenz“ (frei als Leseprobe!): Der Umgang Jugendlicher mit sexuellen Unterhaltungsangeboten steht bei Andreas Büsch und Benedikt Geyer im Fokus. Es folgt eine Studie, die sich mit der medialen Berichterstattung über sexuelle Gewalt der Kölner Sylvesternachtbefasst.

Petra Hemmelmann war bei „Dr. Sommer“: Sabine Kadolph, seit 25 Jahren Mitglied des Dr. Sommer-Teams von „Bravo“, berichtet über Aufklärung früher und heute. Den Abschluss des Schwerpunktes markiert Renate Hackel-de Latour in einem Überblick zu den Hintergründen und Chancen des Vorhabens zu einem Verbot sexistischer Werbung.

Kommunikation in Kirche und Gesellschaft

Hatto v. Hatzfeld berichtet nicht nur über eine Petition für die freie Verbreitung der revidierten
Einheitsübersetzung, sondern liefert Hintergründe zu den Verbreitungsbedingungen der Bibel im historischen Wandel. Manuela Pilters beleuchtet in einer Innensicht die Reihe „37 Grad“ im ZDF: „37 Grad inszeniert und skriptet nicht.“

Das neue Heft ist ab sofort online abrufbar. Die Artikel können auch einzeln erworben werden. Wie gewohnt erscheint die neue Ausgabe auch in gedruckter Form. Die Zeitschrift Communicatio Socialis wird  im verzögerten Open Access publiziert: 12 Monate nach Erscheinen eines Artikels ist er frei im Netz zugänglich.

Stellenausschreibungen und Promotionsstipendien

Folgende Ausschreibungen haben uns erreicht:

CfP Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften 2017

In der Rubrik „Forschungsbeiträge zur Sozialethik“ des Jahrbuchs für Christliche Sozialwissenschaften erscheinen Beiträge zu einem frei gewählten Thema der Sozialethik. Hierfür können Beiträge zur Publikation eingereicht werden. Diese werden in einem double blind peer review Verfahren begutachtet und ausgewählt. Pro Ausgabe können bis zu drei Beträge berücksichtigt werden.
Einsendeschluss der vollständigen Beiträge in deutscher oder englischer Sprache ist jeweils der 31. Januar, für die nächste Ausgabe der 31.1.2017.
Weitere Informationen finden sich hier sowie im ausführlichen Call.

Tagung: Verantwortung erzählen am KSI Köln

Ein kluger Mensch lernt aus seinen Erfahrungen. Ein weiser aus den Erfahrungen anderer.

Was ist dran an dieser Redewendung? Welche Wirkung haben die Erzählungen anderer auf unser Handeln, unsere moralischen Haltungen und unsere Wertvorstellungen? Und nicht zuletzt: Welchen Mehrwert bietet ein narrativer Ethikansatz, der auf biographische Modelle, Erfahrungen und Lebenszeugnisse Bezug nimmt und Verantwortungsübernahme fördern möchte?

Auf der Tagung „Verantwortung erzählen“ am Katholisch-Sozialen Institut der Erzdiözese Köln vom 9.-10.11.2016 soll diesen Fragen am Beispiel sozialethischer Themen auf den Grund gegangen werden. Dabei werden auch Lebensgeschichten von Menschen zur Sprache kommen, die sich auf unterschiedliche Weise für ein gelingendes Zusammenleben einsetzen; sie lassen uns teilhaben an ihren Erfahrungen und dem Modell, wie konkret Verantwortung übernommen werden kann.

Programm und Anmeldemöglichkeit finden sich hier.

 

Neuerscheinung und CfP: Zeitschrift für Flüchtlingsforschung

(c) Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) | pixelio.de

Das interdiszplinäre Netzwerk Flüchtlingsforschung hat ein neues Publikationsorgan ins Leben gerufen: die Z’Flucht (Zeitschrift für Flüchtlingsforschung).  Bei der halbjährlich erscheinenden Z’flucht handelt es sich um

ein neues peer-reviewed journal, das wissenschaftliche Beiträge aus unterschiedlichsten Disziplinen zu Fragestellungen der Zwangsmigrations- und Flüchtlingsforschung veröffentlicht. […] Angesichts der unterschiedlichen fachlichen Perspektiven, aus denen entsprechende Fragen gestellt werden können, gilt ein besonderes Augenmerk der interdisziplinären Diskussion [und] dem Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis […].

Durch die interdisziplinäre Ausrichtung und beabsichtigte Praxisrelevanz dürfte die Zeitschrift auch für Sozialethiker_innen interessant sein. Sie soll wissenschaftliche Aufsätze, Forumsbeiträge und Rezensionen in deutscher, englischer und französischer Sprache enthalten. Manuskripte können jederzeit bei der Redaktion eingereicht werden. Hinweise für Autoren_innen und weitere Informationen finden sich auf den Websiten des Nomos-Verlags und des Netzwerks Flüchtlingsforschung.

Veröffentlichung: Demokratie und Partizipation im 21. Jahrhundert

Cover_10644-9_Forum_Sozialethik_17Fischer, Luisa / Zink, Sebastian / Wahl, Stephanie A. / Henkel, Christian (Hgg.): Demokratie und Partizipation im 21. Jahrhundert (= Forum Sozialethik 17), Münster: Aschendorff 2016.

19,80 Euro

ISBN: 978-3-402-10644-0

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts scheint die Demokratie in eine Krise geraten zu sein. In den etablierten liberalen Demokratien des globalen Westens zeigt sich dies vor allem in der steigenden Anzahl derjenigen, die sich nicht mehr an Wahlen und traditionellen Partizipationsprozessen repräsentativer Demokratien beteiligen. Gleichzeitig sind Forderungen nach mehr Transparenz und Beteiligungsmöglichkeiten in so unterschiedlichen Kontexten wie etwa den Protesten gegen städtebauliche Großprojekte, der weltweiten Occupy-Bewegung, in national-populistisch ausgerichteten Bewegungen in ganz Europa oder im Zusammenhang mit sich ausweitenden digitalen Möglichkeiten unüberhörbar.
Der Befreiungsphilosoph Enrique Dussel hat mit seiner Aussage „Alles Politische beginnt (und endet) mit der Partizipation“ auf den zentralen Stellenwert der Partizipation für die Demokratie hingewiesen. Nimmt man dies ernst, so zwingen die gegenwärtigen Entwicklungen zu einer erneuten Auseinandersetzung um die Zukunft von Demokratien sowie um die Möglichkeiten und Bedingungen von Partizipation in der Demokratie.
Die Beiträge des vorliegenden Tagungsbandes nehmen sich dieser Herausforderung aus der Perspektive einer Christlichen Sozialethik an. Die Fülle der unterschiedlichen Herangehensweisen und Schwerpunktsetzungen macht dabei deutlich, dass es sich dabei im Rahmen einer anwendungsbezogenen politischen Ethik um ein komplexes Gefüge unterschiedlichster Herausforderungen handelt, für die keine einfachen und eindeutigen Lösungen postuliert werden können.
Die Vielfalt der im vorliegenden Band versammelten Ansätze zeigt freilich auch, wie im wissenschaftlichen Diskurs um die Beantwortung drängender Fragen der Gegenwart gerungen wird. Das Forum Sozialethik gewährleistet seit nunmehr 25 Jahren einen solchen Rahmen insbesondere für Nachwuchswissenschaftler_Innen der Christlichen Sozialethik und benachbarter Disziplinen. Aus Anlass dieses Jubiläums wurden in den Tagungsband auch zwei Beiträge aufgenommen, die Gründung und geschichtliche Entwicklung des Forums reflektieren und als gelungenes Partizipationsprojekt im Rahmen der Wissenschaftscommunity ausweisen.

Ausschreibung: Wissenschaftliche_r Mitarbeiter_in an der WWU Münster

Am Seminar für Fundamentaltheologie und Religionsphilosophie der Katholisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität ist mit Dienstbeginn erwünscht zum 01. Januar (bis spätestens 01. April 2017) die Stelle eines behinderten wissenschaftlichen Mitarbeiters einer behinderten wissenschaftlichen Mitarbeiterin (50 % TV-L 13) für die Dauer von 3 Jahren zu besetzen. Die Stelle steht im Zusammenhang mit dem Promi-Projekt der Universität Köln in Zusammenarbeit mit dem BMAS zur beruflichen Förderung behinderter Menschen. Zusätzlich zur laut Stellenprofil vorgesehenen Weiterqualifizierung im Rahmen einer Promotion unterstützt die betreffende Person das Seminar für Fundamentaltheologie und Religionsphilosophie mit begabungsorientierten Tätigkeiten im Umfang von 8 Stunden pro Woche.

Gesucht wird eine anerkannt schwerbehinderte Person, die derzeit arbeitslos oder akut von Arbeitslosigkeit bedroht ist und die sich im Bereich katholischer Theologie an der WWU in Münster mit einer Promotion in Katholischer Theologie für den ersten Arbeitsmarkt weiter qualifizieren möchte. Favorisiert wird ein Thema aus dem Bereich »Leben in und mit spezifischen Grenzen«, das die Frage der Inklusion von Menschen mit spezifischen Einschränkungen aus theologischer Perspektive thematisiert. Aufgrund der Lokalisation der Stelle am Seminar für Fundamentaltheologie und Religionsphilosophie sollte zudem idealerweise ein thematischer Schwerpunkt im Bereich der Systematischen Theologie und / oder der Philosophie gegeben sein. Diese Präferenz hindert nicht an Bewerbungen in anderen Themenzuschnitten und (theologischen) Fächern. Ein bereits laufendes Promotionsverfahren kann leider nicht berücksichtigt werden.

Bewerbungsschluss ist der 31.10.2016. Ausführliche Informationen finden sich in der Stellenbeschreibung.

Stellenausschreibung: Referent_in am Jakobushaus Goslar

An der Akademie des Bistums Hildesheim, dem Jakobushaus in Goslar, ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle einer Referentin/eines Referenten mit dem Schwerpunkt Theologie neu zu besetzen. Zu den Aufgaben gehören unter anderem “die Gestaltung und Weiterentwicklung  […] des Schwerpunktes in Abstimmung mit der Akademieleitung sowie die eigenverantwortliche Planung, Durchführung und Evaluation von akademischen Tagungen und Bildungsveranstaltungen – auch in neuen Formaten”.

Die Ausschreibung richtet sich an studierte, vorzugsweise promovierte Theologinnen und Theologen mit Erfahrungen in Erwachsenenbildung und Tagungsmanagement sowie idealerweise in Öffentlichkeitsarbeit und Drittmitteleinwerbung. Bewerbungsschluss ist der 30.09.2016. Ausführliche Informationen finden sich online in der Stellenausschreibung.

Update: Die Stelle ist erneut ausgeschrieben – Bewerbungsschluss ist der 04.01.2017. Ausführliche Informationen finden sich in der aktualisierten Stellenbeschreibung

Tagung: Religions go green – Natur und Umwelt in den Religionen

Vom 7. bis 9. Oktober 2016 veranstaltet die Katholische Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart eine Tagung zu Natur und Umwelt in den Religionen.

Der Einsatz für Belange der Natur ist ein gemeinsames Anliegen der Religionen. Aufgrund ihrer jeweiligen Traditionen, Schriften, Lehren und Moralvorstellungen haben diese je besondere Perspektiven und Motivationen. Mit philosophischen und politischen Ansätzen haben diese vielfach Berührungspunkte, aber auch spezifische Eigenheiten und können nicht zuletzt in besonderem Maße den kritischen Blick für mögliche Einseitigkeiten schärfen und zu einem Einsatz motivieren, der über theoretische Begründungen hinausreicht. Die Tagung wird die unterschiedlichen religiösen Hintergründe sondieren im Blick auf Ansätze für heutiges Umwelthandeln, auch in gemeinsamer Perspektive etwa im Sinne eines “ökologischen Weltethos”.

Einbezogen sind zum einen Experten aus unterschiedlichen Disziplinen, welche die globale Agenda ebenso bearbeiten wie die spezifischen Herausforderungen im europäischen und deutschen Kontext. Zum anderen treten wir ins Gespräch mit Vertretern religiös motivierter Umweltbewegungen, wie sie zuletzt entstanden sind mit “Jews go green” oder der Organisation “HIMA e.V.”, die für eine neue Bewegung des Einsatzes für Umwelt und Naturschutz aus jüdischer bzw. islamischer Perspektive stehen.

Das detaillierte Tagungsprogramm sowie nähere Informationen finden sich hier.

Die EU nach dem Brexit: Ein sozialethischer Diskussionsbeitrag

Im Weblog der AG Christliche Sozialethik ist Ende Juli ein Beitrag von Joachim Wiemeyer zum Zustand und den Perspektiven der Europäischen Union nach dem Brexit erschienen. Darin befasst sich der Autor neben politischen und ökonomischen Aspekten der gegenwärtigen Lage unter anderem auch mit den europabezogenen Haltungen und Wertvorstellungen katholischer Ortskirchen. Sein Urteil fällt vergleichsweise skeptisch aus:

Nicht erst die unterschiedlichen Haltungen deutscher und französischer Bischöfe im Gottesbezug des Lissaboner Vertrages, die tiefgreifenden Meinungsverschiedenheiten jüngst in der Flüchtlingskrise oder die durch massive Unterstützung von Bischöfen, Klerus usw. ins Amt gehobene neue polnische Regierung oder die Unterstützung Orbans durch ungarische Bischöfe machen deutlich, dass es keine katholische Haltung zu Europa gibt. […] Ebenso fehlen eine kommunikative Vernetzung und ein wissenschaftlicher Austausch zwischen katholischen Ethikern der einzelnen EU-Länder, soweit es überhaupt Christliche Sozialethik als eigene Disziplin in anderen Ländern gibt.
Angesichts der tiefgreifenden Divergenzen selbst unter den europäischen Katholiken plädiert Wiemeyer dafür, Europa “wieder von einem geschichtsphilosophisch überhöhten Projekt auf die Realität” zurückzuholen. Rückmeldungen und weitere Diskussionsbeiträge sind durch die AG CSE ausdrücklich erwünscht.

Fachtagung: Crowdworking und Gerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt

Internetplattformen bieten inzwischen unzählige Jobs für Menschen, die Arbeit schnell und billig anbieten. Sowohl Start-ups als auch große Unternehmen greifen mittlerweile selbstverständlich auf diese Crowdworker zu. Welche Konsequenzen ergeben sich aus dieser Entwicklung für den Arbeitsmarkt, für Berufsfelder und für Arbeitnehmer? Neben der Frage, ob dies u. U. Arbeitsplätze (in Deutschland) kostet, werden auch elementare Errungenschaften des Sozialstaates tangiert: Es gibt weder eine soziale Absicherung, noch tarifgebundene Löhne oder Arbeitszeitregelungen. Auch die gewerkschaftliche Organisation der Arbeitnehmer wird stark erschwert. Wie können gerechte Arbeitsbedingungen für diese Art von Arbeit aussehen und wie müssten sie gestaltet werden?

Diese und weitere Fragen sollen am 19. und 20.09. auf einer interdisziplinären Fachtagung im Franz-Hitze-Haus (Münster) diskutiert werden.

Nähere Informationen und Anmeldemöglichkeit finden sich auf der Tagungsseite. Dort ist auch das detaillierte Programm einsehbar.

Tagung KSI: Umweltbewahrung und Nachhaltigkeit

Die Folgen der ökologischen Krise sind an vielen Stellen spürbar und werden sich in Zukunft noch verschärfen. Alle Menschen sind dazu aufgerufen, umzudenken. Die Problematik ist vielschichtig, schnelle Lösungen sind nicht zu erwarten. Die Arbeitsgemeinschaft “Christlich-muslimischer Dialog zu sozialethischen Fragen” am Katholisch-sozialen Institut der Erzdiözese Köln will hier gemeinsam einen ersten Schritt gehen.

Die Arbeitsgemeinschaft lädt ein zu einer christlich-islamischen Fachtagung zum Thema “Umweltbewahrung und Nachhaltigkeit”. Besonders richtet sich die Tagung auch an Studierende und Nachwuchswissenschaftler/-innen und möchte dazu anregen, dass sie sich mit ihrer Meinung und ihren Ideen in die öffentliche Diskussion einbringen.

Die Veranstaltung zielt auf aktive Mitwirkung der Teilnehmenden. Insbesondere beim “Offenen Forum” möchten wir Teilnehmenden den Raum geben, ihre eigenen Themen und Projekte vorzustellen. Bei Interesse ist ein kurzes Abstract an schroeder@ksi.de zu senden.

Das ausführliche Programm und weitere Informationen finden sich auf dem Veranstaltungsflyer.

“Auf Kuschelkurs? – Medien und Sport” – Communicatio Socialis 2/2016

Titelseite-2_2016-197x300Medienethische Fragen im Verhältnis von Sport und Medien sind das Thema des aktuellen Hefts von Communicatio Socialis (Heft 2/2016). Das Heft ist online erschienen, einige Texte sind frei erreichbar.

Medienethischer Schwerpunkt: Sport und Medien

Der Sport ist ein riesiges Geschäft – und die Sportberichterstattung ist ein Teil dieses Business. Das Heft befasst sich mit dem Forschungsfeld Sportkommunikation (Beitrag von Holger Ihle,  frei als Leseprobe), insbesondere mit seinen problematischen Seiten. Jörg-Uwe Nieland schreibt über Ethik in der Sportkommunikation, Thomas Horky und THomas Hestermann über die Bedeutung vereinseigener Medien. Den Abschluss des Schwerpunktes setzt Regina Greck mit einem Artikel zu den Olympischen Winterspielen 2014.

Kommunikation in Kirche und Gesellschaft und weitere Aufsätze

In einem philosophisch-ethischen Beitrag situiert Christiane Schöttler die digitale Selbstvermessung (etwa durch Fitnessarmbänder) zwischen Emanzipation und digitaler Überwachung. Hermann Kirchmann schreibt über Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des evangelischen Wohlfahrtsverbands Deutschlands (Diakonie).

Das neue Heft ist ab sofort online abrufbar. Die Artikel können auch einzeln erworben werden. Wie gewohnt erscheint die neue Ausgabe auch in gedruckter Form. Die Zeitschrift Communicatio Socialis wird  im verzögerten Open Access publiziert: 12 Monate nach Erscheinen eines Artikels ist er frei im Netz zugänglich.

Ethik und Gesellschaft 1/2016 – Die Vermögenskonzentration und das Zuviel an sozialer Ungleichheit

Die neueste Ausgabe der ökumenischen Online-Zeitschrift Ethik und Gesellschaft ist dem Thema “Die Vermögenskonzentration und das Zuviel an sozialer Ungleichheit” gewidmet.

Dass gerade bei den Vermögen die Ungleichheiten zunehmen, dass sich – mehr noch – das gesellschaftlich vorhandene Vermögen bei wenigen an der Spitze, bei den Superreichen, konzentriert, ist nicht erst seit »Das Kapital im 21. Jahrhundert« von Thomas Piketty bekannt. Zunehmend wird aber gesellschaftlich bewusst, dass die – gerade auch in Deutschland – zugespitzte Vermögenskonzentration nicht nur Folge und Indikator sozialer Ungleichheiten ist, sondern dass sie diese unter finanzmarktkapitalistischen Bedingungen weiter verschärft. Und dass diese Vermögenskonzentration schädlich für liberale, erst recht für demokratische Gesellschaften, aber auch für deren kapitalistisch verfasste Volkswirtschaften ist.

Die Aufsätze der aktuellen Ausgabe finden sich hier.

Tagung: Digitalisierung der Zivilgesellschaft

In Kooperation mit dem Institut für Sozialstrategie (IfS) veranstaltet das Forschungsinstitut für Philosophie Hannover (fiph) von 30.09.-01-10.2016 eine Fachtagung zur “Digitalisierung der Gesellschaft”.

Auf der interdisziplinäre Tagung sollen die sozialen und philosophischen Auswirkungen der digitalen Welt untersucht werden. Diese verändert den Umgang von Menschen miteinander, aber auch die Sitten und Gebräuche in Wirtschaft und Wissenschaft, Erziehung und Unterhaltung. Das Stichwort der „digitalen Disruption“ deutet an, dass es um eine der größten Umwälzungen seit Erfindung des Buchdrucks geht. Diese birgt Chancen und Risiken für das Zusammenleben.

Die Zivilgesellschaft lebt von der Partizipation der Bürgerinnen und Bürger. Partizipation setzt Autonomie voraus. Was aber heißt heute Autonomie? Kann angesichts der zunehmenden Transparenz in der digitalen Welt noch von der Selbstbestimmung der Person gesprochen werden? Wie verändert die Digitalisierung unser Verständnis von Politik? Welche rechtlichen Rahmenbedingungen bedarf es, um den Menschen vor dem totalen Zugriff zu schützen? Wie hängen Transparenz auf der einen, Autonomie auf der anderen Seite zusammen? Lässt sich beispielsweise der Gedanke „digitaler Bürgerrechte“ konsistent umsetzen oder bleibt er eine Utopie?

Anhand folgender Themenbereiche sollen Chancen und Risiken des digitalen Lebens ausgelotet werden: „Politik und Liquid Democracy“, „Digitales Leben“, „Digitale Bürgerrechte“ und „Digitale Wissenschaft“.

Referenten sind u. a.  Yoko Arisaka, Jens Best, Ulrich Hemel, Andreas Hetzel, Lilian Landes, Jürgen Manemann, Lena Pint, Marina Weisband.

Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden sich auf der Tagungshomepage.