Archive for the 'Wirtschaftsethik' Category

Caritas in veritate

Die sozialethische Zeitschrift Denk doch mal. Onlinemagazin für Arbeit - Bildung - Gesellschaft, herausgegeben vom Netzwerk Gesellschaftsethik e. V., hat eine Sonderausgabe mit Reflexionen über die neue Sozialenzyklika “Caritas in veritate” von Papst Benedikt XVI. veröffentlicht.

Das unter www.denk-doch-mal.de kostenfrei zugängliche Heft enthält Beiträge von Robert Zollitsch (”Die Liebe als Hauptweg der Soziallehre”), Marianne Heimbach-Steins (”Für alle Menschen guten Willens”), Thomas Steinforth (”Wirtschaft ist kein moralfreier Raum”), Markus Seibt (”Religionsunterricht an Berufsschulen ohne Chance?”),
Axel Bernd Kunze (”Bildung und Entwicklung - Anspruch auf umfassende Bildung”), Markus Vogt (”Arbeit - Positionen der katholischen Soziallehre”), Manfred Böhm (”Die Wurzeln der Betriebsseelsorge”), Erwin Helmer (”Dreizehn päpstliche Wege aus der Krise”), Hermann-Josef Kronen (”Schlaglichter zur Situation von Arbeitslosen”), Martin Mohr  (”Ein Zwischenruf”) sowie Hans Ludwig (”Plattform soziale Marktwirtschaft”). Und in einem Interview bekennt Fritz Schösser: “Ich habe die Enzyklika von Anfang bis Ende gelesen.” Das Editorial des Heftes stammt aus der Feder von Gerhard L. Endres, Vorsitzender des Netzwerkes Gesellschaftsethik e. V.


Umstrittene Denkschrift

Kirche und unternehmerisches Handeln. Neue Perspektiven der Dialogarbeit - so heißt ein neuer Sammelband des “Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt” (kda), der sich mit der Unternehmerdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland beschäftigt. Die Beiträge fragen danach, wie der Dialog zwischen Kirche und Wirtschaft heute gelingen kann. Aus genuin sozialethischer Sicht kommentieren Prof. Dr. Hans-G. Ulrich, evangelischer Sozialethiker aus Erlangen, und Dr. Axel Bernd Kunze, katholischer Sozialethiker aus Bamberg, die umstrittene und äußerst kontrovers diskutierte Denkschrift.

Johannes Rehm, Sigrid Reihs (Hgg.): Kirche und unternehmerisches Handeln. Neue Perspektiven der Dialogarbeit, Stuttgart: W. Kohlhammer 2010.


Zwischen Humanität und Wettbewerb

Wege aus der Ökonomisierung – … unter diesem Motto steht eine Hauptpodienreihe auf dem kommenden Zweiten Ökumenischen Kirchentag, der vom 12 bis 16. Mai 2010 in München stattfindet. Dabei sollen Visionen für die Gestaltung einer gerechten und humanen Gesellschaft entwickelt werden.  Geht es in den ersten zwei Tagen um die Gestaltung unseres Gesundheitssystems und das künftige Verhältnis der Generationen, steht am Samstag ein Thema im Vordergrund, das in keinem Wahlkampf der letzten Jahre fehlte: Bildung.

Deutschland steht unter Schock, genauer gesagt: unter dem PISA-Schock. Die erste PISA-Studie vor zehn Jahren hat das Thema Bildung ganz oben auf die Tagesordnung gesetzt. Bildung wird als der „neue Rohstoff des 21. Jahrhunderts“ bezeichnet – oder auch als „die neue soziale Frage“. An das Bildungssystem werden zahlreiche wirtschafts- wie sozialpolitische Hoffnungen gleichermaßen geknüpft.

Doch wohin soll die Reise gehen? Über die notwendigen bildungspolitischen Reformen besteht keineswegs Einigkeit. Nicht wenige fragen aber auch, seit Bildung zum politischen „Megathema“ geworden ist: Geht es bei all den Bildungsdebatten überhaupt noch um Bildung? Oder geht es nicht vielmehr darum, dass sich die Schule immer stärker den Anforderungen eines globalisierten Marktes anpasst? Die HARTZ-IV-Schule ist der Titel einer WDR-Dokumentation, mit der die Veranstaltung eröffnet werden soll. Der kurze Filmeinstieg soll exemplarisch zeigen, welchen Spannungen sich die Schule und die in ihr tätigen Lehrer heute gegenübersehen. Angesichts der gegenwärtigen Euro-Krise, deren Ausgang keiner von uns heute überblicken kann, hat die Frage nach dem Standort der Schule Zwischen Humanität und Wettbewerb eine ganz neue Brisanz gewonnen.

Die bildungspolitisch anregende, sicher kontroverse, hoffentlich aber ermutigende Diskussion steht unter Leitung von Maria von Welser, den meisten sicher bekannt als Gründerin des ZDF-Frauenmagazins Mona Lisa.

Es diskutieren miteinander Prof. Dr. Carl Jongebloed (Universität Kiel), Präsident Heinrich Traublinger, MdL a. D. (Handwerkskammer für München und Oberbayern), Staatsministerin Doris Ahnen (Rheinland-Pfalz), Prof. DDr. Thomas Sternberg, MdL (Zentralkomitee der deutschen Katholiken), Dipl.-Päd. Angelika Neubäcker (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft)  und  Quirin Weinzierl (Dekanatsjugendkammer München). Die Veranstaltung wird geleitet von Dr. Lukas Rölli-Alkemper (Forum Hochschule und Kirche), Dr. Lars Allolio-Näcke (Universität Erlangen-Nürnberg) und Dr. Axel Bernd Kunze (Universität Trier) sowie musikalisch umrahmt durch die Schülerband The Fraggllzz aus Hoya.

Das Podium mit dem Titel “Zwischen Humanität und Wettbewerb. Schule im Spannungsfeld einer ökonomisierten Gesellschaft” findet am Samstag, 15. Mai 2010, von 14 Uhr bis 15.30 Uhr in Halle C 2 auf dem Münchner Messegelände statt.


2. Berliner Ordo Gespräche

Die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) und der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) laden gemeinsam mit weiteren Partnern ein zu den “2. Berliner Ordo Gesprächen” vom 27.-29. Juni 2010. Die Veranstalter wollen für zwei Tage (jüngere) Führungskräfte aus Politik, Wirtschaft, Kirche, Medien und Verbänden zusammenbringen, die sich auf Grundlage der Katholischen Soziallehre für eine Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft engagieren.

Die Veranstalter freuen sich über jede Anmeldung sehr. Weitere Informationen im Programm.

via Email von Martin J. Wilde, Geschäftsführer Bund Katholischer Unternehmer (BKU)


Call for papers: Moral, Märkte und Finanzen (Societas Ethica)

Die Societas Ethica lädt Ethikerinnen und Ethiker aus allen Disziplinen herzlich ein, zum Thema “Moral, Märkte und Finanzen – Gegenwärtige Herausforderungen für Wirtschafts- und Unternehmensethik” mit einem 20-minütigen Referat die Diskussion anzuregen.

Die Tagung der “Europäischen Forschungsgesellschaft für Ethik” (http://www.societasethica.info) findet dises Jahr vom 19.-22. August 2010 in der Evangelischen Akademie Arnoldshain statt.

Den Call for Papers gibt es hier. Er ist offen bis zum 1. März 2010.


Neue Webseite des Nell-Breuning Instituts

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

bitte erlaubt ein wenig Werbung in eigener Sache: Wir haben eine neue Homepage am Nell-Breuning Institut. Wir sind mächtig stolz und haben Sie auch schon mit vielen Artikeln rund um Sozialethik, politischer Wirtschaftsethik und allem anderen was wir so machen bestückt.

Übersichtlicher und besser strukturiert kann man nun auf alle wissenschaftlichen Veröffentlichungen, Kommentare und Positionen aus dem NBI zugreifen.

Man findet (fast) alles zu unseren Forschungsschwerpunkten Arbeit,Sozialstaat, Finanzmärkte und Sozialethische Grundlagen sowie zu unseren aktuellen Projekten. Damit ist die Seite des NBI hoffentlich bald eine der großen Online-Ressourcen für Texte der politischen Wirtschaftsethik und einer christlich reflektierten Gesellschaftsethik.

Alle Hinweise auf Veranstaltungen und Medienberichte (Videos, Radiobeiträge & Texte) sind auf den neuen Seiten zusammengestellt.

Wenn Ihr über aktuelle Texte und weitere Informationen aus dem NBI auf dem Laufenden bleiben wollen, abonniert gerne unseren neuen RSS-Feed.

Vier bis fünfmal im Jahr informiert auch unser Newsletter, den man hier bestellen kann.

Weil wir ja auch von Google gut gefunden werden wollen, freuen wir uns, wenn jemand auf unsere Seite www.sankt-georgen.de/nbi verlinkt.

Besten Gruß aus Frankfurt von Markus Demele.


Ausschreibung: Junior-Fellowship am Forschungskolleg Collegium Helveticum-Basel/Zentrum

Thema: Wirtschaft und Religion heute

Das Collegium Helveticum-Basel/ZRWP vergibt für ein interdisziplinäres Forschungskolleg im Kollegjahr 2010/11 ein Junior-Fellowship an NachwuchswissenschaftlerInnen, die auf dem Forschungsfeld der Interdependenzen von Wirtschaft und Religion einschlägig qualifiziert sind.
Insgesamt fünf Fellows bearbeiten gemeinsam ein selbst bestimmtes Thema in dem genannten Forschungsbereich.

Dazu sind ab April/Mai 2010 mehrere Zusammenkünfte (Workshops mit einer Dauer von 2 Tagen bis ca. 3 Wochen) in Basel vorgesehen, die sich auf insgesamt 8 Wochen verteilt über zwei Jahre belaufen. Das Collegium Helveticum-Basel ist Teil des mit Schweizerischen Bundesmitteln geförderten interuniversitären Zentrums für Religion, Wirtschaft und Politik (ZRWP), das von den Universitäten Basel, Lausanne, Luzern und Zürich sowie dem Collegium Helveticum gemeinsam getragen wird.

Aussagekräftige Bewerbungen (Motivationsschreiben, 1-2 seitige Forschungsskizze, CV, Literaturverzeichnis, Zeugniskopien) werden bis zum 18. Dezember 2009 per E-Mail erbeten an Prof. DDr. Peter Seele, Zentrum für Religion, Wirtschaft, Politik, Universität Basel, Peter.Seele@unibas.ch

Leitung des Collegium Helveticum-Basel/ZRWP
Prof. Dr. Georg Pfleiderer
Professur für Systematische Theologie/Ethik
Universität Basel
Tel.: 0041-61-263 78 20
e-mail: Georg.Pfleiderer@unibas.ch

Für Rückfragen:
Koordinator Dr. Alexander Heit; Tel. 0041-61-534 17 14; e-mail: Alexander.Heit@unibas.ch
Weitere Informationen: www.zrwp.ch


Petition zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer online

Petition zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer online: 50 000 Mitunterzeichner innerhalb von drei Wochen gesucht.

Am 12.11.2009 hat das Sekretariat des Petitionssausschusses die Petition des Kampagnenbündnis "Steuer gegen Armut" für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer zugelassen und auf der Website des Deutschen Bundestags zur Mit-Unterzeichnung eingestellt. Die Kampagne von P. Dr. Jörg Alt (Nürnberg) wird von zahlreichen Organisationen, u. a. Adveniat, Misereor, attac, Deutsche Kommission Justitia et Pax usw. unterstützt. Auch eine Facebook-Gruppe gibt es.

Jetzt werden innerhalb von drei Wochen 50.000 Mit-Unterzeichner gesucht, um dem Anliegen der Petition eine gründliche und öffentlichkeitswirksame Behandlung zu sichern.

Mit dieser Petition verfolgt die Kampagne zwei Ziele:

Zum einen ist die Petition eine Möglichkeit, alle Parteien zu zwingen, sich mit einem Anliegen der Bevölkerung zu befassen. Zum zweiten soll die Petition und ihre Unterstützung all jenen Politikern, die sich offen oder hinter den Kulissen für eine solche Steuer einsetzen, den Rücken stärken.

Weitere Informationen auf der Website http://www.steuer-gegen-armut.org.

[Quelle: Pressemeldung der Initiative]


Call for papers – Societas Ethica

Die Jahrestagung der Societas Ethica – die europäische Forschungsgesellschaft für Ethik – vom 19. bis 22. August 2010 steht unter dem Thema “Moral, Märkte und Finanzen – Gegenwärtige Herausforderungen für Wirtschafts- und Unternehmensethik”. Die Tagung wird in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Arnoldshain ebenda durchgeführt. Die Antwort auf den Call for papers muss bis zum 1. März 2010 bei den Veranstaltern eingehen.


Unernehmensethische Tagung im November

Gerne leite ich wieder einen Brief von Veronika Drews (Arbeitskreis für theologische Wirtschafts- und Technikethik, ATWT e.V.) an die Mitglieder des Forums Sozialethik weiter:

Liebe Mitglieder des Forums Sozialethik,

Sie sind herzlich einladen zu der unternehmensethischen Fachtagung „Das Gute im Geschäft – Wie Unternehmen Ethik treiben“, die vom 20. bis 21. November 2009 in der Evangelischen Akademie im Rheinland in Bonn stattfindet. Im Mittelpunkt der Tagung steht die Frage, was Unternehmensethik im Unternehmensalltag bedeutet, sprich wie ethische Fragen im Unternehmensalltag wahrgenommen und reflektiert werden und wie Unternehmen zu Problemlösungen finden. Es referieren und diskutieren u. a. Prof. Dr. Josef Wieland, Prof. Dr. Wolfgang Huber, Martina Schaub (Südwind Institut), Wolfgang Schenk (Bayer AG), Karen Wendt (HVB/UniCredit), Rudolf X. Ruter (Ernst & Young AG)und Präses Nikolaus Schneider.

Mehr über die Tagung erfahren Sie im Programm sowie online unter www.si-ekd.de.
Viele Grüße!
Veronika Drews

 

Kontakt: veronika.drews [ät] si-ekd.de