Archive for the 'Unsere Tagungen' Category

CfP Forum Sozialethik 2017: “Christliches Abendland”? Zerfallserscheinungen in Europa als Herausforderung Christlicher Sozialethik

Forum Sozialethik

Das Projekt Europa ist in der Krise: Der Brexit, die Finanzkrise, die mangelnde Einigkeit in der Migrationspolitik oder undurchsichtige Bürokratien sind Herausforderungen, die zur Spaltung Europas geführt haben bzw. diese vertiefen. Hinzu kommen rechtspopulistische Bewegungen und Parteien, die sich als legitime Repräsentationsmedien eines „wahren Volkswillens“ verstehen und sich zur Stimme derer machen, die sich von Abstiegsängsten bedroht fühlen. Politische Kräfte in verschiedenen Ländern Europas können bei ihrem mit Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus geführten Kampf um das so genannte „Christliche Abendland“ teilweise beachtliche Erfolge verbuchen.

Europa und der europäische Einigungsprozess dienen jedoch vor allem der Entwicklung und Sicherung des Friedens, die heute keineswegs selbstverständlich, sondern vielfältig bedroht sind. Die Krisen Europas und das Erstarken antieuropäischer Kräfte verlangen deshalb nach grundlegender Analyse und sozialethischer Reflexion.

Das Vorbereitungsteam lädt Interessierte herzlich ein, sich mit einem Beitrag am Forum Sozialethik 2017 (18.-20.09.2017) zu beteiligen und anhand der eigenen Forschung Fragen zu den Herausforderungen Europas zu diskutieren. Die genannten Fragen sind hierbei lediglich als erste Anregungen zu verstehen. Angesprochen sind Nachwuchswissenschaftler und -wissenschaft­lerinnen (Promotion, Habilitation) sowie fortgeschrittene Studierende des Faches Sozialethik im deutschsprachigen Raum. Vertreterinnen und Vertreter aus benachbarten Disziplinen (Philosophie, Politikwissenschaft, Soziologie usw.) sind herzlich willkommen. Das Forum pflegt einen Werkstattcharakter, d.h. dass besonderer Wert auf den freien wissenschaftlichen Austausch gelegt wird.

Nähere Informationen sowie weiterführende inhaltliche Impulse sind dem Call for Papers zu entnehmen. Der Call ist geöffnet bis zum 3. April 2017.

Alle weiteren Informationen auf der Tagungswebsite.

Einladung Forum Sozialethik 2016

Vom 05.-07. September findet 2016 die Jahrestagung des Forum Sozialethik statt. Das Thema könnte aktueller kaum sein: “Flucht – Zuwanderung – Integration. Multidisziplinäre und normative Vergewisserungen zu Herausforderungen der Migration”.

Etwa eine Millionen Menschen haben allein im letzten Jahr Zuflucht in Deutschland gesucht. Klatschende Bürger/innen, die die Flüchtlinge mit offenen Armen empfangen haben, wurden zum Symbol einer neuen deutschen Willkommenskultur. Monate später ist das Engagement der Freiwilligen ungebrochen – nicht nur in Deutschland –, doch es bilden sich auch nationalistische Gegenbewegungen.

Die gegenwärtigen Ereignisse stellen uns deshalb vor die Aufgabe, im gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Diskurs, Antworten auf höchst komplexe Fragen rund um die „Herausforderungen der Migration“ zu finden. Nicht zuletzt müssen normative Begründungen für konstruktive Lösungen auch die Akzeptanz einer Gesellschaft gewinnen, denn Deutschland und die EU-Mitgliedsstaaten ringen bis heute um langfristige und tragfähige Ansätze zur Aufnahme und Verteilung derjenigen Flüchtlinge, die Europa erreichen.

Das Forum Sozialethik 2016 möchte ein Beitrag zu diesen – nicht nur ethisch bedeutsamen – Diskursen sein. Angefangen bei der Frage „Grenzen setzen oder öffnen?“ beleuchten wir diesen Themenkomplex aus der „Perspektive Integration“. Dabei setzen wir uns mit der Rolle von „Identität und Religion“ auseinander und suchen nicht zuletzt Antworten hinsichtlich der „Vorbeugung von Fluchtursachen“.

Dazu laden das Vorbereitungsteam und die KOMMENDE Dortmund herzlich ein. Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung finden sich auf der Tagungswebsite.

CfP Forum Sozialethik 2016: Flucht, Zuwanderung, Integration

Immer wieder stehen wir in Europa und weltweit vor der Frage, wie wir mit Migranten, Migrantinnen und Flüchtlingen umgehen. Gegenwärtig beherrschen hitzige und teils unsachliche Debatten die Medien. Europäische Bürgerinnen und Bürger, aber auch politischen Akteure sind uneins, wie die Verantwortung Europas gegenüber politischen und anderen Flüchtlingen praktisch ausgestaltet werden soll. Politische Machthaber streiten darüber, wem und aus welchen Gründen Asyl gewährt werden muss, und wie die Integration einer großen Zahl von Menschen gelingen kann.

Doch auch die geregelte Zuwanderung von Arbeitskräften ist in Deutschland und Europa unbefriedigend gelöst. Ansätze für Integration, die die frühere integrationsfeindliche Politik korrigieren und vermeiden, müssen weiterentwickelt werden. Neben Fakten und Kenntnissen über Zusammenhänge bedarf es hierzu auch ethisch-philosophischer Leitbilder, um sich als Gesellschaft zu orientieren.

Auf dem Forum Sozialethik 2016 (05.-07. September 2016) vergewissern wir uns über das Phänomen Migration und Flucht multidisziplinär und insbesondere normativ. Wir suchen dabei nach grundsätzlichen Orientierungen und ethisch fundierten Antworten auf Herausforderungen, die sich aus der aktuellen politischen Situation ergeben. Dazu laden wir Nachwuchswissenschaftler und Nachwuchswissenschaftlerinnen der christlichen Sozialethik, Sozialwissenschaften, Migrationswissenschaften, Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft, Geschichtswissenschaften, Theologie, Philosophie etc. ein, sich mit einem Beitrag zu beteiligen.

Nähere Informationen sowie weiterführende inhaltliche Impulse sind dem Call for Papers zu entnehmen. Der Call ist geöffnet bis 31. März 2016.

Alle weiteren Informationen auf der Tagungswebseite.

CfP Forum Sozialethik 2015: Demokratie und Partizipation im 21. Jahrhundert

„Alles Politische beginnt (und endet) mit der Partizipation“, so der Befreiungsphilosoph Enrique Dussel. Ob in Lateinamerika, Europa, Nordafrika oder Asien – vielerorts fordern Menschen demokratische Partizipation ein, unabhängig davon, ob sie bereits in einer Demokratie leben oder nicht. Wie ist es also um das Verhältnis von Demokratie und Partizipation im 21. Jahrhundert bestellt? Neben dem Postulat, dass es modernen Demokratien nicht mehr gelänge, die Sinnfrage zu beantworten, stellt eine säkulare und plurale Gesellschaft gerade an die Repräsentationsfunktion der Demokratie ihre Anfrage: Kann es einer (repräsentativen) Demokratie überhaupt gelingen, die Vielfalt der in der Gesellschaft vorhandenen Interessen und Meinungen widerzuspiegeln? Immer weniger Menschen scheint es etwa möglich, sich mit Parteien und deren Programmen klar zu identifizieren. Gleichzeit sinkt seit der Jahrtausendwende kontinuierlich die Wahlbeteiligung – einhergehend mit einer Zunahme der sozialen Exklusion –, was in öffentlichen Debatten meist versucht wird mit einer „Politikverdrossenheit“ zu erklären.

Die Frage nach der Zukunft der Demokratie wird also auch zu einer Frage der Partizipation in der Demokratie sowie damit einhergehenden Inklusions-, beziehungsweise Exklusionsmechanismen. Wer partizipiert heute wie an demokratischen Prozessen? An welchen Kriterien bemisst sich eine angemessene Partizipation(sermöglichung)? Wer wird von wem an den entsprechenden Prozessen wodurch ausgeschlossen? Welche dahinterliegenden Machtstrukturen sind identifizierbar? In diesem Kontext gilt es beispielsweise das Verhältnis von Demokratie, Politik und Wirtschaft kritisch zu hinterfragen, Lobbyismus und die Rolle der Medien kontrovers zu diskutieren.

Den Rahmen dieser Diskurse bildet eine zunehmend globalisierte Welt, in der nicht zuletzt die Macht der Banken, globaler Unternehmen und Technokraten die Spielräume demokratischer Partizipation einzuschränken scheint. Auch komplexe Entscheidungsprozesse supranationaler Regime und internationaler Organisationen werden zu einer Anfrage an die Demokratie.

Das Forum Sozialethik 2015 (16.-18. September 2015) will den Herausforderungen für die Christliche Sozialethik, die in diesem Entwicklungen liegen nachspüren. Sie ist in diesen Diskursen herausgefordert, ihren genuinen Beitrag zu formulieren. Welche theologischen und ethischen Grundlagen sind für ihr Urteil entscheidend?

Das Vorbereitungsteam (Luisa Fischer, Christian Henkel, Stefanie A. Wahl, Sebastian Zink) lädt Interessierte herzlich ein, sich mit einem Beitrag an der Tagung zu beteiligen und etwa anhand der eigenen Forschungsperspektive Fragen zu Demokratie und Partizipation im 21. Jahrhundert aus Sicht einer Christlichen Sozialethik zu diskutieren. Angesprochen sind NachwuchswissenschaftlerInnen (Promotion, Habilitation) sowie fortgeschrittene Studierende des Faches Sozialethik im deutschsprachigen Raum. VertreterInnen aus benachbarten Disziplinen (Philosophie, Soziologie und andere Sozialwissenschaften, Politikwissenschaften usw.) sind ebenso herzlich willkommen. Das Forum pflegt einen Werkstattcharakter: das heißt, dass besonderer Wert auf den freien wissenschaftlichen Austausch gelegt wird. Dafür dienen die Beiträge als Grundlage.

Nähere Informationen sind dem Call for Papers zu entnehmen. Der Call ist geöffnet bis 04. Mai 2015.

Alle weiteren Informationen auf der Tagungswebseite.

 

CfP Forum Sozialethik 2014: Gender – Autonomie – Identität

Feminismus, Frauenquote, Mütterrente, Homoehe, Jungen als Bildungsverlierer, keine zwangsweise Festlegung des Geschlechts bei der Geburt, Diversity-Management…

Jedes dieser Schlagworte ruft Vorstellungen zum Thema Gender und zum Geschlechterverständnis auf und zeigt, wie vielfältig aber auch interessengeleitet und emotional aufgeladen das Thema in aktuellen Debatten behandelt wird. Die spezifische Perspektive der Gender-Forschung lautet: Kein Mensch soll wegen seines Geschlechts, das als hauptsächlich sozial konnotiert verstanden wird, strukturelle Benachteiligungen erfahren. Die mit diesem Verständnis einhergehende Dekonstruktion klassischer Geschlechtervorstellungen wird allerdings nicht von allen positiv aufgenommen, sondern teils auch vollständig abgelehnt. Von den Grundsatzfragen über die Geschlechtlichkeit des Menschen abgesehen wirft aber bereits die Frage, wie nah wir dem Ziel von Geschlechtergerechtigkeit in privaten, gesellschaftlichen und politischen Prozessen tatsächlich sind, ein ganzes Bündel sozialethischer Fragen auf: Wie lassen sich Familie und Beruf vereinbaren? Wie ist das Bildungssystem zu gestalten? Welche Steuerungsprozesse hat die Politik zu leisten?

Das Forum Sozialethik 2014 will vor diesem Hintergrund der Bedeutung der Gendergerechtigkeit in der Sozialethik sowie den vielfältigen damit verbundenen Fragen und Herausforderungen nachspüren.

Das Vorbereitungsteam (Michael Hartlieb, Felix Krause, Anna Kroll und Anna Maria Riedl) lädt Interessierte herzlich ein, sich mit einem Beitrag an der Tagung zu beteiligen und etwa anhand der eigenen Forschungsperspektive Fragen zu Gender – Identität – Autonomie und ihrer Beziehung zur Christlichen Sozialethik zu diskutieren. Mögliche Anknüpfungspunkte können z. B. anthropologische, (sozial-)philosophische, sozialwissenschaftliche oder praktisch-angewandte Zugänge zu dem Thema sein, aber auch andere angrenzende Forschungsdiskurse bieten sich an. Angesprochen sind NachwuchswissenschaftlerInnen (Promotion, Habilitation) sowie fortgeschrittene Studierende des Faches Sozialethik im deutschsprachigen Raum. VertreterInnen aus benachbarten Disziplinen (Philosophie, Soziologie und andere Sozialwissenschaften, Politikwissenschaften usw.) sind herzlich willkommen. Das Forum pflegt einen Werkstattcharakter: das heißt, dass besonderer Wert auf den freien wissenschaftlichen Austausch gelegt wird. Dafür dienen die Beiträge als Grundlage.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Call for Papers. Der Call ist geöffnet bis 1. April 2014.

Alle weiteren Informationen auf der Tagungswebseite.

Einladung zum Forum Sozialethik 2013

Auch in diesem Jahr ergeht wieder herzliche Einladung zur Jahrestagung des Forum Sozialethik, die vom 04. bis 06. September 2013 unter dem Thema “Was tun (wir – mit den – für) die Armen? Die Bedeutung der Option für die Armen in der Sozialethik” in der Katholischen Akademie Schwerte stattfindet.

Christliche Sozialethik ist, aus sich selbst heraus, keine neutrale wissenschaftliche Disziplin. Mit der Option für die Armen trifft sie eine grundlegende Vorentscheidung, die sie auf eine bestimmte Parteinahme verpflichtet. Gefordert ist, sozialethische Fragen immer auch und vorrangig aus der Perspektive derjenigen zu betrachten, die „arm“ sind. Einige Interpreten fordern gar, dass dazu der „Ort der Armen“ einzunehmen ist. Das diesjährige Forum Sozialethik stellt die Konsequenzen dieser Option zur Diskussion:

  • Inwiefern bedingt sie die sozialethische Forschung?
  • Was bedeutet „arm“ im wissenschaftlichen Diskurs der Theologie und den Sozialwissenschaften?
  • Wie prägt sie die politisch-soziale Praxis der Kirche?

Das Vorbereitungsteam und das Sozialinstitut KOMMENDE Dortmund laden herzlich ein und freuen sich auf einen anregenden wissenschaftlichen Austausch.

Weitere Informationen, Programm und Anmeldung auf der Tagungswebsite.

Forum Sozialethik 2013: Die Bedeutung der Option für die Armen in der Sozialethik – CALL FOR PAPERS

Was tun (wir mit den / für) die Armen? Die Bedeutung der Option für die Armen in der Sozialethik

In Deutschland vergrößert sich die sozio-ökonomische Kluft zwischen Reich und Arm – dies stellt der 4. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung (2012) nachdrücklich vor Augen. Die gegenwärtige Krise des Euros verschärft diese Tendenz in und zwischen den Ländern der Europäischen Union. Besonders ausgeprägt ist die Schieflage in globaler Hinsicht – nur 10 Prozent der Weltbevölkerung besitzen 85 Prozent des Weltvermögens; knapp 13 Prozent verfügen über so wenige Mittel, dass sie hungern müssen. Solche Entwicklungen können Christliche Sozialethiker nicht unbeeindruckt lassen, wollen sie die biblische Option für die Armen als „eine eminent wichtige Zielbestimmung, eine prinzipielle Orientierung und Ausrichtung“ (Arno Anzenbacher) ihrer Disziplin wirklich ernst nehmen.

Das Forum Sozialethik 2013 will vor diesem Hintergrund der Bedeutung der Option für die Armen in der Sozialethik sowie den vielfältigen damit verbundenen Fragen und Herausforderungen nachspüren.

Das Vorbereitungsteam (Wolf-Gero Reichert, Christoph Krauß, Maria Brinkschmidt, Julia Blanc) lädt Interessierte herzlich ein, sich mit einem Beitrag an der Tagung zu beteiligen. Angesprochen sind Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler (Promotion, Habilitation) sowie fortgeschrittene Studierende des Faches Sozialethik und angrenzender theologischer Fächer wie Praktische Theologie oder Missionswissenschaften. Vertreterinnen und Vertreter aus benachbarten Disziplinen (z.B. Philosophie und Sozialwissenschaften) sind herzlich willkommen. Das Forum pflegt einen Werkstattcharakter: Es wird besonderer Wert auf den freien wissenschaftlichen Austausch gelegt. Dafür sollen die Beiträge als Grundlage dienen.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Call for Papers. Der Call ist geöffnet bis 8. April 2013.

Alle weiteren Informationen auf der Tagungswebsite.

Das neue Forum Sozialethik (wie jedes Jahr)

Kennzeichen des Forums Sozialethik ist sein Initiativcharakter: Es gibt keine Vorsitzende oder ähnliche Ämter. Jedes Jahr werden die Aufgaben neu verteilt. Vor allem bildet sich ein Team, das die Vorbereitung der nächsten Tagung übernimmt (das Thema wird gemeinsam beschlossen). In deren Händen liegt das Forum Sozialethik – für ein Jahr. So wird jedes Jahr das Forum neu geboren, obwohl viele Leute jedes Jahr wiederkommen. Das Forum verjüngt sich laufend und die sozialethischen Interessen bleiben aktuell.

Optisch unterstützt wird diese Grundidee, auf die “wir” im 22. Jahr des Forum sehr stolz sind, durch die jährlich neue Kopfgrafik. Das Forum: Das sind wir.

Oben die nunmehr alte Website, unten die neue.

 

Einladung zum Forum Sozialethik 2012

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde des Forums Sozialethik!

Herzliche Einladung zum diesjährigen Forum Sozialethik, das vom 10. bis 12. September 2012 unter dem Thema “Interdisziplinarität – eine Herausforderung für die Christliche Sozialethik” in der Katholischen Akademie Schwerte stattfindet.

 Christliche Sozialethik reflektiert gesellschaftliche Strukturen und ist dabei notwendig auf weitere Wissenschaften verwiesen. Sie steht in regem Austausch mit den anderen theologischen Disziplinen und im Diskurs mit der philosophischen Ethik, den Sozial und Kulturwissenschaften sowie den Natur- und Technikwissenschaften. Derartige Bezugnahmen erfolgen auf verschiedenen Ebenen und zu unterschiedlichen Zwecken. Die Rezeption von scheinbar „fachfremden“ Theorien, Methoden und Inhalten prägt das sozialethische Fragen fundamental. Doch genau hier ist ein Forschungsdesiderat auszumachen, denn in der Grundlegung der christlichen Sozialethik erfolgt eine ausdrückliche Reflexion des interdisziplinären Dialogs bislang nur selten. Das Forum Sozialethik 2012 will den vielfältigen Fragen und Herausforderungen nachgehen, die die Interdisziplinarität an die christliche Sozialethik stellt.

Das Vorbereitungsteam und die KOMMENDE Dortmund laden herzlich ein. Wir freuen uns auf angeregte Diskussionen darüber, wie Interdisziplinarität die Christliche Sozialethik prägt und wie ein solcher interdisziplinärer Diskurs zu gestalten ist.

weitere Informationen, Programm und Anmeldung auf der Tagungswebsite

Call for papers Forum Sozialethik 2012: Interdisziplinarität – eine Herausforderung für die Christliche Sozialethik

Christliche Sozialethik reflektiert gesellschaftliche Strukturen und ist dabei notwendig auf weitere Wissenschaften verwiesen. Sie steht in regem Austausch mit den anderen theologischen Disziplinen und im Diskurs mit der philosophischen Ethik, den Sozial- und Kulturwissenschaften sowie den Natur- und Technikwissenschaften. Derartige Bezugnahmen erfolgen auf verschiedenen Ebenen und zu unterschiedlichen Zwecken. Die Rezeption von scheinbar „fachfremden“ Theorien, Methoden und Inhalten prägt das sozialethische Fragen fundamental. Doch genau hier ist ein Forschungsdesiderat auszumachen, denn in der Grundlegung der christlichen Sozialethik erfolgt eine ausdrückliche Reflexion des interdisziplinären Dialogs bislang nur selten.

Das Forum Sozialethik 2012 will den vielfältigen Fragen und Herausforderungen nachgehen, die die Interdisziplinarität an die christliche Sozialethik stellt.

Das Vorbereitungsteam (Thomas Berenz, Jochen Ostheimer, Anna Maria Riedl und Werner Veith) lädt Interessierte herzlich ein, sich mit einem Beitrag an der Tagung zu beteiligen und etwa anhand der eigenen Forschung Fragen zur Interund Transdisziplinarität des Fachs zu diskutieren. Angesprochen sind Nachwuchswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen (Promotion, Habilitation) sowie fortgeschrittene Studierende des Faches Sozialethik im deutschsprachigen Raum. Vertreterinnen und Vertreter aus benachbarten Disziplinen (Philosophie, Soziologie und andere Sozialwissenschaften, Politikwissenschaften usw.) sind herzlich willkommen. Das Forum pflegt einen Werkstattcharakter, das heißt dass besonderer Wert auf den freien wissenschaftlichen Austausch gelegt wird. Dafür sollen die Beiträge als Grundlage dienen.

Nähere Informationen im  Call for Papers.
Alle weiteren Informationen auf der Tagungswebsite.

Tagungsbericht Forum Sozialethik 2011

Arbeit – ein Schlüssel für soziale Gerechtigkeit!?
Bericht zum 21. Forum Sozialethik (05.-07.09.2011) in der Katholischen Akademie Schwerte

Spätestens seit dem 19. Jahrhundert erscheint „Arbeit” als Zentralthema christlich-sozialethischer Reflexionen und kirchlicher Soziallehre. Diese Tradition aufnehmend stellte das diesjährige Forum Sozialethik vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen in der Arbeitswelt neu die Fragen nach dem Verhältnis von Arbeit und Mensch-Sein, nach gerechten Arbeitsverhältnissen und nach „guter Arbeit”. Junge Sozialethiker(innen) stellten ihre Überlegungen zur Diskussion und tauschten sich mit den rund 35 Teilnehmern aus.

Den ersten thematischen Block der Tagung unter dem Stichwort „Arbeit und Mensch-Sein” eröffnete Christian Stoll (Wien). Er stellte fest, dass Arbeit auch in der modernen Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft überwiegend Tätigkeiten umfasse, die vom Ausführenden nicht als Teil seiner personalen Vollzüge verstanden werden. Der integrale Zusammenhang von Person und Arbeit, wie ihn etwas Laborem exercens beschreibe, sei daher als kritisches Potential zu nutzen, um die Selbstentfaltung des Einzelnen und der Gesellschaft in Arbeit zu befördern.

Ergänzend hierzu brachte Sonja Sailer-Pfister (Vallendar) den Aspekt der Muße ein. Diese werde in einer zunehmend beschleunigten Arbeitsgesellschaft stark vernachlässigt. Ihre theologische Relevanz verdeutlichte Sailer-Pfister im Rekurs auf die biblische Fundierung der Sabbattradition im göttlichen Schöpfungsakt – Muße als Teilhabe an der Ruhe Gottes am 7. Schöpfungstag, als Vergegenwärtigung des Schöpfungswerkes, das getan wurde. Forderungen nach dem Schutz des freien Sonntags seien auf dieser Grundlage vehement zu unterstützen.

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Einladung Forum Sozialethik 2011

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde des Forums Sozialethik!
“Arbeit – ein Schlüssel für soziale Gerechtigkeit?” so fragt die diesjährige Jahrestagung des Forums, die vom 5. bis 7. September in der Katholischen Akademie Schwerte stattfindet.

Spätestens seit dem 19. Jahrhundert gilt „Arbeit“ als bedeutender Bereich des Vollzugs menschlichen Daseins. Veränderungen in der Arbeitswelt waren daher immer wieder Anlass, anthropologisch, ethisch-politisch sowie theologisch über soziale Gerechtigkeit nachzudenken. Heute erleben wir nun einen fortschreitenden Strukturwandel der Arbeitswelt von einer eher homogenen, tendenziell volkswirtschaftlich orientierten Industriegesellschaft, hin zu einer heterogenen Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft.

Vor diesem Hintergrund will das Forum Sozialethik 2011 neu über das Verhältnis von Arbeit und Mensch-Sein nachdenken und, davon ausgehend, nach der Beziehung zwischen Arbeit / Arbeitsverhältnissen und sozialer Gerechtigkeit fragen. Auch Überlegungen zu einer konkreteren Bestimmung von Arbeit sollen dabei in den Blick geraten. Einen dritten Schwerpunkt bilden schließlich verschiedene Annäherungen an Vorstellungen von „guter Arbeit“.

Das Sozialinstitut Kommende Dortmund und das diesjährige Vorbereitungsteam laden herzlich ein zum gemeinsamen Diskurs und zu angeregten Diskussionen über ein altes und doch aktuelles Thema kirchlicher Sozialverkündigung und christlicher Sozialethik.

Programm, Anmeldemöglichkeit und weitere Informationen finden sich auf der Tagungswebsite.

Ringvorlesung zum diesjährigen Forumsthema

An der Goethe Universität Frankfurt findet in diesem Sommersemester eine Ringvorlesung zu einem Thema statt, dass in enger Verbindung zum Gegenstand des diesjährigen Forums Sozialethik steht. Es geht um “Gute Arbeit – weltweit?”.

Im ausführlichen Programmheft heißt es dazu:

Im Januar 2008 wurde die “Schaffung menschenwürdiger Arbeit” als Unterziel in die Millenniums-Entwicklungsziele der UNO aufgenommen. Die Durchsetzung menschenwürdiger und guter Arbeit wird als entscheidender Beitrag zu Armutsminderung und Entwicklung im globalen Süden bewertet.

Wir wollen eine Zwischenbilanz ziehen: Wie weit sind wir auf dem Weg zu “menschenwürdiger Arbeit”? Wie weit trägt der Diskurs um “gute Arbeit”? Wie wirken die existierenden rechtlichen Regelungen und die neuen Initiativen zusammen? Was können Produktkampagnen und was können sie nicht? Wie erfolgreich sind Strategien, die sich mehr an die Regierungen, die Unternehmen bzw. die KonsumentInnen richten? Welche alternativen Strategien transnationaler Solidarität sind denkbar?

Das ganze Heft kann hier als pdf heruntergeladen werden.

Programm und Heft bieten sicher auch gute Anregungen für Beiträge zum Forumsthema “Arbeit – ein Schlüssel für soziale Gerechtigkeit?” Der entsprechende Call for Papers ist noch bis zum 18. April offen.

Das Vorbereitungsteam freut sich auf noch viele interessante Vorschläge!

Forum Sozialethik 2011: Arbeit – ein Schlüssel für soziale Gerechtigkeit? – CALL FOR PAPERS

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

Als 1891 mit dem Dokument „Rerum novarum“ erstmals ein Papst in einer Enzyklika zu den sozialen Fragen seiner Gegenwart Stellung nahm, war der durch die industrielle Revolution ausgelöste Umbruch in der Arbeitswelt zentraler Ausgangspunkt. Ähnliches gilt für die Enzyklika „Laborem exercens“ (1981) und die zunehmende Mechanisierung von Arbeit. Änderungen in der Arbeitswelt waren daher stets Anlass, grundlegend theologisch, anthropologisch und ethisch-politisch über soziale Gerechtigkeit nachzudenken. Heute erleben wir einen fortschreitenden Strukturwandel der Arbeitswelt von einer eher homogenen, tendenziell volkswirtschaftlich orientierten Industriegesellschaft, hin zu einer mehr heterogenen Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft, unter den Bedingungen globaler Mobilität und internationaler Konkurrenz. Stichworte wie prekäre Arbeit, Mindestlohn oder gerechte Löhne tauchen in aktuellen Debatten erneut unter veränderten Vorzeichen auf.

Das Forum Sozialethik 2011 will den vielfältigen Fragen und Herausforderungen nachspüren, die sich in Bezug auf die moderne Arbeitswelt für eine christliche Sozialethik ergeben.

Das Vorbereitungsteam (Andreas Fisch, Daniela Kirmse, Stefanie Wahl, Sebastian Zink) lädt Interessierte herzlich ein, sich mit einem Beitrag an der Tagung zu beteiligen. Angesprochen sind Nachwuchswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen (Promotion, Habilitation, Privatdozenten und -dozentinnen) sowie fortgeschrittene Studierende des Faches Sozialethik im deutschsprachigen Raum. Vertreterinnen und Vertreter aus benachbarten Disziplinen (Philosophie, Soziologie, Politikwissenschaften usw.) sind herzlich willkommen.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Call for Papers.

Alle weiteren Informationen auf der Tagungswebsite.

Stumme Sozialethik? Der Bericht über das Forum Sozialethik in “Publik Forum”

Unter dem Titel »Wir kreisen um uns selbst« (Untertitel: “Die sozialen Konflikte werden immer lauter ausgetragen. Doch die katholischen Sozialethiker scheinen zu verstummen”) ist ein Bericht von der Jubiläumsveranstaltung 20 Jahre Forum Sozialethik (13. September 2010) in Publik Forum erschienen. Der Text von Susanne Erbach gibt die Statements des Abends gut wieder, überschreitet den Berichtsmodus darüber hinaus deutlich, indem er der christlichen Sozialethik klare Vorwürfe macht:

“Die Menschen gehen auf die Straße, selbst gut situierte Bürgerinnen und Bürger […] – nur von der katholischen Sozialethik hört man wenig. Ausnahmen bestötigen die Regel. Zu ihnen gehören Wolfgang Ockenfels […] oder der Jesuit Friedhelm Hengsbach […].”

Der Text ist erschienen in der 19. Ausgabe von Publik Forum, kritisch – christlich – unabhängig, Oberursel, vom 8.10.2010 (S. 19). Über Kommentare, wie Ihr das seht oder Sie das sehen, freut sich die Redaktion von www.forumsozialethik.de.

Update (14.10.2010): Mit Erlaubnis der Redaktion von Publik Forum hier der Text des Artikels in einer Pre-Print-Fassung.