Was tun (wir mit den / für) die Armen? Die Bedeutung der Option für die Armen in der Sozialethik
In Deutschland vergrößert sich die sozio-ökonomische Kluft zwischen Reich und Arm – dies stellt der 4. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung (2012) nachdrücklich vor Augen. Die gegenwärtige Krise des Euros verschärft diese Tendenz in und zwischen den Ländern der Europäischen Union. Besonders ausgeprägt ist die Schieflage in globaler Hinsicht – nur 10 Prozent der Weltbevölkerung besitzen 85 Prozent des Weltvermögens; knapp 13 Prozent verfügen über so wenige Mittel, dass sie hungern müssen. Solche Entwicklungen können Christliche Sozialethiker nicht unbeeindruckt lassen, wollen sie die biblische Option für die Armen als „eine eminent wichtige Zielbestimmung, eine prinzipielle Orientierung und Ausrichtung“ (Arno Anzenbacher) ihrer Disziplin wirklich ernst nehmen.
Das Forum Sozialethik 2013 will vor diesem Hintergrund der Bedeutung der Option für die Armen in der Sozialethik sowie den vielfältigen damit verbundenen Fragen und Herausforderungen nachspüren.
Das Vorbereitungsteam (Wolf-Gero Reichert, Christoph Krauß, Maria Brinkschmidt, Julia Blanc) lädt Interessierte herzlich ein, sich mit einem Beitrag an der Tagung zu beteiligen. Angesprochen sind Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler (Promotion, Habilitation) sowie fortgeschrittene Studierende des Faches Sozialethik und angrenzender theologischer Fächer wie Praktische Theologie oder Missionswissenschaften. Vertreterinnen und Vertreter aus benachbarten Disziplinen (z.B. Philosophie und Sozialwissenschaften) sind herzlich willkommen. Das Forum pflegt einen Werkstattcharakter: Es wird besonderer Wert auf den freien wissenschaftlichen Austausch gelegt. Dafür sollen die Beiträge als Grundlage dienen.
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Call for Papers. Der Call ist geöffnet bis 8. April 2013.
Alle weiteren Informationen auf der Tagungswebsite.





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