Archive for the 'Andere Tagungen' Category

CfP: Praktische Philosophie?

Für Kurzentschlossene hier ein Call des Zentrums für Ethik und Armutsforschung an der Universität Salzburg für eine Tagung am 3./4. Oktober 2013 mit dem Titel “Praktische Philosophie?”. Der Call richtet sich explizit an Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler und ist noch bis 15. Juni (!!!) geöffnet.

Angesichts der vielfältigen Probleme und Veränderungen in der heutigen Zeit drängen sich Fragen nach dem, was und wie es sein soll (sei es der Mensch, sein Handeln, die Gesellschaft, der Staat etc) auf, deren Beantwortung den Aufgabenhorizont der praktischen Philosophie abstecken, wenn auch die aristotelische Unterscheidung zwischen praktischer und theoretischer Philosophie vielfach unterlaufen, verwischt oder aufgehoben wird. Die Inhalte und Methoden der praktischen Philosophie sind dabei so unterschiedlich wie wohl noch niemals zuvor in der Geschichte dieser Disziplin: klassische Herangehensweisen (aristotelische, kantische, analytische, phänomenologische), neue Zugänge (postmoderne, marxistische, feministische, kritische, neo-xxx), alte Themen (das Gute, Gerechtigkeit, Krieg) und neue Probleme (Klima, Globalisierung, Medizin, Biotechnologie).

Ein Element der Tätigkeit des praktischen Philosophierens ist dabei jedoch unverändert: die Notwendigkeit (und hoffentlich auch die Freude) des Austausches mit anderen, die Diskussion und das kritische Gespräch mit Kolleg_innen. Dafür bedarf es jedoch geeigneter Formen und Foren, um auch den engeren Kreis der unmittelbaren Umgebung zu überschreiten, auf Neues zu stoßen und sich selbst einzubringen. Wir sehen hier eine Lücke im deutschsprachigen philosophisch-akademischen Raum, in der sich nur sehr wenige Konferenzen und Tagungen offen und explizit an Nachwuchswissenschafter_innen (broadly construed) richten und ihnen und ihren Projekten, Ideen und Arbeiten Zeit und Raum geben.

Nähere Informationen sowie der Call finden sich auf den Seiten des Instituts.

CfP: Medien, Ethik und Geschlecht

Die Jahrestagung 2014 des Netzwerks Medienethik am 13./14.02.2014 in München steht unter dem Thema “Medien, Ethik und Geschlecht”.

In diesem Rahmen geht es um Gerechtigkeit und Vielfalt in der Medienwelt. Der Bogen spannt sich von praktischen Fragen etwa der Beteiligung von Frauen an der Medienproduktion bis hin zu theoretischen Überlegungen zur Verbindung von  feministischer Ethik und Medienethik.

Das Vorbereitungsteam lädt herzlich ein zur Beteiligung am entsprechenden Call for Papers (geöffnet bis zum 15.10.2013). Nähere Informationen gibt es auf der Tagungswebsite.

Tagung: Pragmatismus und/oder Theorie sozialer Praktiken?

Das Erfurter Max-Weber-Kolleg veranstaltet am 24./25. Mai eine Tagung zu “Pragmatismus und/oder Theorie sozialer Praktiken? Potentiale einer Theoriedifferenz”.

(Sozial)ethische Theorien und Überlegungen sehen sich häufig dem Vorwurf ausgesetzt, zu sehr von der Annahme eines rationalen Handlungsakteurs auszugehen. In Bereich der Soziologie wird dieser Problematik u.a. mit der Diskussion um “soziale Praktiken” begegnet.

Sie rückt das Moment des nichtreflektierten Handelns in den Vordergrund; die Körperlichkeit des Handelns; die Rolle der Dingwelt in Prozessen sozialer Ordnungsbildung. Damit zielt sie darauf, die handelnden ‚Subjekte‘ ihrerseits als soziale Produkte zu begreifen.

Die Tagung will diese Konzeption nun mit pragmatischen Denktraditionen zusammenbringen und fragen:

Welche Potentiale und welche Grenzen der pragmatistischen Perspektive zeigen sich, wenn man sie mit der Debatte über ‚soziale Praktiken‘ konfrontiert? Bieten diese Perspektiven Konzepte an, die einander ergänzen und sich verbinden lassen? Gibt es bereits Ansätze einer geglückten Verbindung? Wo handelt es sich um unvereinbare Theorieoptionen, deren Kenntnis aber zur Schärfung der Konzepte und zur Klärung der möglichen Theoriestrategien beiträgt?
Der Flyer der Tagung mit Programm und Anmeldungsmöglichkeiten findet sich hier.

 

Sozialethische Gespräche 2013

Am 14. und 15. Juni finden die diesjährigen Sozialethischen Gespräche der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle in Mönchengladbach statt.

Unter dem Titel “Was hält Europa zusammen?” soll sich der Frage angenähert werden, welche kulturellen Grundlagen Europa bestimmen und welchen Beitrag eine Christliche Sozialethik zu dieser Thematik leisten kann.

Details zu Programm, Anmeldung und organisatorischen Fragen finden sich hier.

Ist Ethik teilbar?

Das erste Koblenzer Hochschulforum beschäftigt sich am 5. Juni 2013 mit der sehr grundsätzlichen wirtschaftsethischen Fragestellung “Ist Ethik teilbar? Wert und wertorientiertes Wirtschaften”.

Angesichts der Finanzkrise(n) sollen der Zusammenhang von Ethik, Wirtschaft und Sozialem beleuchtet und in Workshops auf die Umsetzung in der Praxis von Unternehmen aus der (Sozial-)Wirtschaft überprüft werden.

Internationale Tagung: Ethische Fragen der Behinderung

Organisiert vom Europäischen Zentrum für Lehre und Forschung in der Ethik wird vom 10. bis 13. April eine große internationale Tagung zum Thema “Ethische Fragen der Behinderung” durchgeführt. Konferenzsprachen sind Französisch, Deutsch und Englisch.

Nähere Informationen zum Programm sowie zu den Anmeldemodalitäten finden sich auf der Homepage des Zentrums.

CfP Kongress Ethik und Empirie

Vom 8. bis 11. September 2013 findet der diesjährige Kongress der Internationalen Vereinigung für Moraltheologie und Sozialethik in Graz statt. Zentrales Thema ist der Zusammenhang von  “Ethik und Empirie”.

Empirische Forschung und Daten sowie empirie­gestützte Theorien und Hypothesen werden immer mehr zum selbst­verständlichen Bezugspunkt aller wissenschaftlichen Diskurse und zur unhinterfragten Basis gesell­schaftspolitischer Entscheidungsprozesse. Sie gewinnen auch für theologische Ethik und Sozialethik immer mehr an Relevanz. Der Kongress will die damit verbundenen Herausforderungen aufgreifen und diskutieren.

Auf dem Kongress wird in zwei Sitzungen in parallelen Workshops auch für Nachwuchswissenschaftler / – innen (Doktorats- bzw. Habilitationsstadium) die Möglichkeit eröffnet, Beiträge zu diesem Thema zu präsentieren. Dazu wurde ein Call for Papers veröffentlicht, auf den bis 15. April mit ein- bis zweiseitigen Proposals geantwortet werden kann.

Eingereichte Beiträge sollten sich im Spannungsfeld von Empirie und Normativität bewegen, können jedoch auch allgemeiner auf das Themenfeld Empirie und Religion Bezug nehmen. Unbedingt sollte der jeweilige methodologisch-hermeneutische Ansatz sichtbar werden.

Die Proposals sind zu senden an das Institut für Moraltheologie, Karl-Franzens-Universität Graz, Heinrichstraße 78b, 8010 Graz, oder per E-Mail an walter.schaupp(a)uni-graz.at.

Ab Anfang März sollen auf der Grazer Institutshomepage alle verfügbaren Unterlagen zum Kongress veröffentlicht werden, später wird voraussichtlich eine eigene Kongresshomepage zur Verfügung stehen. Der vorläufige Planungsstand der Tagung findet sich hier.

 

 

 

Tagungsdokumentation “Irrwege der Unterrichtsreform”

Die Beiträge der letztjährigen Tagung “Irrwege der Unterrichtsreform” der Gesellschaft für Bildung und Wissen liegen jetzt in gedruckter Form vor, und zwar als Themenheft 3/2012 der Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Pädagogik. Die von der Görres-Gesellschaft zur Pflege der Wissenschaft herausgegebene Zeitschrift erscheint im Verlag Ferdinand Schöningh.

CfP “John Rawls – Past, Present, Future”

In Yale findet am 30. November, zehn Jahre nach dem Tod John Rawls, eine Konferenz zu “John Rawls: Past, Present, Future” statt. Die vom dortigen Global Justice Program organisierte Veranstaltung wird dabei drei Papiere von Leuten unter 28 Jahren und drei Papiere von Leuten zwischen 28 und 37 auswählen und diskutieren. Travel Grants sind nur sehr begrenzt vorhanden. Wer sich trotzdem bewerben will, hat bis zum 1. Oktober Zeit einen maximal 5000 Wörter starken Draft einzusenden. Alle Infos finden sich auf dem Flyer zur Konferenz.

Tagungshinweis: Den Geldschleier lüften! Politische Fragen der monetären Ordnung und des Kreditsystems

Am Nell-Breuning Institut beginnt eine neue Interdisziplinäre Tagungsreihe „Die Wirtschaft der Gesellschaft“:

Zerplatzende Wachstumsillusionen, begrenzte Tragekapazitäten der Erde, verselbständigte Finanzwirtschaft, Pluralisierung der Lebensformen und Divergenz der Lebensbedingungen … – das Wirtschaftssystem steht vor Herausforderungen grundlegenden Wandels. Zukunftsfähige Gestaltungsvorschläge entstehen aber nicht im disziplinären Elfenbeinturm, sondern bedürfen der öffentlichen Debatte und des fächerübergreifenden Austauschs von Expertinnen und Experten. Als ein Forum für solche interdisziplinären Dialoge veranstalten die Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (Heidelberg) und das Nell-Breuning-Institut der Hochschule Sankt Georgen (Frankfurt am Main) die interdisziplinäre Tagungsreihe „Die Wirtschaft der Gesellschaft“.

Zum Thema der ersten Fachtagung am 22./23. Juni 2012
Jahrzehntelang wurde eine zweistufige monetäre Ordnung als selbstverständlich begriffen und kaum reflektiert: Gewinnorientierte Finanzinstitute treffen die einzelnen Kredit- und Anlageentscheidungen; global gesteuert wird die Kreditbereitstellung und Risikoübernahme durch international kooperierende Zentralbanken und Regulierungsbehörden. Nun hat aber die reichliche Kredit- und Geldschöpfung sowie die „unbekümmerte“ Risikoübernahme der Banken die globale Finanzkrise verursacht, die mittlerweile zu einer Schuldenkrise mutiert ist. Die Schäden dieser Doppelkrise legen es nahe, die Funktionsweise sowie die gesellschaftlichen Voraussetzungen und Wirkungen dieses Kredit- und Geldsystems in den Blick zu nehmen. Dazu muss die Fiktion der neoklassischen Ökonomie, Geld sei nur ein Schleier, der sich über die realen wirtschaftlichen Verhältnisse lege und dort keine Wirkungen habe, aufgehoben werden.

Flyer_Wirtschaft_der_Gesellschaft

Wer Interesse an einer Teilnahme an der Tagung hat, kann sich bei Wolf-Gero Reichert unter nbi@sankt-georgen.de melden.

Herzlichen Gruß von Markus Demele

Sozialethische Gespräche 2012 der KSZ Mönchengladbach

Am 15./16. Juni finden in Mönchengladbach ausgerichtet von der der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle und der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMEC) die Sozialethischen Gespräche 2012 statt. Sie stehen unter dem Titel “Von der Euro-Krise zur Krise Europas?”

Dabei sollen “nicht nur die ökonomische Situation und die daraus folgenden Handlungsoptionen” erörtert werden. Vielmehr wollen die Organisatoren auch der Frage nachgehen, “inwieweit eine (christlich-) sozialethische Perspektive im Hinblick besonders auf das Europa der gegenwärtigen Krise Orientierung geben kann.”

Tagungsprogramm und Anmeldemöglichkeiten sowie nähere Informationen zur Tagung finden sich auch auf der Homepage der KSZ.

Theologenmemorandum

“Kirche 2011: Ein notwendiger Aufbruch” – Unter diesem Motto meldeten sich im vergangenen Jahr zahlreiche Theologen aus dem deutschsprachigen Raum mit einem gemeinsamen Memorandum im Rahmen des innerkirchlichen Dialogprozesses zu Wort (www.memorandum-freiheit.de). Über das Internet erfuhr der Text breite Unterstützung, auch über den Kreis der Theologie hinaus. Aber auch kritische Stimmen waren zu hören; einer der prominentesten Kritiker, der sich in der Presse zu Wort meldete, war der deutsche Kardinal Walter Kasper.

Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) St. Josef Vöhrum greift diese Debatte auf und fragt bei einem Themenabend am 24. August 2012: “Kirche wohin? – Hintergründe und Ziele des Theologenmemorandums”. Die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung Niedersachsen e. V. beginnt im Anschluss an die Abendmesse gegen 18.30 Uhr im Pfarrheim neben der Filialkirche St. Josef im Peiner Stadtteil Vöhrum, Burgdorfer Straße 7. Referent ist Axel Bernd Kunze, Christlicher Sozialethiker sowie Privatdozent für  Erziehungswissenschaft.

 

 

Tagung: Climate Change and Sustainable Development

Vom 30.05.-02.06.2012 findet am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der 10. Kongress der European Society for Agricultural and Food Ethics (EurSafe) statt.

Unter dem Titel “Climate Change and Sustainable Development: Ethical Perspectives on Land Use and Food Production” werden in über 70 Vorträgen in verschiedenen, parallel laufenden Panels vielfältige Überlegungen zu einem sehr aktuellen Thema präsentiert.

Ergänzt werden die Panels durch die Plenumsvorträge von Konrad Ott (Greifswald; “The Domains of Climate Ethics: An Overview”), Mickey Gjerris (Kopenhagen; “The willed blindness of humans: On animal suffering and beyond”) und Joyeeta Gupta (Amsterdam/Adelaide; “Normative Challenges Emerging from the Global Governance of Climate change, Forests, Water, and Food”).

Näheres zur Konzeption der Konferenz und zur Anmeldung finden sich hier. Das Programm ist hier einsehbar.

Für spontan Entschlossene sei auf die Möglichkeit einer Early Bird Registration bis 1. April 2012 hingewiesen. Damit kann man sich einen Teil der nicht ganz niedrigen Tagungskosten sparen.

Wem soll Schule gerecht werden?

Die Katholische Akademie Rhein-Neckar, das Heinrich-Pesch-Haus in Ludwigshafen am Rhein, veranstaltet am 18. Juni 2012 ein bildungsethisches “Montagsgespräch”: Privatdozent Dr. Axel Bernd Kunze spricht zur Frage WEM SOLL SCHULE GERECHT WERDEN? Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Heinrich-Pesch-Haus, Frankenthaler Straße 229, 67059 Ludwigshafen am Rhein.

Weitere Informationen unter info@hph.kirche.org oder www.heinrich-pesch-haus.de. Die “Montagsgespräche” sind unentgeltlich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Referent ist Privatdozent für Erziehungswissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn sowie Dozent für Pädagogik und stellvertretender Schulleiter an der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt. Er war Geschäftsführer und Wissenschaftlicher Angestellter im DFG-Projekt “Das Menschenrecht auf Bildung: Anthropologisch-ethische Grundlegung und Kriterien der politischen Umsetzung” (www.menschenrecht-auf-bildung.de).  Im Mai 2012 erscheint von ihm:

Axel Bernd Kunze: Bildung als Freiheitsrecht. Eine kritische Zwischenbilanz des Diskurses um Bildungsgerechtigkeit (Texte zur Theorie und Geschichte der Bildung; 32), Berlin 2012, 106 Seiten.

ZdK veranstaltet Fachtagung zum Thema „Nachhaltigkeit“ im März

20 Jahre nach dem Rio-Gipfel zu Umwelt und Entwicklungsfragen lädt das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) gemeinsam mit katholischen Organisationen und Verbänden zu einer Tagung ein, die sich der Umsetzung des in Rio entwickelten Leitbildes einer nachhaltigen Entwicklung widmet.

Die Fachtagung „Kirche auf dem Weg der Nachhaltigkeit – 20 Jahre nach Rio“ findet am 02. März 2012 in Bonn statt.

Gäste aus Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Kirche diskutieren grundlegend über die notwendigen politischen und gesellschaftlichen Veränderungen und Rahmenbedingungen für eine nachhaltigere Lebensweise, darunter Alois Glück (Präsident des ZdK), Ursula Heinen-Esser (Parlamentarische Staatssekretärin) und Bischof Dr. Gregor Maria Hanke (Bistum Eichstätt). Dabei geht es nicht nur darum, allgemeine Prinzipien für eine nachhaltigere gesellschaftliche Entwicklung aufzuzeigen, sondern auch die Gestaltung konkreter Handlungsfelder wie Ernährungsweise, Mobilitätsverhalten, Energieverbrauch und Finanzen zu thematisieren. Insbesondere soll auch der bisherige und zukünftige Beitrag der katholischen Kirche in diesem gesellschaftlichen Prozess in den Blick genommen werden.

Die Tagung richtet sich an Funktionsträger und Multiplikatoren aus Kirche, Politik und Gesellschaft sowie an weitere Interessierte.

Das detaillierte Programm und weitere Informationen finden sich unter: http://www.zdk.de/projekte/fachtagung-nachhaltigkeit/