Archive for the 'Menschenrechte' Category

Dokumentation des XXII. Deutschen Kongresses für Philosophie

Auf dem Open-Access-Server der Universitätsbibliothek München ist der XXII. Deutsche Kongress für Philosophie dokumentiert worden, darunter auch die Beiträge aus der Sektion für Bildungsphilosophie.

Ein Beitrag beschäftigt sich ausdrücklich mit der aktuellen bildungsethischen Debatte:
Bildung als Freiheitsrecht – eine Kritik des neueren sozialethischen Bildungsdiskurses. URL: http://epub.ub.uni-muenchen.de/12476/1/Bildungsgerechtigkeit.pdf.

Call for papers: Ethik und Migration (Societas ethica)

Die Jahrestagung der “Europäischen Forschungsgesellschaft für Ethik” (Societas Ethica) befasst sich 2012 mit dem Thema “Ethik und Migration”. Ethikerinnen und Ethiker aus allen Disziplinen sind herzlich eingeladen, einen Beitrag zur Diskussion zu leisten.

Der Call for papers ist bis zum 31.03.2012 geöffnet.

Die Tagung findet vom 23. bis 26. August 2012 im rumänischen Sibiu statt.

Hinweis: “Gespenster der Armut”

Ein kurzer Hinweis: “Gespenster der Armut” ist ein lesenwertes gesellschaftskritisches Weblog. Elke Brüns bloggt hier über “Bilderwelten des Sozialen” und stellt die Frage: “Wie wird was als Armut sichtbar oder unsichtbar?”

Was heißt “Inklusion”?

Die neue Ausgabe der Zeitschrift Aus Politik und Zeitgeschichte, herausgegeben von der Bundeszentrale für politische Bildung, die als Beilage der Wochenzeitung Das Parlament beiliegt, ist dem Thema “Menschen mit Behinderungen” gewidmet (Ausgabe 23/2010 vom 07. Juni 2010).

Valentin Aichele, Leiter der Monitoringstelle zur UN-Behindertenrechtskonvention am Deutschen Institut für Menschenrechte in Berlin, führt in das neue UN-Dokument ein (S. 13 – 19).

Bildungsethisch interessant sind darüber hinaus vor allem die beiden Beiträge von Thomas Stöppler, Leiter des Seminars für Didaktik und Lehrerbildung in Stuttgart sowie Vorsitzender des Verbandes Sonderpädagogik e. V. (S. 19 – 24), und Hans Wocken, Professor für Lernbehindertenpädagogik und Integrationspädagogik an der Universität Hamburg (S. 25 – 31). Beide setzen sich mit der Forderung nach inklusiver Bildung auseinander – und kommen dabei zu gegensätzlichen Antworten: Stöppler sieht die bestmögliche Förderung eines jeden Schülers durch eine differenzierte Vielfalt (sonder-)pädagogischer Angebote gewährleistet und äußert sich sehr kritisch gegenüber solchen Positionen, die mit menschenrechtlichen Argumenten das Sonderschulwesen insgesamt zu schleifen versuchen. Wocken hingegen plädiert dafür, die räumliche Trennung zwischen Regel- und Sonderschulsystem weitgehend zu überwinden.

In Abwägung beider Positionen wird man bildungsethisch davon ausgehen müssen, dass es pädagogisch wie menschenrechtlich verfehlt wäre, auf sonderpädagogische Einrichtungen gänzlich verzichten zu wollen. Ein solch einseitiges Verständnis von “Inklusion” ist momentan in der Debatte um ein Recht auf Bildung sehr beliebt, verspricht aber keineswegs die bestmögliche individuelle Förderung für jeden Einzelnen. Nicht jede äußere Differenzierung im Schulwesen ist bereits diskriminierend. Ein solches Missverständnis von Diskriminierung verneint letztlich die vielfältigen individuellen Voraussetzungen, inhomogenen Bedürfnisse und differenzierten Förderansprüche. Ein solches Gleichheitsverständnis verkehrt legitime menschenrechtliche Forderungen in den Zwang staatlich verordneter Gleichmacherei – und widerspricht damit dem Charakter der Menschenrechte als Freiheitsrechte. Wird über den Zusammenhang von Inklusion und Bildung diskutiert, ist bildungsethisch eine differenzierte Zuordnung von Gerechtigkeit und Differenz gefordert. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Würde und Wert des Individuums mit den sozialen Ansprüchen der Gemeinschaft verrechnet werden – in der Folge würde der Einzelne reduziert auf eine Funktion der sozialen Frage. Gleichheit darf nicht das Recht auf Ungleichheit beseitigen. Und der Einzelne ist stets mehr als allein Teil eines Kollektivs.

Ob eine inklusive Beschulung sinnvoll und möglich ist, sollte stärker als bisher geprüft werden. In welchen Fällen eine äußere Differenzierung sinnvoller ist und die bessere Förderung verspricht, bleibt allerdings weiterhin im Einzelfall zu prüfen. Dies kann nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg entschieden werden. “Inklusion” ist ein Prinzip zur Anwendung der Menschenrechte, keine universale und vor allem keinesfalls einseitig auszulegende Norm. Was die bestmögliche individuelle Förderung verspricht, bleibt situativ pädagogisch, therapeutisch und psychologisch zu entscheiden – und kann nicht aus einer Gerechtigkeitsformel abstrakt abgeleitet werden.

Antrittsvorlesung

Die neue Direktorin des Instituts für Christliche Sozialwissenschaften der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins, hält am Freitag, 11. Juni 2010, ihre Antrittsvorlesung zum Thema “Migration und Zugehörigkeit. Sozialethische Perspektiven”. Die Vorlesung beginnt um 12 Uhr c. t. im Hörsaal AudiMax der Universität Münster, Johannisstraße 12 bis 20.

Theologie einmal anders

Gunda Werner-Burggraf, Dogmatikerin aus  Bonn sowie Habilitandin an der Universität Freiburg, und ihr Mann, Wolfgang Max Burggraf, planen ein “theologisches” Projekt ganz eigener Art: In vierhundert Tagen wollen sie mit dem Fahrrad über die Seidenstraße von Bonn nach Tokio fahren. Beide kommen aus der Menschenrechts- und Versöhnungsarbeit – und in diesem Kontext sehen sie auch ihr Projekt, das mehr ist als ein Fahrradurlaub. Auf ihrer Internetseite schreiben sie dazu:

“Dabei ist es uns ein Anliegen, gerade durch die Länder zu fahren, die aufgrund ihrer jüngsten Vergangenheit sich in politischen, sozialen und friedensperspektivischen Um- und Aufbrüchen befinden. So werden wir durch den Kosovo, die Türkei einschließlich der kurdischen Gebiete, Armenien und Aserbaidschan, den Iran, die ganzen „Stan-Staaten“ in Zentralasien und eben auch China fahren. Da wir mit dem Rad direkt im Land unterwegs und regelmäßig auf Hilfe und Unterstützung  der Menschen vor Ort angewiesen sind, wird unser Bild der Länder sicherlich ein anderes sein als das in der Presse so häufig zu lesende.”

Und dadurch, so sagt die Theologin selber, werde sich auch ihre Theologie ganz sicher verändern. Wer das Projekt unterstützen, begleiten und mitverfolgen möchte, kann sich informieren unter:

www.silkroad-project.eu

Der theologische Ort der Menschenrechte

Sünde oder Menschenrecht? - unter dieser Frage steht die diesjährige, sozialethisch orientierte Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Schwule Theologie e. V. (AG STh), die vom 15. bis 17. Oktober 2010 in der Akademie Waldschlösschen in Reinhausen (b. Göttingen) stattfindet.

Die 2007 veröffentlichten Yogyakartaprinzpien legen die Menschenrechte erstmals explizit in Bezug auf sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität aus. Das von internationalen Menschenrechtsvertretern in der gleichnamigen indonesischen Stadt erarbeitete Dokument hat eine breite Kontroverse ausgelöst, viele ablehnende Stimmen waren nicht zuletzt religiös motiviert. An diese Diskussion schließt die Tagung an und thematisiert – so der Untertitel – den Zusammenhang von “schwuler Emanzipation, Theologie und Menschenwürde”. Referenten sind u. a. Prof. Dr. Hans-Joachim Suhr (Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin) und Volker Beck (Hirschfeld-Eddy-Stiftung). Gefragt werden soll im Verlauf der Tagung beispielsweise nach dem theologischen Ort der Menschenrechte, nach dem Stellenwert von Menschenrechtsdiskursen in den Kirchen oder nach dem Zusammenhang von Naturrecht und Menschenrecht.

Weitere Informationen finden sich unter www.waldschloesschen.org (Veranstaltungsnummer: VA 612) oder www.westh.de. Der Tagungsbeitrag beträgt 135 Euro (Ermäßigung in bestimmten Fällen möglich).

Ethik und Migration

Pünktlich zum diesjährigen Berliner Werkstattgespräch der deutschsprachigen Sozialethiker ist der Tagungsband aus dem vergangenen Jahr erschienen:

Michelle Becka, Albert-Peter Rethmann (Hgg.): Ethik und Migration. Gesellschaftliche Herausforderungen und sozialethische Reflexion, Paderborn/München/Wien/Zürich: Ferdinand Schöningh 2010, 206 Seiten.

Der Band enthält Beiträge von Christoph Hübenthal (Nijmegen/Niederlande), Heike Wagner (Wien/Österreich), Elisabeth Petzl (Wien und Salzburg/Österreich), Walter Lesch (Louvain/Belgien), Hille Haker (Frankfurt a. M.), Michelle Becka (Frankfurt a. M.), Matthias Möhring-Hesse (Vechta), Albert-Peter Rethmann (Frankfurt a. M.), Markus Babo (München und Luzern/Schweiz), Christoph Baumgartner (Utrecht/Niederlande), Axel Bernd Kunze (Trier und Bonn) und Marianne Heimbach-Steins (Münster i. W.).

Ganztagsschule

Kann die Ganztagsschule zu einem Mehr an Bildungsgerechtigkeit beitragen? Werden Kinder in der Ganztagsschule besser gefördert? Beschneidet die  verpflichtende Ganztagsschule das Erziehungsrecht der Eltern? – Über diese Fragen wird bildungsethisch kontrovers diskutiert.

Am Mittwoch, 25. November 2009, spricht Professor Dr. Volker Ladenthin, Inhaber des Lehrstuhls für Historische und Systematische Erziehungswissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, in einem Gastvortrag an der Universität Trier über das Thema “Ganztagsschule: Chancen und Risiken”. Der Referent hat in verschiedener Form zur Ganztagserziehung geforscht; so hat er beispielsweise gemeinsam mit Jürgen Rekus den Sammelband “Die Ganztagsschule: Alltag, Reform, Geschichte, Theorie” (Verlag Juventa 2005) herausgegeben. Die Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe “Blitzlichter Bildungswissenschaft” beginnt um 10.00 Uhr c. t. in Raum A 9/10 (Hauptgebäude der Universität, Universitätsring 15, Trier).

Weitere Informationen: www.bildungswissenschaften.uni-trier.de.

Bildung in der Demokratie

“Bildung in der Demokratie” – Unter diesem Titel findet vom 15. bis 17. März 2010 an der Universität Mainz der nächste Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft statt.  Die  Anmeldungen – zur Zeit noch mit Frühbucherrabatt – haben inzwischen begonnen. Weitere Informationen auf den Kongressseiten: www.dgfe2010.de.

Neuerscheinung: Bildung, Politik und Menschenrecht

9783763935468In der Reihe “Forum Bildungsethik” ist neu erschienen:

Bildung, Politik und Menschenrecht. Ein ethischer Diskurs

Wie kann ein Recht auf Bildung sozialethisch begründet und pädagogisch realisiert werden?

In welchem Verhältnis stehen Bildung, Menschenrechte und Politik?

Was sollten künftige Bildungsreformen leisten?

Welche sozialethischen Kriterien lassen sich hierfür formulieren?

Die Antworten auf diese Fragen beleuchten Pädagogen, Theologen, Philosophen, Politiker und Vertreter der Bildungspraxis in diesem Band aus ihrer Perspektive. Sozialethik, Menschenrechte, Bildung und politische Reformen werden zueinander ins Verhältnis gesetzt und diskutiert.

Die Beiträge dokumentieren die Tagung “Menschenrecht auf Bildung: Maßstab für die Bildungspolitik in Deutschland?” vom November 2008, auf der Ergebnisse des DFG-Projekts “Das Menschenrecht auf Bildung: anthropologisch-ethische Grundlegung und Kriterien der politischen Umsetzung” vorgestellt wurden. Weitere Informationen zum genannten Forschungsprojekt sind zu finden unter www.menschenrecht-auf-bildung.de.

Autorinnen und Autoren des Bandes sind: Staatsministerin Doris Ahnen, MdL (Mainz); Volker Drell M.A. (Hannover); Dr. Alexander Filipovic (Bamberg); Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins (Bamberg); Thorsten Heinz M.A. (Bamberg); Prof. Dr. Gerhard Kruip (Mainz); Dr. Axel Bernd Kunze (Trier/Bamberg); Prof. Dr. Volker Ladenthin (Bonn); Priv.-Doz. Dr. Christof Mandry (Berlin); Stefan Meyer-Ahlen (Bochum); Katja Neuhoff M.A. (Hannover); Anna Noweck (München); Hochschuldozent Dr. Andreas Poenitsch (Koblenz); Direktor Prof. Dr. Peter Reifenberg (Mainz/Mannheim); Priv.-Doz. Dr. Jörg-Dieter Wächter (Hildesheim).

Marianne Heimbach-Steins, Gerhard Kruip, Axel Bernd Kunze (Hgg.): Bildung, Politik und Menschenrecht. Ein ethischer Diskurs (Forum Bildungsethik; 6), Bielefeld: W. Bertelsmann Verlag 2009, 208 Seiten.

Beitrag zum Zugangserschwerungsgesetz

Ein Ergebnis der zu Ende gehenden Legislaturperiode ist das sogenannte “Zugangserschwerungsgesetz”, das auf eine Initiative von Bundesfamilienministerin von der Leyen zurückgeht und das den Zugang zu kinderpornographischen Inhalten im Internet erschweren soll. Das Gesetzesvorhaben ist wegen der damit verbundenen massiven rechtsstaatlichen Probleme heftig kritisiert worden. Ministerin von der Leyen, die von den Gegnern des Gesetzes als “Zensursula” bezeichnet wird, hat sich heute noch einmal aktuell in der Presse hierzu geäußert.

Eine aktuelle Kommentierung des Gesetzesvorhabens findet sich unter folgendem Link:
http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/08/02/die-meinungsfreiheit-als-sondermull/

Das Gesetz sollte ursprünglich zum 1. August 2009 in Kraft treten, gegenwärtig liegt es dem Bundespräsidenten noch gar nicht zur Unterschrift vor. Der Rechtsberater der Bundesregierung, Dr. Frey, hat noch einmal eindringlich dazu aufgerufen, das Gesetz aufgrund der handwerklichen Mängel, der zahlreihen rechtsstaatlichen Bedenken und einer verfassungswidrigen Kompetenzüberschreitung des Bundesgesetzgebers nicht in Kraft treten zu lassen. Die F.D.P. hat die Rücknahme dieses Gesetzes inzwischen zur Vorbedingung für etwaige Koalitionsverhandlungen gemacht.

Publikation zur Bildungsethik

69_bildungfuerfluechtjpg Das Buch Bildungsperspektiven junger Flüchtlinge. Gleiche Bildungschancen für alle Kinder und Jugendlichen ist aus einer Tagung hervorgegangen, die das Berliner Institut für christliche Ethik und Politik im Dezember 2006 zusammen mit dem Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge in Berlin veranstaltet hat und an der sich viele sozialprofessionell Handelnde beteiligt haben. Im Fokus der Publikation stehen die Grundlagen und Perspektiven der Umsetzung des Menschen-rechts auf Bildung für junge Flüchtlinge in Deutschland. Nach den OECD-Bildungsstudien der vergangenen Jahre ist Deutschland aber noch weit von dem Ziel entfernt, benachteiligte Schülerinnen und Schüler in Deutschland ausreichend zu fördern und allen Kindern und Jugendlichen gleiche Bildungschancen zu bieten. Wissenschaftler und Praktiker plädieren in diesem Buch für eine Verbesserung der Situation von Kinder-flüchtlingen im Bildungssystem und in anderen Lebensbereichen. Um die unterschiedlichen Implikationen des Rechts auf Bildung junger Flüchtlinge zu verdeutlichen, werden biografische, sozialwissenschaftliche, ethische und rechtliche Facetten beleuchtet und anhand von Praxisbeispielen veranschaulicht.

Unter der Herausgeberschaft dreier Institutsmitglieder des ICEP und der Mitwirkung von Prof. Dr. Lothar Krappmann, Mitglied im UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes, wurde das Buch in der Reihe Forum Bildungsethik veröffentlicht. Die Reihe erscheint im Bielefelder W. Bertelsmann-Verlag und wird hier von Marianne Heimbach-Steins (Universität Bamberg), Gerhard Kruip (Forschungsinstitut für Philosophie Hannover) und Axel Bernd Kunze (Universität Bamberg) herausgegeben. Der Bestellschein findet sich hier.

Call for Papers “Zivilisationskrise und Theologie der Befreiung”

Für den 2. Workshop: “Theologie der Befreiung aus europäischer Perspektive” zum Thema “Götzendämmerung? Die Zivilisationskrise und ihre Opfer” (St.Gabriel, Mödling bei Wien, 18.-21.3.2010) flattert von Franz Gassner ein Call for Papers rein. Veranstalter sind: Katholisch-Theologische Fakultät Wien und Steyler Missionare St. Gabriel. Ich darf aus dem Call zitieren:

Die aktuellen weltweiten Krisen – Nahrung, Energie, Umwelt, Finanz, Wirtschaft, Migration und Gesellschaft – erweisen sich weitgehend als “hausgemacht”. Dementsprechend auffällig ist die große Überraschung von VertreterInnen der Wirtschaft und der Politik, dass es zu dazu überhaupt kommen konnte, hatten etliche kritische Fachleute eine solche Entwicklung doch schon lange vorhergesagt. Nicht weniger sticht zugleich die Hochstilisierung dieser Krisen zu Vorboten  der  Apokalypse  ins  Auge,  die  in  nicht  wenigen  Massenmedien  begegnet.  Beides bekräftigt die These, dass die aktuell beobachtbaren Krisenphänomene nicht bloß Teilbereiche des Lebens betreffen, sondern anzeigen, dass die (spät)moderne Zivilisation insgesamt in die (globale) Krise gekommen ist.

Daher  widmet  sich  der  kommende  Workshop  “Theologie  der  Befreiung  aus  europäischer Perspektive”   der   kritischen   Auseinandersetzung   mit   der   “Zivilisationskrise”,   wobei naturgemäß die Perspektive der Opfer im Zentrum steht.

Wer sich beteiligen möchte, findet in diesem Dokument (*.pdf)  weitere Hinweise. Der Call ist offen bis 30.10.2009.

Promotionskolleg Soziale Professionen und Menschenrechte

Zum 1.1.2010 wird an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin, einer staatlich anerkannten Fachhochschule für Sozialwesen, das Promotionskolleg „Soziale Professionen und Menschenrechte“ eingerichtet. Die KHSB möchte mit der Einrichtung des Promotionskollegs den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern und den Forschungsdiskurs zum Thema Menschenrechte innerhalb der Sozialen Professionen vertiefen.

Voraussetzung für die Aufnahme in das Promotionskolleg ist ein abgeschlossenes erstes Hochschulstudium (Diplom, Magister oder Master) in einem Studiengang des Sozial- und Gesundheitswesens (FH oder Universität).

Im Rahmen des Promotionskollegs werden Promotionsstipendien an Frauen ausgegeben.

Nähere Informationen finden Sie unter www.khsb-berlin.de/promotionskolleg

Ihre Bewerbung richten Sie bitte bis zum 30. September 2009 an den Rektor der KHSB:

Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin
Köpenicker Allee 39-57
10318 Berlin
Tel.: 030 / 50 10 10 13
Fax: 030 / 50 10 10 94
E-Mail: rektorat@khsb-berlin.de