Archive for the 'Medizinethik' Category

Tagung: 7. Heppenheimer Tage zur christlichen Gesellschaftsethik

7. Heppenheimer Tage zur christlichen Gesellschaftsethik.

Zwischen Nächstenliebe und Erwerbsarbeit. Zur prekären Organisation der Altenpflege in Deutschland

Von Fr. 05.05. bis Sa. 06.05.2017 im Haus am Maiberg, Heppenheim (Bergstraße)

Seit den 1970er Jahren macht das Schlagwort vom ‘Pflegenotstand’ auf bis heute ungelöste, ja dramatisch wachsende Problemlagen in der Versorgung alter und kranker Menschen aufmerksam, nicht nur im stationären, sondern auch im ambulanten Bereich. Und diese Problemlagen scheinen sich nicht nur durch die zunehmende Alterung der Gesellschaft, sondern auch in Folge der mit dem Pflegeversicherungsgesetz vom 1995 eingeführten Marktöffnungsprozesse im Sektor der sozialen Dienstleistungen noch deutlich verschärft zu haben.

Vor diesem Hintergrund soll es auf der Tagung um die Frage gehen, wie sich die Situation der – professionellen – Altenpflege in Deutschland historisch entwickelt hat, wie sie sich z. Zt. darstellt, wo spezifische Probleme und Chancen liegen, wie sich die großen gesellschaftlichen player, der Staat, die Wohlfahrtsverbände, die Gewerkschaften und private Dienstleistungsanbieter in diesem Feld positionieren und welche Strategien und Konzepte politisch sinnvoll sein könnten, um die Professionalität der Altenpflege in Deutschland auszubauen und zu befördern.

Das Programm findet sich hier.

Internationale Tagung in Frankfurt: „Leiden in Medizin, Ethik und Theologie“

Vom 8. bis 10. März 2017 findet in Frankfurt/Main eine internationale Tagung zum Thema „Leiden in Medizin, Ethik und Theologie/ Suffering in Medicine, Ethics, and Theology“ statt. Sie wird vom Projekt „Medizinethik in der Klinikseelsorge“ an der Professur Moraltheologie/Sozialethik der GU Frankfurt in Kooperation mit der Loyola University Chicago durchgeführt.

In Medizin, Ethik und Theologie sind ganz unterschiedliche Vorstellungen und Konzepte vom menschlichen Leiden präsent – sie reichen von Schmerzen über Leiden an Einsamkeit, Sinnlosigkeit und Endlichkeit bis hin zur religiösen Semantik des Leidens, in der von Leiden und Mitleiden Gottes die Rede ist. In Medizinethik und Klinikseelsorge treffen diese unterschiedlichen Konzepte gewissermaßen aufeinander. Die häufig nicht expliziten Annahmen über Sinn und Grenzen menschlichen Leidens werden im pluralen Krankenhauskontext, wo eine Vielzahl von religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen aufeinander treffen, herausgefordert.

Welches Verständnis von Leiden ist in den disziplinären Zugängen von Medizin, Ethik und Theologie gegenwärtig und als Aufforderung zu welchem Handeln wird es aufgefasst? Welche Konflikte ergeben sich aus unterschiedlichen Behandlungs- und Begleitungskonzepten und wie sollte mit ihnen reflektiert umgegangen werden?

In einem internationalen und interdisziplinären wissenschaftlichen Gespräch möchte die Tagung die medizinethische Diskussion über das Verstehen, Behandeln und Begleiten menschlichen Leidens fortführen.

Weitere Informationen und Anmeldung: http://tagung-medizinethik2017.uni-frankfurt.de