Archive for the 'Entwicklungsethik' Category

Stellenausschreibung: wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Gesellschaftspolitik (München)

Das Institut für Gesellschaftspolitik (IGP) der Hochschule für Philosophie in München wird ab Mai 2012 im Auftrag von MISEREOR ein Projekt zu »Entwicklung im Dienst des Weltgemeinwohls und Wege zu einem sozial gerechten und nachhaltigen Zivilisationsmodell« beginnen. Ziel dieses Projektes ist es, Konzepte für ethisch begründete, ökologisch langfristige und sozial gerechte Entwicklungs- und Wohlstandsmodelle zu erarbeiten. Dies soll sowohl in einer interkulturell angelegten wissenschaftlichen Studie als auch im Rahmen von weltweit durchgeführten Dialogforen mit gesellschaftlich relevanten Gruppen geschehen.

Im Rahmen dieses Projektes sucht das IGP zum 1. Mai 2012 eine/n wissenschaftlichen Mitarbeiter/in.

Nähere Informationen zu Konditionen und Arbeitsschwerpunkten der Stelle gibt es hier.

Call for papers: Ethik und Migration (Societas ethica)

Die Jahrestagung der “Europäischen Forschungsgesellschaft für Ethik” (Societas Ethica) befasst sich 2012 mit dem Thema “Ethik und Migration”. Ethikerinnen und Ethiker aus allen Disziplinen sind herzlich eingeladen, einen Beitrag zur Diskussion zu leisten.

Der Call for papers ist bis zum 31.03.2012 geöffnet.

Die Tagung findet vom 23. bis 26. August 2012 im rumänischen Sibiu statt.

Weingartener Afrika-Gespräche 2010

Vom 03. bis 05. Dezember 2010 finden die Weingartener Afrika-Gespräche 2010 statt. Thema: “Afrika in Bewegung – Migration zwischen Konflikt- und Entwicklungspotential”. Das Programm gibt es im Internet. Dort kann man sich auch online anmelden.
[via Email von Dr. Rainer Öhlschläger, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart]

EU Informations- und Networking-Tag zu “Entwicklung und Armut”

Die Generaldirektion Forschung der Europäische Kommission veranstaltet am 08. Oktober 2010 in Brüssel einen Informations- und Networking-Tag zu den zur Zeit im Arbeitsprogramm 2011 im Thema „Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften“ ausgeschriebenen Themen:

  • 4.1.1. „Tackling poverty in a development context” und
  • 2.1.1. „Economic, social and political conditions for satisfying world food needs”

InteressentInnen werden gebeten eine E-Mail mit Ihren Kontaktdaten (Vor- und Zuname, Institution, Forschungsbereich) an eva.szell [at] ec.europa.eu zu senden.

Bei erfolgreicher Anmeldung zur Veranstaltung erhalten Sie eine entsprechende Bestätigungsemail.

Weitere Informationen sowie die Agenda der Veranstaltung finden Sie unter:

http://ec.europa.eu/research/social-sciences/events-123_en.html

Caritas in veritate

Die sozialethische Zeitschrift Denk doch mal. Onlinemagazin für Arbeit – Bildung – Gesellschaft, herausgegeben vom Netzwerk Gesellschaftsethik e. V., hat eine Sonderausgabe mit Reflexionen über die neue Sozialenzyklika “Caritas in veritate” von Papst Benedikt XVI. veröffentlicht.

Das unter www.denk-doch-mal.de kostenfrei zugängliche Heft enthält Beiträge von Robert Zollitsch (“Die Liebe als Hauptweg der Soziallehre”), Marianne Heimbach-Steins (“Für alle Menschen guten Willens”), Thomas Steinforth (“Wirtschaft ist kein moralfreier Raum”), Markus Seibt (“Religionsunterricht an Berufsschulen ohne Chance?”),
Axel Bernd Kunze (“Bildung und Entwicklung – Anspruch auf umfassende Bildung”), Markus Vogt (“Arbeit – Positionen der katholischen Soziallehre”), Manfred Böhm (“Die Wurzeln der Betriebsseelsorge”), Erwin Helmer (“Dreizehn päpstliche Wege aus der Krise”), Hermann-Josef Kronen (“Schlaglichter zur Situation von Arbeitslosen”), Martin Mohr  (“Ein Zwischenruf”) sowie Hans Ludwig (“Plattform soziale Marktwirtschaft”). Und in einem Interview bekennt Fritz Schösser: “Ich habe die Enzyklika von Anfang bis Ende gelesen.” Das Editorial des Heftes stammt aus der Feder von Gerhard L. Endres, Vorsitzender des Netzwerkes Gesellschaftsethik e. V.

Theologie einmal anders

Gunda Werner-Burggraf, Dogmatikerin aus  Bonn sowie Habilitandin an der Universität Freiburg, und ihr Mann, Wolfgang Max Burggraf, planen ein “theologisches” Projekt ganz eigener Art: In vierhundert Tagen wollen sie mit dem Fahrrad über die Seidenstraße von Bonn nach Tokio fahren. Beide kommen aus der Menschenrechts- und Versöhnungsarbeit – und in diesem Kontext sehen sie auch ihr Projekt, das mehr ist als ein Fahrradurlaub. Auf ihrer Internetseite schreiben sie dazu:

“Dabei ist es uns ein Anliegen, gerade durch die Länder zu fahren, die aufgrund ihrer jüngsten Vergangenheit sich in politischen, sozialen und friedensperspektivischen Um- und Aufbrüchen befinden. So werden wir durch den Kosovo, die Türkei einschließlich der kurdischen Gebiete, Armenien und Aserbaidschan, den Iran, die ganzen „Stan-Staaten“ in Zentralasien und eben auch China fahren. Da wir mit dem Rad direkt im Land unterwegs und regelmäßig auf Hilfe und Unterstützung  der Menschen vor Ort angewiesen sind, wird unser Bild der Länder sicherlich ein anderes sein als das in der Presse so häufig zu lesende.”

Und dadurch, so sagt die Theologin selber, werde sich auch ihre Theologie ganz sicher verändern. Wer das Projekt unterstützen, begleiten und mitverfolgen möchte, kann sich informieren unter:

www.silkroad-project.eu

Themen- und Methodenheft “bilum”

bilumFanz Gassner (Wien) weist auf das neue Themen- und Methodenheft “bilum” hin (= “Tragnetz”, aus Papua-Neuguinea). Es erscheint 3x jährlich für Schule und Pastoral zu auch sozialethisch sehr relevanten Themen (s. Folder). Neben der Druckausgabe stehen Online-Ressourcen (www.bilum.at) zur Verfügung (Jahresabo: 15 €). Die sich in Vorbereitung befindliche Septemberausgabe widmet sich dem Thema “Entwicklung”. Gerne sendet Franz Gassner kostenlose Probeexemplare oder gedruckte Folder zu (franz.gassner@univie.ac.at).”

Forum Sozialethik 2010: Ethik der Entwicklung – CALL FOR PAPERS

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

Die Sorge um die richtige und angemessene Entwicklung des Menschen innerhalb seiner sozialen Verbindungen ist seit der Antike eines der großen Themen in Philosophie, Theologie, im gesellschaftspolitischen Diskurs sowie in den Naturwissenschaften und der Ökonomie. Entsprechend vielgestaltig und kontrovers sind die Überlegungen und Ergebnisse hinsichtlich der Frage, was der Mensch sein soll, wonach er streben kann und wie sein Leben beschaffen zu sein habe, damit er seiner conditio humana gerecht werde. Die heute verfügbaren Medien stellen uns das Ausmaß und die Folgen absoluter Armut erschrecken vor Augen. Die Krisen der vergangenen Jahre, wie Nahrungsmittel- und Finanzkrise, treffen gerade die wenigsten entwickelten Länder am stärksten. Liegt unseren Modellen von Entwicklung eine anthropologische Basis zugrunde, die die idealen Ziele von Entwicklung bestimmt, oder wird die Frage menschlicher Entwicklung heute primär ökonomistisch verengt?

Das Forum Sozialethik 2010 möchte sich den drängenden Fragen einer Ethik der Entwicklung gewohnt vielfältig stellen.

Das Vorbereitungsteam (Anna Noweck, Michael Hartlieb, Markus Demele) lädt Interessierte herzlich ein, sich mit einem Beitrag an der Tagung zu beteiligen. Angesprochen sind Nachwuchswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen (Promotion, Habilitation, Privatdozenten und -dozentinnen) sowie fortgeschrittene Studierende des Faches Sozialethik im deutschsprachigen Raum. Vertreterinnen und Vertreter aus benachbarten Disziplinen (Philosophie, Soziologie, Politikwissenschaften usw.) sind herzlich willkommen.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Call for Papers.

Alle weiteren Informationen auf der Tagungswebsite.

Internationale Konferenz zur Sozialenzyklika

Was trägt, wenn die Welt aus den Fugen gerät? Unter dieser Fragestellung steht die Internationale Konferenz zur neuen Sozialenzyklika Papst Benedikts XVI., die die Kommende Dortmund im Rahmen ihrer 60-Jahr-Feier vom 17. bis 19. November 2009 in Dortmund und in der Katholischen Akademie Schwerte veranstaltet. Wirtschaftskrise, drohende Klimakatastrophe und die Entwicklungsproblematik sind der Ausgangspunkt einer ethischen Reflexion und der Profilierung der kirchlichen Sozialverkündigung. Die Tagung fragt nach der Weltverantwortung der Christen und will Antworten im Horizont der Globalisierung formulieren.

Der Tagungsflyer findet sich hier: einladung-60-jahre-kommende.

Call for Papers “Zivilisationskrise und Theologie der Befreiung”

Für den 2. Workshop: “Theologie der Befreiung aus europäischer Perspektive” zum Thema “Götzendämmerung? Die Zivilisationskrise und ihre Opfer” (St.Gabriel, Mödling bei Wien, 18.-21.3.2010) flattert von Franz Gassner ein Call for Papers rein. Veranstalter sind: Katholisch-Theologische Fakultät Wien und Steyler Missionare St. Gabriel. Ich darf aus dem Call zitieren:

Die aktuellen weltweiten Krisen – Nahrung, Energie, Umwelt, Finanz, Wirtschaft, Migration und Gesellschaft – erweisen sich weitgehend als “hausgemacht”. Dementsprechend auffällig ist die große Überraschung von VertreterInnen der Wirtschaft und der Politik, dass es zu dazu überhaupt kommen konnte, hatten etliche kritische Fachleute eine solche Entwicklung doch schon lange vorhergesagt. Nicht weniger sticht zugleich die Hochstilisierung dieser Krisen zu Vorboten  der  Apokalypse  ins  Auge,  die  in  nicht  wenigen  Massenmedien  begegnet.  Beides bekräftigt die These, dass die aktuell beobachtbaren Krisenphänomene nicht bloß Teilbereiche des Lebens betreffen, sondern anzeigen, dass die (spät)moderne Zivilisation insgesamt in die (globale) Krise gekommen ist.

Daher  widmet  sich  der  kommende  Workshop  “Theologie  der  Befreiung  aus  europäischer Perspektive”   der   kritischen   Auseinandersetzung   mit   der   “Zivilisationskrise”,   wobei naturgemäß die Perspektive der Opfer im Zentrum steht.

Wer sich beteiligen möchte, findet in diesem Dokument (*.pdf)  weitere Hinweise. Der Call ist offen bis 30.10.2009.

Sozialethik konkret: Globalisierung und Gerechtigkeit

Eine sozialethische Fachtagung mit dem Titel “Globalisierung und Gerechtigkeit” findet am 22./23. September 2008 in der Akademie Franz Hitze Haus (Müster) statt. Hauptreferentinnen und -referenten zur Thematik sind Gerhard Kruip (Option für die Armen), Bernhard Emunds (Ethik der Finanzmärkte), Johannes Wallacher (Welthandel) und Markus Vogt (Klimaschutz). Näheres zum Programm und zu den Anmeldemöglichkeiten hier.

Die Tagung ist Teil der Reihe “Sozialethik Konkret”.

Amosinternational – Ausgabe 1/2008

Logo Zeitschrift AmosDas im Februar erschienene Heft 1/2008 (2. Jg.) von Amosinternational (ja, hier hat sie sich plötzlich umbenannt…) versammelt Beiträge zum Schwerpunktthema “Klima im Wandel”. Das Konzept des Schwerpunktthemas stammt laut Impressum von Andreas Lienkamp; er hat es geschafft, lesenswerte Beiträge einschlägiger Experten unterschiedlicher Disziplinen in diesem Heft zusammen zu bringen. Das Editorial schreibt Peter Klasvogt.

Andreas Lienkamp (Berlin), u. a. mit seiner Habilitation (Bamberg) ein ausgewiesener Experte in diesem Feld, betrachtet “Die Ungerechtigkeit des Klimawandels” (3-9) zunächst aus der Perspektive der Nachhaltigkeit. Mit einer Unterscheidung von Judith Shklar versteht er den Klimawandel nicht als Unglück oder als Katastrophe, sondern als Ungerechtigkeit. Einen in diesen Tagen sehr aktuellen Beitrag liefern die Münchner Jochen Ostheimer und Markus Vogt (“Energie für die Armen”, 10-16).1 In ihrem Entwurf einer nachhaltigen Energieentwicklung sehen sie in der Bioenergie einen entscheidenden Faktor, ohne freilich die Ambivalenz (“Hungern oder Frieren”) zu übersehen und sorgfältig abzuwägen:

“Der vermehrte Anbau von Energiepflanzen kann die Ernährungssituation gefährden. Zwar ist Hunger gegenwärtig nicht primär eine Folge von absolutem Nahrungsmittelmangel, sondern ein Verteilungsproblem. Dennoch führt der in der Ernergieversorgung der westlichen Welt herrschende Kostendruck derzeit zu einem Ausbau der Bioenergie in Entwicklungsländern und dadurch zu einer Flächenkonkurrenz gegenüber dem Getreideanbau. In der Folge kommt es zu Preissteigerungen, die den Hunger in der Dritten Welt verschärfen. Dem ist ethisch entgegen zu halten, dass dem Recht auf Nahrung ein Vorrang gegenüber dem Ziel der Energieversorgung zur Wohlfahrtssteigerung zukommt.”

Christian-Dietrich Schönwiese (Frankfurt a.M.) präsentiert sehr informativ den Wissensstand zum “Klimawandel in Vergangenheit und Zukunft” (17-23). Danach plädieren Ottmar Edenhofer und Christian Flachsland (Potsdam) für einen “Global Deal für den Klimaschutz” (24-31). Das wieder sehr interessante und lehrreiche Interview thematisiert drängende Herausforderungen durch den Klimawandel mit der renommierten Wiener Meteorologin Helga Kromp-Kolb (34-41).

Nach einem weiteren Interview (mit Martin Stauch) zur Klimaneutralität des Katholikentages folgen die Buchbesprechungen: Günter Wilhelms rezensiert Alexander Filipovićs medienethische Dissertation zur “Öffentlichen Kommunikation in der Wissensgesellschaft” ([da wähle ich jetzt keine Wertung aus, da es sich um mein Buch handelt...]), Axel Bohmeyer bespricht den von M. Dabrowski und J. Wolf herausgegebenen Konferenzband “Aufgaben und Grenzen des Sozialstaates” (die Beiträge “inspirieren zum weiteren [...] Nachdenken”), Klaus Baumann präsentiert seine Einschätzung zu Sabine Schäpers Dissertation zur “Ökonomisierung der Behindertenhilfe” (“leistet sowohl für die Behindertenhilfe [...] als auch für die Theologie einen wichtigen Beitrag”) und Markus Babo äußert sich zur sozialethischen Dissertation von Andreas Fisch mit dem Titel “Menschen in aufenthaltsrechtlicher Illegalität” (“gründlich gearbeitete, kenntnis- und materialreiche Studie”).

Das Heft schließt mit einem Text von Elmar Brok zur europäischen Charta der Grundrechte aus christlicher Sicht und der “Postition” von Elmar Nass zu “Welcher Glaube ist heute gefragt? Anstöße aus der Shell Jugendstudie für das ethische Profil der Kirche”.

Herbstakademie “Globalisierung” in Hohenheim

Hinweis auf die Herbstakademie des wissenschaftlichen Nachwuchses zum Thema „GLOBALISIERUNG – Wie sind politische, ökonomische und ökologische Aspekte der Globalisierung ethisch zu bewerten?“ (20. bis 23. September 2007), Akademie Hohenheim/Stuttgart. Veranstalter ist das Interfakultäre Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) in Tübingen.

Die Veranstaltung richtet sich an Post-DoktorandInnen, DoktorandInnen und fortgeschrittene Studierende im Bereich der Ethik und anderer Disziplinen, in deren Forschungskontext normative Fragen aufgeworfen werden. Diese sind eingeladen, einige Tage intensiv miteinander über Themen zu arbeiten, die für die eigenen (Forschungs-)Arbeiten der Teilnehmenden von Bedeutung sind. Für eine Teilnahme kann man sich noch bis 20. Juli bewerben. Nähere Hinweise im Flyer oder beim IZEW Tübingen.