Archive for the '(christliche) Anthropologie und (Sozial-)Ethik' Category

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Salzburger Hochschulwoche 2008 zum Nachlesen

Wunibald Müller, promovierter Theologe und Diplompsychologe sowie Leiter des Recollectiohauses in Münsterschwarzach, hat seine Vorträge, die er auf der Salzburger Hochschulwoche 2008 gehalten hat, inzwischen in einem kleinen Bändchen veröffentlicht:

Wunibald Müller: Größer als alles aber ist die Liebe. Für einen ganzheitlichen Blick auf Homosexualität, Ostfildern: Matthias-Grünewald-Verlag  der Schwabenverlag AG 2009, 104 Seiten.

Der Band beschäftigt sich mit dem Thema aus psychologischer, biblischer, theologisch-ethischer und pastoralpraktischer Perspektive.

Das besondere Verdienst von Müller ist, dass er die verschiedenen Positionen innerhalb der christlichen Kirchen, nicht allein der katholischen, reflektiert und sachlich fundiert darstellt, ohne in Einseitigkeiten zu verfallen. Der bekannte Autor, der als einer der ersten Theologen im deutschsprachigen Raum zu diesem Thema geforscht und publiziert hat, vermeidet sowohl restriktive Engführungen als auch idealistische Überhöhungen. Wer sich ausgewogen informieren will, um sich dann ein eigenes Urteil zu bilden, ist mit dem vorliegenden, sehr persönlich geschriebenen Bändchen gut beraten. Eine tiefergehende moraltheologische oder lebensformenethische Reflexion bietet der Verfasser allerdings nicht; hierfür muss man an anderer Stelle suchen. 

Am Ende formuliert Müller pastoral ein sehr kluges Fazit: “Stört die Liebe nicht”. Kirchenpolitisch bleiben allerdings durchaus Fragen offen.

Forum Sozialethik 2009: Anthropologie und (christliche) Sozialethik, Call for Papers

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

alle philosophischen Problemstellungen und Disziplinen haben ihren Grund in anthropologischen Fragen, nämlich was wir als Menschen sind bzw. wie wir uns als Menschen verstehen. Es gehört zu den zentralen Aufgaben von handlungsleitenden Disziplinen wie der Ethik, immer auch über ihre impliziten und expliziten anthropologischen Voraussetzungen aufzuklären. Dies gilt umso mehr für die christliche Sozialethik, da für sie das Person-Sein der maßgebliche normative Bezugspunkt allen menschlichen Handelns und aller sozialer Strukturen darstellt. Die Fragen nach dem gerechten und dem guten Leben suchen nach einer entsprechenden Selbstauslegung des Menschen, die sich auch unter den Herausforderungen moderner, funktional ausdifferenzierter Gesellschaften zu bewähren hat.

Das Forum Sozialethik 2009 möchte ermitteln, in welcher Weise die Anthropologie für die gegenwärtige christliche Sozialethik und politische Ethik bedeutsam ist.

Das Vorbereitungsteam (Axel Bohmeyer, Alexander Filipovic, Christoph Krauß, Werner Veith) lädt Interessierte herzlich ein, sich mit einem Beitrag an der Tagung zu beteiligen. Angesprochen sind Nachwuchswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen (Promotion, Habilitation, Privatdozenten und -dozentinnen) sowie fortgeschrittene Studierende des Faches Sozialethik im deutschsprachigen Raum. Vertreterinnen und Vertreter aus benachbarten Disziplinen (Philosophie, Soziologie, Politikwissenschaften usw.) sind herzlich willkommen.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Call for Papers und der Tagungswebsite.

Tagung zu Ethik, Wirtschaft und Anthropologie (ATWT)

Gerne leite ich ein Brief von Veronika Drews (Arbeitskreis für theologische Wirtschafts- und Technikethik, ATWT e.V.) an die Mitglieder des Forums Sozialethik weiter:

Liebe Mitglieder des Forums Sozialethik,

im Interesse eines regen ökumenischen Austausches möchten wir gerne hinweisen auf die Jahrestagung 2009 des Arbeitskreises für theologische Wirtschafts- und Technikethik (ATWT e.V.), die große thematische Nähen zum nächsten Tagungsthema des Forums Sozialethik aufweist. Unser Tagungsthema lautet:

SEI ÖKONOMISCH! Prägende Menschenbilder zwischen Modellbildung und Wirkmächtigkeit 13. bis 14. Februar 2009 in der Ev. Akademie Loccum

Die gesellschaftlichen Reformen vor allem im Bereich der sozialen Sicherungssysteme betonen die Eigenverantwortung des Menschen. „Sei ökonomisch!“ – so scheinen sie uns zuzurufen. Die ATWT-Jahrestagung 2009 hinterfragt das gegenwärtig dominanten Diskursen zugrunde liegende Bild des Menschen kritisch. Aus verschiedenen Perspektiven wird analysiert, ob und inwiefern es eine Dominanz des so genannten „homo oeconomicus“ gibt, dem der Wirtschaftswissenschaft zugrunde liegenden Modell vom Menschen. Ziel ist es, abseits stereotyper Vorurteile die vorhanden anthropologischen Implikationen wahrzunehmen, aus theologischer, ökonomischer und sozialwissenschaftlicher Perspektive kritisch zu diskutieren und Perspektiven für eine integrative Debatte zu entwickeln.

Unsere Referentinnen und Referenten:

  • Dr. Alexander Dietz
  • Prof. Dr. Matthias Erlei
  • Prof. Dr. Joachim Fetzer
  • Prof. Dr. Eilert Herms
  • Rebekka A. Klein
  • Prof. Dr. Hans G. Nutzinger
  • PD Dr. Dr. Nils Ole Oermann
  • Prof. em. Dr. Dr. Hermann Steinkamp

Der ATWT e.V. ist ein Netzwerk für alle, die mit theologischem Bezug an wirtschafts- und technikethischen Fragestellungen arbeiten. Die ATWT-Mitglieder kommen aus unterschiedlichsten Disziplinen aus Geistes-,

Sozial- und Naturwissenschaften, und arbeiten in Wissenschaft, Kirche und Wirtschaft. Der ATWT wurde 1993 als Diskussionsforum für inter-disziplinäre Forschungsarbeiten im Bereich theologischer Wirtschafts- und Technikethik gegründet, seit 1997 ist der Arbeitskreis als gemeinnütziger Verein in Marburg eingetragen.

Mehr über die Tagung sowie den ATWT erfahren Sie im [...] Programm sowie im Internet unter www.atwt.de. Wir laden herzlich zur Teilnahme ein und bitten, weitere Interessierte auf die Tagung aufmerksam zu machen.

Mit besten Grüßen
Veronika Drews

Kontakt: veronika.drews [ät] si-ekd.de

Nächstes Forum Sozialethik zu “Anthroplogie und Sozialethik”

Das Forum Sozialethik 2009 (14.-16. September 2009) widmet sich dem Thema “Anthropologie und (christliche) Sozialethik (Arbeitstitel)”. Zum Vorbereitungsteam gehören Axel Bohmeyer (Berlin), Alexander Filipović (Bamberg), Christoph Krauß (Mainz) und Werner Veith (München). Mit einem Call for Papers ist im Januar 2009 zu rechnen. Weitere Informationen zu der Tagung im Laufe der Zeit hier.

Wer Anmerkungen zum Thema oder Hinweise zur Vorbereitung des Call for Papers hat, schreibt eine Mail an tagungen@forumsozialethik.de. Das Vorbereitungsteam freut sich über Ihre und Eure Beteiligung.