Archive for the 'Bioethik' Category

Stelle in Bochum zu Forschungen in der medizinischen Ethik

An der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bochum, Lehrstuhl für Moraltheologie, ist ab 1.4.2010 folgende Stelle für eine(n) Wissenschaftliche Mitarbeiter/in (WMA entspr. TV-L E 13) zu besetzen:

Ein WMA 50% (Doktorand) oder 100% (Post-doktorand) für 2 Jahre in Kooperationsprojekt mit dem Förderverein Lukas-Hospiz, Herne (Prof. Dr. Alexander Sturm und Prof. Dr. Gerd  Hohlbach), und dem Institut für Medizinische Ethik und Geschichte der Medizin (Prof. Dr. Dr. Jochen Vollmann). Die Möglichkeit zur Promotion wird bei Vorliegen der Voraussetzungen geboten.

Aufgaben: Forschung im Bereich des „end-of- life decision making“

Voraussetzungen: abgeschlossenes Studium Katholische Theologie, Philosophie, Medizin oder Sozialwissenschaft; nachgewiesene Fähigkeit zur interdisziplinären Arbeit. Doppelqualifikation erwünscht.

Weitere Informationen hier.


Stelle in Aachen zur Sterbehilfe

Für das am Institut für Katholische Theologie der Hochschule Aachen (Prof. Lüke) durchgeführte  Forschungsprojekt „Herausforderung Sterbehilfe. Theoretische und praktische Studienhilfen zum Thema Selbstbestimmtes Sterben” ist eine 75%-Stelle ausgeschrieben. Nähere Informationen hier.


Einladung Forum Sozialethik 2008

Liebe Freundinnen und Freunde des Forums Sozialethik!

Sicherheit statt Freiheit? Während sich die beiden Begriffe im aktuellen politischen Diskurs um die innere Sicherheit als Antipoden gegenüberliegen, lassen sie sich doch auch als einander wechselseitig bedingend konzipieren: Freiheit durch Sicherheit, oder aber: Sicherheit durch Freiheit. Risiko wiederum ist – als mögliche Folge von Freiheit – ein Gegenpol zu Sicherheit.

Freiheit – Sicherheit – Risiko: Diese drei Termini lassen sich zudem auf eine ganze Reihe unterschiedlicher gesellschaftlicher Bereiche beziehen und kontrovers diskutieren – und sie lohnen zweifellos eine eingehende und facettenreiche sozialethische Auseinandersetzung.

Das Forum Sozialethik 2008 wendet sich diesen Begriffen, ihrer Zuordnung zueinander und den damit verbundenen gesellschaftlichen Herausforderungen in sozialethischer Perspektive zu. Das Verhältnis der Begriffe wird insbesondere in politisch-ethischer, medizinethischer und wirtschaftsethischer Hinsicht diskutiert.

Die KOMMENDE Dortmund und das diesjährige Vorbereitungsteam laden herzlich ein zum gemeinsamen sozialethischen Diskurs und zu angeregten Diskussionen darüber, welche Bedeutung Konzeptionen von Freiheit und Sicherheit in der Gegenwart haben, wie sie sich gesellschaftlich auswirken und inwiefern sich in sensiblen Bereichen unverkennbar Risikodimensionen ergeben.

Alle Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier.

Johannes Frühbauer
Michael Hörter
Anna Noweck

(Vorbereitungsteam)


Herder Korrespondenz - Ausgabe 4/2008

Titel Herder KorrespondenzDie aktuelle Aprilausgabe der Herder Korrespondenz enthält zwei Bamberger Beiträge, die sozialethisch interessant sind:

Zum einen fragt Heinrich Bedford-Strohm, Direktor der im Januar 2008 an der Universität Bamberg neugeschaffenen Dietrich-Bonhoeffer-Forschungsstelle: “Wie eng ist die Verbindung zwischen Ekklesiologie und Ethik?” (S. 192 - 196). Seine Antwort entwickelt Bedford-Strohm in Auseinandersetzung mit “zwei prominenten ökumenisch relevanten Entwürfen der Sozialethik” (S. 196): Dabei handelt es sich zum einen um die Darstellung seiner Bamberger Kollegin, Marianne Heimbach-Steins, in dem von ihr herausgegebenen Lehrbuch “Christliche Sozialethik” (Regensburg 2004 f.), zum anderen um das Werk “Perspektiven ökumenischer Sozialethik” aus der Feder von Ingeborg Gabriel (katholisch), Ulrich Körtner (evangelisch) und Alexandros Papaderos (orthodox). Bedford-Strohm wendet sich gegen Positionen (z. B. Helge Wulsdorf, Wolfgang Thönissen), die jüngst noch einmal die fortbestehenden fundamentalen Differenzen zwischen katholischer und evangelischer Sozialethik betont haben, beispielsweise im Kirchenverständnis. Der Bamberger Sozialethiker plädiert hingegen für einen verstärkten gemeinsamen Lernprozess. Sein Fazit am Ende: “Ein Blick auf den Pluralismus in der katholischen Ethik und ihr Pochen auf den Sensus fidelium als Quelle der Verbindlichkeit auf der einen Seite und auf die neue Suche nach Verbindlichkeit in der evangelischen Ethik auf der anderen Seite zeigen, dass das wechselseitige Gespräch nicht nur längst begonnen hat, sondern auch schon reife Früchte getragen hat. [...] Es ist Zeit, die Sozialethik und die Ethik überhaupt konsequent als ökumenische Ethik zu begreifen. Der Pluralismus innerhalb der unterschiedlichen konfessionellen Traditionen gibt dazu schon jetzt genügend Ansatzpunkte.” (S. 196).

Zum anderen geht Andreas Lienkamp, Professor für theologisch-ethische Grundlagen Sozialer Arbeit an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin und Habilitand an der Universität Bamberg, unter dem Titel “Ansprüche noch nicht Gezeugter” der Frage nach, ob Generationengerechtigkeit als Staatsziel in das Grundgesetz aufgenommen werden sollte, damit die Rechte künftiger Menschen besser als gegenwärtig geschützt werden können (S. 204 - 208). Der Autor plädiert auf Basis seiner menschenrechtsethischen Überlegungen am Ende dafür, entsprechende Parlamentsinitiativen zu unterstützen und “so zum Abbau eines entscheidenden Strukturdefizits auch der deutschen Demokratie beizutragen” (S. 208). Sicherlich wäre es spannend, die genannte Frage auch noch einmal rechtsethisch und rechtssystematisch zu beleuchten.

Desweiteren findet sich in der genannten Ausgabe der Herder Korrespondenz ein Beitrag von Johannes Reiter zur Frage “Menschenwürde oder Forschungsfreiheit? Die Stammzellforschung bleibt umstritten” (S. 178 - 182). Die drei Akademiedirektoren Joachim Hake (Berlin), Stephan Loos (Hamburg) und Joachim Valentin (Frankfurt a. M.) machen sich Gedanken, über die “Aufgabe katholischer Akademien in säkularen Metropolen” (S. 182 - 187). Lesenswert schließlich noch ein Beitrag von Udo Schnieders zum Fundraising in deutschen Bistümern: “Mehr als kirchliches Spendenwesen” (S. 187 - 192).

Die Herder Korrespondenz erscheint monatlich im Verlag Herder und kostet im Abonnement 10,20 Euro (ermäßigt 8,00 Euro) pro Heft (zzgl. Versandkosten). Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit uner www.herderkorrespondenz. de.


Forum Sozialethik 2008: Freiheit – Sicherheit – Risiko, Call for Papers

[ 8.-10. September 2008 in der Kommende in Dortmund ]

Sicherheit statt Freiheit. – Während sich die beiden Begriffe im aktuellen politischen Diskurs um die innere Sicherheit als Antipoden gegenüberliegen, lassen sie sich doch auch als einander wechselseitig bedingend konzipieren: Freiheit durch Sicherheit, oder aber: Sicherheit durch Freiheit. Risiko wiederum ist – als mögliche Folge von Freiheit – ein Gegenpol zu Sicherheit. Freiheit – Sicherheit – Risiko: Diese drei Termini lassen sich zudem auf eine ganze Reihe unterschiedlicher gesellschaftlicher Bereiche beziehen und kontrovers diskutieren – und sie lohnen zweifellos eine eingehende und facettenreiche sozialethische Auseinandersetzung.

Aus der Perspektive der politischen Ethik und insbesondere der Friedensethik stellt die Debatte um innere Sicherheit einen ersten Fokus dar: Welche Sicherheits- und Freiheitsbegriffe sind hier vorzufinden? Was bedeuten bestimmte Maßnahmen der Terrorismus- und Verbrechensbekämpfung für das Verhältnis von Freiheit, Sicherheit und Risiko? Welche Konzepte gibt es derzeit für internationale Sicherheit und wie sind diese ethisch zu bewerten? Inwieweit sind Grund- und Menschenrechte betroffen und möglicherweise gefährdet? Welche Bezüge ergeben sich dabei zur Asyl- und Migrationsthematik?

Für die Wirtschafts- und Arbeitsethik ist zu fragen: Was besagt der Begriff der sozialen Sicherheit angesichts globaler ökonomischer Prozesse und Dynamiken und der daraus generierten – oftmals auch lokalen – Problemfelder? Und wie verhält sich der Zusammenhang der Begriffe vor dem Anspruch, internationale sowie intergenerationelle Gerechtigkeit herstellen zu wollen?

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9th World Congress of Bioethics

Wer Lust hat, vom 3.-8. September 2008 einen internationalen Kongress zur Bioethik im wunderschönen Kroatien, in Rijeka direkt am Meer zu besuchen, kann sich noch bis zum 1. März auf einen Call of Papers bewerben. Das Programm ist noch nicht online aber von der Breite der Themenvorschläge für den Call scheint es recht umfangreich zu werden.

Informationen finden sich unter http://www.bioethics2008rijeka.info/


Klausurwoche Tübingen: “Der menschliche Körper zwischen Vermarktung und Unverfügbarkeit.”

Vom 20.-27.07. findet am IZEW in Tübingen eine vom BMBF geförderte interdisziplinäre Klausurwoche zum Thema: “Der menschliche Körper zwischen Vermarktung und Unverfügbarkeit. Ethische, rechtliche und soziale Aspekte der Kommerzialisierung des menschlichen Körpers und seiner Teile” statt.

Die Ausschreibung richtet sich an NachwuchswissenschaftlerInnen u. a. der Philosophie, Medizin, Medizingeschichte, Biologie, Theologie, Rechtswissenschaft und Kulturwissenschaft. Die maximal 15 NachwuchswissenschaftlerInnen werden während der Klausrwoche mit renommierte ExpertInnen arbeiten und diskutieren.

Voraussetzung für die Teilnahme ist ein eigener interdisziplinärer Fachbeitrag - dafür gibt es eine Aufwandsentschädigung von 300 Euro sowie die Kostenübernahme von Fahrt und Unterkunft.

Für Rückfragen steht Frau Beate Herrmann (beate.herrmann@uni-tuebingen.de, Tel. 07071/29-77573 (mobil: 0163-3924038) gerne zur Verfügung.

Call for Papers für die Klausurwoche Kommerzialisierung des Körpers