Archive for the 'Allgemein' Category

Ethik und Gesellschaft 2/2016 – Kritik des Helfens

Die neueste Ausgabe der ökumenischen Online-Zeitschrift Ethik und Gesellschaft ist der “Kritik des Helfens” gewidmet.

Geholfen wird in Deutschland und aus Deutschland heraus mannigfaltig – und dies von der Mitte der Gesellschaft her. Von der Entwicklungshilfe bis hin zu den Tafeln erstreckt sich eine breite Landschaft des Helfens. Doch bekanntlich ist gut gewollt noch lange nicht gut gemacht. In diesem Themenheft schaut „Ethik und Gesellschaft“ hinter die Bühne (vor allem) des ehrenamtlichen und freiwilligen Helfens und Spendens und fragt, wem eigentlich wird mit welchen Ergebnissen geholfen. Und: Was  ist gut und was ist gerecht an diesem Helfen?

Die Aufsätze der aktuellen Ausgabe finden sich hier.

Stellenausschreibungen und Promotionsstipendien

Folgende Ausschreibungen haben uns erreicht:

CfP Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften 2017

In der Rubrik „Forschungsbeiträge zur Sozialethik“ des Jahrbuchs für Christliche Sozialwissenschaften erscheinen Beiträge zu einem frei gewählten Thema der Sozialethik. Hierfür können Beiträge zur Publikation eingereicht werden. Diese werden in einem double blind peer review Verfahren begutachtet und ausgewählt. Pro Ausgabe können bis zu drei Beträge berücksichtigt werden.
Einsendeschluss der vollständigen Beiträge in deutscher oder englischer Sprache ist jeweils der 31. Januar, für die nächste Ausgabe der 31.1.2017.
Weitere Informationen finden sich hier sowie im ausführlichen Call.

Stellenausschreibung: Referent_in am Jakobushaus Goslar

An der Akademie des Bistums Hildesheim, dem Jakobushaus in Goslar, ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle einer Referentin/eines Referenten mit dem Schwerpunkt Theologie neu zu besetzen. Zu den Aufgaben gehören unter anderem “die Gestaltung und Weiterentwicklung  […] des Schwerpunktes in Abstimmung mit der Akademieleitung sowie die eigenverantwortliche Planung, Durchführung und Evaluation von akademischen Tagungen und Bildungsveranstaltungen – auch in neuen Formaten”.

Die Ausschreibung richtet sich an studierte, vorzugsweise promovierte Theologinnen und Theologen mit Erfahrungen in Erwachsenenbildung und Tagungsmanagement sowie idealerweise in Öffentlichkeitsarbeit und Drittmitteleinwerbung. Bewerbungsschluss ist der 30.09.2016. Ausführliche Informationen finden sich online in der Stellenausschreibung.

Update: Die Stelle ist erneut ausgeschrieben – Bewerbungsschluss ist der 04.01.2017. Ausführliche Informationen finden sich in der aktualisierten Stellenbeschreibung

Tagungsberichte des Jahrbuchs für Christliche Sozialwissenschaften 57/2016 bereits verfügbar

Ab sofort stehen auf der Homepage des Jahrbuchs für Christliche Sozialwissenschaften Pre-Print-Versionen der Tagungsberichte der kommenden Ausgabe (Bd. 57/2016) zur Verfügung. Damit besteht bereits vor Erscheinen der Printausgabe die Möglichkeit, interessante Einblicke in wissenschaftliche Tagungen der theologischen Sozialethik zu erhalten. Verfügbar sind Berichte über die Tagung der Societas Ethica in Linköping, über das Forum Sozialethik 2015 und über den Kongress der MoraltheologInnen und SozialethikerInnen in Würzburg sowie über das diesjährige Werkstattgespräch der SozialethikerInnen in Berlin.

Ab dem Band 57/2016 hat die Redaktion mit freundlicher Genehmigung des Aschendorff-Verlags die Möglichkeit, Beiträge aus der Rubrik „Berichte und Mitteilungen“ zeitnah und kostenfrei zum Download bereitzustellen.

Den Link zu den Tagungsberichten des kommenden Jahrbuchs finden Sie hier.

CfP: Konferenz der Flüchtlingsforschung 2016

Vom 06.-08.10.2016 findet an der Universität Osnabrück die erste Konferenz der Flüchtlingsforschung statt. Ausgerichtet wird sie vom Netzwerk Flüchtlingsforschung, das seit einigen Jahren über alle Fächergrenzen hinweg Wissenschaftler_innen verbindet, die in oder mit Bezug zu Deutschland an Fragen von Flucht und Migration arbeiten. Sichtbares Ergebnis dieser Netzwerkarbeit ist unter anderem der lesenswerte und regelmäßig aktualisierte FlüchtlingsforschungsBlog.

Die Konferenz umfasst 34 Panels, von denen einige – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der diesjährigen Forumstagung zum Thema Migration – auch für Sozialethiker_innen interessant sein dürften. Darunter befinden sich zwei Panels zu “Flucht und Bildung” (Nr. 12), eines zu ethischen Fragen der Flüchtlingspolitik (Nr. 14) sowie eines zu Flüchtlingsarbeit als Friedensarbeit (Nr. 15).

Abstracts für Vorträge zu einzelnen Panels können noch bis zum 31.03.2016 eingereicht werden. Alle relevanten Informationen dazu sowie eine Liste der Panels enthält der ausführliche Call for Papers; für Nützliches und Wissenswertes zur Tagung gibt es zudem eine eigene Informationsseite.

Verlängerung “Freie Einreichungen” für JCSW 2016

Das Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften akzeptiert weiterhin freie Beiträge für den kommenden Band 57 (2016). Neuer Einsendeschluss ist der 08. April 2016.

In der Rubrik „Freie Einreichungen“ können bis zu drei sozialethische Beiträge, die erfolgreich ein double blind Peer-Review-Verfahren absolviert haben, zu einem frei gewählten Thema veröffentlicht werden.

Mit diesem Call for Papers möchte die Redaktion insbesondere junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ermutigen, die kürzlich ihre Qualifikationsarbeiten eingereicht haben, die Erträge ihrer Forschung in Form eines Aufsatzes dem sozialethisch interessierten Lesepublikum vorzustellen. Kriterium für die Veröffentlichung ist dabei, dass die Überlegungen in dieser Form noch nicht publiziert worden sind.

Das Manuskript ist einzureichen unter jcsw@uni-muenster.de. Hinweise zur Manuskriptgestaltung finden sich hier.

Förderpreis der Kommende Dortmund 2016

Der Förderverein der Kommende Dortmund, das Sozialinstitut des Erzbistums Paderborn, hat erneut den Förderpreis Christliche Sozialethik ausgeschrieben. Die Ausschreibung des Preises in Höhe von 1.500 € richtet sich an Nachwuchswissenschaftler. Die Ausschreibungsfrist endet am 31. März 2014.

Der Preis wird für eine wissenschaftliche Arbeit, die ein gesellschaftliches Thema aus christlich-sozialethischer Perspektive behandelt, ausgeschrieben. Die Arbeit muss für eine Publikation – auch in einer Fachzeitschrift – geeignet und sollte nicht älter als zwei Jahre sein.

Weiteres zum Prozedere und zum auswählenden Gremium findet sich im Flyer.

Ausschreibung: Wissenschaftspreise des Deutschen Caritasverbands

Mit dem Lorenz-Werthmann-Preis werden Dissertationen und Habilitationsschriften sowie Arbeiten mit einem entsprechenden gleichen wissenschaftlichen Niveau ausgezeichnet, die sich mit der Arbeit und Aufgabenstellung der freien Wohlfahrtspflege, der Zusammenarbeit zwischen freier und öffentlicher Wohlfahrtspflege, neuen Ansätzen in der sozialen Arbeit sowie mit caritastheologischen und sozialethischen Themen befassen.
Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Weitere Information sowie das Eingabeformular finden sich hier.
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Der Gertrud-Luckner-Preis ist zum Gedenken an Dr. Gertrud Luckner geschaffen worden. Es werden ausgezeichnet Abschlussarbeiten in Diplom-, Magister-, Bachelor- und Masterstudiengängen an Universitäten und (Fach-) Hochschulen bzw. vergleichbare Arbeiten, die sich mit der Arbeit und Aufgabenstellung der freien Wohlfahrtspflege, der Zusammenarbeit zwischen freier und öffentlicher Wohlfahrtspflege, neuen Ansätzen in der sozialen Arbeit sowie mit caritastheologischen und sozialethischen Themen befassen.
Für den Gertrud-Luckner-Preis können Abschlussarbeiten durch Dozenten/-innen bzw. Professoren/-innen an Universitäten und (Fach-) Hochschulen vorgeschlagen werden. Eigenbewerbungen sind nicht möglich. Wir bitten Sie ganz herzlich geeignete Kandidaten/-innen und Dozenten-/innen sowie Professoren/-innen auf diesen Preis aufmerksam zu machen.
Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert. Weitere Information sowie das Eingabeformular finden sich hier.
Die Eingabefristen für beide Preise enden am 01. März 2016.

Mehr als ein Fall für die Caritas: Stellungnahme zur christlichen Flüchtlingsarbeit

(c) Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) | pixelio.de

Warum sollen Christinnen und Christen sich für Flüchtlinge engagieren? Wie soll dieses Engagement konkret aussehen? Und wie kann die Erfahrung der gegenwärtigen Flüchtlingskrise als „Zeichen der Zeit“ („Gaudium et spes“, Nr. 4) das theologische Denken, Schreiben, Reden und Handeln beeinflussen? Mit diesen Fragen hat sich die auf der Jahrestagung des Forum Sozialethik 2014 gebildete Arbeitsgruppe Friedensethik über mehrere Monate hinweg auseinandergesetzt. Aus den theologischen Reflexionen und praktischen Erfahrungen der AG-Teilnehmer ist ein Positionspapier entstanden, das jetzt als pdf-Datei zum Herunterladen, Nach- und Weiterlesen verfügbar ist.

[…] Zu den wichtigsten Orten einer „großherzigen Nächstenliebe“ („Evangelii gaudium“, Nr. 28) gehört daher die christliche Gemeinde […]. Wie für die individuelle Hilfe gibt es auch im Gemeindebereich bereits viele Vorbilder und inspirierende Beispiele, die zeigen, wie eine – gleich, wie „alte“ oder „junge“, „lebendige“ oder „verstaubte“ – Pfarrgemeinde das Leben der Menschen vor Ort mit dem der Ankommenden verbinden und dadurch neues Er-Leben schaffen kann, das alles andere als lebensfern und oberflächlich ist.

Solch „neues Leben“ zu fördern, ist über die pfarrliche und kommunale Ebene hinaus zudem eine Aufgabe der Bistümer und ihrer Regionen. Vielleicht mag oder kann nicht jeder moderne epískopos es seinen antiken Vorgängern gleich tun und Reisende, sprich Flüchtlinge, im eigenen Haus aufnehmen – aber eine „aktive Flüchtlingspolitik“ betreiben sollten Bischöfe und Bistümer durchaus. Dazu gehören unter anderem die Einrichtung eigener Projekte (einen Überblick mit weiterführenden Links bietet die Deutsche Bischofskonferenz) das Kirchenasyl, die öffentliche Stellungnahme gegen Fremdenhass (Beispiele stammen u. a. vom Berliner Bischof Koch und dem Lingener Pfarrer Brandebusemeyer), aber auch die Unterstützung und notfalls Ermahnung von Gemeinden […].

Veröffentlichung: Gender – Autonomie – Identität

Cover_10641-9_Forum_Sozialethik_15Riedl, Anna Maria / Kroll, Anna / Krause, Felix / Hartlieb, Michael (Hgg.): Gender – Identität – Autonomie. Beobachtungen, Konzepte und sozialethische Reflexionen (= Forum Sozialethik 2015), Münster: Aschendorff 2015.

29,90 Euro

ISBN: 978-3-402-10641-9

Der vorliegende Band greift mit der Reflexion auf die Stichworte Gender – Autonomie – Identität aktuelle soziale Entwicklungen auf, die für einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel stehen: Identitäts- und Rollenmuster sind brüchig geworden, gleichzeitig schienen noch nie so viele autonome Entscheidungen möglich wie heute. Die dabei aufbrechenden Fragen – nach Differenzerfahrungen und Gleichheit, nach Selbst- und Fremdverständnissen, nach sozialen Ein- und Ausgrenzungsmechanismen, nach Autonomie und Identität – werden aus unterschiedlichen Perspektiven und Theorieansätzen als Gerechtigkeitsfragen der Gegenwart identifiziert und treiben so das Projekt einer gendersensiblen, christlichen Sozialethik weiter voran.

Zu bestellen ist der Band  über die Seite des Aschendorff Verlags.

Fachgespräch: Sozialpolitik und Christliche Sozialethik zu Nell-Breunings Zeiten und heute

Herzliche Einladung  zu einem Workshop, mit dem wir am 11. November in Frankfurt Sankt Georgen an den 125. Geburtstag Pater von Nell-Breunings und an den 25. Geburtstag des Nell-Breuning-Instituts erinnern. Statt langweiliger Festreden soll es Diskussionen zum Verhältnis von Sozialpolitik und Christlicher Sozialethik zu Nell-Breunings Zeiten und heute geben. Mit Prof. Dr. Stephan Leibfried konnten wir einen der führenden Sozialwissenschaftler mit dem Forschungsschwerpunkt Sozialpolitik gewinnen – spannend kontroverse Diskussionen sind da vorprogrammiert. Bezugspunkt der Debatte ist auch ein in diesem Sommer erschienenes Buch zu Nell-Breunings Impulsen für die Sozialpolitik,das der Münchener Zeithistoriker Prof. Dr. Hans Günther Hockerts mit herausgegeben hat.

Informationen zur Anmeldung und Ablauf finden Sie hier: Einladung und Programm

Tagung zum Thema “Ende des Wachstums – Arbeit ohne Ende?”

Herzliche Einladung zur 4. Interdisziplinären Fachkonferenz „Die Wirtschaft der Gesellschaft“ der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) und des Nell-Breuning-Instituts am 23./24. September 2015 in Heidelberg. Dieses Mal geht es um die Zukunft der Arbeitsgesellschaft nach dem „Ende des Wachstums“. Weitere Information können dem Tagungsflyer entnommen werden.

Communicatio 2/2015: Glaubwürdigkeit und Vertrauen

Communicatio Socialis„Lügenpresse“ – das Unwort des Jahres 2014 illustriert die Krise, in der traditionelle Medien und Journalist_innen stecken. Wachsende Geschwindigkeit des Informationsflusses und Diversifizierung der Kommunikationsinhalte, -formen und -orte haben die Intensität der öffentlichen Debatte erhöht und zugleich nachhaltig auf die Qualität zurückgewirkt. Konstruktive Medienkritik wird zunehmend von pauschalen Beleidigungen und Verschwörungstheorien übertönt.

Medien haben in einer Mediengesellschaft orientierende und anleitende Funktion und sind daher substantiell auf Vertrauen und Akzeptanz angewiesen. Mit den vielgestaltigen Ursachen dieser Glaubwürdigkeitskrise beschäftigt sich das neue Heft der Communicatio Socialis. Texte von Lutz Hagen, Ulrich Wolf, Patrick Zoll, Petra Hammelmann sowie von dem Autorenteam Tanja Thomas, Elke Grittmann und Fabian Virchow nehmen unter anderen die Themen Medienkritik, Ressourcenkrise, Verschwörungstheorien oder Qualitätsforschung in den Blick.

Das Heft erscheint als Printausgabe und online.

ICS Münster startet die Reihe „Sozialethische Arbeitspapiere“

Mit einer theologischen Stellungnahme zu den Ergebnissen der Außerordentlichen Synode zur Familie eröffnet das ICS Münster die Reihe „Sozialethische Arbeitspapiere des Instituts für Christliche Sozialwissenschaften“. In den „Sozialethischen Arbeitspapieren“, die in loser Folge erscheinen werden, bietet das Team des ICS ethische Analysen zu aktuellen gesellschaftlichen, politischen und kirchlichen Themen an und gibt Impulse für die öffentliche, wissenschaftliche sowie innerkirchliche Debatte.

Das Papier trägt den Titel „Voraussetzungen, Ansätze und Schwierigkeiten der Vermittlung von kirchlicher Lehre und christlicher Praxis“. Seine Analyse fokussiert das Familienbild der Bischöfe, den Umgang mit Homosexualität und gleichgeschlechtlichen Partnerschaften sowie die Wahrnehmung der Gender-Frage. Erträge und Blockaden der bisherigen Diskussion werden im Hinblick auf die bevorstehende Ordentliche Synode im Herbst 2015 erörtert.

Wenn Sie Interesse haben, mit einem Newsletter darüber informiert zu werden, wenn ein neues Papier erschienen ist, schreiben Sie bitte eine kurze Mail an ics@uni-muenster.de (Betreff: Sozialethische Arbeitspapiere).

Das Papier zur Familiensynode ist hier zu finden.