Author Archive for Sebastian Zink

CfP: “Moralities of Warfare and Religion”

Die Frühjahrsausgabe des Journal for Religion and Transformation in Contemporary Society wird sich unter der Herausgeberschaft von Angela Kallhoff (Universität Wien) und Thomas Schulte-Umberg (Universität Wien) dem Spezialthema “Kriegsmoralitäten und Religion” widmen.

Jüngere Forschungen zur Rolle von Religion im Ersten Weltkrieg haben gezeigt, dass diese eine bedeutende Rolle für das Durchhalten sowohl von Kombattanten als Nicht-Kombattanten in der “Urkatastrophe” (George Kennan) des 20. Jahrhunderts spielte. Wie sich aktuell belegen lässt, etwa mit Blick auf Großbritannien, Russland oder die Vereinigten Staaten, ist die Wirkmächtigkeit von Religion im Krieg keineswegs eine Angelegenheit vergangener Zeiten. Um die Rolle von Religion in Kriegen der Gegenwart zu verstehen und zu erklären, sind sowohl langfristige historische Perspektiven als auch bestimmte Entwicklungen des 20. Jahrhunderts zu berücksichtigen.
Zusätzlich zu eingeladenen Autorinnen und Autoren sind Beiträge erbeten, die sich aus historischer, soziologischer oder theologischer Perspektive speziell für das 20. Jahrhundert mit folgenden Themen auseinandersetzen:

  • Kriegsmoralitäten und jüdische Religion,
  • Kriegsmoralitäten und orthodoxes Christentum,
  • Kriegsmoralitäten und nicht-monotheistische Religionen (Buddhismus, Hinduismus …),
  • Kriegsmoralitäten und religiöser Wandel seit den 1960er Jahren.

Überdies ist eine Behandlung des Themas aus einer primär theoretischen Perspektive möglich.

Neben dem Schwerpunktteil gibt es eine Sektion, in der freie Beiträge aufgenommen werden, insofern sie sich thematisch im Bereich des grundlegenden Fokus des Journals bewegen. Diese besteht in der Analyse und Befragung der paradigmatischen Veränderungen in unseren symbolisch-kulturell-religiösen Ordnungen, in juridischen, gesellschaftlich-kulturellen, politischen, theologischen und religionsphilosophischen Herausforderungen und ihren Beziehungen zu religiösen Transformationsprozessen.

Das „Journal for Religion and Transformation in Contemporary Society“ ist eine wissenschaftliche, durch Fachleute geprüfte open-access Zeitschrift, verortet an der Forschungsplattform „Religion and Transformation in Contemporary Society“ der Universität Wien, Österreich.

Bitte senden Sie Titelvorschlag, Abstract (max. 400 Worte) und Lebenslauf (max. 1 Seite) bis 31. März 2017 an thomas.schulte-umberg[at]univie.ac.at. Die Benachrichtigung, dass Sie zur Einreichung eines Beitrags aufgefordert werden, erhalten Sie Anfang April 2017. Der Artikel (in deutscher, englischer oder französischer Sprache) ist bis 31. August 2017 einzureichen. Maximale Länge des Artikels: 20 Seiten (ca. 55.000 Zeichen) einschließlich Fußnoten, Bibliographie und Leerzeichen.
Rückfragen können gerichtet werden an thomas.schulte-umberg[at]univie.ac.at.

Stellenangebot: 3 Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen an der Uni Siegen

Am sozialwissenschaftlichen Seminar der Universität Siegen werden zum 1. Juni drei wissenschaftliche Mitarbeiter/innen (65%) im Rahmen der interdisziplinären Nachwuchsgruppe “Medikalisierung und Psychologisierung sozialer Probleme: Herausforderungen und Chancen für Sozialpolitik” gesucht.

Das Projekt untersucht die Bedeutung medizinischer und psychologischer Erklärungen für Armut, Arbeitslosigkeit und frühkindliche Entwicklung im wissenschaftlichen, medialen und politischen Diskurs. Darüber hinaus werden die Chancen und Risiken dieser Entwicklung für die Sozialpolitik evaluiert.

Ausführliche Informationen finden sich in den Stellenausschreibungen hier, hier und hier.

Bewerbungsschluss ist der 30. März 2017.

Tagung: 7. Heppenheimer Tage zur christlichen Gesellschaftsethik

7. Heppenheimer Tage zur christlichen Gesellschaftsethik.

Zwischen Nächstenliebe und Erwerbsarbeit. Zur prekären Organisation der Altenpflege in Deutschland

Von Fr. 05.05. bis Sa. 06.05.2017 im Haus am Maiberg, Heppenheim (Bergstraße)

Seit den 1970er Jahren macht das Schlagwort vom ‘Pflegenotstand’ auf bis heute ungelöste, ja dramatisch wachsende Problemlagen in der Versorgung alter und kranker Menschen aufmerksam, nicht nur im stationären, sondern auch im ambulanten Bereich. Und diese Problemlagen scheinen sich nicht nur durch die zunehmende Alterung der Gesellschaft, sondern auch in Folge der mit dem Pflegeversicherungsgesetz vom 1995 eingeführten Marktöffnungsprozesse im Sektor der sozialen Dienstleistungen noch deutlich verschärft zu haben.

Vor diesem Hintergrund soll es auf der Tagung um die Frage gehen, wie sich die Situation der – professionellen – Altenpflege in Deutschland historisch entwickelt hat, wie sie sich z. Zt. darstellt, wo spezifische Probleme und Chancen liegen, wie sich die großen gesellschaftlichen player, der Staat, die Wohlfahrtsverbände, die Gewerkschaften und private Dienstleistungsanbieter in diesem Feld positionieren und welche Strategien und Konzepte politisch sinnvoll sein könnten, um die Professionalität der Altenpflege in Deutschland auszubauen und zu befördern.

Das Programm findet sich hier.

Ausschreibung: Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in Universität Bonn

Das Moraltheologische Seminar (Leitung Prof. Dr. Dr. Jochen Sautermeister) der Katholisch-Theologischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in (50%, Laufzeit 3 Jahre), möglichst mit Promotion.

Die Besetzung erfolgt im Rahmen einer für eine Laufzeit von drei Jahren ausgeschriebenen „Arbeitsstelle Christliche Sozialethik unter besonderer Berücksichtigung globaler Herausforderungen“.

Die ausführliche Ausschreibung mit weiteren Informationen findet sich hier. Ausschreibungsschluss ist der 15. März 2017.

Internationale Tagung in Frankfurt: „Leiden in Medizin, Ethik und Theologie“

Vom 8. bis 10. März 2017 findet in Frankfurt/Main eine internationale Tagung zum Thema „Leiden in Medizin, Ethik und Theologie/ Suffering in Medicine, Ethics, and Theology“ statt. Sie wird vom Projekt „Medizinethik in der Klinikseelsorge“ an der Professur Moraltheologie/Sozialethik der GU Frankfurt in Kooperation mit der Loyola University Chicago durchgeführt.

In Medizin, Ethik und Theologie sind ganz unterschiedliche Vorstellungen und Konzepte vom menschlichen Leiden präsent – sie reichen von Schmerzen über Leiden an Einsamkeit, Sinnlosigkeit und Endlichkeit bis hin zur religiösen Semantik des Leidens, in der von Leiden und Mitleiden Gottes die Rede ist. In Medizinethik und Klinikseelsorge treffen diese unterschiedlichen Konzepte gewissermaßen aufeinander. Die häufig nicht expliziten Annahmen über Sinn und Grenzen menschlichen Leidens werden im pluralen Krankenhauskontext, wo eine Vielzahl von religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen aufeinander treffen, herausgefordert.

Welches Verständnis von Leiden ist in den disziplinären Zugängen von Medizin, Ethik und Theologie gegenwärtig und als Aufforderung zu welchem Handeln wird es aufgefasst? Welche Konflikte ergeben sich aus unterschiedlichen Behandlungs- und Begleitungskonzepten und wie sollte mit ihnen reflektiert umgegangen werden?

In einem internationalen und interdisziplinären wissenschaftlichen Gespräch möchte die Tagung die medizinethische Diskussion über das Verstehen, Behandeln und Begleiten menschlichen Leidens fortführen.

Weitere Informationen und Anmeldung: http://tagung-medizinethik2017.uni-frankfurt.de

Ethik und Gesellschaft 2/2016 – Kritik des Helfens

Die neueste Ausgabe der ökumenischen Online-Zeitschrift Ethik und Gesellschaft ist der “Kritik des Helfens” gewidmet.

Geholfen wird in Deutschland und aus Deutschland heraus mannigfaltig – und dies von der Mitte der Gesellschaft her. Von der Entwicklungshilfe bis hin zu den Tafeln erstreckt sich eine breite Landschaft des Helfens. Doch bekanntlich ist gut gewollt noch lange nicht gut gemacht. In diesem Themenheft schaut „Ethik und Gesellschaft“ hinter die Bühne (vor allem) des ehrenamtlichen und freiwilligen Helfens und Spendens und fragt, wem eigentlich wird mit welchen Ergebnissen geholfen. Und: Was  ist gut und was ist gerecht an diesem Helfen?

Die Aufsätze der aktuellen Ausgabe finden sich hier.

CfP Forum Sozialethik 2017: “Christliches Abendland”? Zerfallserscheinungen in Europa als Herausforderung Christlicher Sozialethik

Forum Sozialethik

Das Projekt Europa ist in der Krise: Der Brexit, die Finanzkrise, die mangelnde Einigkeit in der Migrationspolitik oder undurchsichtige Bürokratien sind Herausforderungen, die zur Spaltung Europas geführt haben bzw. diese vertiefen. Hinzu kommen rechtspopulistische Bewegungen und Parteien, die sich als legitime Repräsentationsmedien eines „wahren Volkswillens“ verstehen und sich zur Stimme derer machen, die sich von Abstiegsängsten bedroht fühlen. Politische Kräfte in verschiedenen Ländern Europas können bei ihrem mit Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus geführten Kampf um das so genannte „Christliche Abendland“ teilweise beachtliche Erfolge verbuchen.

Europa und der europäische Einigungsprozess dienen jedoch vor allem der Entwicklung und Sicherung des Friedens, die heute keineswegs selbstverständlich, sondern vielfältig bedroht sind. Die Krisen Europas und das Erstarken antieuropäischer Kräfte verlangen deshalb nach grundlegender Analyse und sozialethischer Reflexion.

Das Vorbereitungsteam lädt Interessierte herzlich ein, sich mit einem Beitrag am Forum Sozialethik 2017 (18.-20.09.2017) zu beteiligen und anhand der eigenen Forschung Fragen zu den Herausforderungen Europas zu diskutieren. Die genannten Fragen sind hierbei lediglich als erste Anregungen zu verstehen. Angesprochen sind Nachwuchswissenschaftler und -wissenschaft­lerinnen (Promotion, Habilitation) sowie fortgeschrittene Studierende des Faches Sozialethik im deutschsprachigen Raum. Vertreterinnen und Vertreter aus benachbarten Disziplinen (Philosophie, Politikwissenschaft, Soziologie usw.) sind herzlich willkommen. Das Forum pflegt einen Werkstattcharakter, d.h. dass besonderer Wert auf den freien wissenschaftlichen Austausch gelegt wird.

Nähere Informationen sowie weiterführende inhaltliche Impulse sind dem Call for Papers zu entnehmen. Der Call ist geöffnet bis zum 3. April 2017.

Alle weiteren Informationen auf der Tagungswebsite.

Nachwuchsworkshop: Gefordert – Gefördert – Geschafft

Am 17. und 18. März findet in der Katholischen Akademie in Bayern (München) der Nachwuchsworkshop “Gefordert – Gefördert – Geschafft. Chancen und Wege für den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Katholischen Theologie” statt.

Von jeher gehört die Theologie zu den klassischen Disziplinen der Universität. An deutschen Universitäten und Hochschulen ist die Katholische Theologie mit neunzehn Fakultäten und mehr als dreißig Einrichtungen der Lehrerbildung breit vertreten. Über 350 Professorinnen und Professoren, über 200 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zahlreiche Theologinnen und Theologen, die in Drittmittelprojekten engagiert sind, sind an den Hochschulen tätig. Sie forschen, sie bilden aus, sie sind international gefragt. Sie stehen im Dialog mit anderen Wissenschaftsbereichen, mit Kirche und Gesellschaft. Bei allem gesellschaftlichen Interesse an religiösen und theologischen Fragestellungen ist allerdings Gegenwind zu spüren: Die Stellung der Theologie im Haus der Wissenschaften wird genauso Thema wie die Zahl der Studierenden oder deren weitere berufliche Möglichkeiten. So fragen sich viele, ob es sinnvoll sei, eine wissenschaftliche Laufbahn in der Theologie zu planen. Wie wird man aber Theologieprofessor bzw. -professorin? Welche Förderungsmöglichkeiten gibt es? Welche beruflich adäquaten Möglichkeiten bestehen, wenn man keinen Lehrstuhl bekommt? Lohnt sich der Weg dann trotzdem? Diesen und anderen Fragen will die Tagung nachgehen. Alle, die in Theologie promovieren oder sich mit dem Gedanken einer Habilitation tragen, sind bei der Tagung herzlich willkommen!

Weitere Informationen, Programm und Anmeldemöglichkeiten (bis 3. Februar 2017) finden sich hier.

Ausschreibung: wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in ICEP Berlin

Zum nächstmöglichen Zeitpunkt sucht das ICEP Berlin eine/n wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in in der Geschäftsstelle (50%), befristet zur Mutterschutz und ggf. zur Elternzeitvertretung.

Das Aufgabengebiet umfasst insbesondere die Betreuung der Geschäftsstelle und Koordination des Geschäftsbetriebs des ICEP, die Vertretung des ICEP innerhalb und außerhalb der Hochschule, die Betreuung und Pflege des Webauftritts des ICEP sowie des Fachportals EthikDiskurs und Gestaltung der Öffentlichkeitsarbeit des Instituts sowie die redaktionelle Betreuung des Online-Fachjournals EthikJournal sowie weiterer Publikationen.

Die ausführliche Stellenausschreibung findet sich hier. Bewerbungsschluss ist der 30. November.

CfP Salzburg Conference in Interdisciplinary Poverty Research

Der Centre for Ethics and Poverty Research an der Universität Salzburg veranstaltet am 21./22. September 2017 eine Konferenz mit dem Schwerpunktthema “Religion and Poverty”.

Hierzu wurde nun ein Call for Papers veröffentlicht, der evtl. auch für Sozialethiker und Sozialethikerinnen interessant sein könnte. Einsendeschluss ist der 31. März 2017. Nähere Informationen zur Tagung auf der Tagungshomepage.

“Immer nur das eine? – Sexualität und Medien” – Communicatio Socialis 3/2016

ComSoc-3_2016-Umschlag-197x300Ethische Perspektiven auf das Verhältnis von Sexualität und Medien präsentiert das aktuelle Heft von Communicatio Socialis. Das Heft ist online erschienen; einige Texte sind frei erreichbar. „Germany’s Next Topmodel“ ist ebenso Thema wie die Berichterstattung über die Kölner Sylvesternacht. – Communicatio Socialis ist eine Zeitschrift für Medienethik und Kommunikation in Kirche und Gesellschaft.

Medienethischer Schwerpunkt: Sexualität und Medien

Mit sexualisierenden Darstellungsweisen im Kinder- und Jugendfernsehen befasst sich Maya Götz. Anhand verschiedener Studien zu Formaten wie „Germany’s Next Topmodel“ zeigt sie auf, welche Folgen Hypersexualisierung insbesondere für junge Zuschauerinnen hat. Zwischen Jugendmedienschutz und „Porno-Kompetenz“ (frei als Leseprobe!): Der Umgang Jugendlicher mit sexuellen Unterhaltungsangeboten steht bei Andreas Büsch und Benedikt Geyer im Fokus. Es folgt eine Studie, die sich mit der medialen Berichterstattung über sexuelle Gewalt der Kölner Sylvesternachtbefasst.

Petra Hemmelmann war bei „Dr. Sommer“: Sabine Kadolph, seit 25 Jahren Mitglied des Dr. Sommer-Teams von „Bravo“, berichtet über Aufklärung früher und heute. Den Abschluss des Schwerpunktes markiert Renate Hackel-de Latour in einem Überblick zu den Hintergründen und Chancen des Vorhabens zu einem Verbot sexistischer Werbung.

Kommunikation in Kirche und Gesellschaft

Hatto v. Hatzfeld berichtet nicht nur über eine Petition für die freie Verbreitung der revidierten
Einheitsübersetzung, sondern liefert Hintergründe zu den Verbreitungsbedingungen der Bibel im historischen Wandel. Manuela Pilters beleuchtet in einer Innensicht die Reihe „37 Grad“ im ZDF: „37 Grad inszeniert und skriptet nicht.“

Das neue Heft ist ab sofort online abrufbar. Die Artikel können auch einzeln erworben werden. Wie gewohnt erscheint die neue Ausgabe auch in gedruckter Form. Die Zeitschrift Communicatio Socialis wird  im verzögerten Open Access publiziert: 12 Monate nach Erscheinen eines Artikels ist er frei im Netz zugänglich.

CfP Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften 2017

In der Rubrik „Forschungsbeiträge zur Sozialethik“ des Jahrbuchs für Christliche Sozialwissenschaften erscheinen Beiträge zu einem frei gewählten Thema der Sozialethik. Hierfür können Beiträge zur Publikation eingereicht werden. Diese werden in einem double blind peer review Verfahren begutachtet und ausgewählt. Pro Ausgabe können bis zu drei Beträge berücksichtigt werden.
Einsendeschluss der vollständigen Beiträge in deutscher oder englischer Sprache ist jeweils der 31. Januar, für die nächste Ausgabe der 31.1.2017.
Weitere Informationen finden sich hier sowie im ausführlichen Call.

Tagung: Verantwortung erzählen am KSI Köln

Ein kluger Mensch lernt aus seinen Erfahrungen. Ein weiser aus den Erfahrungen anderer.

Was ist dran an dieser Redewendung? Welche Wirkung haben die Erzählungen anderer auf unser Handeln, unsere moralischen Haltungen und unsere Wertvorstellungen? Und nicht zuletzt: Welchen Mehrwert bietet ein narrativer Ethikansatz, der auf biographische Modelle, Erfahrungen und Lebenszeugnisse Bezug nimmt und Verantwortungsübernahme fördern möchte?

Auf der Tagung „Verantwortung erzählen“ am Katholisch-Sozialen Institut der Erzdiözese Köln vom 9.-10.11.2016 soll diesen Fragen am Beispiel sozialethischer Themen auf den Grund gegangen werden. Dabei werden auch Lebensgeschichten von Menschen zur Sprache kommen, die sich auf unterschiedliche Weise für ein gelingendes Zusammenleben einsetzen; sie lassen uns teilhaben an ihren Erfahrungen und dem Modell, wie konkret Verantwortung übernommen werden kann.

Programm und Anmeldemöglichkeit finden sich hier.

 

Veröffentlichung: Demokratie und Partizipation im 21. Jahrhundert

Cover_10644-9_Forum_Sozialethik_17Fischer, Luisa / Zink, Sebastian / Wahl, Stephanie A. / Henkel, Christian (Hgg.): Demokratie und Partizipation im 21. Jahrhundert (= Forum Sozialethik 17), Münster: Aschendorff 2016.

19,80 Euro

ISBN: 978-3-402-10644-0

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts scheint die Demokratie in eine Krise geraten zu sein. In den etablierten liberalen Demokratien des globalen Westens zeigt sich dies vor allem in der steigenden Anzahl derjenigen, die sich nicht mehr an Wahlen und traditionellen Partizipationsprozessen repräsentativer Demokratien beteiligen. Gleichzeitig sind Forderungen nach mehr Transparenz und Beteiligungsmöglichkeiten in so unterschiedlichen Kontexten wie etwa den Protesten gegen städtebauliche Großprojekte, der weltweiten Occupy-Bewegung, in national-populistisch ausgerichteten Bewegungen in ganz Europa oder im Zusammenhang mit sich ausweitenden digitalen Möglichkeiten unüberhörbar.
Der Befreiungsphilosoph Enrique Dussel hat mit seiner Aussage „Alles Politische beginnt (und endet) mit der Partizipation“ auf den zentralen Stellenwert der Partizipation für die Demokratie hingewiesen. Nimmt man dies ernst, so zwingen die gegenwärtigen Entwicklungen zu einer erneuten Auseinandersetzung um die Zukunft von Demokratien sowie um die Möglichkeiten und Bedingungen von Partizipation in der Demokratie.
Die Beiträge des vorliegenden Tagungsbandes nehmen sich dieser Herausforderung aus der Perspektive einer Christlichen Sozialethik an. Die Fülle der unterschiedlichen Herangehensweisen und Schwerpunktsetzungen macht dabei deutlich, dass es sich dabei im Rahmen einer anwendungsbezogenen politischen Ethik um ein komplexes Gefüge unterschiedlichster Herausforderungen handelt, für die keine einfachen und eindeutigen Lösungen postuliert werden können.
Die Vielfalt der im vorliegenden Band versammelten Ansätze zeigt freilich auch, wie im wissenschaftlichen Diskurs um die Beantwortung drängender Fragen der Gegenwart gerungen wird. Das Forum Sozialethik gewährleistet seit nunmehr 25 Jahren einen solchen Rahmen insbesondere für Nachwuchswissenschaftler_Innen der Christlichen Sozialethik und benachbarter Disziplinen. Aus Anlass dieses Jubiläums wurden in den Tagungsband auch zwei Beiträge aufgenommen, die Gründung und geschichtliche Entwicklung des Forums reflektieren und als gelungenes Partizipationsprojekt im Rahmen der Wissenschaftscommunity ausweisen.

Ausschreibung: Wissenschaftliche_r Mitarbeiter_in an der WWU Münster

Am Seminar für Fundamentaltheologie und Religionsphilosophie der Katholisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität ist mit Dienstbeginn erwünscht zum 01. Januar (bis spätestens 01. April 2017) die Stelle eines behinderten wissenschaftlichen Mitarbeiters einer behinderten wissenschaftlichen Mitarbeiterin (50 % TV-L 13) für die Dauer von 3 Jahren zu besetzen. Die Stelle steht im Zusammenhang mit dem Promi-Projekt der Universität Köln in Zusammenarbeit mit dem BMAS zur beruflichen Förderung behinderter Menschen. Zusätzlich zur laut Stellenprofil vorgesehenen Weiterqualifizierung im Rahmen einer Promotion unterstützt die betreffende Person das Seminar für Fundamentaltheologie und Religionsphilosophie mit begabungsorientierten Tätigkeiten im Umfang von 8 Stunden pro Woche.

Gesucht wird eine anerkannt schwerbehinderte Person, die derzeit arbeitslos oder akut von Arbeitslosigkeit bedroht ist und die sich im Bereich katholischer Theologie an der WWU in Münster mit einer Promotion in Katholischer Theologie für den ersten Arbeitsmarkt weiter qualifizieren möchte. Favorisiert wird ein Thema aus dem Bereich »Leben in und mit spezifischen Grenzen«, das die Frage der Inklusion von Menschen mit spezifischen Einschränkungen aus theologischer Perspektive thematisiert. Aufgrund der Lokalisation der Stelle am Seminar für Fundamentaltheologie und Religionsphilosophie sollte zudem idealerweise ein thematischer Schwerpunkt im Bereich der Systematischen Theologie und / oder der Philosophie gegeben sein. Diese Präferenz hindert nicht an Bewerbungen in anderen Themenzuschnitten und (theologischen) Fächern. Ein bereits laufendes Promotionsverfahren kann leider nicht berücksichtigt werden.

Bewerbungsschluss ist der 31.10.2016. Ausführliche Informationen finden sich in der Stellenbeschreibung.