Author Archive for Sebastian Zink

CfP: Praktische Philosophie?

Für Kurzentschlossene hier ein Call des Zentrums für Ethik und Armutsforschung an der Universität Salzburg für eine Tagung am 3./4. Oktober 2013 mit dem Titel “Praktische Philosophie?”. Der Call richtet sich explizit an Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler und ist noch bis 15. Juni (!!!) geöffnet.

Angesichts der vielfältigen Probleme und Veränderungen in der heutigen Zeit drängen sich Fragen nach dem, was und wie es sein soll (sei es der Mensch, sein Handeln, die Gesellschaft, der Staat etc) auf, deren Beantwortung den Aufgabenhorizont der praktischen Philosophie abstecken, wenn auch die aristotelische Unterscheidung zwischen praktischer und theoretischer Philosophie vielfach unterlaufen, verwischt oder aufgehoben wird. Die Inhalte und Methoden der praktischen Philosophie sind dabei so unterschiedlich wie wohl noch niemals zuvor in der Geschichte dieser Disziplin: klassische Herangehensweisen (aristotelische, kantische, analytische, phänomenologische), neue Zugänge (postmoderne, marxistische, feministische, kritische, neo-xxx), alte Themen (das Gute, Gerechtigkeit, Krieg) und neue Probleme (Klima, Globalisierung, Medizin, Biotechnologie).

Ein Element der Tätigkeit des praktischen Philosophierens ist dabei jedoch unverändert: die Notwendigkeit (und hoffentlich auch die Freude) des Austausches mit anderen, die Diskussion und das kritische Gespräch mit Kolleg_innen. Dafür bedarf es jedoch geeigneter Formen und Foren, um auch den engeren Kreis der unmittelbaren Umgebung zu überschreiten, auf Neues zu stoßen und sich selbst einzubringen. Wir sehen hier eine Lücke im deutschsprachigen philosophisch-akademischen Raum, in der sich nur sehr wenige Konferenzen und Tagungen offen und explizit an Nachwuchswissenschafter_innen (broadly construed) richten und ihnen und ihren Projekten, Ideen und Arbeiten Zeit und Raum geben.

Nähere Informationen sowie der Call finden sich auf den Seiten des Instituts.

CfP: Medien, Ethik und Geschlecht

Die Jahrestagung 2014 des Netzwerks Medienethik am 13./14.02.2014 in München steht unter dem Thema “Medien, Ethik und Geschlecht”.

In diesem Rahmen geht es um Gerechtigkeit und Vielfalt in der Medienwelt. Der Bogen spannt sich von praktischen Fragen etwa der Beteiligung von Frauen an der Medienproduktion bis hin zu theoretischen Überlegungen zur Verbindung von  feministischer Ethik und Medienethik.

Das Vorbereitungsteam lädt herzlich ein zur Beteiligung am entsprechenden Call for Papers (geöffnet bis zum 15.10.2013). Nähere Informationen gibt es auf der Tagungswebsite.

CfP: Feministische Kritik und Menschenrechte

Der Arbeitskreis Politik und Geschlecht der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft veranstaltet vom 14.-15. Februar 2014 in Erlangen seine Jahrestagung zum Thema “Feministische Kritik und Menschenrechte”. Dazu erging ein Call for Papers, der auch für Sozialethiker und Sozialethikerinnen interessant sein könnte.

Die Tagung will sich den feministischen Kontroversen und Ansätzen zu Menschenrechten widmen, um sowohl bestehende Konfliktfelder als auch Potentiale einer menschenrechtsorientierten feministischen Theorie und Praxis aufzuzeigen. Da sich die Menschenrechte in einem komplexen Spannungsverhältnis zwischen Theorie, Politik und Recht bewegen, wird die Tagung eine interdisziplinäre Perspektive einnehmen. Wir freuen uns über theoretische und praxisorientierte Beiträge aus allen Disziplinen (wie aus der Politikwissenschaft, Soziologie, Philosophie, Rechtswissenschaft, Pädagogik, Geschichte und aus angrenzenden Feldern, ebenso wie aus den Queer Studies, der postkolonialen Theorie und Intersektionalitätsforschung).
Der Call ist offen bis zum 31. Juli 2013. Den ausführlichen CfP-TExt sowie weitere Informationen finden sich auf der Homepage des Arbeitskreises (Rubrik “Tagungen & Calls”).

Neue Buchreihe des ICS Münster

Ab diesem Frühjahr wird am Institut für Christliche Sozialwissenschaften (ICS) Münster die neue Buchreihe “Gesellschaft – Ethik – Religion. Schriften des Instituts für Christliche Sozialwissenschaften. Neue Folge (GER)” herausgegeben.

Die Reihe erscheint im Schöningh-Verlag und setzt unter neuem Namen die traditionsreichen “Schriften des Instituts für Christliche Sozialwissenschaften” fort. Damit soll ein neuer Rahmen für Tagungsbände, herausragende Qualifikationsschriften und Monographien aus dem Bereich der Christlichen Sozialethik / Sozialwissenschaften bereitgestellt werden.

In der Perspektive der Sozialethik und ihrer Bezugswissenschaften sollen ethisch herausfordernde Fragen der modernen Gesellschaft fachlich kompetent und multidisziplinär bearbeitet werden: Das Spektrum konkreter sozialwissenschaftlicher und sozialphilosophischer Problemstellungen reicht dabei von Nachhaltigkeit im Umgang mit natürlichen Lebensgrundlagen über drängende Gerechtigkeitsherausforderungen bis hin zu Wertekommunikation unter den Bedingungen weltanschaulicher Pluralität. Ebenso können Beiträge zur sozialethischen Grundlagenforschung – Paradigmen ethischer Argumentation, Quellen, Begründungsmuster und Gesprächsfähigkeit religiös gebundener und säkularer Ethik – Aufnahme in die neue Reihe finden.

Als erster Band erschien vor wenigen Wochen die Dokumentation der Tagung zum 60jährigen Bestehen des ICS im Oktober 2011 unter dem Titel:

Heimbach-Steins-Marianne (Hg.): Ressourcen – Lebensqualität – Sinn. Gerechtigkeit für die Zukunft denken, Paderborn 2013.

Der Reihenflyer mit weiteren in Planung befindlichen Bänden findet sich hier.

Tagung: Pragmatismus und/oder Theorie sozialer Praktiken?

Das Erfurter Max-Weber-Kolleg veranstaltet am 24./25. Mai eine Tagung zu “Pragmatismus und/oder Theorie sozialer Praktiken? Potentiale einer Theoriedifferenz”.

(Sozial)ethische Theorien und Überlegungen sehen sich häufig dem Vorwurf ausgesetzt, zu sehr von der Annahme eines rationalen Handlungsakteurs auszugehen. In Bereich der Soziologie wird dieser Problematik u.a. mit der Diskussion um “soziale Praktiken” begegnet.

Sie rückt das Moment des nichtreflektierten Handelns in den Vordergrund; die Körperlichkeit des Handelns; die Rolle der Dingwelt in Prozessen sozialer Ordnungsbildung. Damit zielt sie darauf, die handelnden ‚Subjekte‘ ihrerseits als soziale Produkte zu begreifen.

Die Tagung will diese Konzeption nun mit pragmatischen Denktraditionen zusammenbringen und fragen:

Welche Potentiale und welche Grenzen der pragmatistischen Perspektive zeigen sich, wenn man sie mit der Debatte über ‚soziale Praktiken‘ konfrontiert? Bieten diese Perspektiven Konzepte an, die einander ergänzen und sich verbinden lassen? Gibt es bereits Ansätze einer geglückten Verbindung? Wo handelt es sich um unvereinbare Theorieoptionen, deren Kenntnis aber zur Schärfung der Konzepte und zur Klärung der möglichen Theoriestrategien beiträgt?
Der Flyer der Tagung mit Programm und Anmeldungsmöglichkeiten findet sich hier.

 

Ausschreibung Juniorprofessur Theologische Ethik Bochum

Zum 01.03.2014 ist an der Ruhr-Universität Bochum eine W1-Juniorprofessur (mit Tenure Track nach W2) für das Fach Theologische Ethik zu besetzen.

Der/die zukünftige Stelleninhaber/in soll das Gebiet der Theologischen Ethik (zunächst Moraltheologie und langfristig auch Christliche Gesellschaftslehre) in Forschung und Lehre vertreten. Neben einer moraltheologischen Qualifikation wird die Ausbildung eines sozialethischen Schwerpunktes im Rahmen der Juniorprofessur erwartet. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit im Rahmen der Forschungsschwerpunkte in Fragen der Medizinethik sowie der Philosophischen Ethik sind erwünscht.

Nähere Informationen finden sich hier.

Bewerbungsschluss ist der 20.06.2013.

Sozialethische Gespräche 2013

Am 14. und 15. Juni finden die diesjährigen Sozialethischen Gespräche der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle in Mönchengladbach statt.

Unter dem Titel “Was hält Europa zusammen?” soll sich der Frage angenähert werden, welche kulturellen Grundlagen Europa bestimmen und welchen Beitrag eine Christliche Sozialethik zu dieser Thematik leisten kann.

Details zu Programm, Anmeldung und organisatorischen Fragen finden sich hier.

Neuer Blog: Philosophie indebate

Auch das Forschungsinstitut für Philosophie in Hannover beteiligt sich als katholische Institution seit einigen Wochen mit einem Blog an den philosophischen Debatten im digitalen Raum. Die Initiatoren “möchten damit zum gemeinsamen Philosophieren einladen” und freuen sich auf Kommentare, Anregungen und Kritik.

Der Blog findet sich unter www.philosophie-indebate.de.

Fünf Promotionsstellen am Exzellenzkluster “Religion und Politik” (Münster)

In der Graduiertenschule des Exzellenzclusters „Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und Moderne“ an der Universität Münster sind zum 1. Oktober 2013 bis zu fünf Stellen für Doktorand/innen zu besetzen. Am Exzellenzcluster sind die Fächer Geschichte, katholische, evangelische und islamische Theologie, Rechtswissenschaften, Islamwissenschaft, Judaistik, Ägyptologie, Philosophie, Ethnologie, Politikwissenschaft, Religionssoziologie und verschiedene Philologien beteiligt. Der Cluster umfasst die Forschungsfelder ‚Normativität‘, ‚Medialität‘, ‚Integration‘ und ‚Gewalt‘.

Nähere Informationen zum Bewerbungsverfahren, zu den Promotionsstellen sowie zu den konkreten Inhalten der Forschungsfelder finden sich hier.

Die Stellen haben einen Umfang von 50% und sind auf zwei Jahre befristet (mit der Option einer Verlängerung um ein Jahr). Bewerbungsschluss ist der 15. Mai 2013.

Neue Online-Projekte: EthikDiskurs und EthikJournal

Das Berliner Institut für christliche Ethik und Politik (ICEP) hat im Laufe der letzten Wochen zwei interessante, eng miteinander verzahnte Online-Projekte gestartet.

EthikDiskurs versteht sich als Online-Portal für Ethik im Sozial- und Gesundheitswesen. Es richtet sich v.a. an Fachpersonen aus der Praxis, Lehrende und Studierende der Sozialen Arbeit, der Heilpädagogik, der Altenpflege und angrenzender sozialer und therapeutischer Professionen. Das Portal unterstützt den fachlichen Austausch über ethische Fragen der sozialprofessionellen Praxis und fördert den Transfer und die Weiterentwicklung von institutionalisierten Methoden ethischer Reflexion z.B. der ethischen Fallberatung.

Konkret bietet das Portal acht “Einstiege”:

  • eine Onlinebibliografie mit Zeitschriftenartikeln und Grauer Literatur,
  • Fallkommentare,
  • Good-Practice Beispiele,
  • ein Facharbeitenarchiv,
  • ein Forschungsprojektarchiv,
  • themenspezifisches Hintergrundmaterial (Studien, Stellungnahmen, Leitfäden, Arbeitsmaterialien, Audio- und Videodateien),
  • hilfreiche AnsprechpartnerInnen und
  • Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen und Fortbildungen.

 

EthikJournal ist eine neue Online-Zeitschrift für Ethik im Sozial- und Gesundheitswesen.

Mit theoretischen Grundlagentexten und handlungsorientierten Beiträgen möchte das Journal zu einem lebendigen Diskurs über ethische Fragen und normative Grundlagen sozialer Professionen beitragen.

Die Erstausgabe ist seit 15. April 2013 online und greift in fünf Beiträgen das Thema “Legitimation(en) sozialprofessionellen Handelns” auf:

  • Elisabeth Conradi (Stuttgart): Ethik im Kontext sozialer Arbeit
  • Susanne Dungs (Feldkirchen in Kärnten): Die Legitimität “aufheben”. Zum Problem der normativen Begründung sozialprofessionellen Handelns
  • Andreas Lob-Hüdepohl (Berlin): “People first”. Die Mandatsfrage sozialer Professionen aus moralphilosophischer Sicht
  • Wolfgang Maaser (Bochum): Sozialarbeiterische Profession im Spannungsfeld von normativem Selbstverständnis und sozialstaatlicher Beauftragung
  • Michael Opielka (Jena/Berlin): Sozialethische und sozialpolitische Perspektiven

Ist Ethik teilbar?

Das erste Koblenzer Hochschulforum beschäftigt sich am 5. Juni 2013 mit der sehr grundsätzlichen wirtschaftsethischen Fragestellung “Ist Ethik teilbar? Wert und wertorientiertes Wirtschaften”.

Angesichts der Finanzkrise(n) sollen der Zusammenhang von Ethik, Wirtschaft und Sozialem beleuchtet und in Workshops auf die Umsetzung in der Praxis von Unternehmen aus der (Sozial-)Wirtschaft überprüft werden.

Amosinternational 1/2013 – “Weltweite Bevölkerungsentwicklung”

Die neueste Ausgabe von Amosinternational beschäftigt sich mit der weltweiten Bevölkerungsentwicklung. Das stetige Wachstum der Weltbevölkerung sowie die damit verbundenen Probleme von Ressourcenknappheit und Urbanisierung bilden den Ausgangspunkt für sozialethische Überlegungen. Auch eine feministische Perspektive auf Handlungsoptionen im Bereich der Bevölkerungspolitik darf nicht fehlen. Abgerundet wird das Schwerpunktthema durch die Dokumentation einiger Auszüge aus der Stellungnahme der Deutschen Bischöfe (Kommission Weltkirche) von 1993 zum Thema.

Die aktuelle Ausgabe von Amosinternational kann im Buchhandel, über den Aschendorff-Verlag, Münster (www.aschendorff-buchverlag.de) oder über das Sozialinstitut Kommende Dortmund für 12,90 Euro erworben werden. Ältere Hefte sind ebenfalls für 12,90 Euro zu erwerben. Der Preis für das Jahresabonnenment (vier Hefte) beträgt aktuell 49,80 Euro (auch online bestellbar).

 

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Internationale Tagung: Ethische Fragen der Behinderung

Organisiert vom Europäischen Zentrum für Lehre und Forschung in der Ethik wird vom 10. bis 13. April eine große internationale Tagung zum Thema “Ethische Fragen der Behinderung” durchgeführt. Konferenzsprachen sind Französisch, Deutsch und Englisch.

Nähere Informationen zum Programm sowie zu den Anmeldemodalitäten finden sich auf der Homepage des Zentrums.

Promotionsstelle Medienethik in Tübingen

In der neuen Tübinger Nachwuchsforschungsgruppe „Medienethik in interdisziplinärer Perspektive – Werte und sozialer Zusammenhalt in neuen öffentlichen Räumen“ (IZEW Tübingen) ist zum frühestmöglichen Zeitpunkt eine Promotionsstelle (Entgeltgruppe ½ E 13 TV-L) zu vergeben.

Aus der Ausschreibung:

Die 2013 am IZEW neu eingerichtete Nachwuchsforschungsgruppe untersucht die Auswirkungen neuer Formen der öffentlichen Kommunikation auf Werte und Normen. Ziel ist eine interdisziplinär fundierte Ausarbeitung zur Bedeutung und Begründung von Konzepten von Solidarität und sozialem Zusammenhalt im medienethischen Kontext. Die Dissertation soll sich teils empirisch mit der Rolle von Informationstechniken für Prozesse der gesellschaftlichen Integration beschäftigen. In diesem Zusammenhang sind u. a. Fragen der Identitätsentstehung, der Garantie von Vertraulichkeit, der Authentizität sowie der Rolle von Reputationssystemen und Algorithmen von Bedeutung.

Bewerbungen mit einer Skizze der Forschungsideen (3 Seiten) der Bewerberin/des Bewerbers und den üblichen Unterlagen werden in elektronischer Form bis zum 1.4.2013 erbeten. Nähere Informationen dazu in der Ausschreibung (deutsch / englisch). Nachfragen sind zu richten an Jessica Heesen.

CfP Societas Ethica 2013: Climate Change, Sustainability and an Ethics of an Open Future

Vom 22.-25. August 2013 findet in Soesterberg in den Niederlanden die diesjährige Societas Ethica statt. Zum Thema Climate Change, Sustainability and an Ethics of an Open Future wurde wieder ein Call for Papers verschickt. Deadline ist der 31. März.

Nähere Informationen finden sich hier.