Author Archive for Sebastian Zink

Internationale Tagung in Frankfurt: „Leiden in Medizin, Ethik und Theologie“

Vom 8. bis 10. März 2017 findet in Frankfurt/Main eine internationale Tagung zum Thema „Leiden in Medizin, Ethik und Theologie/ Suffering in Medicine, Ethics, and Theology“ statt. Sie wird vom Projekt „Medizinethik in der Klinikseelsorge“ an der Professur Moraltheologie/Sozialethik der GU Frankfurt in Kooperation mit der Loyola University Chicago durchgeführt.

In Medizin, Ethik und Theologie sind ganz unterschiedliche Vorstellungen und Konzepte vom menschlichen Leiden präsent – sie reichen von Schmerzen über Leiden an Einsamkeit, Sinnlosigkeit und Endlichkeit bis hin zur religiösen Semantik des Leidens, in der von Leiden und Mitleiden Gottes die Rede ist. In Medizinethik und Klinikseelsorge treffen diese unterschiedlichen Konzepte gewissermaßen aufeinander. Die häufig nicht expliziten Annahmen über Sinn und Grenzen menschlichen Leidens werden im pluralen Krankenhauskontext, wo eine Vielzahl von religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen aufeinander treffen, herausgefordert.

Welches Verständnis von Leiden ist in den disziplinären Zugängen von Medizin, Ethik und Theologie gegenwärtig und als Aufforderung zu welchem Handeln wird es aufgefasst? Welche Konflikte ergeben sich aus unterschiedlichen Behandlungs- und Begleitungskonzepten und wie sollte mit ihnen reflektiert umgegangen werden?

In einem internationalen und interdisziplinären wissenschaftlichen Gespräch möchte die Tagung die medizinethische Diskussion über das Verstehen, Behandeln und Begleiten menschlichen Leidens fortführen.

Weitere Informationen und Anmeldung: http://tagung-medizinethik2017.uni-frankfurt.de

Ethik und Gesellschaft 2/2016 – Kritik des Helfens

Die neueste Ausgabe der ökumenischen Online-Zeitschrift Ethik und Gesellschaft ist der “Kritik des Helfens” gewidmet.

Geholfen wird in Deutschland und aus Deutschland heraus mannigfaltig – und dies von der Mitte der Gesellschaft her. Von der Entwicklungshilfe bis hin zu den Tafeln erstreckt sich eine breite Landschaft des Helfens. Doch bekanntlich ist gut gewollt noch lange nicht gut gemacht. In diesem Themenheft schaut „Ethik und Gesellschaft“ hinter die Bühne (vor allem) des ehrenamtlichen und freiwilligen Helfens und Spendens und fragt, wem eigentlich wird mit welchen Ergebnissen geholfen. Und: Was  ist gut und was ist gerecht an diesem Helfen?

Die Aufsätze der aktuellen Ausgabe finden sich hier.

CfP Forum Sozialethik 2017: “Christliches Abendland”? Zerfallserscheinungen in Europa als Herausforderung Christlicher Sozialethik

Forum Sozialethik

Das Projekt Europa ist in der Krise: Der Brexit, die Finanzkrise, die mangelnde Einigkeit in der Migrationspolitik oder undurchsichtige Bürokratien sind Herausforderungen, die zur Spaltung Europas geführt haben bzw. diese vertiefen. Hinzu kommen rechtspopulistische Bewegungen und Parteien, die sich als legitime Repräsentationsmedien eines „wahren Volkswillens“ verstehen und sich zur Stimme derer machen, die sich von Abstiegsängsten bedroht fühlen. Politische Kräfte in verschiedenen Ländern Europas können bei ihrem mit Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus geführten Kampf um das so genannte „Christliche Abendland“ teilweise beachtliche Erfolge verbuchen.

Europa und der europäische Einigungsprozess dienen jedoch vor allem der Entwicklung und Sicherung des Friedens, die heute keineswegs selbstverständlich, sondern vielfältig bedroht sind. Die Krisen Europas und das Erstarken antieuropäischer Kräfte verlangen deshalb nach grundlegender Analyse und sozialethischer Reflexion.

Das Vorbereitungsteam lädt Interessierte herzlich ein, sich mit einem Beitrag am Forum Sozialethik 2017 (18.-20.09.2017) zu beteiligen und anhand der eigenen Forschung Fragen zu den Herausforderungen Europas zu diskutieren. Die genannten Fragen sind hierbei lediglich als erste Anregungen zu verstehen. Angesprochen sind Nachwuchswissenschaftler und -wissenschaft­lerinnen (Promotion, Habilitation) sowie fortgeschrittene Studierende des Faches Sozialethik im deutschsprachigen Raum. Vertreterinnen und Vertreter aus benachbarten Disziplinen (Philosophie, Politikwissenschaft, Soziologie usw.) sind herzlich willkommen. Das Forum pflegt einen Werkstattcharakter, d.h. dass besonderer Wert auf den freien wissenschaftlichen Austausch gelegt wird.

Nähere Informationen sowie weiterführende inhaltliche Impulse sind dem Call for Papers zu entnehmen. Der Call ist geöffnet bis zum 3. April 2017.

Alle weiteren Informationen auf der Tagungswebsite.

Nachwuchsworkshop: Gefordert – Gefördert – Geschafft

Am 17. und 18. März findet in der Katholischen Akademie in Bayern (München) der Nachwuchsworkshop “Gefordert – Gefördert – Geschafft. Chancen und Wege für den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Katholischen Theologie” statt.

Von jeher gehört die Theologie zu den klassischen Disziplinen der Universität. An deutschen Universitäten und Hochschulen ist die Katholische Theologie mit neunzehn Fakultäten und mehr als dreißig Einrichtungen der Lehrerbildung breit vertreten. Über 350 Professorinnen und Professoren, über 200 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zahlreiche Theologinnen und Theologen, die in Drittmittelprojekten engagiert sind, sind an den Hochschulen tätig. Sie forschen, sie bilden aus, sie sind international gefragt. Sie stehen im Dialog mit anderen Wissenschaftsbereichen, mit Kirche und Gesellschaft. Bei allem gesellschaftlichen Interesse an religiösen und theologischen Fragestellungen ist allerdings Gegenwind zu spüren: Die Stellung der Theologie im Haus der Wissenschaften wird genauso Thema wie die Zahl der Studierenden oder deren weitere berufliche Möglichkeiten. So fragen sich viele, ob es sinnvoll sei, eine wissenschaftliche Laufbahn in der Theologie zu planen. Wie wird man aber Theologieprofessor bzw. -professorin? Welche Förderungsmöglichkeiten gibt es? Welche beruflich adäquaten Möglichkeiten bestehen, wenn man keinen Lehrstuhl bekommt? Lohnt sich der Weg dann trotzdem? Diesen und anderen Fragen will die Tagung nachgehen. Alle, die in Theologie promovieren oder sich mit dem Gedanken einer Habilitation tragen, sind bei der Tagung herzlich willkommen!

Weitere Informationen, Programm und Anmeldemöglichkeiten (bis 3. Februar 2017) finden sich hier.

Ausschreibung: wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in ICEP Berlin

Zum nächstmöglichen Zeitpunkt sucht das ICEP Berlin eine/n wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in in der Geschäftsstelle (50%), befristet zur Mutterschutz und ggf. zur Elternzeitvertretung.

Das Aufgabengebiet umfasst insbesondere die Betreuung der Geschäftsstelle und Koordination des Geschäftsbetriebs des ICEP, die Vertretung des ICEP innerhalb und außerhalb der Hochschule, die Betreuung und Pflege des Webauftritts des ICEP sowie des Fachportals EthikDiskurs und Gestaltung der Öffentlichkeitsarbeit des Instituts sowie die redaktionelle Betreuung des Online-Fachjournals EthikJournal sowie weiterer Publikationen.

Die ausführliche Stellenausschreibung findet sich hier. Bewerbungsschluss ist der 30. November.

CfP Salzburg Conference in Interdisciplinary Poverty Research

Der Centre for Ethics and Poverty Research an der Universität Salzburg veranstaltet am 21./22. September 2017 eine Konferenz mit dem Schwerpunktthema “Religion and Poverty”.

Hierzu wurde nun ein Call for Papers veröffentlicht, der evtl. auch für Sozialethiker und Sozialethikerinnen interessant sein könnte. Einsendeschluss ist der 31. März 2017. Nähere Informationen zur Tagung auf der Tagungshomepage.

“Immer nur das eine? – Sexualität und Medien” – Communicatio Socialis 3/2016

ComSoc-3_2016-Umschlag-197x300Ethische Perspektiven auf das Verhältnis von Sexualität und Medien präsentiert das aktuelle Heft von Communicatio Socialis. Das Heft ist online erschienen; einige Texte sind frei erreichbar. „Germany’s Next Topmodel“ ist ebenso Thema wie die Berichterstattung über die Kölner Sylvesternacht. – Communicatio Socialis ist eine Zeitschrift für Medienethik und Kommunikation in Kirche und Gesellschaft.

Medienethischer Schwerpunkt: Sexualität und Medien

Mit sexualisierenden Darstellungsweisen im Kinder- und Jugendfernsehen befasst sich Maya Götz. Anhand verschiedener Studien zu Formaten wie „Germany’s Next Topmodel“ zeigt sie auf, welche Folgen Hypersexualisierung insbesondere für junge Zuschauerinnen hat. Zwischen Jugendmedienschutz und „Porno-Kompetenz“ (frei als Leseprobe!): Der Umgang Jugendlicher mit sexuellen Unterhaltungsangeboten steht bei Andreas Büsch und Benedikt Geyer im Fokus. Es folgt eine Studie, die sich mit der medialen Berichterstattung über sexuelle Gewalt der Kölner Sylvesternachtbefasst.

Petra Hemmelmann war bei „Dr. Sommer“: Sabine Kadolph, seit 25 Jahren Mitglied des Dr. Sommer-Teams von „Bravo“, berichtet über Aufklärung früher und heute. Den Abschluss des Schwerpunktes markiert Renate Hackel-de Latour in einem Überblick zu den Hintergründen und Chancen des Vorhabens zu einem Verbot sexistischer Werbung.

Kommunikation in Kirche und Gesellschaft

Hatto v. Hatzfeld berichtet nicht nur über eine Petition für die freie Verbreitung der revidierten
Einheitsübersetzung, sondern liefert Hintergründe zu den Verbreitungsbedingungen der Bibel im historischen Wandel. Manuela Pilters beleuchtet in einer Innensicht die Reihe „37 Grad“ im ZDF: „37 Grad inszeniert und skriptet nicht.“

Das neue Heft ist ab sofort online abrufbar. Die Artikel können auch einzeln erworben werden. Wie gewohnt erscheint die neue Ausgabe auch in gedruckter Form. Die Zeitschrift Communicatio Socialis wird  im verzögerten Open Access publiziert: 12 Monate nach Erscheinen eines Artikels ist er frei im Netz zugänglich.

CfP Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften 2017

In der Rubrik „Forschungsbeiträge zur Sozialethik“ des Jahrbuchs für Christliche Sozialwissenschaften erscheinen Beiträge zu einem frei gewählten Thema der Sozialethik. Hierfür können Beiträge zur Publikation eingereicht werden. Diese werden in einem double blind peer review Verfahren begutachtet und ausgewählt. Pro Ausgabe können bis zu drei Beträge berücksichtigt werden.
Einsendeschluss der vollständigen Beiträge in deutscher oder englischer Sprache ist jeweils der 31. Januar, für die nächste Ausgabe der 31.1.2017.
Weitere Informationen finden sich hier sowie im ausführlichen Call.

Tagung: Verantwortung erzählen am KSI Köln

Ein kluger Mensch lernt aus seinen Erfahrungen. Ein weiser aus den Erfahrungen anderer.

Was ist dran an dieser Redewendung? Welche Wirkung haben die Erzählungen anderer auf unser Handeln, unsere moralischen Haltungen und unsere Wertvorstellungen? Und nicht zuletzt: Welchen Mehrwert bietet ein narrativer Ethikansatz, der auf biographische Modelle, Erfahrungen und Lebenszeugnisse Bezug nimmt und Verantwortungsübernahme fördern möchte?

Auf der Tagung „Verantwortung erzählen“ am Katholisch-Sozialen Institut der Erzdiözese Köln vom 9.-10.11.2016 soll diesen Fragen am Beispiel sozialethischer Themen auf den Grund gegangen werden. Dabei werden auch Lebensgeschichten von Menschen zur Sprache kommen, die sich auf unterschiedliche Weise für ein gelingendes Zusammenleben einsetzen; sie lassen uns teilhaben an ihren Erfahrungen und dem Modell, wie konkret Verantwortung übernommen werden kann.

Programm und Anmeldemöglichkeit finden sich hier.

 

Veröffentlichung: Demokratie und Partizipation im 21. Jahrhundert

Cover_10644-9_Forum_Sozialethik_17Fischer, Luisa / Zink, Sebastian / Wahl, Stephanie A. / Henkel, Christian (Hgg.): Demokratie und Partizipation im 21. Jahrhundert (= Forum Sozialethik 17), Münster: Aschendorff 2016.

19,80 Euro

ISBN: 978-3-402-10644-0

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts scheint die Demokratie in eine Krise geraten zu sein. In den etablierten liberalen Demokratien des globalen Westens zeigt sich dies vor allem in der steigenden Anzahl derjenigen, die sich nicht mehr an Wahlen und traditionellen Partizipationsprozessen repräsentativer Demokratien beteiligen. Gleichzeitig sind Forderungen nach mehr Transparenz und Beteiligungsmöglichkeiten in so unterschiedlichen Kontexten wie etwa den Protesten gegen städtebauliche Großprojekte, der weltweiten Occupy-Bewegung, in national-populistisch ausgerichteten Bewegungen in ganz Europa oder im Zusammenhang mit sich ausweitenden digitalen Möglichkeiten unüberhörbar.
Der Befreiungsphilosoph Enrique Dussel hat mit seiner Aussage „Alles Politische beginnt (und endet) mit der Partizipation“ auf den zentralen Stellenwert der Partizipation für die Demokratie hingewiesen. Nimmt man dies ernst, so zwingen die gegenwärtigen Entwicklungen zu einer erneuten Auseinandersetzung um die Zukunft von Demokratien sowie um die Möglichkeiten und Bedingungen von Partizipation in der Demokratie.
Die Beiträge des vorliegenden Tagungsbandes nehmen sich dieser Herausforderung aus der Perspektive einer Christlichen Sozialethik an. Die Fülle der unterschiedlichen Herangehensweisen und Schwerpunktsetzungen macht dabei deutlich, dass es sich dabei im Rahmen einer anwendungsbezogenen politischen Ethik um ein komplexes Gefüge unterschiedlichster Herausforderungen handelt, für die keine einfachen und eindeutigen Lösungen postuliert werden können.
Die Vielfalt der im vorliegenden Band versammelten Ansätze zeigt freilich auch, wie im wissenschaftlichen Diskurs um die Beantwortung drängender Fragen der Gegenwart gerungen wird. Das Forum Sozialethik gewährleistet seit nunmehr 25 Jahren einen solchen Rahmen insbesondere für Nachwuchswissenschaftler_Innen der Christlichen Sozialethik und benachbarter Disziplinen. Aus Anlass dieses Jubiläums wurden in den Tagungsband auch zwei Beiträge aufgenommen, die Gründung und geschichtliche Entwicklung des Forums reflektieren und als gelungenes Partizipationsprojekt im Rahmen der Wissenschaftscommunity ausweisen.

Ausschreibung: Wissenschaftliche_r Mitarbeiter_in an der WWU Münster

Am Seminar für Fundamentaltheologie und Religionsphilosophie der Katholisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität ist mit Dienstbeginn erwünscht zum 01. Januar (bis spätestens 01. April 2017) die Stelle eines behinderten wissenschaftlichen Mitarbeiters einer behinderten wissenschaftlichen Mitarbeiterin (50 % TV-L 13) für die Dauer von 3 Jahren zu besetzen. Die Stelle steht im Zusammenhang mit dem Promi-Projekt der Universität Köln in Zusammenarbeit mit dem BMAS zur beruflichen Förderung behinderter Menschen. Zusätzlich zur laut Stellenprofil vorgesehenen Weiterqualifizierung im Rahmen einer Promotion unterstützt die betreffende Person das Seminar für Fundamentaltheologie und Religionsphilosophie mit begabungsorientierten Tätigkeiten im Umfang von 8 Stunden pro Woche.

Gesucht wird eine anerkannt schwerbehinderte Person, die derzeit arbeitslos oder akut von Arbeitslosigkeit bedroht ist und die sich im Bereich katholischer Theologie an der WWU in Münster mit einer Promotion in Katholischer Theologie für den ersten Arbeitsmarkt weiter qualifizieren möchte. Favorisiert wird ein Thema aus dem Bereich »Leben in und mit spezifischen Grenzen«, das die Frage der Inklusion von Menschen mit spezifischen Einschränkungen aus theologischer Perspektive thematisiert. Aufgrund der Lokalisation der Stelle am Seminar für Fundamentaltheologie und Religionsphilosophie sollte zudem idealerweise ein thematischer Schwerpunkt im Bereich der Systematischen Theologie und / oder der Philosophie gegeben sein. Diese Präferenz hindert nicht an Bewerbungen in anderen Themenzuschnitten und (theologischen) Fächern. Ein bereits laufendes Promotionsverfahren kann leider nicht berücksichtigt werden.

Bewerbungsschluss ist der 31.10.2016. Ausführliche Informationen finden sich in der Stellenbeschreibung.

Tagung: Religions go green – Natur und Umwelt in den Religionen

Vom 7. bis 9. Oktober 2016 veranstaltet die Katholische Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart eine Tagung zu Natur und Umwelt in den Religionen.

Der Einsatz für Belange der Natur ist ein gemeinsames Anliegen der Religionen. Aufgrund ihrer jeweiligen Traditionen, Schriften, Lehren und Moralvorstellungen haben diese je besondere Perspektiven und Motivationen. Mit philosophischen und politischen Ansätzen haben diese vielfach Berührungspunkte, aber auch spezifische Eigenheiten und können nicht zuletzt in besonderem Maße den kritischen Blick für mögliche Einseitigkeiten schärfen und zu einem Einsatz motivieren, der über theoretische Begründungen hinausreicht. Die Tagung wird die unterschiedlichen religiösen Hintergründe sondieren im Blick auf Ansätze für heutiges Umwelthandeln, auch in gemeinsamer Perspektive etwa im Sinne eines “ökologischen Weltethos”.

Einbezogen sind zum einen Experten aus unterschiedlichen Disziplinen, welche die globale Agenda ebenso bearbeiten wie die spezifischen Herausforderungen im europäischen und deutschen Kontext. Zum anderen treten wir ins Gespräch mit Vertretern religiös motivierter Umweltbewegungen, wie sie zuletzt entstanden sind mit “Jews go green” oder der Organisation “HIMA e.V.”, die für eine neue Bewegung des Einsatzes für Umwelt und Naturschutz aus jüdischer bzw. islamischer Perspektive stehen.

Das detaillierte Tagungsprogramm sowie nähere Informationen finden sich hier.

Fachtagung: Crowdworking und Gerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt

Internetplattformen bieten inzwischen unzählige Jobs für Menschen, die Arbeit schnell und billig anbieten. Sowohl Start-ups als auch große Unternehmen greifen mittlerweile selbstverständlich auf diese Crowdworker zu. Welche Konsequenzen ergeben sich aus dieser Entwicklung für den Arbeitsmarkt, für Berufsfelder und für Arbeitnehmer? Neben der Frage, ob dies u. U. Arbeitsplätze (in Deutschland) kostet, werden auch elementare Errungenschaften des Sozialstaates tangiert: Es gibt weder eine soziale Absicherung, noch tarifgebundene Löhne oder Arbeitszeitregelungen. Auch die gewerkschaftliche Organisation der Arbeitnehmer wird stark erschwert. Wie können gerechte Arbeitsbedingungen für diese Art von Arbeit aussehen und wie müssten sie gestaltet werden?

Diese und weitere Fragen sollen am 19. und 20.09. auf einer interdisziplinären Fachtagung im Franz-Hitze-Haus (Münster) diskutiert werden.

Nähere Informationen und Anmeldemöglichkeit finden sich auf der Tagungsseite. Dort ist auch das detaillierte Programm einsehbar.

Tagung KSI: Umweltbewahrung und Nachhaltigkeit

Die Folgen der ökologischen Krise sind an vielen Stellen spürbar und werden sich in Zukunft noch verschärfen. Alle Menschen sind dazu aufgerufen, umzudenken. Die Problematik ist vielschichtig, schnelle Lösungen sind nicht zu erwarten. Die Arbeitsgemeinschaft “Christlich-muslimischer Dialog zu sozialethischen Fragen” am Katholisch-sozialen Institut der Erzdiözese Köln will hier gemeinsam einen ersten Schritt gehen.

Die Arbeitsgemeinschaft lädt ein zu einer christlich-islamischen Fachtagung zum Thema “Umweltbewahrung und Nachhaltigkeit”. Besonders richtet sich die Tagung auch an Studierende und Nachwuchswissenschaftler/-innen und möchte dazu anregen, dass sie sich mit ihrer Meinung und ihren Ideen in die öffentliche Diskussion einbringen.

Die Veranstaltung zielt auf aktive Mitwirkung der Teilnehmenden. Insbesondere beim “Offenen Forum” möchten wir Teilnehmenden den Raum geben, ihre eigenen Themen und Projekte vorzustellen. Bei Interesse ist ein kurzes Abstract an schroeder@ksi.de zu senden.

Das ausführliche Programm und weitere Informationen finden sich auf dem Veranstaltungsflyer.

“Auf Kuschelkurs? – Medien und Sport” – Communicatio Socialis 2/2016

Titelseite-2_2016-197x300Medienethische Fragen im Verhältnis von Sport und Medien sind das Thema des aktuellen Hefts von Communicatio Socialis (Heft 2/2016). Das Heft ist online erschienen, einige Texte sind frei erreichbar.

Medienethischer Schwerpunkt: Sport und Medien

Der Sport ist ein riesiges Geschäft – und die Sportberichterstattung ist ein Teil dieses Business. Das Heft befasst sich mit dem Forschungsfeld Sportkommunikation (Beitrag von Holger Ihle,  frei als Leseprobe), insbesondere mit seinen problematischen Seiten. Jörg-Uwe Nieland schreibt über Ethik in der Sportkommunikation, Thomas Horky und THomas Hestermann über die Bedeutung vereinseigener Medien. Den Abschluss des Schwerpunktes setzt Regina Greck mit einem Artikel zu den Olympischen Winterspielen 2014.

Kommunikation in Kirche und Gesellschaft und weitere Aufsätze

In einem philosophisch-ethischen Beitrag situiert Christiane Schöttler die digitale Selbstvermessung (etwa durch Fitnessarmbänder) zwischen Emanzipation und digitaler Überwachung. Hermann Kirchmann schreibt über Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des evangelischen Wohlfahrtsverbands Deutschlands (Diakonie).

Das neue Heft ist ab sofort online abrufbar. Die Artikel können auch einzeln erworben werden. Wie gewohnt erscheint die neue Ausgabe auch in gedruckter Form. Die Zeitschrift Communicatio Socialis wird  im verzögerten Open Access publiziert: 12 Monate nach Erscheinen eines Artikels ist er frei im Netz zugänglich.