Das Forum Sozialethik feierte sein Jubiläum: Zum zwanzigsten Mal trafen sich auf Einladung der Initiative ‚Forum Sozialethik’ und der Kommende Dortmund dieses Jahr wieder junge SozialethikerInnen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum um ihre Gedanken und Ansätze zu einem sozialethisch zentralen Thema auszutausc
hen. Unterstrichen von der eindringlichen Botschaft des aktuellen Berichts zum Stand der Milleniumsentwicklungsziele wurde das Thema „Ethik der Entwicklung“ von den verschiedensten Perspektiven beleuchtet und umfassend diskutiert.
In seinem Einführungsvortrag referierte Johannes Frühbauer über entwicklungstheoretische Perspektiven im Anschluss an Thomas Pogge und betonte damit vor allem die systemische Dimension von absoluter Armut. Sein Vortrag lieferte einen umfassenden sozialethischen Einblick in die Probleme und Vorschläge der Armuts- und Entwicklungsdebatte und setzte mit dem systemischen Ansatz Pogges einen Impuls, der in etlichen weiteren Referaten aufgegriffen wurde. In den drei anschließenden Foren wurden parallel (a) der interkulturelle Beitrag andinischer Ethik zur Entwicklungsdiskussion (Michelle Becka und Irene Tokarski), (b) die Bedeutung von Kinderrechten in der EU-Entwicklungszusammenarbeit zwischen Fürsorge und Kindesautonomie (Anna Maria Riedl), sowie (c) die Art und Weise, wie Entwicklung den sozialen Raum bearbeitet und Sozialkapital beeinflusst (Thomas Wienhardt) diskutiert.
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