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Stellenausschreibung am Institut für Sozialethik der Universität Wien (“Praedoc”)

An der Universität Wien ist zum 01.10.2011 die Stelle eines/r  Universitätsassistenten/-tin (praedoc)  am Institut für Sozialethik bis zum 30.9.2015 zu besetzen.

Ende der Bewerbungsfrist: 12.06.2011

Aus der Ausschreibung:  “Ihre Aufgaben:
Ihr Aufgabenbereich umfasst die Mitarbeit bei Lehrveranstaltungen des Instituts, insbesondere bei der Durchführung
von Seminarveranstaltungen; die Unterstützung der Vorbereitung von Forschungsanträgen und Institutsprojekten,
die Mitarbeit bei Publikationen, Literaturrecherchen und ihre Auswertung; sowie die selbständige Erstellung einer
Dissertation im Fach Sozialethik und die Mitarbeit bei administrativen Aufgaben am Institut.

Ihr Profil:
Einstellungsbedingungen sind ein abgeschlossenes Studium der Katholischen Theologie, sehr gute Englisch-
Kenntnisse, hohe mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit, Teamfähigkeit, sowie didaktische Fähigkeiten.

Erforderlich sind weiters sehr gute Kenntnisse im Bereich der Sozialethik sowie Erfahrungen im Bereich der
Organisation von wissenschaftlichen Tagungen und gute Kenntnisse einer weiteren modernen Fremdsprache.
Erwartet wird wissenschaftliches Interesse an den Forschungsschwerpunkten des Instituts, z. Z. insbesondere
Menschenrechte und Christentum (Kirchen), sowie Religionen  (vor allem Islam), teils Wirtschaftsethik. Kandidaten,
die über einschlägige Zusatzqualifikationen für diese Schwerpunkte verfügen, respektive ein Dissertationsprojekt in
einem dieser Bereiche anstreben, werden bevorzugt.

Forschungsfächer:  Theologie/Christliche Soziallehre (Musskriterium)
Ausbildungen:   Universität/Geisteswissenschaften/Theologie (Musskriterium)
Sprachkenntnisse:   Exzellente Kenntnisse in Englisch: Lesen, Verstehen, Sprechen, Schreiben (Musskriterium)
EDV:    MS Office (Musskriterium)
Link zur  vollständigen Ausschreibung: http://ktf.univie.ac.at/

Call zum Workshop Ethik 2011

workshopethiklogoVom 16. bis zum 16. März 2011 findet wieder der Workshop Ethik in Arnoldshain statt. Diesmal lautet das Thema: “Was eigentlich ist Gerechtigkeit?” Abstracts werden bis zum 01.12. 2010 erbeten. Der Workshop ist immer eine gute Möglichkeit, eigene Thesen in freundlichem Rahmen zur Diskussion zu stellen. Näheres ist bitte dem Call zu entnehmen.

Bericht vom 8. Workshop Ethik „Moralische Gefühle und moralischer Realismus – Wirklichkeit und Erkennbarkeit der Moral“.

Von Volker Drell

Vom 16. – 18. März fand im Martin-Niemöller Haus in Arnoldshain der Workshop Ethik statt. Veranstalter waren das Zentrum Rabanus Maurus, das Nell-Breunig-Institut, die Evangelische Akademie Arnoldshain und das Forschungsinstitut für Philosophie Hannover. Der diesjährige Workshop Ethik stand unter dem Titel „Moralische Gefühle und moralischer Realismus – Wirklichkeit und Erkennbarkeit der Moral“. Vor allem Nachwuchswissenschaftler/innen nutzten die Gelegenheit, um vor mehr als 40 Kollegen und Interessierten ihre aktuellen Projekte vorzustellen und intensiv zu diskutieren.

Die inhaltliche Breite reichte von autorenbezogenen Vorträgen zu Peter Stemmer, David Hume, Max Scheler und Philippa Foot über allgemeinere Fragstellungen des Neosentimentalismus und der Erkennbarkeit von Moralnormen bis hin zu Anwendungsfragen, die beispielsweise eine metaethische Reflexion der ethischen Expertise in Ethikkommissionen betrafen.

Die Rekonstruktion der Wirklichkeit moralischer Gefühle wurde vor allem mit anthropologischen und phänomenologischen Ansätzen versucht. Im zweiten thematischen Schwerpunkt wurde die Debatte um den moralischen Realismus durchaus kontrovers geführt. Der Abendvortrag von Peter Schaber (Zürich) bot hierfür durch die klare Argumentation für eine realistische Position einen pointierten Einstieg. So gelang es, trotz einiger kurzfristiger, krankheitsbedingter Absagen, alle vorgesehenen Aspekte zu behandeln und schließlich zusammenzuführen.

Auch aufgrund der durchweg guten Atmosphäre während und nach den Diskussionen herrschte am Ende der fast dreitägigen Veranstaltung bei den Teilnehmer/innen das Gefühl vor, zahlreiche Anregungen und Impulse für die eigene Arbeit bekommen zu haben.