KNA-Interview mit Dietmar Mieth

Die Bilanz des Theologen und Sozialethikers Dietmar Mieth zum Rückzug aus der aktiven Lehrtätigkeit möchte ein Interview mit der KNA präsentieren. Die letzte Frage zielt auf den Unterschied von theologischer und nicht-theologischer Ethik. Mieths Antwort:

“Eine theologische Ethik sollte sich dadurch auszeichnen, dass sie ein schnell ansprechendes Gespür für neu auftauchende ethische Fragen, insbesondere für Ungerechtigkeiten, einbringt. Sie ist eine starkes Eingangsmotiv für die Entdeckung von Verantwortung in einer sich schnell verändernden Welt. Ferner gehört dazu ein tiefes Bewusstsein von Endlichkeit und Fehlerfähigkeit des Menschen sowie die Frage nach Sinn und Grenzen von Ethik überhaupt. Schließlich kann sie sich nicht nur am Schreibtisch bewähren: Mithandeln stärkt das Mitdenken. Das alles lässt sich im christlichen Menschenbild zusammenfassen.” (Quelle)

1 Response to “KNA-Interview mit Dietmar Mieth”


  • Dr. Axel Bernd Kunze

    Die Forderung im Gesamtinterview, den Militäretat für familienpolitische Ziele umzuschichten, ist nicht besonders originell. Richtig ist: Wo Ressourcen verschwendet werden, ist dies in keinem Fall moralisch neutral – weder in der Verteidigungs- noch in der Familienpolitik. Und an dieser Stelle wäre weiterzudenken: Deutschland hat ein schwer durchschaubares und teures, aber wenig effizientes Netz an Instrumenten der Familienförderung. Dieses gehört auf den sozial- wie demographiepolitischen Prüfstand. Allerdings werden sich Politiker kaum an diese Aufgabe heranwagen, da es hier um die berühmte “politische Mitte” geht, bei der man um Wählerstimmen buhlt.

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