Archive for August, 2009

Neuerscheinung: Bildung, Politik und Menschenrecht

9783763935468In der Reihe “Forum Bildungsethik” ist neu erschienen:

Bildung, Politik und Menschenrecht. Ein ethischer Diskurs

Wie kann ein Recht auf Bildung sozialethisch begründet und pädagogisch realisiert werden?

In welchem Verhältnis stehen Bildung, Menschenrechte und Politik?

Was sollten künftige Bildungsreformen leisten?

Welche sozialethischen Kriterien lassen sich hierfür formulieren?

Die Antworten auf diese Fragen beleuchten Pädagogen, Theologen, Philosophen, Politiker und Vertreter der Bildungspraxis in diesem Band aus ihrer Perspektive. Sozialethik, Menschenrechte, Bildung und politische Reformen werden zueinander ins Verhältnis gesetzt und diskutiert.

Die Beiträge dokumentieren die Tagung “Menschenrecht auf Bildung: Maßstab für die Bildungspolitik in Deutschland?” vom November 2008, auf der Ergebnisse des DFG-Projekts “Das Menschenrecht auf Bildung: anthropologisch-ethische Grundlegung und Kriterien der politischen Umsetzung” vorgestellt wurden. Weitere Informationen zum genannten Forschungsprojekt sind zu finden unter www.menschenrecht-auf-bildung.de.

Autorinnen und Autoren des Bandes sind: Staatsministerin Doris Ahnen, MdL (Mainz); Volker Drell M.A. (Hannover); Dr. Alexander Filipovic (Bamberg); Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins (Bamberg); Thorsten Heinz M.A. (Bamberg); Prof. Dr. Gerhard Kruip (Mainz); Dr. Axel Bernd Kunze (Trier/Bamberg); Prof. Dr. Volker Ladenthin (Bonn); Priv.-Doz. Dr. Christof Mandry (Berlin); Stefan Meyer-Ahlen (Bochum); Katja Neuhoff M.A. (Hannover); Anna Noweck (München); Hochschuldozent Dr. Andreas Poenitsch (Koblenz); Direktor Prof. Dr. Peter Reifenberg (Mainz/Mannheim); Priv.-Doz. Dr. Jörg-Dieter Wächter (Hildesheim).

Marianne Heimbach-Steins, Gerhard Kruip, Axel Bernd Kunze (Hgg.): Bildung, Politik und Menschenrecht. Ein ethischer Diskurs (Forum Bildungsethik; 6), Bielefeld: W. Bertelsmann Verlag 2009, 208 Seiten.


Publikation zur Pflegeethik

images Der von Elisabeth Fix (Deutscher Caritasverband) und Stefan Kurzke-Maasmeier (Berliner Instituts für christliche Ethik und Politik) herausgegebene Sammelband Das Menschenrecht auf gute Pflege versucht mit seinen verschiedenen Beiträgen Antworten auf selbstkritische Fragen der Pflegepraxis zu geben: Was muss sich in der Altenpflege ändern? Wie müssen sich Träger und Verbände neu organisieren und ausrichten, um dem Menschenrecht auf gute Pflege gerecht zu werden? Welche äußeren Rahmenbedingungen werden benötigt, welche internen Abläufe müssen geändert und welche Ressourcen müssen hierfür zur Verfügung gestellt werden?

Die praktischen Bewährungsfelder werden in ihren ethischen Dimensionen erfasst und die politischen Rahmenbedingungen in den Blick genommen. Zudem werden innovative Ansätze für die Einrichtungen und Dienste vorgestellt und diskutiert.

Der Bestellschein findet sich hier: Bestellschein


Stellenausschreibung Stiftungsprofessur Universität Erfurt

An der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt nachfolgende Stelle zu besetzen:

Stiftungsprofessur W 2 für Christliche Weltanschauung, Religions- und Kulturtheorie und Christliche Sozialwissenschaft (befristet bis zum 30.09.2013)

Nähere Informationen finden sich hier: Stellenausschreibung


Unernehmensethische Tagung im November

Gerne leite ich wieder einen Brief von Veronika Drews (Arbeitskreis für theologische Wirtschafts- und Technikethik, ATWT e.V.) an die Mitglieder des Forums Sozialethik weiter:

Liebe Mitglieder des Forums Sozialethik,

Sie sind herzlich einladen zu der unternehmensethischen Fachtagung „Das Gute im Geschäft – Wie Unternehmen Ethik treiben“, die vom 20. bis 21. November 2009 in der Evangelischen Akademie im Rheinland in Bonn stattfindet. Im Mittelpunkt der Tagung steht die Frage, was Unternehmensethik im Unternehmensalltag bedeutet, sprich wie ethische Fragen im Unternehmensalltag wahrgenommen und reflektiert werden und wie Unternehmen zu Problemlösungen finden. Es referieren und diskutieren u. a. Prof. Dr. Josef Wieland, Prof. Dr. Wolfgang Huber, Martina Schaub (Südwind Institut), Wolfgang Schenk (Bayer AG), Karen Wendt (HVB/UniCredit), Rudolf X. Ruter (Ernst & Young AG)und Präses Nikolaus Schneider.

Mehr über die Tagung erfahren Sie im Programm sowie online unter www.si-ekd.de.
Viele Grüße!
Veronika Drews

 

Kontakt: veronika.drews [ät] si-ekd.de


Sozialethik konkret: Was hält Europa zusammen?

Eine sozialethische Fachtagung mit dem Titel “Was hält Europa zusammen? Die Osterweiterung der Europäischen Union als sozialethische Herausforderung” findet am 21./22. September 2009 in der Akademie Die Wolfsburg (Mühlheim/Ruhr) statt. Näheres zum Programm und zu den Anmeldemöglichkeiten hier.

Die Tagung ist Teil der Reihe “Sozialethik Konkret”.


Was wählen Eltern?

Die Zeitschrift “Eltern” hat forsa mit einer repräsentativen Umfrage von Eltern mit Kindern unter 18 Jahren beauftragt. Erhoben wurden beispielsweise Einstellungen zu Fragen in den Bereichen Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Bildungs- und Familienpolitik und Arbeitsteilung in der Familie. Ein Zitat zur Veranschaulichung:

“Danach gefragt, welche Maßnahmen die Politik mit Vorrang behandeln sollte, wird am häufigsten eine Verbesserung des Bildungssystems genannt (81 %). Es folgen eine bessere Förderung der Familie durch finanzielle Entlastungen (77 %), eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf (75 %) sowie eine Verbesserung der Kinderbetreuung (67 %). Die
Herstellung einer wirklichen Entscheidungsfreiheit bei der Wahl der Arbeitsteilung zwischen Müttern und Vätern in der Familie erscheint 52 Prozent prioritär.

Die beiden letztgenannten Maßnahmen sind für die Anhänger der Union insgesamt seltener vorrangig als für die Anhänger der übrigen Parteien.” (S. 33)

Die Studie gibt es hier (pdf); die Presseinformation der Zeitschrift “Eltern” hier.


Beitrag zum Zugangserschwerungsgesetz

Ein Ergebnis der zu Ende gehenden Legislaturperiode ist das sogenannte “Zugangserschwerungsgesetz”, das auf eine Initiative von Bundesfamilienministerin von der Leyen zurückgeht und das den Zugang zu kinderpornographischen Inhalten im Internet erschweren soll. Das Gesetzesvorhaben ist wegen der damit verbundenen massiven rechtsstaatlichen Probleme heftig kritisiert worden. Ministerin von der Leyen, die von den Gegnern des Gesetzes als “Zensursula” bezeichnet wird, hat sich heute noch einmal aktuell in der Presse hierzu geäußert.

Eine aktuelle Kommentierung des Gesetzesvorhabens findet sich unter folgendem Link:
http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/08/02/die-meinungsfreiheit-als-sondermull/

Das Gesetz sollte ursprünglich zum 1. August 2009 in Kraft treten, gegenwärtig liegt es dem Bundespräsidenten noch gar nicht zur Unterschrift vor. Der Rechtsberater der Bundesregierung, Dr. Frey, hat noch einmal eindringlich dazu aufgerufen, das Gesetz aufgrund der handwerklichen Mängel, der zahlreihen rechtsstaatlichen Bedenken und einer verfassungswidrigen Kompetenzüberschreitung des Bundesgesetzgebers nicht in Kraft treten zu lassen. Die F.D.P. hat die Rücknahme dieses Gesetzes inzwischen zur Vorbedingung für etwaige Koalitionsverhandlungen gemacht.