Hirtenwort von Karl Kardinal Lehmann zum Thema Integration

Unter dem Titel “Jeder Mensch – eine Chance. Über einige praktische Folgen der Menschenwürde in unserer Gesellschaft” hat Karl Kardinal Lehmann, Bischof von Mainz, ein Hirtenwort zur Österlichen Bußzeit veröffentlicht, das das Thema Beteiligung – Inklusion – Integration umkreist. Zitat:

“Das Phänomen [der Ausgrenzung, des Ausgeschlossenseins, af] ist in den letzten Jahren gewachsen. Es sind nicht nur Einzelfälle. Es gibt auch in ganz Europa solche Situationen. Darum gibt es seit einiger Zeit sozialwissenschaftliche Untersuchungen, die sich mit dieser Gruppe von Menschen eigens beschäftigen. Dabei geht es nicht nur um die alte Unterscheidung von Oben und Unten. Quer durch die Schichten und Milieus zieht sich eine Spaltung zwischen denen, die von den Veränderungen der gesellschaftlichen Verhältnisse profitieren, und jenen, die nicht mithalten können. Es sind auch nicht nur Randgruppen, sondern das Phänomen des Ausgeschlossenseins wandert mehr und mehr bis in die Mitte der Gesellschaft. Man erfährt sich dann als Bittsteller des Staates, meidet eher soziale Kontakte und verliert auch zusehends das Vertrauen zu sich selbst. Mancher ist überrascht, wie schnell er auf diesem Weg in das soziale Abseits gerät.” (Quelle)

Die Thematik hat das Forum Sozialethik im Jahr 2006 behandelt: “Mittendrin und nicht dabei?”. Auf die daraus entstandene Publikation weist Lehmann im Anhang (“Erste Literaturhinweise”) erfreulicher Weise auch hin.

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