Im Arbeitnehmer-Zentrum Königswinter (AZK) ist zum 01. Mai 2007 oder später eine Vollzeitstelle Bildungsreferentin bzw. Bildungsreferent als mit dem Schwerpunkt Betriebs- und Personalräteseminare zu besetzen.
Archive for März, 2007
Zum nächstmöglichen Termin sucht die VolkwagenStiftung in Hannover eine(n)
promovierte(n) Geistes- oder Sozialwissenschaftler/in
als Referenten/Referentin für die Abteilung Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, Niedersächsisches Vorab.
Das Aufgabengebiet umfasst:
- die administrative Betreuung der Förderanträge von der Einleitung der fachlichen Begutachtung bis zur Ergebnisevaluation,
- die Beratung von Antragstellern,
- die Mitwirkung an der inhaltlichen Vorbereitung neuer Förderinitiativen.
[...]
Weitere Infos unter: http://www.academics.de/portal/action/av/show?adId=10409
Die Societas Ethica veranstaltet ihre Jahrestagung 2007 zum Thema: Philosophische Zugänge zur Ethik – Methoden und Begründungen (Ort: Leysin (Schweiz), Datum: 22-26 August 2007). Der Call for Papers lädt ein zur Reaktion bis 30. März 2007. Worum geht es?
Die Ethik steht angesichts der Pluralität philosophischer Zugänge vor methodischen, begründungstheoretischen und inhaltlichen Fragen, die angesichts der gegenwärtigen Herausforderungen in der angewandten Ethik dringend einer Klärung bedürfen: In welchen geistigen Kontexten wird Ethik betrieben? Welche Philosophie lässt sich der Ethik zugrundelegen? Welche Philosophie kann von der Ethik in Gebrauch genommen werden? Diese Fragen laufen in folgender, einem Buch von Alasdair MacIntyre entlehnten Frage zusammen: „Whose Ethics – which Philosophy?“ Verschiedene, kontroverse philosophische Traditionen, Denkschulen und Systeme konkurrieren, wo es um die philosophischen Zugänge zur Ethik geht. Auf ihrer Konferenz in Leysin lädt die Societas Ethica Ethiker aus allen Disziplinen ein, den Zusammenhang von Philosophie und Ethik zu diskutieren und eigene Positionen im Diskurs mit gegenläufigen Positionen kritisch zu reflektieren. Diese Aufgabe ist so vielfältig und differenziert wie die Wirklichkeiten, die sich Philosophie und Ethik gegenseitig zu erschließen helfen. Eingeladene Referenten: Robert Audi, Hubert Hausemer, Pauline Kleingeld, Pierre Livet, Bert Musschenga, Hans J. Schneider, Walter Schweidler, Marian Verkerk.
Vielleicht ist auch noch interessant:
Zur Förderung jüngerer Ethikerinnen und Ethiker wird es Call-for-papers-Sitzungen geben, in denen Postgraduierte ihre Beiträge zur Diskussion stellen können. Außerdem wird eine Sitzungsphase für Beiträge geöffnet, die ein eigenes, thematisch nicht notwendigerweise auf das Tagungsthema bezogenes Projekt (work-in-progress) vorstellen können.
W3-Professur für Religionssoziologie
am Centrum für Religiöse Studien der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
Die Stelleninhaberin/Der Stelleninhaber soll die Religionssoziologie in ihrer Breite in Forschung und Lehre vertreten. Sie/Er soll zur Verstärkung und weiteren Ausgestaltung des Profilschwerpunktes “Religion und Politik In den Kulturen der Vormoderne und der Moderne” an der Universität Münster beitragen. Von den Bewerberinnen und Bewerbern wird daher ein deutlicher Schwerpunkt bei der theoretischen Bestimmung und empirischen Erforschung des Verhältnisses von Religion, Öffentlichkeit und Politik in Gesellschaften des 19.-21. Jahrhunderts sowie eine ersichtliche Kompetenz zur interdisziplinären Zusammenarbeit erwartet. [...]
Bewerbungen werden unter Beifügung der üblichen Unterlagen (Lebenslauf, Darstellung des wissenschaftlichen Werdegangs, Publikationsverzeichnis und Verzeichnis der Lehrveranstaltungen) erbeten an:
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Die Rektorin
Schlossplatz 2
48149 Münster
Bewerbungsschluss: 12.04.2007
Erschienen in DIE ZEIT vom 15.03.2007
Technik (oder Technologie?) kann heile oder kaputt sein. Das sind dann aber eher Probleme, die Ingenieure zu lösen haben. Technikethik als sozialethischer Bereich hat andere Fragestellungen im Blick, die die Zusammenhänge von Technik und Gesellschaft berühren. Auf www.netzwerk-medienethik.de macht Michael Nagenborg auf den UNESCO-Report “Ethical Implications of Emerging Technologies” (Paris 2007) aufmerksam. Ich zitiere:
“The Infoethics Survey of Emerging Technologies prepared by the NGO Geneva Net Dialogue at the request of UNESCO aims at providing an outlook to the ethical implications of future communication and information technologies. The report further aims at alerting UNESCO’s Member States and partners to the increasing power and presence of emerging technologies and draws attention to their potential to affect the exercise of basic human rights.” (S. 4)
Bitte um Aufmerksamkeit für den Kommentar von Anna. Sie weist auf eine Stellenausschreibung des Hamburger Instituts für Theologie und Frieden hin.
Vom 20.-27.07. findet am IZEW in Tübingen eine vom BMBF geförderte interdisziplinäre Klausurwoche zum Thema: “Der menschliche Körper zwischen Vermarktung und Unverfügbarkeit. Ethische, rechtliche und soziale Aspekte der Kommerzialisierung des menschlichen Körpers und seiner Teile” statt.
Die Ausschreibung richtet sich an NachwuchswissenschaftlerInnen u. a. der Philosophie, Medizin, Medizingeschichte, Biologie, Theologie, Rechtswissenschaft und Kulturwissenschaft. Die maximal 15 NachwuchswissenschaftlerInnen werden während der Klausrwoche mit renommierte ExpertInnen arbeiten und diskutieren.
Voraussetzung für die Teilnahme ist ein eigener interdisziplinärer Fachbeitrag - dafür gibt es eine Aufwandsentschädigung von 300 Euro sowie die Kostenübernahme von Fahrt und Unterkunft.
Für Rückfragen steht Frau Beate Herrmann (beate.herrmann@uni-tuebingen.de, Tel. 07071/29-77573 (mobil: 0163-3924038) gerne zur Verfügung.
Call for Papers für die Klausurwoche Kommerzialisierung des Körpers
1977: Der Terror der “Rote Armee Fraktion” (RAF) erreicht mit der Ermordung von Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer und der Entführung der Lufthansamaschine “Landshut” seinen Höhepunkt. Dreißig Jahre später wird die Erinnerung an den damaligen sogenannten “Deutschen Herbst” wieder lebendig: Eine mögliche vorzeitige Haftentlassung der beiden RAF-Mitglieder Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar erregt die Gemüter. Für Konrad Hilpert Professor für Moraltheologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, ist die Diskussion durch zahlreiche Missverständnisse geprägt. In der Märzausgabe 2007 (61. Jahrgang) der Herder Korrespondenz antwortet er auf die Debatte der vergangenen Wochen aus genuin moraltheologischer Perspektive (S. 119 - 122). Seine Ausführungen zur Rolle von Gnade, Reue, Vergebung und Versöhnung innerhalb des Rechtsstaates sind aber nicht minder für den sozialethischen Rechtsdiskurs von Interesse. Am Ende seines sehr lesenswerten Beitrags mahnt Hilpert eine bisher vernachlässigte weiterreichende Aufarbeitung des Linksextremismus der Siebzigerjahre an: “Säkular gesprochen und auf die aktuelle Debatte bezogen, hätten demnach auch größere Kreise der Gesellschaft - beispielsweise ehemalige Sympathisanten, Unterstützer, Verharmloser, aber vielleicht auch die Selbstzufriedenen, die damals vermieden haben, Stellung zu beziehen - begründeten Anlass, sich zu erinnern und Gewissenserforschung zu betreiben, und zwar nicht nur in beschönigender Nostalgie, sondern in einer Haltung der Wahrhaftigkeit, die auch dann durchgehalten wird, wenn sie schmerzt. Der Appell zum Mut, endlich einen Schluss zu machen mit dem Kapitel Terrorismus, wie dies von mancher Seite jetzt gefordert wird, greift zu kurz” (S. 122).
Markus Vogt, Professor für Christliche Sozialethik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern und Leiter der dortigen Clearingstelle Kirche und Umwelt, antwortet in derselben Ausgabe der Herder Korrspondenz mit einem “Plädoyer für ein ökosoziales Wohlstandsmodell” auf den am 2. Februar veröffentlichten Weltklimabericht der Vereinten Nationen (S. 130 - 135). Für Vogt sind die Energieprobleme der Zukunft nur durch einen “globalen Gesellschaftsvertrag” zu lösen.
“Eierlegende Wollmichsau” (S. 149 - 153): So bezeichnet Matthias Möhring-Hesse im selben Heft der Herder Korrespondenz die derzeit diskutierten Investivlohnmodelle. “Dem einen Instrument werden zugleich zu viele Ziele aufgebürdet, wobei sich diese Ziele teilweise sogar widersprechen”, meint der Privatdozent für Christliche Sozialwissenschaften an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Die derzeitigen Vorstellungen eines Investivlohns seien weit von den früheren Überlegungen Oswald von Nell-Breunings entfernt. Heute gehe es - so Möhring-Hesses Kritik - eher um einen “Sparlohn”, der den Arbeitnehmern ein doppeltes Risiko aufbürde und praktisch auf Lohnverzicht hinauslaufe.
Am Rande sozialethisch relevant sind in der aktuellen Märzausgabe der Herder Korrespondenz ferner ein Überblicksartikel des Mainzer Moraltheologen Johannes Reiter über aktuelle Entwicklungen in der Bioethik und Biopolitik (S. 139 - 144) sowie ein - allerdings wenig überraschendes - Interview (S. 123 - 126) mit Prälat Karl Jüsten, dem Leiter des Katholischen Büros in Berlin, der 2003 auch schon einmal Gast beim “Forum Sozialethik” war.
Zwei Beiträge, die nicht allein die Sozialethik betreffen, sollen abschließend nicht unerwähnt bleiben: Chefredakteur Ulrich Ruh setzt sich in zwei Beiträgen mit der Zukunft der Theologie in Deutschland auseinander. Zum einen berichtet er vom Katholisch-Theologischen Fakultätentag Ende Januar in Essen (S. 117- 119), zum anderen fragt er im Leitartikel “Wozu Theologie?” (S. 109 - 111). Ruh zeichnet darin ein durchwachsenes Bild der gegenwärtigen theologischen Landschaft und ruft die Vertreter der Disziplin auf: “Die eigenen Stärken müssen offensiv ins Spiel gebracht werden”. Es stehe - so führt er das Sprachspiel fort - sowohl für das eigene Fach als auch für Kirche und Gesellschaft “zuviel auf dem Spiel”: “Hermetische Sprachwelten, gedankliche Verstiegenheiten, fromme Ergüsse oder flachen Jargon, welcher Herkunft auch immer, kann sich die Theologie gerade heute nicht mehr leisten” (S. 111). Man muss Ruhs Diagnose nicht in allem zustimmen, Anlass zur Diskussion bietet sie auf jeden Fall.
Die Herder Korrespondenz erscheint monatlich im Verlag Herder und kostet im Abonnement 10,20 Euro (ermäßigt 8,00 Euro) pro Heft (zuzüglich Versandkosten). Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit unter www.herderkorrespondenz.de.
Ab jetzt sind die einzelnen Beiträge auf www.forumsozialethik.de auch zitierfähig. Sie waren das auch schon vorher, nur gibt es jetzt die Zitationsangaben für jeden Beitrag gleich mitgeliefert. Ein Klick auf “[Zitationsangaben für diesen Beitrag:]” am Ende eines jeden Beitrags blendet die Angaben ein.
Dies wird ermöglicht durch das Wordpress-Plugin “academic citations” (erneute Anpassung dieser Version).
Die Ausgaben der Zeitschrift “Amos - Gesellschaft gerecht gestalten” sind als Themenhefte organisiert. In der ersten Ausgabe 2007 (1. Jg.) stehen die Beiträge unter dem Titel “Lohnt die Arbeit?”. Das Editorial von Michael Schramm und Joachim Wiemeyer gibt leider nur wenig Auskunft über die Beiträge und den Aufbau des Heftes. Für das Konzept des Schwerpunktthemas verantwortlich ist laut Impressum Joachim Wiemeyer. Als sozialethisch relevant erscheinen mir besonders folgende Beiträge:
Im ersten Beitrag des Schwerpunktthemas reflektiert Arnd Küppers über die Zukunft des Flächentarifvertrags (”Ende des Flächentarifs? Betriebliche Bündnisse für Arbeit - von der Tarif- zur Betriebsautonomie?”, S. 3-10.). Elke Mack charakterisiert “Arbeit als Beteiligungsrecht” (S. 11-17) und Elmar Nass beschreibt den Zusammenhang von Sozialer Marktwirtschaft deutschen Modells und internationaler Wettbewerbsfähigkeit (”Modell Deutschland am Scheideweg. Kulturelle Identität und Wertkonsens als ökonomische und arbeitsmarktpolitische Erfolgsfaktoren”, S. 18-23). Im letzten Beitrag des Schwerpunktthemas wird von Matthias Möhring-Hesse der Ärztestreik 2006 als Entsolidarisierung gekennzeichnet und eine politische Kompensation gefordert (”Tarifpolitik im weißen Kittel. Erfolge und Defizite exklusiver Solidarität”, S. 24-32).
In der Rubrik Berichte kommen zwei Tagungen zur Sprache: Martin Dabrowski informiert über die Auftaktveranstaltung der “Internationalen Tagungsreihe Sozialethik konkret” in Münster zur Sozialstaatsproblematik (September 2006) und Norbert Zöller berichtet über ein Spitzengesrpäch zwischen Vertretern der Gewerkschaften, dem Erzbistum Paderborn und der wissenschaftliche Sozialethik im November 2006 in der Kommende Dortmund.
Rezensiert werden Werner Veiths Dissertation “Intergenerationelle Gerechtigkeit. Ein Beitrag zur sozialethischen Theoriebildung” (von Joachim Wiemeyer), Udo Lehmanns Dissertation “Ethik und Struktur in internationalen Unternehmen. Sozialethische Anforderungen an die formalen Strukturen internationaler Unternehmen” (von Michael Schramm), ein u.a. von Henriette Crüwell hg. Sammelband zu “Arbeit, Arbeit der Kirche und Kirche der Arbeit” (von Udo Lehmann) und der von Hejo Manderscheit u.a. hg. Sammelband “Wie viel Caritas braucht die Kirche - wie viel Kirche braucht die Caritas?” (von Richard Geisen).
Informationen zum Bezug des Heftes hier.
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