“Flucht und Migration” – Communicatio Socialis 1/2016

ComSoc-1_2016-Umschlag-600x915Medienethische Fragen im Kontext von Flucht und Migration sind das Thema des aktuellen Hefts von Communicatio Socialis (Heft 1/2016). Das Heft ist online erschienen; einige Texte sind frei erreichbar. Communicatio Socialis ist eine Zeitschrift für Medienethik und Kommunikation in Kirche und Gesellschaft.

In den Medien ist „Flucht“ omnipräsent. Anne Will diskutierte in sechs von acht Sendungen von Januar bis Anfang März 2016 über Flucht, Flüchtende und die Auswirkungen. So groß wie das öffentliche Interesse scheint auch die Sensibilität der Öffentlichkeit zu sein, wenn es um das Was und Wie der Berichterstattung geht. – Aus medienethischer Perspektive bietet das Thema „Flucht und Migration“ unzählige Anknüpfungspunkte. Dem trägt Communicatio Socialis mit dem Schwerpunkt „Flucht und Migration in den Medien“ Rechnung.

„Das Märchen vom überkochenden Brei“

Der Themenschwerpunkt beginnt mit dem Aufsatz „Das Märchen vom überkochenden Brei“ von Friederike Herrmann über „Narrative in der Berichterstattung zum Flüchtlingsthema“ (frei im E-Journalund auf Übermedien). Der Beitrag fußt auf einer Analyse von TV-Nachrichtensendungen und Tageszeitungen. Die Autorin kann zeigen, dass die in der medialen Massenkommunikation vorherrschenden und meist negativ konnotierten Narrative Fakten verdrängen. Petra Hemmelmann und Susanne Wegner geben einen Überblick über die Flüchtlingsdebatte im Spiegel von Medien und Parteien (frei im E-Journal). Auf „Facebook“ spiegelte sich die Spaltung der Gesellschaft wider, wobei vor allem die AfD und die CSU mit ihren ablehnenden Haltungen zur Aufnahme von Flüchtenden Zuspruch erhalten. Mit der Darstellung von Flucht und Migration im Film befasst sich Thomas Bohrmann. Der Autor stellt sechs verschiedene Filme vor, die den Zuschauer zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema auffordern, weil sie emotionale und kognitive Impulse bieten.

Das neue Heft ist ab sofort online abrufbar. Die Artikel können auch einzeln erworben werden. Wie gewohnt erscheint die neue Ausgabe auch in gedruckter Form. Die Zeitschrift Communicatio Socialis erscheint im verzögerten Open Access: 12 Monate nach Erscheinen eines Artikels ist er frei im Netz zugänglich.

Tagungsberichte des Jahrbuchs für Christliche Sozialwissenschaften 57/2016 bereits verfügbar

Ab sofort stehen auf der Homepage des Jahrbuchs für Christliche Sozialwissenschaften Pre-Print-Versionen der Tagungsberichte der kommenden Ausgabe (Bd. 57/2016) zur Verfügung. Damit besteht bereits vor Erscheinen der Printausgabe die Möglichkeit, interessante Einblicke in wissenschaftliche Tagungen der theologischen Sozialethik zu erhalten. Verfügbar sind Berichte über die Tagung der Societas Ethica in Linköping, über das Forum Sozialethik 2015 und über den Kongress der MoraltheologInnen und SozialethikerInnen in Würzburg sowie über das diesjährige Werkstattgespräch der SozialethikerInnen in Berlin.

Ab dem Band 57/2016 hat die Redaktion mit freundlicher Genehmigung des Aschendorff-Verlags die Möglichkeit, Beiträge aus der Rubrik „Berichte und Mitteilungen“ zeitnah und kostenfrei zum Download bereitzustellen.

Den Link zu den Tagungsberichten des kommenden Jahrbuchs finden Sie hier.

CfP: Religiöse Pluralisierung – gesellschaftliche Polarisierung – politische Desintegration

Die Deutsche Sektion der Europäischen Gesellschaft für katholische Theologie lädt vom 3.-5. November 2016 nach Stuttgart-Hohenheim zu einer Fachtagung mit dem Thema “Religiöse Pluralisierung – gesellschaftliche Polarisierung – politische Desintegration. Die Krise Europas als Herausforderung für die Theologie”.

Die europäischen Gesellschaften durchlaufen derzeit einen tiefgreifenden Wandel, der die Integration Europas selbst in Frage stellt: Im europäischen Haus zeigen sich tiefe Risse. Die Dramatik der Krisen erstreckt sich von den Anschlägen von Paris und Brüssel, der Finanzkrise und dem drohenden „Brexit “, über das Erstarken euroskeptischer und nationalistischer Strömungen, die Bedrohung durch den islamistischen Terror und den Anstieg islamophober Stereotypen, bis hin zur Flüchtlingskrise, zur globalen Migration und zur damit verbundene religiösen und kulturellen Pluralisierung. Die Debatten um die „Seele Europas“, um eine europäische Verfassung und um den Stellenwert des religiösen, kulturellen Erbes gerade mit Blick auf den Islam haben deutlich gemacht, dass mit der politischen auch die religiöse Dimension an Bedeutung gewinnt. Damit geht es um Themen, die in den Kernbereich theologischer Arbeit hineinreichen, die öffentliche Positionierung, theologische Aufklärung und interreligiösen Dialog fordern.

Die Tagung will einen neuen Diskurs um die Zukunft Europas und den Beitrag der Theologie(n) eröffnen. In diesem Rahmen richtet sich dieser Call for Papers ausdrücklich auch an den wissenschaftlichen Nachwuchs.

Der ausführliche Call for Papers findet sich hier. Abstracts können bis zum 1. August 2016 eingeschickt werden.

Tagung: Grenzenlose Hilfsbereitschaft?

Am 9.und 10. Mai 2016 findet in der Thomas Morus Akademie in Bensberg eine Tagung zum Thema “Grenzenlose Hilfsbereitschaft? Migration als Herausforderung der europäischen Kirche” statt.

Die große Zahl von Flüchtlingen und das hohe Potenzial an Zuwanderungswilligen aus Nordafrika und dem Nahen Osten werden in den europäischen Gesellschaften trotz Hilfsbereitschaft besorgt wahrgenommen. Vielerorts haben populistische Bewegungen einen starken Zulauf.

Was geht in den einzelnen europäischen Ländern vor sich? Wie sind die populistischen Reaktionsweisen – die teilweise auch innerhalb der Kirchen Zuspruch finden – zu verstehen und welche Unterstützung benötigt die katholische Hilfsarbeit, sowohl von der Kirche als auch von der Politik? Welche Probleme, Aufgaben, Chancen und Neuaufbrüche eröffnen sich aus der Flüchtlingskrise für die Kirche und ihre Gemeinden? Angesichts der Migrationsbewegungen nach Europa stellt sich zudem die Frage nach dem europäischen Horizont der katholischen Hilfsarbeit – und nach der Position, die die Kirche zu Europa bezieht.

Nähere Informationen sowie ein Pdf mit dem konkreten Tagungsprogramm und Anmeldeoptionen finden sich hier.

Tagung: Wohlfahrtsverbände im Modernisierungsstress

Vom 22. bis 23.04.2016 finden in Heppenheim die 6. Heppenheimer Tage zur Christlichen Gesellschaftsethik 2016 zum Thema “Wohlfahrtsverbände im Modernisierungsstress. Geschichte, Gegenwart und Zukunft der freien Wohlfahrtsverbände”.

Seit den Zeiten der Weimarer Republik gehören die religiös-weltanschaulich geprägten Wohlfahrtsverbände, die sich 1924 zur ‘Liga der freien Wohlfahrtspflege’ zusammengeschlossen haben, zum festen Bestand des spezifisch deutschen, ‘jenseits von Staat und Markt allein’ angesiedelten so genannten Wohlfahrtskorporatismus. Dieses Arrangement scheint jedoch seit einigen Jahrzehnten – womöglich vollständig – zu erodieren und im Rahmen verstärkter und womöglich alternativloser Verstaatlichungs- und/oder Vermarktlichungsprozesse jede Zukunftsfähigkeit zu verlieren.

Nicht nur die Wohlfahrtsverbände selbst, sondern auch die bisherige politische Governance der sozialen Dienstleistungen sehen sich jedenfalls einem erheblichen Modernisierungsprozess ausgesetzt, dessen Chancen und Gefahren, aber auch dessen Ursachen und Hintergründe, durchaus kontrovers beurteilt und diskutiert werden.

Das ausführliche Programm und die Anmeldungsmodalitäten finden sich hier.

 

CfP: Konferenz der Flüchtlingsforschung 2016

Vom 06.-08.10.2016 findet an der Universität Osnabrück die erste Konferenz der Flüchtlingsforschung statt. Ausgerichtet wird sie vom Netzwerk Flüchtlingsforschung, das seit einigen Jahren über alle Fächergrenzen hinweg Wissenschaftler_innen verbindet, die in oder mit Bezug zu Deutschland an Fragen von Flucht und Migration arbeiten. Sichtbares Ergebnis dieser Netzwerkarbeit ist unter anderem der lesenswerte und regelmäßig aktualisierte FlüchtlingsforschungsBlog.

Die Konferenz umfasst 34 Panels, von denen einige – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der diesjährigen Forumstagung zum Thema Migration – auch für Sozialethiker_innen interessant sein dürften. Darunter befinden sich zwei Panels zu “Flucht und Bildung” (Nr. 12), eines zu ethischen Fragen der Flüchtlingspolitik (Nr. 14) sowie eines zu Flüchtlingsarbeit als Friedensarbeit (Nr. 15).

Abstracts für Vorträge zu einzelnen Panels können noch bis zum 31.03.2016 eingereicht werden. Alle relevanten Informationen dazu sowie eine Liste der Panels enthält der ausführliche Call for Papers; für Nützliches und Wissenswertes zur Tagung gibt es zudem eine eigene Informationsseite.

Ausschreibung: Geschäftsführer_in des Diözesanen Ethikrates

(c) Caritasverband für das Erzbistum Paderborn

Der Caritasverband für das Erzbistum Paderborn sucht zum 01.04.2016 eine_n Geschäftsführer_in für den Diözesanen Ethikrat (mit 50% der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit). Auftrag des an den Caritasverband angebundenen Ethikrates ist es, die Qualität ethischer Beratungen und Entscheidungen in caritativen Diensten und Einrichtungen der Diözese zu fördern.

Zu den Aufgaben der Geschäftsführung gehören laut Ausschreibung neben Koordinations- und Organisationstätigkeiten auch die Erarbeitung relevanter ethischer Themen und Positionen, Netzwerkarbeit sowie die Unterstützung des Ethikrates “bei der Förderung des ethischen Bewusstseins in Mitgliedseinrichtungen und -diensten”. Gefragt sind daher unter anderem “Erfahrungen in der Auseinandersetzung mit ethischen Themen und Fragestellungen”.

Die Bewerbungsfrist endet am 19.03.2016. Alle wichtigen Informationen finden sich in der Stellenausschreibung.

CfP: Solidarity in Open Societies

Die Universität Freiburg und die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt veranstalten vom 18.-19.10.2016 eine gemeinsame Tagung “Solidarity in Open Societies” in der Katholischen Akademie München. Zur Erläuterung des Themas schreiben die Organisatoren Ursula Nothelle-Wildfeuer (Universität Freiburg) und Jörg Althammer (KU Eichstätt-Ingolstadt):

Solidarität ist ein zentrales Konzept der angewandten Ethik. […] Ungeachtet des hohen Stellenwertes […] sind Gehalt und normativer Status von Solidarität in der Theorie höchst umstritten.

Vor diesem Hintergrund soll die Konferenz den interdisziplinären Austausch zum Thema Solidarität vorantreiben. Als Keynote Speakers werden Thomas Pogge (Yale University), Vittorio Hösle (Notre Dame University) und Thomas Kohler (Boston College) teilnehmen. Darüber hinaus laden die Veranstalter dazu ein, Papers u. a. aus den Disziplinen Soziologie, Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaften, Philosophie und Theologie einzureichen. Ausdrücklich erwünscht sind Beiträge zum Themenfeld Solidarität und Migration.

Der Call for Contributions ist göffnet bis zum 15.05.2016. Nähere Informationen finden sich überdies auf der Tagungswebsite.

Stellenausschreibung: Geschäftsführer_in und Bildungsreferent_in bei pax christi

pax christi-Logo

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt für den Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart der internationalen katholischen Friedensbewegung pax christi eine/einen Geschäftsführer/in und Bildungsreferenten/in, Schwerpunkt Friedensbildung (zusammen 100 %). Erwünscht sind unter anderem Erfahrungen in der Friedens-, Verbands- oder Bildungsarbeit sowie ein pädagogisches, theologisches oder sozialwissenschaftliches Studium.

Die Stelle ist befristet bis zum 31.12.2018; die Bewerbungsfrist endet am 13.03.2016. Dienstort ist Stuttgart. Alle relevanten Informationen und Kontaktangaben finden sich online und zum Download in der Stellenausschreibung.

KSI-Tagung “Globale Verantwortung 2030″ am 04.-05.03.2016

Was kann die Kirche zur nachhaltigen Entwicklung beitragen? Eine vom Katholisch-Sozialen Institut (KSI) und der Vereinigung Ordo socialis ausgerichtete Tagung widmet sich den 2015 beschlossenen Sustainable Development Goals (SDG) der Vereinten Nationen. Im Zuge dieses Nachfolgeprozesses für die sogenannten Millennium Development Goals (MDG) soll unter anderem die weltweite Armut halbiert werden. Inspiriert durch die Enzyklika “Laudato si’“, wollen die Veranstalter diese Neuausrichtung zum Anlass nehmen, “auch aus kirchlicher Perspektive Bilanz zu ziehen” und “aus Erfolgen und Defiziten für die Zukunft zu lernen.”

Als Referenten werden die Kardinäle Peter Turkson und Oscár Rodríguez Maradiaga, der Sozialethiker Prof. Dr. Markus Vogt und weitere Fachleute aus Kirche, Wissenschaft und Hilfsorganisationen an der Tagung teilnehmen. Veranstaltungsort ist das KSI in Bad Honnef, über das auch die Anmeldung läuft. Alle wichtigen Informationen finden sich auf der Tagungswebsite und im Veranstaltungsflyer.

Podiumsdiskussion “Wie viel Christentum braucht unser Land?”

“Wie viel Christentum braucht unser Land?” – Unter dieser Frage stand die Tagung des Arbeitskreises der Religionslehrerverbände in Baden-Württemberg und des Landeselternbeirates Baden-Württemberg, die vom 11. bis 12. Februar 2016 im Tagungszentrum Hohenheim der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart stattfand. Die zentrale Podiumsdiskussion, in der es um die Zukunft von Schule und Religionsunterricht ging, kann im Akademiekanal auf Youtube nachgehört werden: www.youtube.com/watch?v=CO-NmLZXFBg

Auf dem Podium saßen: Oberkirchenrat Werner Baur (Evangelische Landeskirche in Württemberg); Leitender Pastor Steffen Beck (International Christian Fellowship in Karlsruhe, Vorsitzender der Evangelischen Allianz Karlsruhe); Emina Corbo-Mesic (Lehrbeauftragte an der Pädaogischen Hochschule Ludwigsburg); Privatdozent Dr. Axel Bernd Kunze (Privatdozent für Erziehungswissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Christlicher Sozialethiker); Dr. Carsten-Thomas Rees (Landeselternbeirat Baden-Württemberg); Dr. Michael Schmidt-Salomon (Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung, freier Philosoph und Schriftsteller); Kurt Wolfgang Schatz (Arbeitskreis der Religionslehrerverbände in Baden-Württemberg); Ministerialrat Ernst Schüly (Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg); Moderation: Dr. Stefan Meißner (Arbeitskreis der Religionslehrerverbände in Baden-Württemberg).

Verlängerung “Freie Einreichungen” für JCSW 2016

Das Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften akzeptiert weiterhin freie Beiträge für den kommenden Band 57 (2016). Neuer Einsendeschluss ist der 08. April 2016.

In der Rubrik „Freie Einreichungen“ können bis zu drei sozialethische Beiträge, die erfolgreich ein double blind Peer-Review-Verfahren absolviert haben, zu einem frei gewählten Thema veröffentlicht werden.

Mit diesem Call for Papers möchte die Redaktion insbesondere junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ermutigen, die kürzlich ihre Qualifikationsarbeiten eingereicht haben, die Erträge ihrer Forschung in Form eines Aufsatzes dem sozialethisch interessierten Lesepublikum vorzustellen. Kriterium für die Veröffentlichung ist dabei, dass die Überlegungen in dieser Form noch nicht publiziert worden sind.

Das Manuskript ist einzureichen unter jcsw@uni-muenster.de. Hinweise zur Manuskriptgestaltung finden sich hier.

ATWT-Jahrestagung zu Roboterethik am 18./19.03.2016

“Wenn Maschinen für Menschen entscheiden – Zur Zukunft menschlicher Autonomie angesichts autonomisierter Technik”, unter diesem Titel findet am 18./19.3.2016 in Loccum die diesjährige Jahrestagung des Arbeitskreises für Theologische Wirtschafts- und Technikethik (ATWT) statt.

Mit dem rasanten technischen Fortschritt der letzten Jahre haben algorythmenbasierte Assistenzsysteme in verschiedensten Handlungsfeldern Anwendungsreife erreicht. Für die christliche Ethik kommen damit zunehmend wieder technikethische Fragestellungen auf den Plan, nachdem diese lange Zeit in den Hintergrund gerückt waren. Ziel der Tagung ist es, verschiedene Anwendungsdiskurse (Medizintechnik, autonomes Fahren und Drohnentechnologie) miteinander ins Gespräch zu bringen und Parallelen wie Unterschiede zwischen den spezifischen ethischen Anfragen an technische Autonomisierung, die sich aus der Praxis ergeben, herauszuarbeiten. Zugleich soll die Tagung den Blick für übergeordnete Fragestellungen schärfen, die einer Beantwortung aus der Perspektive evangelischer Ethik bedürfen. Wie ist es um die menschlichen Entscheidungs-, Kontroll- und Interventionsmöglichkeiten gegenüber technisch hochentwickelten, teilautonomen Systemen bestellt? Wie wirkt sich die Interaktion mit derart hochentwickelter Technik im Gegenzug auf den Menschen, seine Handlungs- und Entscheidungsspielräume wie auch sein Selbstverständnis aus? Wann sind robotische Systeme als autonome Akteure zu betrachten?

Das Programm und nähere Informationen zur Anmeldungen finden sich auf dem Flyer.

Der ATWT ist ein Netzwerk für alle, die mit theologischem Bezug an wirtschafts- und technikethischen Fragestellungen arbeiten. Die Mitglieder kommen aus unterschiedlichsten Disziplinen aus Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften  und arbeiten  in Wissenschaft,  Kirche und Wirtschaft. Der Arbeitskreis wurde 1993 als Doktorandenkolloqium gegründet. Die Jahrestagungen finden in einem eher kleinen Setting statt, das Diskussionen auf hohem Niveau und eine gute Vernetzung ermöglicht.

Förderpreis der Kommende Dortmund 2016

Der Förderverein der Kommende Dortmund, das Sozialinstitut des Erzbistums Paderborn, hat erneut den Förderpreis Christliche Sozialethik ausgeschrieben. Die Ausschreibung des Preises in Höhe von 1.500 € richtet sich an Nachwuchswissenschaftler. Die Ausschreibungsfrist endet am 31. März 2014.

Der Preis wird für eine wissenschaftliche Arbeit, die ein gesellschaftliches Thema aus christlich-sozialethischer Perspektive behandelt, ausgeschrieben. Die Arbeit muss für eine Publikation – auch in einer Fachzeitschrift – geeignet und sollte nicht älter als zwei Jahre sein.

Weiteres zum Prozedere und zum auswählenden Gremium findet sich im Flyer.

CfP Societas Ethica 2016: Ethics and Law

Die Jahrestagung der Societas Ethica (Europäische Forschungsgesellschaft für Ethik) findet in diesem Jahr vom 18.-21. August in Deutschland, genauer in Bad Boll bei Stuttgart, statt.

Im Zentrum steht das Thema “Ethics and Law”. In mehreren Konferenzteilen soll es schwerpunktmäßig um folgenden Aspekte gehen:

  • Ethics, justice, and the law (i.e., normative justification of law)
  • Moral cultures and the law
  • The role of morality in positive Law
  • Conflicts between ethics and laws (death penalty, solitary confinement, refugee detention, ‘emergency law’)
  • Ethical and legal analysis of reconciliation and reparations
  • Human rights
  • The Implementation of the Paris Agreement: the challenge of climate change
  • Rights of Refugees (UN Refugee Treaty, and the Geneva Convention)
  • Asylum law, border control, identification measures, and ethics
  • National sovereignty, global governance, and international law
  • Religion, theology, and the law (religious freedom, secular and religious law, etc)

Daneben gibt es auch noch einen “Open Channel” für PhD-Studenten.

Der komplette Call findet sich hier. Paper für einen Vortrag können bis 31. März 2016 eingereicht werden.