Tagung: Die Zukunft der Zivilgesellschaft

Was ist und wohin geht die globale Zivilgesellschaft? In welcher Gesellschaft möchten wir leben? Diesen und damit verbundenen Fragen geht das Institut für Sozialstrategie gemeinsam mit dem Forschungsinstitut für Philosophie in Hannover auf einer gemeinsam veranstalteten Tagung zur “globalen Zivilgesellschaft” nach, die am 17. Oktober 2014 in Hannover stattfinden wird. 

Zur Sprache kommt nicht nur der Weg der globalen Zivilgesellschaft, sondern auch die Herausforderung der “digitalen Zivilgesellschaft”. Vorträge zur kirchlichen Zivilgesellschaft und zur lokalen Zivilgesellschaft runden das Programm ab. Vortragen werden Ulrich Hemel, Jürgen Manemann, Felix Ekardt und Alexander Filipovic; den Abendvortrag zum Thema “Zivilgesellschaft als Kulturgesellschaft?” hält Adrienne Goehler.

Anlass der Veranstaltung sind zwei Jubiläen: Zum einen 1200 Jahre Diözese Hildesheim; zum anderen feiert das Institut für Sozialstrategie sein erstes Jubiläum: Seit nunmehr fünf Jahren erforscht es unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel die strategische Gestaltung der globalen Zivilgesellschaft.

Das Tagungsprogramm und Informationen zur Anmeldung finden sich hier.

Veröffentlichung: armgemacht – ausgebeutet – ausgegrenzt?

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Blanc, Julia/Brinkschmidt, Maria/Krauß, Christoph/Reichert, Wolf-Gero (Hgg.): armgemacht – ausgebeutet – ausgegrenzt? Die “Option für die Armen” und ihre Bedeutung für die Christlich Sozialethik (= Forum Sozialethik 14), Münster: Aschendorff 2014.

19,80 Euro

ISBN: 978-3-402-10640-2

Rund ein Jahre nach der Tagung des Forum Sozialethik “Was tun (wir – mit den – für) die Armen? Die Bedeutung der Option für die Armen in der Sozialethik” kann sich das Herausgeberteam über die daraus hervorgegangene Veröffentlichung freuen.

Die biblische „Option für die Armen“ bildet eine zentrale Leitperspektive christlich profilierter Sozialethik. Sie fordert dazu auf, ethische Problemlagen aus Sicht derer zu betrachten, die „arm“ sind bzw. „arm gemacht“ werden. Die „Option für die Armen“ wurde von der lateinamerikanischen Ortskirche wieder-entdeckt, von Papst Johannes Paul II. in die gesamtkirchliche Sozialverkündigung (Sollicitudo Rei Socialis) integriert und aktuell von Papst Franziskus mit seinem Leitwort „einer armen Kirche für die Armen“ (Evangelii Gaudium) erneut in den Blickpunkt gerückt: Es ist ein Appell an die Christliche Sozialethik bzw. die Theologie insgesamt, an die Institution Kirche und nicht zuletzt an Christinnen und Christen vor Ort, einen Perspektivenwechsel zu vollziehen und entsprechendes Engagement zu zeigen.

Zu bestellen ist der Band  über die Seite des Aschendorff Verlags.

Universitätsassistent/in am Institut für Sozialethik an der Universität Wien

An der Universität Wien ist ab 01.10.2014 die Position einer/eines Universitätsassisten/in (“prae doc”) am Institut für Sozialethik bis 30.09.2015 mit einem Beschäftigungsumfang von 30 Stunden/Woche zu besetzen. Bewerbungsschluss ist am 21.09.2014. Nähere Informatioenen finden Sie in der Ausschreibung.

Universitätsassistent/in am Institut für Systematische Theologie an der Universität Wien

An der Universität Wien  ist ab 01.11.2014 die Position einer/eines Universitätsassistent/in (“prae doc”) am Institut für Systematische Theologie bis 30.09.2018 mit einem Beschäftigungsumfang von 30 Stunden/Woche zu besetzen. Bewerbungsschluss ist der 03.Oktober 2014. Nähere Informationen finden Sie in der  Ausschreibung.

Solidarität und Grenzen – Grenzen der Solidarität? – Internationale Tagung

Unter dem Thema „Solidarität und Grenzen – Grenzen der Solidarität? Zugang zu internationalem Schutz in Europa“ findet am 7. und 8.Oktober in Berlin der Kongress Migration und Integration des deutschen Caritasverbandes statt. Die internationale Tagung findet im Rahmen der Caritas Kampagne 2014 “Weit weg ist näher, als du denkst” statt. Anmeldeschluss ist der 10. September 2014. Näheres können Sie der Einladung mit Tagungsprogramm entnehmen.

 

CfP: Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften 2015

In der Rubrik “Forschungsbeiträge zur Sozialethik” des Jahrbuchs für Christliche Sozialwissenschaften erscheinen in jedem Band immer auch Beiträge zu einem frei wählbaren Thema der Sozialethik. Auch für 2015 wird wieder eingeladen, einen thematisch freien Aufsatz einzureichen. Einsendeschluss der vollständigen Beiträge in deutscher oder englischer Sprache ist der 31. Januar 2015.

Die Beiträge werden anonym begutachtet (double blind peer review); pro Ausgabe können bis zu drei Beiträge berücksichtigt werden. Nähere Informationen gibt es hier.

Ethik und Gesellschaft 1/2014 – Politiken der Anerkennung

 

Die neueste Ausgabe der Online-Zeitschrift Ethik und Gesellschaft beschäftigt sich mit “Politiken der Anerkennung”.

Nach den großen Debatten der politischen Philosophie in den letzten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts ist es im gesellschaftsethischen Grundlagendiskurs ruhiger geworden. Die Liberalismus-Kommunitarismus-Debatte gilt als beendet (und wenn doch noch jemand einen Beitrag dazu leistet, wird er als “jenseits der Liberalismus-Kommunitarismus-Debatte” apostrophiert), die Aufregung um Nussbaums Capabilities approach hat sich gelegt und die Dominanz von Rawls’ Theorie der Gerechtigkeit als Fairness irgendwie verfestigt. Dabei ist mit der Anerkennungstheorie ein sozialethischer Ansatz neuformuliert und ausgebaut worden, der – wie die anderen politischen Philosophien der Gegenwart – an eine der großen Traditionen anschließen kann und gewiss sowohl für die liberale als auch für die neoaristotelische Schule Bedenkenswertes vorträgt. Zudem beziehen sich anerkennungstheoretische Überlegungen häufig unmittelbar auf gesellschaftspolitische Fragen wie auf die “Integration von Migranten” oder die “Inklusion von Menschen mit Behinderung”. Diese Ausgabe von Ethik und Gesellschaft greift Fragen rund um die Anerkennungstheorie(n) auf und möchte damit Anregungen für den gesellschaftsethischen Grundlagendiskurs geben. Welche sind die wichtigen Motive der Anerkennungstheorie? Welche Folgen hat das für eine Politk der Anerkennung? Welche Probleme und Grenzen müssen benannt werden? Wie lässt sich die Anerkennungstheorie mit den großen gesellschaftspolitischen Herausforderungen der Gegenwart in Verbindung bringen?

Die Aufsätze der Ausgabe finden sich auf der Website der Zeitschrift.

 

Stellenausschreibung: wiss. Mitarbeiter/in Uni Frankfurt

Im Fachbereich Katholische Theologie an der Uni Frankfurt ist zum 01.10.2014 an der Professur für Moraltheologie / Sozialethik eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter / wissenschaftliche Mitarbeiterin (50%) zu besetzen. Die Stelle ist zunächst auf drei Jahre befristet.

Einstellungsvoraussetzungen: Der / die Kandidat/in sollte einen Abschluss in Katholischer Theologie haben, Forschungs- bzw Lehrerfahrungen im Bereich Theologische Ethik mitbringen, sowie die Offenheit, in allen Gebieten der Moraltheologie und der Sozialethik mitzuarbeiten.  Der / die Kandidat/in sollte besondere Kompetenzen im fakultären Schwerpunkt Interkulturelle Theologie mit Bezug zur Ethik haben.

Bewerbungschluss war eigentlich 06.08. Allerdings werden auch jetzt noch Bewerbungen akzeptiert. Je früher desto besser natürlich …

Die Bewerbungen sind zu richten an Prof. Dr. Knut Wenzel.

 

CfP: Ethik für das Internet der Dinge

Die 22. Ausgabe der Zeitschrift “International Review of Information Ethics” (IRIE) wird sich mit den ethischen Herausforderungen des “Internets der Dinge” beschäftigen. Eine solche Ethik, so der Call for Papers, ist auf dem Gebiet der Informationsethik verankert, aber sie radikalisiert dieses Thema zu einem gewissen Grad, insofern die materiale Welt zunehmend als Informationstechnologie auftritt.

Wer zu diesem Thema etwas in der Zeitschrift publizieren möchte, ist herzlich eingeladen, auf den Call zu antworten (offen bis 31.08.2014). Hier gibt es alle Informationen.

Ist Bildung ein Menschenrecht?

… fragt Axel Bernd Kunze im aktuellen Heft „Verantwortung wahrnehmen – Gesellschaft gestalten“ (2/2014) der schulpädagogischen Fachzeitschrift „Engagement“, die im Münsteraner Verlag Aschendorf errscheint. Der Beitrag dokumentiert die Festrede der Schulleitung, die am 20. September 2013 im Rahmen der feierlichen Zeugnisübergabe an die Absolventinnen des Berufspraktikums an der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt gehalten wurde. Deutlich wird, wie wichtig der Beruf der Erzieherin ist, wenn dieses Menschenrecht umfassend gesichert werden soll. So heißt es am Ende des Beitrags: „Bildung, nicht zuletzt gezielte Sprachförderung, muss bereits von klein auf beginnen, wenn der Einzelne sein Recht auf Bildung umfassend verwirklichen soll. Und auch Menschenrechtsbildung beginnt altersangemessen bereits im Kindesalter. Insofern kann der Beruf der Erzieherin und der des Lehrers durchaus als eine wichtige Menschenrechtsprofession bezeichnet werden” (S. 144).

Bochumer Summer School zur Wirtschaftsethik

Die Katholisch-Theologische Fakultät Bochum und das Regionalbüro Westfalen der Konrad-Adenauer-Stiftung veranstalten vom 22.-25.09.2014 eine Summer School zum Thema “Bibel – Ethik – Wirtschaft” (organisiert von Prof. Wiemeyer, Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftslehre und Prof. Söding, Lehrstuhl für Theologie und Exegese des Neuen Testaments).

In der Bochumer Summer School “Bibel – Ethik – Wirtschaft” sollen fortgeschrittene Studierende und Doktoranden aus den Feldern der Theologie, der Wirtschaftswissenschaften und anderer interessierter Disziplinen über das Spannungsfeld von Moral und ökonomischem Vorteilsstreben diskutieren und sich zugleich darüber informieren, wie einzelne Unternehmen diesen Herausforderungen gerecht werden.

Nähere Informationen zum Programm und zu den Bewerbungsmöglichkeiten finden sich hier. Achtung: Bewerbungsschluss ist bereits der 07.07.2014.

 

 

Stellenausschreibung: Wissenschaftliche/r Referent/in

Am Institut für Theologie und Frieden (ithf) in Hamburg ist ab sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt die Stelle eines/r wissenschaftlichen Referenten/in (E 13/50%) zu besetzen. Die Stelle ist auf 3 Jahre befristet mit der Option einer Verlängerung um 2 Jahre.

Nähere Informationen finden Sie hier: Ausschreibung.

Stellenausschreibung ZdK

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt im Rahmen einer Muttschutz- und Elternzeitvertretung eine Referentin oder einen Referenten für die Arbeitsgruppe Kirche und Gesellschaft des ZdK-Generalsekretariats in Bonn-Bad Godesberg.

Der Stellenumfang beträgt 100% und ist voraussichtlich bis 31.05.2015 befristet.

Nähere Informationen zur Stellenbeschreibung und den Bewerbungsmöglichkeiten finden sich hier. Bewerbungsschluss ist der 30.06.2014.

EthikJournal 1/2014

Vor kurzem ist die insgesamt dritte Ausgabe der noch jungen Online Zeitschrift für Ethik und Soziale PraxisEthikJournal – mit dem Thema Zur ethischen Kritik professioneller Deutungs- und Wahrnehmungsmuster sozialer Probleme” erschienen.

Die hier gewählten Zugänge zu einer ethischen Kritik professioneller Deutungs- und Wahrnehmungsmuster sozialer Probleme könnten unterschiedlicher nicht sein. Sabine Schäper (Münster) hält fest, dass Fragen der Kategorisierung immer auch Machtfragen sind. Mithilfe der Machtanalytik Michel Foucaults werden von Sabine Schäper Formen der Bemächtigung dechiffriert.

Carolin Neubert (Jena) hingegen rekonstruiert in ihrem Beitrag Orte ritueller Praxen in einem Praxisfeld der Sozialen Arbeit: einem Jugendamt.

Der Fallkommentar von Florian Kiuppis (Lillehammer/Atlanta) verdeutlicht eben jene Spannung zwischen der – einer bestimmten Logik von Deutungsmustern und Modellen folgenden und daher immer subjektiv verfassten – Beschreibung eines Einzelfalls und dessen (ethischer) Reflexion und Bewertung am Beispiel des Instruments der Fallbeschreibung und Kommentierung.

Direkt zur aktuellen Ausgabe geht es hier.

Fachtagung “Migration nach Deutschland gerecht gestalten”

Am 29./30. September 2014 findet in der Akademie Franz Hitze-Haus die Fachtagung: Sozialethik konkret – Migration nach Deutschland gerecht gestalten statt. Die Fachtagung wird sich unter anderem mit den
politischen, juristischen, wirtschaftlichen und sozialethischen Fragen beschäftigen, die sich aus der Migration nach Deutschland ergeben.

Weitere Informationen finden Sie im Tagungungsflyer.