CfP: Die Zukunft der informationellen Selbstbestimmung

Am 26. und 27. November 2015 veranstaltet das Forum Privatheit und selbstbestimmtes Leben in der Digitalen Welt in Berlin eine Konferenz zum Thema “Die Zukunft der informationellen Selbstbestimmung”.

Web 2.0, Google, Big Data, Geheimdienstüberwachung, vernetzte Automobile, Wearables, Self Tracking … die vielfältigen Anwendungen der Informations- und Medientechniken machen deutlich, dass sich normative Vorstellungen von Freiheit durch informationelle Selbstbestimmung im heutigen digitalen Zeitalter vor massive Herausforderungen gestellt sehen. Auf der Konferenz soll aus diesem Grund im interdisziplinären Dialog kritisch und richtungsoffen über die Zukunft der informationellen Selbstbestimmung diskutiert werden.

Der Call richtet sich in erster Linie an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der technischen und ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen, der Rechtswissenschaft, Soziologie, Psychologie, Philosophie, Wirtschafts-, Medien- und Kommunikationswissenschaften, ist aber sicher auch für den ein oder die andere aus dem Bereich der Christlichen Sozialethik interessant.

Der ausführliche Text des CfP sowie weitere Informationen zur Einreichung finden sich hier. Der Call ist geöffnet bis zum 15. Mai 2015.

Stellenausschreibung: Wirtschaftsethiker (m/w)

Die Aachener Grundvermögen, eine Immobilien-Kapitalverwaltungsgesellschaft, sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Wirtschaftsethiker (m/w). Weitere Informationen könnt Ihr der Stellenausschreibung entnehmen.

“Das Konzil ‘eröffnen’” – große Jubiläumstagung zum II. Vatikanum

Vom 6. bis 8. Dezember 2015 findet in der Katholischen Akademie München ein großer internationaler Kongress aus Anlass des 50. Jahrestages des Konzilsabschlusses statt.

Unter dem Titel “Das Konzil’eröffnen’. Theologie und Kirche unter dem Anspruch des Zweiten Vatikanischen Konzils” sind alle deutschsprachigen Theologinnen und Theologen aller Fachrichtungen mit einem postgraduierten Abschluss eingeladen.

Am 8. Dezember 1965 wurde das Zweite Vatikanische Konzil feierlich beendet. Noch 50 Jahre danach ist seine Rezeption alles andere als abgeschlossen. Allein schon deshalb, weil die Diskussion über die Hermeneutik des umfassenden Textcorpus nach wie vor in vollem Gange ist, die Frage der Verbindlichkeit dieses Pastoralkonzils noch immer kontrovers beantwortet und der so genannte Geist des Konzils oft divergent bestimmt wird. Nicht zuletzt haben die Konzilsväter selbst bestimmte Fragen, wie etwa nach dem Verhältnis von Universal- und Ortskirche oder der strukturellen Einbindung des Primats in eine communio-Ekklesiologie, ganz bewusst der nachkonziliaren Theologie überlassen und aufgegeben.
Überdies sind seit dem Konzil politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche, technische etc. Veränderungen und Prozesse eingetreten, welche das Konzil noch nicht im Blick haben konnte, die heute aber Theologie und Kirche herausfordern, die theologischen Grundlinien des Zweiten Vatikanischen Konzils weiter auszuziehen und unter ihrem Anspruch nach zukunftsweisenden Antworten zu suchen. Der Kongress möchte sich diese Aufgabe stellen, unter Einbeziehung aller deutschsprachigen Theologinnen und Theologen aller Fachrichtungen. Das Konzil „eröffnen“ heißt: Die Hoffnung nicht aufgeben, einem kommenden Konzil zuarbeiten.

Weitere ausführliche Informationen sowie Anmeldemöglichkeiten finden sich hier.

Grüne Reihe greift bildungsethische Fragen auf

Sind Bildungsfragen Gesellschaftsfragen? – Dieser Frage widmet sich das aktuelle bildungsethische Heft 417 aus der sogenannten “Grünen Reihe” der Katholisch-Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle: Welche Rolle spielt Bildung für die Aufrechterhaltung jener Werthaltungen, sozialen Tugenden und Dispositionen, die für ein demokratisches Zusammenleben unerlässlich sind? Welche Bildungs- und Erziehungsaufgaben ergeben sich daraus? Wie kann gesellschaftliche Teilhabe durch Bildung menschenrechtlich abgesichert werden? Das Heft macht deutlich, dass zwischen Bildungs- und Erziehungsauftrag demokratiepädagogisch klar zu unterscheiden ist, wenn die Freiheit im Bildungssystem erhalten bleiben soll. Die Hefte der Reihe “Kirche und Gesellschaft eignen sich für die Bildungsarbeit. Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit unter www.ksz.de.

Axel Bernd Kunze: Sind Bildungsfragen Gesellschaftsfragen? Überlegungen zur demokratiepädagogischen Bedeutung eines Rechts auf Bildung (Kirche und Gesellschaft; 417), Köln: J. P. Bachem Medien 2015.

Umfrage zur Familiensynode – Studierendenprojekt

Hier die Einladung von drei Studierenden der Theologie und der Sozialwissenschaften, sich an einer internationalen, an alle Gläubigen gerichtete Umfrage zur Familiensynode zu beteiligen. Sie führen diese Umfrage durch, werten den Rücklauf aus, und werden die Ergebnisse in den Vorbereitungsprozess der ordentlichen Synode einspeisen. Wer die Studierenden bei Ihrem Projekt unterstützen möchte, kann sich unter folgendem Link an der Umfrage teilnehmen: https://www.soscisurvey.de/synod2015

Weitere Informationen hier: Anschreiben Fragt die Gläubigen

Fellowship für Postdocs an der ksoe

In memoriam P. Johannes Schasching startet mit Herbst 2015 eine sozialethische Forschungsstelle als Schasching-Fellowship (post-doc) an der Katholischen Sozialakademie Österreichs (ksoe).

Aktuell läuft eine Ausschreibung, die sich an BewerberInnen für die beiden ersten Forschungsjahre 2015/16 und 2016/17 (je eine Person pro Jahr als Fellow) richtet. Beginn des ersten Forschungsjahres ist September 2015 in Wien (Arbeitsplatz an der ksoe).

Eine Bewerbung ist für fünf Themenfelder möglich: Ethik der Nachhaltigkeit, ökumenische Theorien und Praktiken, Macht und Partizipation in wirtschaftlichen und politischen Zusammenhängen, Digitalisierung der Lebenswelt sowie Fragen globaler Gerechtigkeit.

Nähere Informationen finden sich hier. Bewerbungsfrist ist bis 1. März 2015.

Stellenausschreibung Referentin / Referent für Lokale Kirchenentwicklung / Weiterbildung Pfarrgemeinderäte

Die Thomas-Morus-Akademie in Bensberg, Katholische Akademie im Erzbistum Köln, sucht zum baldmöglichsten Termin eine Referentin / einen Referentin für den Bereich Lokale Kirchenentwicklung / Weiterbildung Pfarrgemeinderäte.

Die Stelle ist zunächst auf zwei Jahre befristet, eine Verlängerung wird aber ausdrücklich nicht ausgeschlossen. Die Bewerbungsfrist endet am 28.02.2015.

Nähere Informationen sowie die komplette Stellenausschreibung finden sich hier.

 

Das Gymnasium in der bildungsethischen Debatte

“Hat das Gymnasium in der bildungsethischen Debatte noch eine Zukunft?” fragt die Zeitschrift “Katholische Bildung” in ihrer Januarausgabe 2015 (der zweite Teil des Beitrags wird im Februarheft der Zeitschrift erscheinen). Der Beitrag beruht auf einem Vortrag, der am 11. Oktober 2014 auf dem 55. Internationalen Bodenseetreffen der Lehrkräfte Höherer Schulen aus Baden-Württemberg, Bayern und Österreich gehalten wurde. Der Beitrag steht auch online unter  http://www.vkdl.de/pdf/katholische-bildung/2015-01-09+Katholische-Bildung_1-2015.pdf zur Verfügung.

Die Zeitschrift wird herausgegeben vom Verein katholischer deutscher Lehrerinnen e. V. (VkdL).

Ethik und Gesellschaft 2/2014 – Prekäre Arbeit

Die neueste Ausgabe der ökumenischen Online-Zeitschrift Ethik und Gesellschaft widmet sich dem Thema “Prekäre Arbeit”.

Einführend bietet der Beitrag von Klaus Dörre einen Überblick des Prekarisierungskonzepts, das durch die Studien von Ueli Mäder, Michèle Amacker und Sabine Plonz auf verschiedene Kontexte hin konkretisiert und damit auch konzeptionell weitergeführt wird. Der normativen Fragestellung nach der Problematik der Prekarisierung widmen sich besonders die Aufsätze von Jähnichen und Meireis, während der Beitrag Sigrists Folgen für die sozialdiakonische Praxis zu skizzieren sucht.  Die Ausgabe steht in der lockeren Folge einer Berner Tagung, die im Herbst 2011 stattfand und den normativen Aspekt des Prekarisierungsproblems zum Thema hatte.

Die Aufsätze der Ausgabe finden sich auf der Website der Zeitschrift.

Medienethische Tagung: Die Zukunft des Journalismus

Die Zukunft des Journalismus steht mit dem Medienwandel zur Debatte. Das Internet hat dem Journalismus nicht nur neue Formen und Möglichkeiten eröffnet. Die Digitalisierung hat, vor allem durch das Wegbrechen des Anzeigenmarkts, zu einer ökonomischen Krise im Printjournalismus und den Qualitätsmedien geführt. Hinzu kommt eine massive Glaubwürdigkeitskrise: es ist von “gelenkten Mainstream-Medien” und “Staatsrundfunk” die Rede. Die Menschen vertrauen statt dessen “dem Internet”.

Diese Krisen des Journalismus betreffen in besonderer Weise medienethische Diskussionen. Das Netzwerk Medienethik, seit knapp 20 Jahren der Treffpunkt der praktischen und wissenschaftlichen Medienethik, macht daher die Zukunft des Journalismus auf ihrer Jahrestagung 2015 zum Thema. Dabei sein werden unter anderem Juliane Leopold (BuzzFeed), Elmar Theveßen (Stellvertretender Chefredakteur, ZDF), Jochen Wegner (ZEIT online) und David Schraven (Correctiv).

Termin: Do 12. – Fr 13. Februar 2015

Ort: München, Hochschule für Philosophie, Kaulbachstr. 31, 80539 München (U-Bahn „Universität“)

Informationen und Anmeldung sind hier möglich.

 

Stellenausschreibung: Wiss. Mitarbeiter/in Nell-Breuning-Institut Frankfurt

Das Nell-Breuning-Institut der Hochschule Sankt Georgen sucht zum 1. März 2015 befristet auf drei Jahre einen/eine Wiss. Mitarbeiter/in (50%-Stelle, TVöD 13).

Nähere Informationen gibt es hier.

Bewerbungsschluss ist der 30.01.2015.

Stellenausschreibung: Wiss. Mitarbeiter/in IWE Bonn

Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn sucht für das Institut für Wissenschaft und Ethik (IWE) zum nächstmöglichen Zeitpunkt zunächst befristet für 4 Jahre einen/eine Wiss. Mitarbeiter/in (Entgeltgruppe 13/14 TV-L).

Nähere Informationen gibt es hier.

Bewerbungsschluss ist der 12.01.2015.

JCSW 55/2014 – Menschenrechte in der katholischen Kirche

Das neue Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften hat den thematischen Schwerpunkt “Menschenrechte in der katholischen Kirche”.

Die Beiträge setzen sich mit Herausforderungen und uneingelösten Potentialen der Menschenrechte auseinander, deren Aneignung für die katholische Kirche mit der Sozialenzyklika Papst Johannes‘ XXIII. Pacem in terris und im Zweiten Vatikanischen Konzil grundsätzlich vollzogen wurde. Unter anderem rückt die Frage nach dem Stellenwert, der den Menschenrechten für die institutionelle Gestalt und die rechtliche Ordnung der Kirche sowie für die Kommunikation zwischen Gläubigen und Hierarchie zukommt bzw. zukommen kann, in den Fokus der sozialethischen Aufmerksamkeit.

Berichtet wird auch über Tagungen in Graz, Berlin, Schwerte und Heppenheim. Wie üblich werden laufende und in jüngster Zeit abgeschlossene wissenschaftliche Arbeiten zur katholischen Sozialethik angezeigt.

Die Druckausgabe dieses Bandes erscheint im November 2014 im Aschendorff Verlag, Münster.

Der Band kann über den Buchhandel (ISBN 978-3-402-10987-8) oder direkt beim Verlag bezogen werden. Die Beiträge können auch per Online-Abonnement gelesen werden.

Mehr Informationen zum aktuellen Band sowie das Inhaltsverzeichnis sind hier zu finden.

Communicatio Socials 3/2014: Ethik und Computerspiele

Lange Zeit entbrannten heftige Debatten über die Auswirkungen exzessiven Computerspielens – insbesondere einschlägiger Ego-Shooter – sobald “spielende” Jugendliche in Gewaltakte involviert waren. Die Medienberichterstattung nimmt mittlerweile jedoch Abstand von einfachen, linearen Erklärungsmustern. Zunehmend rückt der Vorwurf einer potentiell gewaltfördernden Wirkung in den Hintergrund und der Fokus verschiebt sich auf die bisher vernachlässigte Frage nach den ethischen Implikationen von Computerspielen.

Communicatio Socialis beleuchtet in Heft 3 (2014)  die Frage, ob Computerspiele ethisch-moralische Werte vermitteln können und inwieweit von ihnen relevante Wirkung auf das sich in der Adoleszenz entwickelnde Wertesystem ausgehen.

Das Heft ist bereits online und als Printausgabe erschienen. Insbesondere ist das komplette Inhaltsverzeichnis über den Internetauftritt der Zeitschrift inklusive der Abstracts der Artikel zugänglich. Die vollständigen Artikel sind allerdings online zugangsbeschränkt. Über die Bezugsmöglichkeiten kann man sich hier informieren.

 

Berliner Werkstattgespräche 2015: Transnationalität und politische Ordnung

Die Berliner Werkstattgespräche der Sektion “Sozialethik” der internationalen Vereinigung für Moraltheologie und Sozialethik beschäftigen sich vom 23.-25. Februar 2015 mit dem Thema “Transnationalität und politische Ordnung”.

Seit dem Bericht des Club of Rome (1972) hat sich zunehmend die Einsicht durchgesetzt, dass die Menschheit mit vielfältigen ökologischen, wirtschaftlichen und politischen Problemen konfrontiert ist, die von einer national ausgerichteten Politik nicht angemessen bewältigt werden können. Seither hat sich auch die internationale Ordnung „globalisiert“: Ein Geflecht politischer, rechtlicher und ökonomischer Institutionen, Vertragsregime und transnationaler Akteure hat sich zu einer neuartigen, „transnationalen“ Ordnungsstruktur entwickelt. Dieses vielfach als „Netzwerkstruktur“ beschriebene politische Geflecht wirft jedoch fundamentale politisch-ethische Fragen auf, sowohl hinsichtlich seiner Problemlösungseffizienz als auch seiner demokratischen Legitimation und Kontrollierbarkeit. Im Austausch mit Gesprächspartnern aus Völkerrecht, Politik- und Wirtschaftswissenschaften wird das Werkstattgespräch sowohl diese übergreifenden als auch exemplarische ethische Fragestellungen auf globaler wie europäischer Ebene diskutieren.

Eingeladen sind Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus dem Bereich der Christlichen Sozialethik, die ein abgeschlossenes Promotionsverfahren vorweisen können (Ausnahmen möglich). Anmeldeschluss ist der 15. Januar 2015.

Programm, Anmeldemöglichkeiten und nähere organisatorische Hinweise finden sich im Flyer.