Die EU nach dem Brexit: Ein sozialethischer Diskussionsbeitrag

Im Weblog der AG Christliche Sozialethik ist Ende Juli ein Beitrag von Joachim Wiemeyer zum Zustand und den Perspektiven der Europäischen Union nach dem Brexit erschienen. Darin befasst sich der Autor neben politischen und ökonomischen Aspekten der gegenwärtigen Lage unter anderem auch mit den europabezogenen Haltungen und Wertvorstellungen katholischer Ortskirchen. Sein Urteil fällt vergleichsweise skeptisch aus:

Nicht erst die unterschiedlichen Haltungen deutscher und französischer Bischöfe im Gottesbezug des Lissaboner Vertrages, die tiefgreifenden Meinungsverschiedenheiten jüngst in der Flüchtlingskrise oder die durch massive Unterstützung von Bischöfen, Klerus usw. ins Amt gehobene neue polnische Regierung oder die Unterstützung Orbans durch ungarische Bischöfe machen deutlich, dass es keine katholische Haltung zu Europa gibt. […] Ebenso fehlen eine kommunikative Vernetzung und ein wissenschaftlicher Austausch zwischen katholischen Ethikern der einzelnen EU-Länder, soweit es überhaupt Christliche Sozialethik als eigene Disziplin in anderen Ländern gibt.
Angesichts der tiefgreifenden Divergenzen selbst unter den europäischen Katholiken plädiert Wiemeyer dafür, Europa “wieder von einem geschichtsphilosophisch überhöhten Projekt auf die Realität” zurückzuholen. Rückmeldungen und weitere Diskussionsbeiträge sind durch die AG CSE ausdrücklich erwünscht.

Fachtagung: Crowdworking und Gerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt

Internetplattformen bieten inzwischen unzählige Jobs für Menschen, die Arbeit schnell und billig anbieten. Sowohl Start-ups als auch große Unternehmen greifen mittlerweile selbstverständlich auf diese Crowdworker zu. Welche Konsequenzen ergeben sich aus dieser Entwicklung für den Arbeitsmarkt, für Berufsfelder und für Arbeitnehmer? Neben der Frage, ob dies u. U. Arbeitsplätze (in Deutschland) kostet, werden auch elementare Errungenschaften des Sozialstaates tangiert: Es gibt weder eine soziale Absicherung, noch tarifgebundene Löhne oder Arbeitszeitregelungen. Auch die gewerkschaftliche Organisation der Arbeitnehmer wird stark erschwert. Wie können gerechte Arbeitsbedingungen für diese Art von Arbeit aussehen und wie müssten sie gestaltet werden?

Diese und weitere Fragen sollen am 19. und 20.09. auf einer interdisziplinären Fachtagung im Franz-Hitze-Haus (Münster) diskutiert werden.

Nähere Informationen und Anmeldemöglichkeit finden sich auf der Tagungsseite. Dort ist auch das detaillierte Programm einsehbar.

Tagung KSI: Umweltbewahrung und Nachhaltigkeit

Die Folgen der ökologischen Krise sind an vielen Stellen spürbar und werden sich in Zukunft noch verschärfen. Alle Menschen sind dazu aufgerufen, umzudenken. Die Problematik ist vielschichtig, schnelle Lösungen sind nicht zu erwarten. Die Arbeitsgemeinschaft “Christlich-muslimischer Dialog zu sozialethischen Fragen” am Katholisch-sozialen Institut der Erzdiözese Köln will hier gemeinsam einen ersten Schritt gehen.

Die Arbeitsgemeinschaft lädt ein zu einer christlich-islamischen Fachtagung zum Thema “Umweltbewahrung und Nachhaltigkeit”. Besonders richtet sich die Tagung auch an Studierende und Nachwuchswissenschaftler/-innen und möchte dazu anregen, dass sie sich mit ihrer Meinung und ihren Ideen in die öffentliche Diskussion einbringen.

Die Veranstaltung zielt auf aktive Mitwirkung der Teilnehmenden. Insbesondere beim “Offenen Forum” möchten wir Teilnehmenden den Raum geben, ihre eigenen Themen und Projekte vorzustellen. Bei Interesse ist ein kurzes Abstract an schroeder@ksi.de zu senden.

Das ausführliche Programm und weitere Informationen finden sich auf dem Veranstaltungsflyer.

“Auf Kuschelkurs? – Medien und Sport” – Communicatio Socialis 2/2016

Titelseite-2_2016-197x300Medienethische Fragen im Verhältnis von Sport und Medien sind das Thema des aktuellen Hefts von Communicatio Socialis (Heft 2/2016). Das Heft ist online erschienen, einige Texte sind frei erreichbar.

Medienethischer Schwerpunkt: Sport und Medien

Der Sport ist ein riesiges Geschäft – und die Sportberichterstattung ist ein Teil dieses Business. Das Heft befasst sich mit dem Forschungsfeld Sportkommunikation (Beitrag von Holger Ihle,  frei als Leseprobe), insbesondere mit seinen problematischen Seiten. Jörg-Uwe Nieland schreibt über Ethik in der Sportkommunikation, Thomas Horky und THomas Hestermann über die Bedeutung vereinseigener Medien. Den Abschluss des Schwerpunktes setzt Regina Greck mit einem Artikel zu den Olympischen Winterspielen 2014.

Kommunikation in Kirche und Gesellschaft und weitere Aufsätze

In einem philosophisch-ethischen Beitrag situiert Christiane Schöttler die digitale Selbstvermessung (etwa durch Fitnessarmbänder) zwischen Emanzipation und digitaler Überwachung. Hermann Kirchmann schreibt über Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des evangelischen Wohlfahrtsverbands Deutschlands (Diakonie).

Das neue Heft ist ab sofort online abrufbar. Die Artikel können auch einzeln erworben werden. Wie gewohnt erscheint die neue Ausgabe auch in gedruckter Form. Die Zeitschrift Communicatio Socialis wird  im verzögerten Open Access publiziert: 12 Monate nach Erscheinen eines Artikels ist er frei im Netz zugänglich.

Ethik und Gesellschaft 1/2016 – Die Vermögenskonzentration und das Zuviel an sozialer Ungleichheit

Die neueste Ausgabe der ökumenischen Online-Zeitschrift Ethik und Gesellschaft ist dem Thema “Die Vermögenskonzentration und das Zuviel an sozialer Ungleichheit” gewidmet.

Dass gerade bei den Vermögen die Ungleichheiten zunehmen, dass sich – mehr noch – das gesellschaftlich vorhandene Vermögen bei wenigen an der Spitze, bei den Superreichen, konzentriert, ist nicht erst seit »Das Kapital im 21. Jahrhundert« von Thomas Piketty bekannt. Zunehmend wird aber gesellschaftlich bewusst, dass die – gerade auch in Deutschland – zugespitzte Vermögenskonzentration nicht nur Folge und Indikator sozialer Ungleichheiten ist, sondern dass sie diese unter finanzmarktkapitalistischen Bedingungen weiter verschärft. Und dass diese Vermögenskonzentration schädlich für liberale, erst recht für demokratische Gesellschaften, aber auch für deren kapitalistisch verfasste Volkswirtschaften ist.

Die Aufsätze der aktuellen Ausgabe finden sich hier.

Tagung: Digitalisierung der Zivilgesellschaft

In Kooperation mit dem Institut für Sozialstrategie (IfS) veranstaltet das Forschungsinstitut für Philosophie Hannover (fiph) von 30.09.-01-10.2016 eine Fachtagung zur “Digitalisierung der Gesellschaft”.

Auf der interdisziplinäre Tagung sollen die sozialen und philosophischen Auswirkungen der digitalen Welt untersucht werden. Diese verändert den Umgang von Menschen miteinander, aber auch die Sitten und Gebräuche in Wirtschaft und Wissenschaft, Erziehung und Unterhaltung. Das Stichwort der „digitalen Disruption“ deutet an, dass es um eine der größten Umwälzungen seit Erfindung des Buchdrucks geht. Diese birgt Chancen und Risiken für das Zusammenleben.

Die Zivilgesellschaft lebt von der Partizipation der Bürgerinnen und Bürger. Partizipation setzt Autonomie voraus. Was aber heißt heute Autonomie? Kann angesichts der zunehmenden Transparenz in der digitalen Welt noch von der Selbstbestimmung der Person gesprochen werden? Wie verändert die Digitalisierung unser Verständnis von Politik? Welche rechtlichen Rahmenbedingungen bedarf es, um den Menschen vor dem totalen Zugriff zu schützen? Wie hängen Transparenz auf der einen, Autonomie auf der anderen Seite zusammen? Lässt sich beispielsweise der Gedanke „digitaler Bürgerrechte“ konsistent umsetzen oder bleibt er eine Utopie?

Anhand folgender Themenbereiche sollen Chancen und Risiken des digitalen Lebens ausgelotet werden: „Politik und Liquid Democracy“, „Digitales Leben“, „Digitale Bürgerrechte“ und „Digitale Wissenschaft“.

Referenten sind u. a.  Yoko Arisaka, Jens Best, Ulrich Hemel, Andreas Hetzel, Lilian Landes, Jürgen Manemann, Lena Pint, Marina Weisband.

Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden sich auf der Tagungshomepage.

Tagung: “Flucht, Religion und Integration – Interreligiöse Impulse”

Das Jakobushaus in Goslar, die Akademie des Bistums Hildesheim lädt am 15./16. Oktober 2016 zu einer  Tagung “Flucht, Religion und Integration – Interreligiöse Impulse” ein.

Ziel dieser Tagung ist es, den Zusammenhang Flucht – Religion – Integration genauer zu beleuchten und auch zu hinterfragen, ob Religion darin tatsächlich eine relevante Größe ist, oder ob nicht noch andere Faktoren (politische, kulturelle, wirtschaftliche o.ä.) eine bedeutende Rolle spielen. Zu diesem Thema diskutieren Wissenschaftler_innen aus unterschiedlichen Bereichen – Theologie, Religionswissenschaft, Erziehungswissenschaft, Islamwissenschaft, Sozialwissenschaft etc. Gleichzeitig erfolgt eine Rückschau auf die Flüchtlingshilfe der vergangenen Jahre durch Berichte aus der Praxis: Wie sichtbar (und wichtig) ist Religion bei der Flüchtlingshilfe in Moscheevereinen und kirchlichen Einrichtungen? Und was kann interreligiöser Austausch bei der Integration der Geflüchteten leisten?

Referent_innen sind u. a.  Prof. Dr. Micha Brumlik (Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main und Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg), Dr. Hans-Jürgen Marcus (Diözesan-Caritasdirektor Hildesheim), Prof. Dr. Alexander-Kenneth Nagel (Georg-August-Universität Göttingen), Pater Frido Pflüger SJ (Direktor Jesuiten-Flüchtlingsdienst, Berlin), Prof. Dr. Riem Spielhaus (Georg-August-Universität Göttingen und Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung, Braunschweig) sowie Vertreter_innen der Flüchtlings- und Integrationshilfe der Stadt Goslar.

Mehr Informationen sowie das Programm befinden sich auf der Tagungshomepage.

CfP und Tagungshinweis: Brauchen Maschinen Ethik – und wenn ja, welche?

Die diesjährige Tagung des Interdisciplinary Media Ethics Center Vienna (IMEC) findet vom 1.12.2016 (Get together) bis zum 3.12.2016 an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg statt. Die Entwicklung autonomer medialer Systeme werfen besondere Probleme auf. Thema der Tagung sind daher die ethischen Konsequenzen aus einer zunehmenden Kommunikation und Steuerung durch autonome Systeme. Dies wird vor dem Hintergrund der kommunikationswissenschaftlichen Mediatisierungs­kon­zeption betrachtet.

Der Call for Papers kann hier heruntergeladen werden (offen bis 15. September 2016).

Die Durchführung der Tagung ist eine Kooperation der Forschungsgruppe Medienethik der PHL (Leitung Matthias Rath) sowie der Professur „Kommunikations- und Medien­­wissenschaft mit dem Schwer­punkt soziale Kommu­nikation und Mediatisierungs­­for­schung“  (Friedrich Krotz) am ZeMKI der Universität Bremen.

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos, allerdings ist die Zahl der Teilnehmer­Innen beschränkt. Anmeldungen mit diesem Formular an IMEC2016(at)ph-ludwigsburg.de. Weitere Informationen finden sich auf der Tagungswebsite.

Ausschreibung: Wissenschaftliche_r Mitarbeiter_in an der Universität Würzburg

An der Professur für Christliche Sozialethik der Katholisch-Theologischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (Prof. Dr. Michelle Becka) ist zum 1.10.2016 (oder später) die Stelle eines/einer wissenschaftlichen Mitarbeiters/-in (Vergütung nach TV-L, mit der Hälfte der regulären Arbeitszeit) zu besetzen. Die Stelle ist zunächst auf voraussichtlich drei Jahre befristet. Eine Verlängerung des Beschäftigungsverhältnisses um weitere drei Jahre wird angestrebt. Es ist erwünscht, dass die Stelle mit einem eigenen Forschungsprojekt in Form einer Promotion oder Habilitation verbunden wird.

Alle weiteren relevanten Informationen finden sich in der Stellenausschreibung. Bewerbungsschluss ist der 31.08.2016.

Neuer Studiengang Medienethik an der Hochschule für Philosophie in München

An der Hochschule für Philosophie in München kann man ab Wintersemester 2016/2017 berufsbegleitend Medienethik studieren. Inhalte sind vor allem ethische Aspekte der Berufspraxis des Journalismus, der strategischen Kommunikation (Öffentlichkeitsarbeit…), der Unterhaltung und der Entwicklung von Informations- und Kommunikationstechnologien.

Zwei Varianten werden angeboten: a) Intensiv (4-8 Semester) als weiterbildender Masterstudiengang „Ethik“ mit dem Schwerpunkt Medienethik (Abschluss Master of Arts) und b) kompakt (2-3 Semester) als Modulstudium Medienethik (Abschluss Zertifikat „Medienethik“). Der spezifisch medienethische Anteil am Studienumfang liegt für beide Varianten bei ca. 50%; restliche Studieninhalte sind bspw. philosophische Grundlagen. Bewerbungsschluss ist jährlich der 15. September.

Nähere Informationen zu den neuen Studienangboten und ihren Zielgruppen unter:

Kontakt zur Hochschule für Philosophie in München: Telefon: +49 (0)89 2386-2143, E-Mail: medienethik-studieren@hfph.de, Website: www.hfph.de/medienethik-studieren.

Ausschreibung: Wissenschaftliche_r Mitarbeiter_in (50%) an der Universität Osnabrück

Am Lehrstuhl für Christliche Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück (Prof. Dr. Andreas Lienkamp) ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin/eines wissenschaftlichen Mitarbeiters (Entgeltgruppe 13 TV-L, 50 %) zu besetzen. Zu den Aufgaben gehören unter anderem die Mitwirkung in Lehre (im Umfang von 5 SWS) und Forschung im Fachgebiet Christliche Sozialwissenschaften einschließlich qualifizierter Mitarbeit an Forschungsprojekten.

Vorausgesetzt wird ein abgeschlossenes Studium der Katholischen Theologie; erwünscht das Interesse an umwelt- und sozialethischen Fragestellungen. Die Stelle ist befristet bis zum 31.03.2019; alle relevanten Informationen finden sich in der Stellenausschreibung. Bewerbungsschluss ist der 29.07.2016.

Ausschreibung: Wissenschaftliche_r Mitarbeiter_in (75%) an der WWU Münster

Das Seminar für Moraltheologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (Prof. Dr. Monika Bobbert) sucht zum 01.09.2016 eine wissenschaftliche Mitarbeiterin/einen wissenschaftlichen Mitarbeiter mit 75% der regelmäßigen Arbeitszeit (29,53 Std. wöchentl.; Entgeltgruppe TV-L 13). Erwartet wird neben der Bereitschaft zur interdisziplinären Arbeit zwischen Ethik und Psychologie ein Studienabschluss in Theologie bzw. Philosophie (möglichst mit ethischem Schwerpunkt) oder aber in Psychologie, mit Kenntnissen im jeweils anderen Bereich.

Die Stelle ist auf drei Jahre befristet; eine Promotion ist möglich und erwünscht. Bewerbungen können bis zum 20.07.2016 eingereicht werden. Alle erforderlichen Informationen finden sich in der Stellenausschreibung.

Fachtagung “Wirtschaft der Gesellschaft” am 22./23. September 2016

Herzliche Einladung zur fünften interdisziplinären Fachtagung “Wirtschaft der Gesellschaft”, die das Nell-Breuning-Institut gemeinsam mit der Forschungsstääte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) am 22./23. September 2016 in Frankfurt am Main veranstaltet.

In diesem Jahr geht es in der Fachtagung um das Thema: “Stadtluft mach reich/arm. Städtische Reichtumsproduktion – öffentliche Armut – soziale Ungleicheiten”. Alle weiteren Informationen zu Programm und Anmeldung finden sie auf der Homepage des Nell-Breuning-Instituts.

Einladung Forum Sozialethik 2016

Vom 05.-07. September findet 2016 die Jahrestagung des Forum Sozialethik statt. Das Thema könnte aktueller kaum sein: “Flucht – Zuwanderung – Integration. Multidisziplinäre und normative Vergewisserungen zu Herausforderungen der Migration”.

Etwa eine Millionen Menschen haben allein im letzten Jahr Zuflucht in Deutschland gesucht. Klatschende Bürger/innen, die die Flüchtlinge mit offenen Armen empfangen haben, wurden zum Symbol einer neuen deutschen Willkommenskultur. Monate später ist das Engagement der Freiwilligen ungebrochen – nicht nur in Deutschland –, doch es bilden sich auch nationalistische Gegenbewegungen.

Die gegenwärtigen Ereignisse stellen uns deshalb vor die Aufgabe, im gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Diskurs, Antworten auf höchst komplexe Fragen rund um die „Herausforderungen der Migration“ zu finden. Nicht zuletzt müssen normative Begründungen für konstruktive Lösungen auch die Akzeptanz einer Gesellschaft gewinnen, denn Deutschland und die EU-Mitgliedsstaaten ringen bis heute um langfristige und tragfähige Ansätze zur Aufnahme und Verteilung derjenigen Flüchtlinge, die Europa erreichen.

Das Forum Sozialethik 2016 möchte ein Beitrag zu diesen – nicht nur ethisch bedeutsamen – Diskursen sein. Angefangen bei der Frage „Grenzen setzen oder öffnen?“ beleuchten wir diesen Themenkomplex aus der „Perspektive Integration“. Dabei setzen wir uns mit der Rolle von „Identität und Religion“ auseinander und suchen nicht zuletzt Antworten hinsichtlich der „Vorbeugung von Fluchtursachen“.

Dazu laden das Vorbereitungsteam und die KOMMENDE Dortmund herzlich ein. Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung finden sich auf der Tagungswebsite.

CfP „Migration, Integration, Inklusion“, Jahrestagung Netzwerk Medienethik 2017

Das Netzwerk Medienethik veranstaltet im Februar 2017 seine Jahrestagung unter dem Titel „Migration, Integration, Inklusion – medienethische Herausforderungen und Potenziale für die digitale Mediengesellschaft“. Mit dem jetzt veröffentlichten Call for Papers zur Jahrestagung 2017 laden die Veranstalter Kolleginnen und Kollegen aus der Wissenschaft ebenso wie Kommunikationsexperten aus der Praxis herzlich ein, sich mit einem Beitrag an der Tagung zu beteiligen. – Die Tagung wird wie immer das Gespräch zwischen Wissenschaft und Praxis anzielen.

Die vollständige Einladung zur Einreichung finden Sie hier (offen bis 1.10.2016). Die Tagung findet statt am 16.-17. Februar 2017 in München und wird ausgerichtet zusammen mit der Fachgruppe Kommunikations- und Medienethik in der DGPuK und in Kooperation mit der Akademie für politische Bildung, Tutzing.

Integrationsfunktion der Medien im Zeitalter der Migration

Integration gilt als eine der wichtigsten Aufgaben der Massenmedien. Denn in einer demokratischen Gesellschaft haben diese den Auftrag, zum sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft beizutragen. Integration kann in einer pluralistischen Gesellschaft jedoch nur dann gelingen, wenn verschiedene gesellschaftliche Wirklichkeitsentwürfe und Werte eine Chance haben, an der Gestaltung gesellschaftlicher Realitäten mitzuwirken. Massenmedien müssen sich somit daran messen lassen, ob und in welchem Maße es ihnen gelingt, einen Dialog zwischen Individuen mit ganz unterschiedlichen Einstellungen, Werten und Wirklichkeitsentwürfen herzustellen.

Das so beschriebene medienethische Feld der Integration wird aktuell besonders durch Zuwanderung, Flucht und Migration herausgefordert. Dies nimmt die Tagung zum Anlass, Integration und Inklusion und ihre Anforderungen an die (digitale) Mediengesellschaft zum Thema ihrer Jahrestagung 2017 zu machen. Im Vordergrund steht zum einen die Frage nach den Möglichkeiten, durch Medien und digitale Dienste gesellschaftliche Integration und Inklusion zu rahmen und zu unterstützen. Zum anderen soll eine medienethische Bestandsaufnahme zur journalistischen Berichterstattung zu diesen Themen erfolgen.

Call ist offen formuliert

Die Tagung beschäftigt sich mit den normativen Fragestellungen des Integrationsauftrages der Medien in ganzer Komplexität und Breite. Der Call ist offen formuliert und soll Personen aus Praxis und Theorie wie auch unterschiedlichen Spezialisierungsgebieten ansprechen.

Aktualisierte Informationen finden sich auf der Tagungs-Website.