CfP: Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften 2015

In der Rubrik “Forschungsbeiträge zur Sozialethik” des Jahrbuchs für Christliche Sozialwissenschaften erscheinen in jedem Band immer auch Beiträge zu einem frei wählbaren Thema der Sozialethik. Auch für 2015 wird wieder eingeladen, einen thematisch freien Aufsatz einzureichen. Einsendeschluss der vollständigen Beiträge in deutscher oder englischer Sprache ist der 31. Januar 2015.

Die Beiträge werden anonym begutachtet (double blind peer review); pro Ausgabe können bis zu drei Beiträge berücksichtigt werden. Nähere Informationen gibt es hier.

Ethik und Gesellschaft 1/2014 – Politiken der Anerkennung

 

Die neueste Ausgabe der Online-Zeitschrift Ethik und Gesellschaft beschäftigt sich mit “Politiken der Anerkennung”.

Nach den großen Debatten der politischen Philosophie in den letzten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts ist es im gesellschaftsethischen Grundlagendiskurs ruhiger geworden. Die Liberalismus-Kommunitarismus-Debatte gilt als beendet (und wenn doch noch jemand einen Beitrag dazu leistet, wird er als “jenseits der Liberalismus-Kommunitarismus-Debatte” apostrophiert), die Aufregung um Nussbaums Capabilities approach hat sich gelegt und die Dominanz von Rawls’ Theorie der Gerechtigkeit als Fairness irgendwie verfestigt. Dabei ist mit der Anerkennungstheorie ein sozialethischer Ansatz neuformuliert und ausgebaut worden, der – wie die anderen politischen Philosophien der Gegenwart – an eine der großen Traditionen anschließen kann und gewiss sowohl für die liberale als auch für die neoaristotelische Schule Bedenkenswertes vorträgt. Zudem beziehen sich anerkennungstheoretische Überlegungen häufig unmittelbar auf gesellschaftspolitische Fragen wie auf die “Integration von Migranten” oder die “Inklusion von Menschen mit Behinderung”. Diese Ausgabe von Ethik und Gesellschaft greift Fragen rund um die Anerkennungstheorie(n) auf und möchte damit Anregungen für den gesellschaftsethischen Grundlagendiskurs geben. Welche sind die wichtigen Motive der Anerkennungstheorie? Welche Folgen hat das für eine Politk der Anerkennung? Welche Probleme und Grenzen müssen benannt werden? Wie lässt sich die Anerkennungstheorie mit den großen gesellschaftspolitischen Herausforderungen der Gegenwart in Verbindung bringen?

Die Aufsätze der Ausgabe finden sich auf der Website der Zeitschrift.

 

Stellenausschreibung: wiss. Mitarbeiter/in Uni Frankfurt

Im Fachbereich Katholische Theologie an der Uni Frankfurt ist zum 01.10.2014 an der Professur für Moraltheologie / Sozialethik eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter / wissenschaftliche Mitarbeiterin (50%) zu besetzen. Die Stelle ist zunächst auf drei Jahre befristet.

Einstellungsvoraussetzungen: Der / die Kandidat/in sollte einen Abschluss in Katholischer Theologie haben, Forschungs- bzw Lehrerfahrungen im Bereich Theologische Ethik mitbringen, sowie die Offenheit, in allen Gebieten der Moraltheologie und der Sozialethik mitzuarbeiten.  Der / die Kandidat/in sollte besondere Kompetenzen im fakultären Schwerpunkt Interkulturelle Theologie mit Bezug zur Ethik haben.

Bewerbungschluss war eigentlich 06.08. Allerdings werden auch jetzt noch Bewerbungen akzeptiert. Je früher desto besser natürlich …

Die Bewerbungen sind zu richten an Prof. Dr. Knut Wenzel.

 

CfP: Ethik für das Internet der Dinge

Die 22. Ausgabe der Zeitschrift “International Review of Information Ethics” (IRIE) wird sich mit den ethischen Herausforderungen des “Internets der Dinge” beschäftigen. Eine solche Ethik, so der Call for Papers, ist auf dem Gebiet der Informationsethik verankert, aber sie radikalisiert dieses Thema zu einem gewissen Grad, insofern die materiale Welt zunehmend als Informationstechnologie auftritt.

Wer zu diesem Thema etwas in der Zeitschrift publizieren möchte, ist herzlich eingeladen, auf den Call zu antworten (offen bis 31.08.2014). Hier gibt es alle Informationen.

Ist Bildung ein Menschenrecht?

… fragt Axel Bernd Kunze im aktuellen Heft „Verantwortung wahrnehmen – Gesellschaft gestalten“ (2/2014) der schulpädagogischen Fachzeitschrift „Engagement“, die im Münsteraner Verlag Aschendorf errscheint. Der Beitrag dokumentiert die Festrede der Schulleitung, die am 20. September 2013 im Rahmen der feierlichen Zeugnisübergabe an die Absolventinnen des Berufspraktikums an der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt gehalten wurde. Deutlich wird, wie wichtig der Beruf der Erzieherin ist, wenn dieses Menschenrecht umfassend gesichert werden soll. So heißt es am Ende des Beitrags: „Bildung, nicht zuletzt gezielte Sprachförderung, muss bereits von klein auf beginnen, wenn der Einzelne sein Recht auf Bildung umfassend verwirklichen soll. Und auch Menschenrechtsbildung beginnt altersangemessen bereits im Kindesalter. Insofern kann der Beruf der Erzieherin und der des Lehrers durchaus als eine wichtige Menschenrechtsprofession bezeichnet werden” (S. 144).

Bochumer Summer School zur Wirtschaftsethik

Die Katholisch-Theologische Fakultät Bochum und das Regionalbüro Westfalen der Konrad-Adenauer-Stiftung veranstalten vom 22.-25.09.2014 eine Summer School zum Thema “Bibel – Ethik – Wirtschaft” (organisiert von Prof. Wiemeyer, Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftslehre und Prof. Söding, Lehrstuhl für Theologie und Exegese des Neuen Testaments).

In der Bochumer Summer School “Bibel – Ethik – Wirtschaft” sollen fortgeschrittene Studierende und Doktoranden aus den Feldern der Theologie, der Wirtschaftswissenschaften und anderer interessierter Disziplinen über das Spannungsfeld von Moral und ökonomischem Vorteilsstreben diskutieren und sich zugleich darüber informieren, wie einzelne Unternehmen diesen Herausforderungen gerecht werden.

Nähere Informationen zum Programm und zu den Bewerbungsmöglichkeiten finden sich hier. Achtung: Bewerbungsschluss ist bereits der 07.07.2014.

 

 

Stellenausschreibung: Wissenschaftliche/r Referent/in

Am Institut für Theologie und Frieden (ithf) in Hamburg ist ab sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt die Stelle eines/r wissenschaftlichen Referenten/in (E 13/50%) zu besetzen. Die Stelle ist auf 3 Jahre befristet mit der Option einer Verlängerung um 2 Jahre.

Nähere Informationen finden Sie hier: Ausschreibung.

Stellenausschreibung ZdK

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt im Rahmen einer Muttschutz- und Elternzeitvertretung eine Referentin oder einen Referenten für die Arbeitsgruppe Kirche und Gesellschaft des ZdK-Generalsekretariats in Bonn-Bad Godesberg.

Der Stellenumfang beträgt 100% und ist voraussichtlich bis 31.05.2015 befristet.

Nähere Informationen zur Stellenbeschreibung und den Bewerbungsmöglichkeiten finden sich hier. Bewerbungsschluss ist der 30.06.2014.

EthikJournal 1/2014

Vor kurzem ist die insgesamt dritte Ausgabe der noch jungen Online Zeitschrift für Ethik und Soziale PraxisEthikJournal – mit dem Thema Zur ethischen Kritik professioneller Deutungs- und Wahrnehmungsmuster sozialer Probleme” erschienen.

Die hier gewählten Zugänge zu einer ethischen Kritik professioneller Deutungs- und Wahrnehmungsmuster sozialer Probleme könnten unterschiedlicher nicht sein. Sabine Schäper (Münster) hält fest, dass Fragen der Kategorisierung immer auch Machtfragen sind. Mithilfe der Machtanalytik Michel Foucaults werden von Sabine Schäper Formen der Bemächtigung dechiffriert.

Carolin Neubert (Jena) hingegen rekonstruiert in ihrem Beitrag Orte ritueller Praxen in einem Praxisfeld der Sozialen Arbeit: einem Jugendamt.

Der Fallkommentar von Florian Kiuppis (Lillehammer/Atlanta) verdeutlicht eben jene Spannung zwischen der – einer bestimmten Logik von Deutungsmustern und Modellen folgenden und daher immer subjektiv verfassten – Beschreibung eines Einzelfalls und dessen (ethischer) Reflexion und Bewertung am Beispiel des Instruments der Fallbeschreibung und Kommentierung.

Direkt zur aktuellen Ausgabe geht es hier.

Fachtagung “Migration nach Deutschland gerecht gestalten”

Am 29./30. September 2014 findet in der Akademie Franz Hitze-Haus die Fachtagung: Sozialethik konkret – Migration nach Deutschland gerecht gestalten statt. Die Fachtagung wird sich unter anderem mit den
politischen, juristischen, wirtschaftlichen und sozialethischen Fragen beschäftigen, die sich aus der Migration nach Deutschland ergeben.

Weitere Informationen finden Sie im Tagungungsflyer.

Veröffentlichung: Interdisziplinarität – eine Herausforderung für die Christliche Sozialethik

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Riedl, Anna Maria/Ostheimer, Jochen/Berenz, Thomas/Veith, Werner (Hgg.): Interdisziplinarität - eine Herausforderung für die Christliche Sozialethik (= Forum Sozialethik 13), Münster: Aschendorff 2014.

19,80 EUR

ISBN 978-3-402-10638-9

Gut eineinhalb Jahre nach der Tagung des Forum Sozialethik “Interdisziplinarität – eine Herausforderung für die Christliche Sozialethik” kann sich das Herausgeberteam über die entsprechende Veröffentlichung freuen.

Gegenstand der Christlichen Sozialethik ist die Reflexion gesellschaftlicher Strukturen, die nur in einem intensiven Austausch mit anderen wissenschaftlichen Disziplinen gelingen kann. Wichtige Gesprächspartner sind neben den theologischen Fächern und der philosophischen Ethik die Sozial-, Kultur-, Natur- und Technikwissenschaften, die für eine umfassende Analyse der Bedingungszusammenhänge des Menschen unerlässlich sind. Eine solche interdisziplinär angelegte Ausrichtung stellt die Christliche Sozialethik vor hohe Herausforderungen: Denn neben der Bereitschaft, sich auf fachfremde Theorien und Sprachen einzulassen, bedarf es einer ständigen Auseinandersetzung mit den eigenen Traditionen, Sprachen und Arbeitsweisen.

Dieser Aufgabe sowie den Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen des Dialogs zwischen Christlicher Sozialethik und ihren wissenschaftlichen Gesprächspartnern widmet sich der vorliegende Band. Das Spektrum der Beiträge reicht von der Frage nach den wissenschaftstheoretischen Grundlagen der Interdisziplinarität bis zum Aufzeigen ganz konkreter Desiderate interdisziplinärer Zusammenarbeit, von der Reflexion normativer Fragen bis zum konkreten Anwendungsbezug. Dabei geraten Status und Arbeitsweise der Christlichen Sozialethik ebenso in den Blick wie das Menschenbild als Basis und Ansatzpunkt interdisziplinärer Verständigung. Angesichts der fundamentalen Bedeutung der Interdisziplinarität und der gegenwärtigen sozialethischen Debatten erhält der spannende und dringend gebotene Diskurs hiermit neue Impulse.

Zu bestellen ist der Band  über die Seite des Aschendorff Verlags.

Dozent/in für das Sommersemester 2015 gesucht

Für die Aufrechterhaltung des Lehrangebots während eines Forschungsfreisemesters sucht der Lehrstuhl Theologische Ethik an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg für das Sommersemester 2015 eine Dozentin bzw. einen Dozenten für vier SWS. Zu halten ist die Vorlesung Einführung in die Christliche Sozialethik (2 SWS) sowie ein Seminar zu einem frei wählbaren theologisch-ethischen Thema (2 SWS). Wenn möglich sollten beide Veranstaltungen im wöchentlichen Rhythmus gehalten werden.

Bei Interesse und Rückfragen wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Thomas Weißer (thomas.weisser@uni-bamberg.de /Tel.: 0951/ 863 1733).

Dialog Wirtschaft – Ethik: Moral, Management, Moneten

Das Katholisch-Soziale Institut in Bad Honnef führt am 17.06.2014 in Kooperation mit der Internationalen Hochschule für Business und Management (IUBH) eine Veranstaltung zum Thema “Moral, Management, Moneten – Führung im Zwiespalt zwischen Gewinnmaximierung und Wertorientierung” durch. Rahmen ist der halbjährlich stattfindende „Business +/- Ethics Dialog“ des Instituts.

Nähere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden sich hier.

 

 

Einladung zum Forum Sozialethik 2014

Auch in diesem Jahr ergeht wieder herzliche Einladung zur Jahrestagung des Forum Sozialethik, die vom 08. bis 10. September 2014 unter dem Thema “Gender-Autonomie-Identität” stattfinden wird.

Feminismus, Frauenquote, Mütterrente, Homoehe, Jungen als Bildungsverlierer, Diversity-Management… Jedes dieser Schlagworte ruft Vorstellungen zum Thema Gender und zum Geschlecht auf und zeigt, wie vielfältig, aber auch emotional aufgeladen die Genderthematik behandelt wird. Die  aufbrechenden Fragen nach Differenz- und Gleichheit, nach dem Anderen, nach Selbst- und Fremdverständnissen, nach Ein- und Ausgrenzungsmechanismen, nach Autonomie und Identität verweisen nicht nur auf einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel, sie haben auch längst den Rahmen feministischer Ethik verlassen. Die ursprünglich mit dem Thema Gender verbundenen Gleichheitsfragen haben sich zu grundlegenden Gerechtigkeitsfragen gewandelt und machen deutlich, dass Gender ein Querschnittsthema ist, das zahlreiche Felder betrifft. Tangiert sind  gesellschaftliche, politische und kirchliche Prozesse, aber auch Lebenspraxis, Gesetzgebung etc. Hierbei fungieren Identität und Autonomie als Querschnittszielsetzungen. Neben theoretischen Einsichten werden darin auch ganz praktische Herausforderungen für den sozialethischen Diskurs offensichtlich.

Weitere Informationen, Programm und Anmeldung auf der Tagungswebseite.

Fachtagung zum Thema Umweltgerechtigkeit

Am 27./28. Juni 2014 setzt das Nell-Breuning-Institut die Reihe interdisziplinärer Fachtagungen „Die Wirtschaft der Gesellschaft“ fort, die es zusammen mit der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft veranstaltet. In diesem Jahr geht es um Umweltgerechtigkeit und die verteilungspolitischen Herausforderungen, die mit der Umweltkrise und der ökologischen Transformation verbunden sind. Da die Fachtagung nicht öffentlich ausgeschrieben ist, werden interessierte junge Sozialethiker/-innen gebeten, sich an das Nell-Breuning-Institut (nbi@sankt-georgen.de) zu Händen von Prisca Patenge  zu wenden.

Das Programm findet sich hier.