Promotionsstipendien Bioethik

Am Graduiertenkolleg “Bioethik – Zur Selbstgestaltung des Menschen durch Biotechniken” des IZEW in Tübingen sind fünf neue Promotionsstipendien für ab Januar 2011 ausgeschrieben. Bewerbungsschluss: 15. Oktober 2010. Weitere Informationen hier.


Bildungspolitischer Glaubenskrieg

Am kommenden Sonntag findet in Hamburg ein Volksentscheid statt, dessen Ausgang nicht nur landespolitisch, sondern auch bildungsethisch interessant sein wird.

Die Hamburger Wochzeitung “Die Zeit” positioniert sich auf der Titelseite ihrer heutigen Ausgabe vom 15. Juli 2010 sehr deutlich gegen die schwarz-grüne Schulreform und meint:“Sollen Schüler länger gemeinsam lernen? So will es die Politik in Hamburg und NRW. Der Schaden wäre groß.” Thomas Kerstan, der in seinem Beitrag von einem “Glaubenskrieg” spricht, befürchtet, dass durch fragwürdige Strukturveränderungen funktionierende Schulstrukturen ohne Not zerschlagen werden, ohne dass für eine zielgenaue individuelle Förderung benachteiligter Schüler wirkungsvoll etwas getan wird. Er schreibt in seinem Beitrag u. a.: “Den Jugendlichen, denen der Start in einen qualifizierten Beruf und damit ins Leben verbaut wird, hilft keine Gerechtigkeitsrhetorik, sondern nur konkrete Unterstützung. [...] Wenn die Hamburger am Sonntag die überflüssige Primarschule ablehnen - dann wird Kraft frei, um den Bildungsverlierern zu helfen.”

Der Beitrag ist auch in der Onlineausgabe der “Zeit” zu finden:

http://www.zeit.de/2010/29/01-Schulreform


Caritas in veritate

Die sozialethische Zeitschrift Denk doch mal. Onlinemagazin für Arbeit - Bildung - Gesellschaft, herausgegeben vom Netzwerk Gesellschaftsethik e. V., hat eine Sonderausgabe mit Reflexionen über die neue Sozialenzyklika “Caritas in veritate” von Papst Benedikt XVI. veröffentlicht.

Das unter www.denk-doch-mal.de kostenfrei zugängliche Heft enthält Beiträge von Robert Zollitsch (”Die Liebe als Hauptweg der Soziallehre”), Marianne Heimbach-Steins (”Für alle Menschen guten Willens”), Thomas Steinforth (”Wirtschaft ist kein moralfreier Raum”), Markus Seibt (”Religionsunterricht an Berufsschulen ohne Chance?”),
Axel Bernd Kunze (”Bildung und Entwicklung - Anspruch auf umfassende Bildung”), Markus Vogt (”Arbeit - Positionen der katholischen Soziallehre”), Manfred Böhm (”Die Wurzeln der Betriebsseelsorge”), Erwin Helmer (”Dreizehn päpstliche Wege aus der Krise”), Hermann-Josef Kronen (”Schlaglichter zur Situation von Arbeitslosen”), Martin Mohr  (”Ein Zwischenruf”) sowie Hans Ludwig (”Plattform soziale Marktwirtschaft”). Und in einem Interview bekennt Fritz Schösser: “Ich habe die Enzyklika von Anfang bis Ende gelesen.” Das Editorial des Heftes stammt aus der Feder von Gerhard L. Endres, Vorsitzender des Netzwerkes Gesellschaftsethik e. V.


Neugründung

Am Samstag, 26. Juni 2010, wurde in Köln im Rahmen des Kongresses “Bildungsstandards auf dem Prüfstand” die neue GESELLSCHAFT FÜR BILDUNG UND WISSEN gegründet. Die neue  Gesellschaft versteht sich nicht als Partei, wohl aber als ein Zusammenschluss von Verantwortlichen aus unterschiedlichen Bereichen des Bildungswesens, der bewusst die “offensive politische Kommunikation mit gesellschaftlichen Gruppen und der (Medien-) Öffentlichkeit” sucht. “Die Aktivitäten”, so schreibt die neue Gesellschaft in ihrer Selbstdarstellung, “leben von der Leidenschaft am argumentativen Streit um die gemeinsame Sache von Bildung und Wissen”.

Kontakt und weitere Informationen:

Gesellschaft für Bildung und Wissen e. V.

Goethe-Universität Frankfurt am Main

Sophienstraße 1 - 3

D-60487 Frankfurt am Main

Tel. (0 69) 7 98-2 81 50

Fax (0 69) 7 98-2 27 78

E-Mail: info@bildung-wissen.eu

Internet: www.bildung-wissen.eu


Tagung „Sozialethik konkret“ im September zu “Gleichheit - Ungleicheit - Gerechtigkeit”

bild_10-81620. - 21. September 2010
Gleichheit - Ungleichheit - Gerechtigkeit
Fachtagung in der Reihe: Sozialethik konkret
Tagungsort: Akademie Franz Hitze Haus, Münster

Trotz hoher Investitionen in Bildung, Integration und die anderen Bereiche des Sozialstaats steigt in Deutschland das Risiko, von Armut betroffen zu sein. Als armutsgefährdet gilt, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens seines Landes zur Verfügung hat. So hat es die Europäische Kommission festgelegt, die 2010 zum Europäischen Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung ausgerufen hat.

bild_flyer_10-816Immer häufiger ist von einer Spaltung der Gesellschaft die Rede. Wieviel Ungleichheit verträgt eine Gesellschaft, wieviel Gleichheit ist notwendig, um den Zusammenhalt der Gesellschaft zu gewährleisten? Wie positioniert sich die Christliche Sozialethik angesichts der Armuts- und Exklusionsphänome? Welche Lösungsstrategien bietet sie an und wie werden diese aus der Sicht anderer Wissenschaftsdisziplinen beurteilt?

In der Reihe „Sozialethik konkret“ wird mit der diesjährigen Tagung diese vielschichtige Problematik aufgegriffen und aus der Sicht unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen diskutiert. Dabei soll der spezifisch wissenschaftliche Lösungsbeitrag der Christlichen Sozialethik zu den Frage- und Problemstellungen der Armutsthematik herausgearbeitet werden.

Im Dialog mit den anderen Wissenschaften sollen eine ausgewogene Beurteilung der jeweils analysierten Problemstellung erreicht, Vorschläge zur konkreten Gestaltung von Reformprozessen und Strukturveränderungen erarbeitet und offene und weiterführende Fragestellungen identifiziert werden.

Weitere Informationen zur Tagung mit allen Themen und Referenten unter: http://www.franz-hitze-haus.de/info/10-816. Siehe dazu auch den Flyer.


Umstrittene Denkschrift

Kirche und unternehmerisches Handeln. Neue Perspektiven der Dialogarbeit - so heißt ein neuer Sammelband des “Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt” (kda), der sich mit der Unternehmerdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland beschäftigt. Die Beiträge fragen danach, wie der Dialog zwischen Kirche und Wirtschaft heute gelingen kann. Aus genuin sozialethischer Sicht kommentieren Prof. Dr. Hans-G. Ulrich, evangelischer Sozialethiker aus Erlangen, und Dr. Axel Bernd Kunze, katholischer Sozialethiker aus Bamberg, die umstrittene und äußerst kontrovers diskutierte Denkschrift.

Johannes Rehm, Sigrid Reihs (Hgg.): Kirche und unternehmerisches Handeln. Neue Perspektiven der Dialogarbeit, Stuttgart: W. Kohlhammer 2010.


Einladung zum Forum Sozialethik 2010

Liebe Freundinnen und Freunde des Forums Sozialethik!
Gerechtigkeitsdiskurse gehören zu den klassischen Aufgaben der Philosophie. Heute stellt sich die Geechtigkeitsfrage in einer radikal globalen Weise, da das Nebeneinander von Überfluss und tödlicher Not medial vermittelt für jeden Menschen erfahrbar wird.
Das Schlagwort „Entwicklung“ betrifft dabei nicht nur den Bereich der Politik, die den Aufbau tragfähiger Überlebensstrukturen in ärmeren Volkswirtschaften zum Ziel hat, sondern auch in grundlegender Weise die Suche nach normativen Ordnungen für das Zusammenleben von Menschen auf der ganzen Erde.
Gerade vor dem Hintergrund einer immer rasanter werdenden Dynamik globaler Zusammenhänge fragt deshalb das diesjährige Forum Sozialethik nach einer „Ethik der Entwicklung“. Auf der Basis der Diskussion grundlegender ethischer Perspektiven hinsichtlich der Systematik von Entwicklung stehen drei konkrete Anwendungsbereiche im Fokus: Politisch-ethische Beiträgen diskutieren die Ansätze von Entwicklungszusammenarbeit und Good Governance und öffnen dem Blick auf den Beitrag weiterer supranationaler institutioneller Akteure. Es schließen sich wirtschaftsethische Fragestellungen an, die sich Gerechtigkeitsfragen in ökonomischen Zusammenhängen stellen. Schließlich liegt ein dritter Schwerpunkt auf Entwicklungsverantwortlichkeiten unter umweltethischen Aspekten. Wir sind gespannt auf anregende und intensive Diskussionen!
Ganz besonders freuen wir uns, dass sich das Forum Sozialethik in diesem Jahr zum zwanzigsten Mal jährt. Zur gebührenden Feier dieses Jubiläums laden wir deshalb zu einem abendlichen Podiumsgespräch, das Einblick in Gründung und Geschichte des Forum Sozialethik gibt, mit anschließendem Empfang herzlich ein.

Es grüßt herzlich das Vorbereitungsteam
Markus Demele (Frankfurt am Main)
demele@sankt-georgen.de

Michael Hartlieb (Würzburg)
michael.hartlieb@uni-wuerzburg.de

Anna Noweck (München)
a.noweck@missio.de

Programm und Informationen zur Anmeldungen finden Sie auf der Tagungswebseite.


Katholische Friedensstiftung gegründet

Am 5. März 2010 wurde die Katholische Friedensstiftung gegründet. Ziel der Stiftung ist es, Mittel für die friedensethische Forschung, Lehre und Publikation des Instituts für Theologie und Frieden (ithf) bereitzustellen.

Wer sich über die Arbeit der Katholischen Friedensstiftung informieren möchte, kann unter folgendem Link den vier mal jährlich erscheinenden Newsletter abonnieren: http://www.katholische-friedensstiftung.de/newsletter.php

Ein Probeexemplar sowie ein Flyer zur Friedensstiftung finden sich hier: Newsletter und Flyer.


Stellenausschreibung Sozialethik Linz

Am Institut für Pastoraltheologie und Christliche Sozialwissenschaften der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz wurde eine Planstelle einer Universitätsprofessorin/eines Universitätsprofessors für Christliche Sozialwissenschaften ausgeschrieben. Bewerbungsschluss ist der 20. Juni 2010! Weitere Informationen finden sich hier: ausschreibung_linz


Netzwerk Soziale Theologie

Etwa 600 unterschiedliche Besucher nützen monatlich die Online-Plattform www.soziale-theologie.net. Die Plattform dokumentiert die Profile von Theologinnen und Theologen unterschiedlicher Fachdisziplinen, die sich mit Fragen der Sozialen Arbeit beschäftigen und in den Fachbereichen des Sozialwesens kirchlicher Fachhochschulen, an caritaswissenschaftlichen- und diakoniewissenschaftlichen Instituten von Universitäten sowie in Bildungseinrichtungen und Institutionen der konfessionellen Wohlfahrtsverbände arbeiten und lehren. Inzwischen sind über 50 Theologinnen und Theologen aus 6 europäischen Ländern beteiligt. Damit bietet das Netzwerk Soziale Theologie einen Überblick über die “theologische Szene” im Bereich sozialprofessionellen Handelns.