Verlängerung “Freie Einreichungen” für JCSW 2016

Das Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften akzeptiert weiterhin freie Beiträge für den kommenden Band 57 (2016). Neuer Einsendeschluss ist der 08. April 2016.

In der Rubrik „Freie Einreichungen“ können bis zu drei sozialethische Beiträge, die erfolgreich ein double blind Peer-Review-Verfahren absolviert haben, zu einem frei gewählten Thema veröffentlicht werden.

Mit diesem Call for Papers möchte die Redaktion insbesondere junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ermutigen, die kürzlich ihre Qualifikationsarbeiten eingereicht haben, die Erträge ihrer Forschung in Form eines Aufsatzes dem sozialethisch interessierten Lesepublikum vorzustellen. Kriterium für die Veröffentlichung ist dabei, dass die Überlegungen in dieser Form noch nicht publiziert worden sind.

Das Manuskript ist einzureichen unter jcsw@uni-muenster.de. Hinweise zur Manuskriptgestaltung finden sich hier.

ATWT-Jahrestagung zu Roboterethik am 18./19.03.2016

“Wenn Maschinen für Menschen entscheiden – Zur Zukunft menschlicher Autonomie angesichts autonomisierter Technik”, unter diesem Titel findet am 18./19.3.2016 in Loccum die diesjährige Jahrestagung des Arbeitskreises für Theologische Wirtschafts- und Technikethik (ATWT) statt.

Mit dem rasanten technischen Fortschritt der letzten Jahre haben algorythmenbasierte Assistenzsysteme in verschiedensten Handlungsfeldern Anwendungsreife erreicht. Für die christliche Ethik kommen damit zunehmend wieder technikethische Fragestellungen auf den Plan, nachdem diese lange Zeit in den Hintergrund gerückt waren. Ziel der Tagung ist es, verschiedene Anwendungsdiskurse (Medizintechnik, autonomes Fahren und Drohnentechnologie) miteinander ins Gespräch zu bringen und Parallelen wie Unterschiede zwischen den spezifischen ethischen Anfragen an technische Autonomisierung, die sich aus der Praxis ergeben, herauszuarbeiten. Zugleich soll die Tagung den Blick für übergeordnete Fragestellungen schärfen, die einer Beantwortung aus der Perspektive evangelischer Ethik bedürfen. Wie ist es um die menschlichen Entscheidungs-, Kontroll- und Interventionsmöglichkeiten gegenüber technisch hochentwickelten, teilautonomen Systemen bestellt? Wie wirkt sich die Interaktion mit derart hochentwickelter Technik im Gegenzug auf den Menschen, seine Handlungs- und Entscheidungsspielräume wie auch sein Selbstverständnis aus? Wann sind robotische Systeme als autonome Akteure zu betrachten?

Das Programm und nähere Informationen zur Anmeldungen finden sich auf dem Flyer.

Der ATWT ist ein Netzwerk für alle, die mit theologischem Bezug an wirtschafts- und technikethischen Fragestellungen arbeiten. Die Mitglieder kommen aus unterschiedlichsten Disziplinen aus Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften  und arbeiten  in Wissenschaft,  Kirche und Wirtschaft. Der Arbeitskreis wurde 1993 als Doktorandenkolloqium gegründet. Die Jahrestagungen finden in einem eher kleinen Setting statt, das Diskussionen auf hohem Niveau und eine gute Vernetzung ermöglicht.

Förderpreis der Kommende Dortmund 2016

Der Förderverein der Kommende Dortmund, das Sozialinstitut des Erzbistums Paderborn, hat erneut den Förderpreis Christliche Sozialethik ausgeschrieben. Die Ausschreibung des Preises in Höhe von 1.500 € richtet sich an Nachwuchswissenschaftler. Die Ausschreibungsfrist endet am 31. März 2014.

Der Preis wird für eine wissenschaftliche Arbeit, die ein gesellschaftliches Thema aus christlich-sozialethischer Perspektive behandelt, ausgeschrieben. Die Arbeit muss für eine Publikation – auch in einer Fachzeitschrift – geeignet und sollte nicht älter als zwei Jahre sein.

Weiteres zum Prozedere und zum auswählenden Gremium findet sich im Flyer.

CfP Societas Ethica 2016: Ethics and Law

Die Jahrestagung der Societas Ethica (Europäische Forschungsgesellschaft für Ethik) findet in diesem Jahr vom 18.-21. August in Deutschland, genauer in Bad Boll bei Stuttgart, statt.

Im Zentrum steht das Thema “Ethics and Law”. In mehreren Konferenzteilen soll es schwerpunktmäßig um folgenden Aspekte gehen:

  • Ethics, justice, and the law (i.e., normative justification of law)
  • Moral cultures and the law
  • The role of morality in positive Law
  • Conflicts between ethics and laws (death penalty, solitary confinement, refugee detention, ‘emergency law’)
  • Ethical and legal analysis of reconciliation and reparations
  • Human rights
  • The Implementation of the Paris Agreement: the challenge of climate change
  • Rights of Refugees (UN Refugee Treaty, and the Geneva Convention)
  • Asylum law, border control, identification measures, and ethics
  • National sovereignty, global governance, and international law
  • Religion, theology, and the law (religious freedom, secular and religious law, etc)

Daneben gibt es auch noch einen “Open Channel” für PhD-Studenten.

Der komplette Call findet sich hier. Paper für einen Vortrag können bis 31. März 2016 eingereicht werden.

„Journalismus in Echtzeit“ – Communicatio Socialis 4/2015

ComSoc-4_2015-Umschlag-199x300Mobile Endgeräte, soziale Netzwerke und Blogs steigern das Tempo im Nachrichtengeschäft im Kampf um die knappe Ressource Aufmerksamkeit. Geschwindigkeit und nicht Reflexion und Gewichtung bestimmen den Takt im real-time journalism. Das Publikum – der Beschleuniger im Nachrichtengeschäft – bekommt Terror und Katastrophe in Echtzeit. Zur Berichterstattung war nahezu zeitgleich vehemente Kritik zu vernehmen, die noch anhielt als sich der Medientenor wieder anderen Themen zuwandte.

Die Beiträge zum Schwerpunkt im aktuellen Heft (4/2015) widmen sich mit je unterschiedlichem Fokus und aus verschiedenen Blickwinkeln den medienethischen Fragen rund um „Aktualität und Echtzeit im Journalismus“.

Den Auftakt machen Klaus-Dieter Altmeppen, Christoph Bieber, Alexander Filipović und Jessica Heesen. In ihrem Beitrag „Echtzeit-Öffentlichkeiten“ betrachten sie das Phänomen als Folge der Digitalisierung. Hans-Joachim Höhn beschäftigt der veränderte Umgang mit Zeit. Er diagnostiziert das Zeitalter der Beschleunigung, treibende Kraft sei dabei ein kinetischer Imperativ. Der Mensch unterwirft sich, sagt Höhn, dem Zwang der Beschleunigung seiner Lebensvollzüge, auch um der Vergänglichkeit zu entkommen. Tobias Eberwein diskutiert das Verhältnis von Aktualität und Schnelligkeit aus medienethischer Perspektive. Er verweist auf die zeitliche, sachliche und soziale Dimension von Aktualität und sieht diesen Dreiklang durch den Geschwindigkeitswahn gefährdet.

Mit den „Chancen und Risiken von Medienkritik in Echtzeit“ befasst sich Stefan Niggemeier. Dem Nachteil fehlender Reflexionszeit stehe der Vorteil der Medien gegenüber, rasch reagieren und korrigieren zu können. Zugleich mahnt er zur Entschleunigung der Berichterstattung und damit einhergehender inhaltlicher Profilierung (dieser Text kann ohne Zugangsbeschränkung abgerufen werden). Eine Antwort klassischer Medien auf die digitale Konkurrenz in der aktuellen Berichterstattung ist die Nutzung eigener digitaler Kanäle. Als Beispiel für einen solchen stellt Christian Daubner zum Abschluss die neue Nachrichten-App „BR24“ des Bayerischen Rundfunks vor.

Programm Workshop Ethik 2016: Quellen des Sollens

Das Programm des 15. Workshop Ethik wurde nun veröffentlicht. Er findet vom 14.-16. März 2016 wieder im Martin-Niemöller-Haus, Schmitten-Arnoldshain statt und dreht sich dieses Mal im die “Quellen des Sollens”.

Als Keynotespeaker und Mitdiskutanten nehmen in diesem Jahr Prof. Dr. Detlef Horster, Prof. Dr. Christoph Halbig sowie PD Dr. Eva Harasta teil. Das ausführliche Programm inklusive der Abstracts zu den Referaten findet sich hier. Dort werden auch weitere Informationen zu Anmeldung und Teilnahmegebühren zur Verfügung gestellt (bis zum Ende der Seite scrollen!).

Anmeldeschluss ist der 28. Februar 2016. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt.

G8 oder G9? – Band bündelt bildungsethische und -wissenschaftliche Argumente

Viele Bundesländer haben die Gymnasialzeit von neun auf acht Jahre verkürzt. Das bildungspolitische Vorhaben ist umstritten – bis heute. Die nicht abebbende öffentliche Diskussion um diese nicht vorrangig pädagogisch, sondern ökonomisch begründete Schulzeitverkürzung zeigt, dass die Bildungspolitik das Problem nicht weiterhin ignorieren kann. Bildung ist nicht beliebig verkürzbar oder stauchbar, ohne sich auch qualitativ zu verändern. Schüler (und ihre Eltern) haben ein Recht auf möglichst tiefe und breite Bildung. Und nur eine solche Bildung wird sich auch gesellschaftlich wie volkswirtschaftlich als nachhaltig erweisen.

Ein Band aus der Reihe “Pädagogik in Europa in Geschichte und Zukunft” führt erstmals die wissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Argumente und Positionen zur Problematik des G 8 zusammen. Die Diskussion erhält so wissenschaftliche Tragfähigkeit und demokratische Kontur. Die Beiträge von beiden Seiten plädieren dafür, das Problem endlich im Sinne einer fundierten Bildung unserer Schüler zu lösen:

Volker Ladenthin, Anja Nostadt, Jochen Krautz (Hgg.): weniger ist weniger. G8 und die Kollateralschäden. Analysen und Materialien, Bonn: Verlag für Kultur und Wissenschaft Dr. Thomas Schirrmacher 2016, 234 Seiten:

  1. Keine Zeit für -Bildung und Wissen. Die Gymnasien werden zu G8-Reparaturwerkstätten umfunktioniert (Hans Peter Klein)
  2. Hat das Gymnasium in der bildungsethischen Debatte noch eine Zukunft? (Axel Bernd Kunze)
  3. G8 als Baustein eines Reformputsches gegen die humanistische Bildungskultur (Matthias Burchardt)
  4. Ein Jahr Schule macht ein Jahr mehr Qualität. G8-Bildungspolitik: mit Widersprüchen ins argumentative Abseits (Rainer Dollase)
  5. G9: Mit Druck in dei Zukunft! Anmerkungen aus universitärer Sicht (Christian Baldus)
  6. Kompetenz statt Bildung? Kompetenzorientierung ist keine Lösung, sondern das Problem (Jochen Krautz)
  7. Beobachtungen an studienspezifischen Leistungen jüngerer Studierender (Volker Ladenthin)
  8. Verstehendes Lernen braucht Zeit (Volker Ladenthin, Hans Peter Klein)
  9. Breite Mehrheit der Bevölkerung wünscht g9 an den Gymnasien – Ein politisches Lehrstück zur direkten Demokratie (Anja Nostadt)

Ethik und Gesellschaft 2/2015 – Subjektivierte Arbeit und depressive Erschöpfung

Die neueste Ausgabe der ökumenischen Online-Zeitschrift Ethik und Gesellschaft widmet sich dem Thema “Burn, baby, burn … Subjektivierte Arbeit und depressive Erschöpfung”.

‘Burnout’ und ‘Erschöpfungsdepression’ lauten Diagnosen, die mittlerweile weit verbreitet sind, und auch erste sozialwissenschaftliche Arbeiten liegen dazu vor. Umstritten ist, ob die Zunahme dieser Befunde Ergebnis realer Verschiebungen in der Arbeitswelt ist oder lediglich ein Bezeichungs- oder labeling-Phänomen darstellt. Die Diskussion ist eröffnet, die sozialethische Thematisierung aber steht noch weitgehend aus. Grund genug, sich in einem Themenheft dieser Fragen anzunehmen.

Die Aufsätze der aktuellen Ausgabe finden sich hier.

Jahrestagung Netzwerk Medienethik 2016: Die Macht der strategischen Kommunikation

Die Digitalisierung ermöglicht ganz neue Formen der Einflussnahme durch Kommunikation. Leben wir in einer medialen Kampfzone der Meinungsbeeinflussung? Das Medienhandeln wird im Zusammenhang von Propaganda, PR und Big Data jedenfalls schwieriger.

Die Konferenz „Die Macht der strategischen Kommunikation“ (18.-19.02.) in München nimmt diese neuen Formen von Werbung, Public Relations und Propaganda in den Blick. Ziel der Tagung des Netzwerks Medienethik ist es der Frage nachzugehen, welche Folgen diese Phänomene für Mensch und Gesellschaft haben. Experten und Expertinnen aus Wissenschaft und Kommunikationspraxis analysieren, überlegen und diskutieren mit den Teilnehmenden der Tagung, wie man sich zur neuen Macht der strategischen Kommunikation verhalten kann.

Nähere Informationen, das Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden sich auf der Tagungswebsite.

Das Netzwerk Medienethik ist seit 20 Jahren der Treffpunkt der Kommunikations- und Medienethik in Wissenschaft und Praxis.

Trailer: Der Lehrstuhl für Medienethik hat zwei Trailer für die Tagung produziert.

Die Jahrestagung des Netzwerks Medienethik wird in Zusammenarbeit mit der DGPuK-Fachgruppe Kommunikations- und Medienethik geplant und durchgeführt.

CfP Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften 2016

In der Rubrik „Forschungsbeiträge zur Sozialethik“ des Jahrbuchs für Christliche Sozialwissenschaften erscheinen Beiträge zu einem frei gewählten Thema der Sozialethik. Hierfür können Beiträge zur Publikation eingereicht werden. Diese werden in einem double blind peer review Verfahren begutachtet und ausgewählt. Pro Ausgabe können bis zu drei Beträge berücksichtigt werden.
Einsendeschluss der vollständigen Beiträge in deutscher oder englischer Sprache ist jeweils der 31. Januar, für die nächste Ausgabe der 31.1.2016.
Weitere Informationen finden sich hier sowie im ausführlichen Call.

CfP Forum Sozialethik 2016: Flucht, Zuwanderung, Integration

Immer wieder stehen wir in Europa und weltweit vor der Frage, wie wir mit Migranten, Migrantinnen und Flüchtlingen umgehen. Gegenwärtig beherrschen hitzige und teils unsachliche Debatten die Medien. Europäische Bürgerinnen und Bürger, aber auch politischen Akteure sind uneins, wie die Verantwortung Europas gegenüber politischen und anderen Flüchtlingen praktisch ausgestaltet werden soll. Politische Machthaber streiten darüber, wem und aus welchen Gründen Asyl gewährt werden muss, und wie die Integration einer großen Zahl von Menschen gelingen kann.

Doch auch die geregelte Zuwanderung von Arbeitskräften ist in Deutschland und Europa unbefriedigend gelöst. Ansätze für Integration, die die frühere integrationsfeindliche Politik korrigieren und vermeiden, müssen weiterentwickelt werden. Neben Fakten und Kenntnissen über Zusammenhänge bedarf es hierzu auch ethisch-philosophischer Leitbilder, um sich als Gesellschaft zu orientieren.

Auf dem Forum Sozialethik 2016 (05.-07. September 2016) vergewissern wir uns über das Phänomen Migration und Flucht multidisziplinär und insbesondere normativ. Wir suchen dabei nach grundsätzlichen Orientierungen und ethisch fundierten Antworten auf Herausforderungen, die sich aus der aktuellen politischen Situation ergeben. Dazu laden wir Nachwuchswissenschaftler und Nachwuchswissenschaftlerinnen der christlichen Sozialethik, Sozialwissenschaften, Migrationswissenschaften, Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft, Geschichtswissenschaften, Theologie, Philosophie etc. ein, sich mit einem Beitrag zu beteiligen.

Nähere Informationen sowie weiterführende inhaltliche Impulse sind dem Call for Papers zu entnehmen. Der Call ist geöffnet bis 31. März 2016.

Alle weiteren Informationen auf der Tagungswebseite.

Ausschreibung: Juniorprofessur in Hildesheim

Am Institut für Katholische Theologie der Universität Hildesheim ist eine Juniorprofessur für Theologische Ethik (W1) neu zu besetzen. Die oder der Stelleninhaber_in hat das Fach Theologische Ethik in Forschung und Lehre zu vertreten, wobei das Hildesheimer Institut auch die theologischen (Lehramts-)Studiengänge in Hannover betreut.

Erwartet werden eine überdurchschnittliche Promotion in Theologischer Ethik sowie eine ökumenische und interdisziplinäre Orientierung. Darüber hinaus sind schulpraktische und universitäre Lehrerfahrungen erwünscht. Weitere Informationen bietet die online einsehbare Stellenausschreibung; Bewerbungsschluss ist der 18.01.2016.

Communicatio Socialis 3/2015: Werbung, Ethik & Religion

cover_issue_85_de_DEDie medienethische Zeitschrift Communicatio Socialis widmet dem Thema Werbung & Ethik den Schwerpunkt der neu erschienenen Ausgabe. Die ethischen Probleme rund um Werbung sind ebenso alt wie aktuell, ebenso offensichtlich wie tiefgründig, ebenso detailorientiert wie grundsätzlich. Neue Werbeformen im Internet sortieren die Situation neu.

Im ersten Beitrag illustriert Guido Zurstiege ethische Probleme der Werbung in Zeiten des medialen Wandels. Er zeigt auf, dass es einen Mangel an ethischen Diskussionen über Produzent_innen, Rezipient_innen und Mediensysteme gibt, während mediale Werbeinhalte ethische Diskussionen dominieren. Der Text kann kostenlos abgerufen werden.

Nina Köberer stellt das Phänomen der „Haul-Videos“ auf Youtube ins Zentrum ihrer Betrachtung und verweist auf verschiedene ethische Probleme, wenn Teenager Produkte vor der Kamera präsentieren, sich selbst inszenieren und scheinbar authentisch Marken bewerben. Mit religiösen Motiven in der Werbung befassen sich Irene Raster und Alexander Godulla. Ihr Beitrag fußt auf einer quantitativen Inhaltsanalyse von Werbeanzeigen in „Der Spiegel“ aus den Jahren 2009 bis 2013. Die Autor_innen illustrieren substanzielle wie funktionale religiöse Werbemotive, deren Verteilung auf Branchen und zeigen eine signifikante Abnahme religiöser Werbemotive.

Logo-Grundbegriffe-300x102Mit dem neuen Heft beginnt Communicatio Socialis außerdem die neue Serie „Grundbegriffe der Kommunikations- und Medienethik“ (http://grundbegriffe.communicatio-socialis.de/). Ziel ist es, für die Aus‐ und Weiterbildung von Studierenden, Kommunikations-und Medienparktiker_innen, aber auch für die gesellschaftliche Diskussion, eine grundbegriffliche Orientierung anzubieten. Den Auftakt der definitorisch und diskursiv angelegten Reihe macht Alexander Filipović mit „Moral und Ethik“.

JCSW 56 /2015 erschienen

JCSW2015_Cover_V1b.inddHeimbach-Steins, Marianne (Hg.): Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften. 56. Band: Ethische Herausforderungen der Energiewende. Münster: Aschendorff 2015, 297 Seiten. ISBN: 978-3-402-10988-5. 38,00 Euro.

Der 56. Band des Jahrbuchs für Christliche Sozialwissenschaften stellt die ethischen Herausforderungen der Energiewende, die seit dem Reaktorunfall in Fukushima 2011 vor allem in Deutschland forciert wird, ins Zentrum einer interdisziplinären Erörterung. Erstmals in der nunmehr über 50-jährigen Geschichte des Jahrbuchs ist ein Band damit einem ökologischen bzw. umweltethischen Thema gewidmet. Wissenschaft und Politik wie auch die kirchliche Sozialverkündigung fokussieren den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen und den schonenden Umgang mit Primär-Energiequellen als zentrale Herausforderung der „ökologischen Umkehr“. Sozialethische, juristische, sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Beiträge, u. a. von M. Vogt, D. Fuchs und A. Graf, O. Renn, J. Wiemeyer, M. Heimbach-Steins und A. Lienkamp, beleuchten interdisziplinär und facettenreich die ethischen Herausforderungen, die mit der Energiewende als komplexem gesellschaftlichem Transformationsprozess verbunden sind.

Weitere Forschungsartikel zur Sozialethik befassen sich mit dem Denkansatz des Sozialethikers Hermann Josef Wallraff SJ (1913–1995) und mit der Theorie der Menschenrechte als Ergebnis einer Wertegeneralisierung. Berichtet wird über sozialethische Tagungen in Maribor, Berlin, Schwerte und Heppenheim sowie über laufende und in jüngster Zeit abgeschlossene wissenschaftliche Arbeiten zur katholischen Sozialethik (Habilitationsschriften, Dissertationen und besonders qualifizierte Examensarbeiten).

Inhaltsverzeichnis, Tagungsberichte und Liste der Qualifikationsarbeiten sind ab sofort im Open Access frei verfügbar.

Ausführliche Informationen finden sich hier.

Ausschreibung: Wissenschaftspreise des Deutschen Caritasverbands

Mit dem Lorenz-Werthmann-Preis werden Dissertationen und Habilitationsschriften sowie Arbeiten mit einem entsprechenden gleichen wissenschaftlichen Niveau ausgezeichnet, die sich mit der Arbeit und Aufgabenstellung der freien Wohlfahrtspflege, der Zusammenarbeit zwischen freier und öffentlicher Wohlfahrtspflege, neuen Ansätzen in der sozialen Arbeit sowie mit caritastheologischen und sozialethischen Themen befassen.
Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Weitere Information sowie das Eingabeformular finden sich hier.
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Der Gertrud-Luckner-Preis ist zum Gedenken an Dr. Gertrud Luckner geschaffen worden. Es werden ausgezeichnet Abschlussarbeiten in Diplom-, Magister-, Bachelor- und Masterstudiengängen an Universitäten und (Fach-) Hochschulen bzw. vergleichbare Arbeiten, die sich mit der Arbeit und Aufgabenstellung der freien Wohlfahrtspflege, der Zusammenarbeit zwischen freier und öffentlicher Wohlfahrtspflege, neuen Ansätzen in der sozialen Arbeit sowie mit caritastheologischen und sozialethischen Themen befassen.
Für den Gertrud-Luckner-Preis können Abschlussarbeiten durch Dozenten/-innen bzw. Professoren/-innen an Universitäten und (Fach-) Hochschulen vorgeschlagen werden. Eigenbewerbungen sind nicht möglich. Wir bitten Sie ganz herzlich geeignete Kandidaten/-innen und Dozenten-/innen sowie Professoren/-innen auf diesen Preis aufmerksam zu machen.
Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert. Weitere Information sowie das Eingabeformular finden sich hier.
Die Eingabefristen für beide Preise enden am 01. März 2016.